Hartz IV verbesserungen! sinnvoll?

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fuyajo

Ensign
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Am Donnerstag wurden die "Verbesserungen" für Hartz IV (Arbeitlosengeld 2) von der Koalition (CDU, SPD) im Bundestag verabschiedet. Hilft das nun den Arbeitslosen ihren "Arsch hochzubekommen" oder soll nur Geld gespart werden, weil eh nie wieder alle Menschen in Deutschland Arbeit haben werden die ihnen ein würdiges Auskommen bieten wird? Fragen darf man sich schon warum Menschen in Deutschland für Wohnung und Essen beweisen müssen, das sie keine (Mafia)Verbrecher sind. Oder warum Hartz IV so viel teurer ist, aber die Regierung verschweigt was sie beim Arbeitosengeld 1 dafür Millionen einspart? Warum Sozialhilfe-Betrüger wegen 2-3Mrd Euro gesamt vom Staat verfolgt werden und Steuerbetrug von Unternehmen u. Firmen von 200-700Mrd. Euro mit Steuererleichterungen belohnt werden? *kopfschüttel*
 
hm, das einzige was ich da auf uns zu kommen sehe ist ne höhere kriminalitätsrate. denn wenn die leute keine kohle mehr bekommen, weil sie innerhalb eines jahres(!) 3 angebote ablehnen, müssen sie ja dennoch irgendwie überleben. und wie soll das dann gehen, wenn die das geld streichen. das is nix weiteres als ne weitere abzocke der unteren schicht. die vorteile sind gleich null, abgesehen vom stopfen irgendwelcher ominösen löcher im haushalt.
 
Naja was das Arbeitsamt als Verbesserung ansieht, muss nicht eine Verbesserung sein.

Die haben einem Bekannten mal mit Kürzungen gedroht, weil er einen Job am Bau (mit Atest) abgelehnt hat, wegen Allergie, total kaputtem Rücken, hatte schon mehrere Leistenbrüche, darf also auch nicht mehr schwer heben....

Das Arbeitsamt sieht das alles mit eigenen Augen!
Und für das überleben, dann gibts Gutscheine vom Arbeitsamt für Lebensmittel und so.
Obwohl ich es teilweise schon richtig finde, denn wer Arbeiten will, nimmt ein Angebot an und wenn jemand nicht will, seh ich doch gar nicht ein den auf meine Kosten leben zu lassen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab mich noch nicht sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Aber könnt ihr mir mal ein paar Gründe nennen warum man jemanden weiter fürs Nichts Tun bezahlen sollte, wenn er 3 mal ein Angebot ablehnt? So ganz verstehe ich die Logik vieler hier nicht. Der Staat ist nicht dafür da alles durchzufüttern, die nicht arbeiten wollen.
Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Nur um die Kriminalität unten zu halten lass ich als Argument nicht gelten.

mfg Denis
 
@den[N]is:
Mit Logik hat das nichts zu tun.
Arbeitsunwillige will keiner gerne durchfüttern.
Die Regelungen treffen alle Arbeitslosen. Auch die, die gerne Arbeiten wollen, aber nichts finden.

Der Staat will Geld einsparen.
Bei den leeren Kassen ist das auch verständlich.
Nur werden hier wieder einmal die Symptome bekämpft und nicht die Ursachen...

Die Regierung hat gewisse Pflichten seinen Bürgern gegenüber.
Diese werden nach und nach zurückgeschraubt, ohne die Pflichten zu verletzen.

Das wenige Geld soll anscheinend "Anreize" (so meint die Regierung) schaffen sich Arbeit zu suchen.
Nur ist die Lage derzeit nicht gerade rosig einfach eine neue zufriedenstellende Arbeit zu finden.
Man muss dabei bedenken, dass die Regierung keine Arbeitsplätze schaffen kann, sie kann nur die Bedingungen regeln, beeinflussen, begünstigen...
 
Woher soll das Arbeitsamt denn plötzlich 3 Arbeitsangebote für jeden nehmen? Wenn soviel Stellen da wären, hätte doch auch jeder Arbeit der will. Bei einer Arbeitslosenquote von 3 oder 4% sortieren sich automatisch die faulen raus, dann wären derartige Sanktionen auch sinnvoll. Bei einer Quote von teilweise 20% kann mir aber niemand erzählen, daß die alle nicht wollen. Solange es nicht mehr Stellen gibt, werden wir auch nicht weniger Arbeitslose haben und verhungern lassen können wir die ja nun auch nicht. Wer tatsächlich drei Stellen ablehnt, hat es offensichtlich nicht nötig und sollte das auch zu spüren bekommen. Ich sehe allerdings nicht, daß es in absehbarer Zeit möglich ist soviele Angebote überhaupt zu machen. 4,5 Mill Arbeitslosen stehen 250000 freie Stellen gegenüber, man muß also rein theoretisch 18 Leute zu einer Stelle schicken, mal ungeachtet der Qualifikation. Wenn jeder zu drei Stellen geschickt würde wären es schon 54 Bewerber pro Stelle. Warum sollte jemand seine Hilfe riskieren (selbst wenn er zu faul ist zu arbeiten) und eine Stelle ablehnen, die er sowieso nicht bekommt?
 
habe noch etwas interessantes auf freitag.de dazu gefunden

Und doch geht´s immer noch einen Schritt weiter. Ob Arbeit arm und Hartz IV reich macht, fragte am vergangenen Sonntag Sabine Christiansen im Titel ihrer Sendung. Irgendwann wird diese Frau, die 30.000 Euro für 90 Minuten miserabler Moderation kassiert, den finalen Tabubruch wagen: "Spargelcamp mit warmer Mahlzeit statt Hängematte mit ALG II?"

der artikel stellt noch einmal fest das die zu hohen kosten für hartz ein märchen sind und nix als zahlen trixerei. die arbeitswilligen Deutschen ohne job werd mit noch mehr sanktionen auch keine arbeit finden. wie schon vor-poster meinten, soll eigentlich nur geld gespart werden.

Dass sich aus all diesen fiskalischen und disziplinarischen Übungen keinerlei Perspektive für die Langzeitarbeitslosen ergibt, stört offenkundig weder die Union noch die SPD. Die Überflüssigen müssen billiger werden - das ist und bleibt die gemeinsame Linie, die sich mit Phantomzahlen und Missbrauchsdebatten am besten verkaufen lässt.:mad:

PS. noch zur lieben frau christiansen. sie ist nebenbei auch mitglied bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
http://de.wikipedia.org/wiki/INSM eine PR-kampagne die sich als verein tarnt und stimmung für sozial-abbau machen soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klempe schrieb:
Woher soll das Arbeitsamt denn plötzlich 3 Arbeitsangebote für jeden nehmen? Wenn soviel Stellen da wären, hätte doch auch jeder Arbeit der will.



Tja das ist aber leider so, dass viele nicht wollen. Es bleibt dem "armen" nix anderes übrig, als die Arbeit anzunehmen. In meiner Hinsicht sinnvoll, dass die zum arbeiten bewegt werden. Ich habe nämlich schon zu viele Leute getroffen, die schlichtweg nicht arbeiten wollen. Solche gehören an sich auch runter von der Straße, bevor die dann möglicherweise kriminell werden. Meist sind die aber soo faul, dass die auch nich kriminell werden sondern (so vermute ich) lieber in der öffentlichkeit rumheulen. aber das vertiefe ich jetzt nicht weiter, das Thema ist ja auch ein anderes.


Arbeitslosenquote ist auch ohne Sinn, denn diese "1,20 Euro Jobs" sind in meiner Hinsicht dafür da, dass diejenigen in dem Zeitraum nicht "arbeitslos" sind. Ändern tut diese Maßnahme jedoch nichts. Also geht es damit auch nicht aufwärts - wie mit so vielen Dingen.

Rente ab 67 macht ebenso keinen Sinn, da doch viele in diesem Alter erst garkeinen Arbeitsplatz haben und auch im höheren Alter so leicht keinen mehr bekommen.


Ich finde es unerhört, dass Politiker Spitzengehälter bekommen. Dieses Geld fehlt dann woanders. Importautos sollten verzollt werden, damit die Wirtschaft was davon hat, wenn Autos, die in "Billigländern" produziert wurden, und hier für das gewohnt teure Geld verkauft werden. Nur bekommt die untere Schicht davon warscheinlich auch nichts ab.


Irgenwann wird dieses System zusammenbrechen, wenn sich nicht schleunigst was daran ändert. Nur das wird es leider nicht.
 
@MORTISS

Tja das ist aber leider so, dass viele nicht wollen. Es bleibt dem "armen" nix anderes übrig, als die Arbeit anzunehmen. In meiner Hinsicht sinnvoll, dass die zum arbeiten bewegt werden. Ich habe nämlich schon zu viele Leute getroffen, die schlichtweg nicht arbeiten wollen.

das siehst du nicht ganz objektiv. die MEHRHEIT der arbeitslosen sind sehr wohl motiviert. die problemgrupppen sind akademiker und erfahrene gut ausgebildete Handwerker und Industriearbeiter für die es in deutschland einfach keine stellen gibt.
wozu gibts dann noch eine arbeitslosenversicherung vom staat. das ist inzwischen eine scheiss versicherung. jemand zahlt 30 jahre 50.000,- ein und wird dann mit 55 arbeitslos und der staat zahlt ihm dann nur noch 10.000,- wieder aus.
was machen merkel und münte mit den restlichen 40.000,- ? ;) (ohne zinsen)
sie senken die steuern für siemens und co damit die mit der kohle ein rationalisierungsprogramm bezahlen, um noch mehr leute raus zuwerfen. :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (ein ? pro Satzende genügt)
Die AV ist eine Risikoversicherung und keine Lohnersatzleistung. Demnach muss ALG I beispielsweise auch zeitlich begrenzt werden und deswegen kann nach ALG I mit ALG II nur eine Minimalversorgung garantiert werden. Innerhalb des ALG I-Zeitraums sollte einem das Arbeitsamt aber keine Arbeit aufzwingen können. Da sollte man es selbst in der Hand haben, ob ein Angebot lukrativ genug ist oder nicht - ansonsten werden berufliche Karrieren ins jenseits befördert. Bei ALG II sollte man dagegen aber schon einen körperlich und geistig beanspruchbaren Menschen die Leistungen kürzen, wenn dieser wiederholt Angebote abweist. Dazu muss aber sichergestellt werden, dass die Tätigkeit auch effektiv mehr Geld bringt. Ansonsten zieht auch das gern genannte Argument "ALG II ist ein Defacto-Mindestlohn" nicht mehr.

Weiß jemand, wie die Sache bei ALG I aussieht?
Können dort die Leistungen gekürzt werden, wenn Angebote wiederholt abgelehnt werden?
 
Nein die Arbeitslosenversicherung ist keine Risikoversicherung in diesem Sinne, die Arbeitslosenversicherung ist eine Versicherung die man zahlt um im Falle einer Arbeitslosigkeit geschützt zu sein und nicht um im Falle einer Arbeitslosigkeit evtl geschützt zu sein.

Was soll das ganze gequatsche mit Kosten beim ALG ? Sorry wenn auf der einen Seite 30 Mrd. verschwendet werden ist es eine Frechheit nur über eine Verschärfung der Regeln beim ALG zu denken. Was soll diese Schei.. mit den 3 Angeboten ablehnen und dann keine Hilfe mehr? Das bewirkt ein Raubrittertum der Zeitarbeitsfirmen und schafft bei Gott keine neuen Arbeitsplätze. Was bringt es wenn der Arbeitslose aus dem Beispiel oben den Job als Maurer annimmt und dann die Krankenkasse 6 Monate Krankenhausaufenthalt zahlen darf weil abzusehen ist das der Mann wieder ein Rückenleiden bekommt.....

Ich kann diese ganzen Auflagen schon machen, ABER dann muß ich auch Arbeitsplätze anbieten und nicht nur dummes Zeug reden von Arbeitsunwilligen. Sicher gibt es auch Arbeitsunwillige, aber die Mehrheit WILL arbeiten.
Warum machen wir nicht eine pauschale Strafsteuer für Firmen, weil ja einige Firmen Steuern hinterziehen sollte man jetzt auch mit der Strafsteuer mal alle belasten da sind dann auch sicher ein paar dabei die bescheißen.

Diese "Verbesserung" wird bald wieder abgeschaft weil es nicht funktionieren kann. Die meisten HarzV Empfänger haben Anspruch auf Prozesskostenhilfe, wenn mir das Arbeitsamt also mein ärztliches Gutachten nicht anerkennt dann wird geklagt-das kostet mit Sicherheit mehr wie auf der anderen Seite eingespart wird.......

Und die "Schlaumeier" die hier das ja so richtig finden sollen mal kurz das Hirn einschalten, Papi ist Arzt und wird Arbeitslos weil seine Klinik Stellen streicht, nach dem neuen Gesetz muß dann der Oberarzt auch als Kellner gehen. Tja und da Papi noch ein Haus hat welches abzuzahlen ist sind die 900 Euro + Trinkgeld nicht das Gelbe vom Ei. Jetzt verliert er erst das Haus und dann geht es weiter den Bach runter.......und so leicht hat dann der Oberarzt der zig tausende Euro in die Arbeitslosenversicherung gebuttert hat bei seiner ersten Arbeitslosigkeit sein Leben verschissen.
Sollen die doch die Arbeitslosenversicherung FREIWILLIG machen, nur mehr eine Grundabsicherung und der Rest wird nach persönlichem Verhältnissen eingezahlt.

Hier werden Leben zerstört und das unter dem Deckmantel der Einsparung, hier könnten dann wieder die 30 Mrd. Steuerverschwendung (Schwarzbuch-Bund der Steuerzahler) kommen. Erst wenn das Politiker Pack in die Haftung genommen werden könnte, oder es an den eigenen Geldbeutel geht, erst dann wird sich was ändern.
 
Dope4you schrieb:
Nein die Arbeitslosenversicherung ist keine Risikoversicherung in diesem Sinne, die Arbeitslosenversicherung ist eine Versicherung die man zahlt um im Falle einer Arbeitslosigkeit geschützt zu sein und nicht um im Falle einer Arbeitslosigkeit evtl geschützt zu sein.
Sie schützt vor dem Risiko Arbeitsverlust in Bezug auf Sicherung des Lebensstandards. Der Schutz hält 12 Monate an, da man eben davon ausgeht, dass man innerhalb dieser Zeit wieder in ein Beschäftigungsverhältnis findet. Wenn nicht, muss man eben seinen Lebensstandard herunterfahren. Das ist hart und für jemanden, der das selbst noch nicht erlebt hat, leicht zu sagen, aber das hat schon seinen guten Grund. Denn wer innerhalb der 12 Monate nichts neues findet, hat es danach umso schwerer.

Dein Arzt-Beispiel hinkt auch. Der "Papi" kriegt erstmal ALG I - darauf haben die jetzigen Diskussionen und Gesetzesänderungen afaik keinen Einfluss.
 
30 Jahre lang 3,25% einzahlen und die restlichen 15 Jahre 66% herauskriegen?
Oder wie stellst du dir das vor?
 
DC_ schrieb:
Der Schutz hält 12 Monate an, da man eben davon ausgeht, dass man innerhalb dieser Zeit wieder in ein Beschäftigungsverhältnis findet.
Wer geht davon aus, die Statistik?

Ein neues Beschäftigungsverhaltnis ab 50+? Gelächter, ab 50+ bist schon Tod:rolleyes: und ab 40+ nur noch schwer vermittelbar.
Wenn nicht, muss man eben seinen Lebensstandard herunterfahren. Das ist hart und für jemanden, der das selbst noch nicht erlebt hat, leicht zu sagen, aber das hat schon seinen guten Grund.

Welchen Grund?

Der Gund, das man 30 Jahre und mehr den Buckel krumm gemacht hat und dann unverschuldet Arbeitslos wird, weil man als " Alter " nicht mehr gebraucht wird?

Um bei denen zu sparen, die ohnehin ganz unten sind?

Um die maroden Staatsfinanzen wieder ins Lot zu bekommen, die keiner von den Arbeitslosen zu verantworten hat?



Denn wer innerhalb der 12 Monate nichts neues findet, hat es danach umso schwerer.

Hallo,gehts noch?

Es gibt ab einer bestimmten Alterstufe keine Jobs mehr.

Die Leute wollen gut ausgebildete mitzwanziger mit 20 Jahren Berufserfahrung.:freak:

Ich schreibe euch aber was ins Stammbuch für die Zukunft!

Ihr, die ihr so vortrefflich über Schicksale richtet, ihr seid die nächsten.

Und dann, werdet ihr auch ganz klein sein, denn auch ihr werdet irgendwann alt.

MfG Cerberus
 
Cerberus schrieb:
Ein neues Beschäftigungsverhaltnis ab 50+? Gelächter, ab 50+ bist schon Tod und ab 40+ nur noch schwer vermittelbar.
Das ist natürlich genau die richtige Einstellung, um mit 40 oder 50 Jahren zu einem Job zu kommen, Respekt. Mag sein, dass es für die Älteren schwieriger ist, einen Job zu bekommen, aber von unmöglich sind wir weit entfernt. Wenn ich in mein persönliches Umfeld schaue, sehe ich einen guten Mix aus jungen und älteren, erfahrenen Arbeitskräften. Auch innerhalb der Familie war man mit 50+ keineswegs tot, sondern hat einen Job bekommen. Aber solche Erfolge werden dann gleich klein geredet, von wegen Glücksfall.

Der Gund, das man 30 Jahre und mehr den Buckel krumm gemacht hat und dann unverschuldet Arbeitslos wird, weil man als " Alter " nicht mehr gebraucht wird?
Der Grund, damit man einen Ansporn hat, innerhalb dieser Zeit einen neuen Job zu finden. Die Motivation würde gegen Null sinken, wenn ALG I auf unbegrenzte Zeit gezahlt werden würde.

Um bei denen zu sparen, die ohnehin ganz unten sind?

Um die maroden Staatsfinanzen wieder ins Lot zu bekommen, die keiner von den Arbeitslosen zu verantworten hat?
Wen willst du die Schuld an der Misere zuschieben? Wer soll dafür gerade stehen und die Auswirkungen auf seinen eigenen Schultern austragen? Wir alle haben das Problem - wir alle müssen unseren Teil leisten, auch wenn der Umfang dessen sich sicherlich nach den individuellen Verhältnissen richten muss. Aber mit dem Finger auf andere Zeigen und zu sagen "Macht gefälligst was, aber haltet mich daraus." finde ich ziemlich ignorant. Polemik.

Hallo,gehts noch?
Es gibt ab einer bestimmten Alterstufe keine Jobs mehr.
Die Leute wollen gut ausgebildete mitzwanziger mit 20 Jahren Berufserfahrung.
Ich schreibe euch aber was ins Stammbuch für die Zukunft!
Ihr, die ihr so vortrefflich über Schicksale richtet, ihr seid die nächsten.
Und dann, werdet ihr auch ganz klein sein, denn auch ihr werdet irgendwann alt.
Wenn es ab einem bestimmten Alter Probleme gibt, muss der Staat eben Anreize schaffen. Was er nicht machen kann, ist diese Menschen sitzen zu lassen. In dem Augenblick, wo der Staat diesen Menschen Geld gibt und sagt "Jetzt findet euch damit ab" tut er aber genau das: sie sitzen lassen. Nein, Motivation sieht anders aus.
 
DC_ schrieb:
Der Grund, damit man einen Ansporn hat, innerhalb dieser Zeit einen neuen Job zu finden. Die Motivation würde gegen Null sinken, wenn ALG I auf unbegrenzte Zeit gezahlt werden würde.


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Und hier haben wir das Problem bei der Sache, nur weil du lieber faul auf der Haut liegen würdest und keine Motivation haben würdest mit 61 % deines letzten Gehalts ist das bei vielen Arbeitslosen nicht der Fall. Wenn du jedoch nicht deine eigene Einstellung meinst sondern den Arbeitslosen unterstellst das sie kein Interesse haben eine neue Stelle zu suchen bei ALG 1 weil sie ja doch 60 % vom letzten Lohn kriegen, dann wünsche ich dir diese Erfahrung mal selbst mit 50 Jahren.
Um das ganze etwas besser einzuschätzen könntest du ja mal dein Alter, +/- 5 Jahre wenn du es nicht genau sagen willst, mitteilen. Ist bei solchen Gesprächen immer von Vorteil wenn man weiß über welche Lebenserfahrung man hier spricht.

DC_ schrieb:
Wen willst du die Schuld an der Misere zuschieben? Wer soll dafür gerade stehen und die Auswirkungen auf seinen eigenen Schultern austragen? Wir alle haben das Problem - wir alle müssen unseren Teil leisten, auch wenn der Umfang dessen sich sicherlich nach den individuellen Verhältnissen richten muss. Aber mit dem Finger auf andere Zeigen und zu sagen "Macht gefälligst was, aber haltet mich daraus." finde ich ziemlich ignorant. Polemik.

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Ähhm, sind die Politiker nicht die Personen die "Gefälligst etwas machen sollen"? Ist das nicht deren Job?! Um wieder diese elenden 30 Mrd. Steuerverschwendung jährlich zu erwähnen ist wohl nie der falsche Zeitpunkt.
Sind es nicht die Politiker die mit dem Finger auf die Arbeitslosen / Rentner...usw. zeigen und sagen "Spart mal schön" aber die Steuerverschwendung kann ruhig weiter laufen. Sorry, aber hier sollte man erst wo anders anfangen und nicht bei 1 Mrd. bei den Arbeitslosen sondern evtl. bei 10 Mrd Steuerverschwendung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist ja nicht so, dass einfach nur ALG2 gestrichen wird oder sonst was. Es werden mit Arbeitslosigkeit automatisch Schulden aufgebaut. Möglicherweise einen Hauskredit, den man noch abzahlen muss, oder eine Hypothek oder weiss der Kuckuck noch was.
Ich durfte es miterleben, wir sind mittlerweile schon 3 Jahre lang am Schulden abbezahlen die sich in den 1 1/2 Jahren Arbeitslosigkeit mitgebracht haben. Dann war er letztes Jahr nochmal für 6 Monate arbeitslos und es sind ~5000€ Schulden dazugekommen wegen Mahnungen, Gerichtsvollzieherkosten und und und...
Erst ein Umzug von ca. 800km hat Vater arbeit gebracht und ich durfte mit ca. 60% meines kompletten Zivildienstgehaltes + komplette Abpfindung aushelfen... Manchmal müssen die Familienmitglieder auch mithelfen!
 
Dope4you schrieb:
Und hier haben wir das Problem bei der Sache, nur weil du lieber faul auf der Haut liegen würdest und keine Motivation haben würdest mit 61 % deines letzten Gehalts ist das bei vielen Arbeitslosen nicht der Fall. Wenn du jedoch nicht deine eigene Einstellung meinst sondern den Arbeitslosen unterstellst das sie kein Interesse haben eine neue Stelle zu suchen bei ALG 1 weil sie ja doch 60 % vom letzten Lohn kriegen, dann wünsche ich dir diese Erfahrung mal selbst mit 50 Jahren.
Um das ganze etwas besser einzuschätzen könntest du ja mal dein Alter, +/- 5 Jahre wenn du es nicht genau sagen willst, mitteilen. Ist bei solchen Gesprächen immer von Vorteil wenn man weiß über welche Lebenserfahrung man hier spricht.
Ich würde mich - abgesehen von ein paar Wochen Urlaub - nicht auf die faule Haut legen, auch nicht mit garantierten 2/3 des letzten Einkommens - und ich unterstelle das auch sonst niemanden. Aber ich bin der Meinung, dass man sich da mit der Arbeitssuche mehr Zeit lassen würde und es relativ ruhig angeht. Man hätte schließlich nichts zu verlieren. Vermutlich würde man auch den ein oder anderen Job, der anfangs etwas weniger lukrativ als der alte ist, ablehnen. Wenn ich weiß, dass ich nach 12 Monaten sonst auf jeden Fall schlechter da stehe, nehme ich ihn an.

Ähhm, sind die Politiker nicht die Personen die "Gefälligst etwas machen sollen"? Ist das nicht deren Job?! Um wieder diese elenden 30 Mrd. Steuerverschwendung jährlich zu erwähnen ist wohl nie der falsche Zeitpunkt.
Sind es nicht die Politiker die mit dem Finger auf die Arbeitslosen / Rentner...usw. zeigen und sagen "Spart mal schön" aber die Steuerverschwendung kann ruhig weiter laufen. Sorry, aber hier sollte man erst wo anders anfangen und nicht bei 1 Mrd. bei den Arbeitslosen sondern evtl. bei 10 Mrd Steuerverschwendung.
Ja, die Politiker müssen etwas tun. Dann müssen die Bürger aber auch mitziehen. Aber sind wir dochmal ehrlich: Die meisten Leute, mit denen man so über Politik redet, wollen angeblich Reformen, aber bei ihnen selbst soll sich bitte nichts verändern. Soll man doch mit den anderen anfangen, mit Reichen und Konzernen. Die Mehrheit der Bürger will letztlich garnicht, dass sich etwas ändert - also darf er sich eigentlich auch nicht beschweren.
 
Du würdest das also abgesehen von etwas Urlaub nicht machen, gehst aber davon aus das andere sich mehr Zeit lassen weil die ja 2/3 des Gehalts haben. Nehmen wir nur einen Angestellten der 30000.- Euro Lohn hat, glaubst du wirklich das der seinen Lebensstil so locker mit 20000 Euro weiterhin aufrecht erhalten kann? Du würdest dem Angestellten ja indirekt unterstellen das er in der Lage ist pro Jahr 10.000 Euro zu sparen bei einem Gehalt von 30.000.- da Ihm die Summe ja nicht groß Fehlen wird. Bei 300.000.- geb ich dir evtl Recht, aber ganz sicher nicht bei einem normal Verdiener zwischen 25.000.- bis 45.000.- Euro, hier sind 2/3 relativ wenig. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und dir sagen das bei mir 1/3 weniger Gehalt einen GEWALTIGEN Einschnitt bedeuten und ich dann nicht so locker sagen kann das ich mal etwas geruhsamer die Arbeitssuche betreibe.

Andererseits würde ich aber die Arbeitssuche auch so gestallten das ich einen Job suche wo ich annähernd wieder auf das Einkommen komme welches ich jetzt erzielt habe.

Zu den Politikern und den Reformen gibt es genug Gründe warum der Bürger das nicht mehr versteht und einsieht was die Politiker machen. Ich kann nicht hergehen und dem Arbeitslosen Geld kürzen nur weil er 3 Jobs ablehnt und mir selbst 100.000 Euro Übergangsgeld genehmigen wenn ich aus meinem Amt raus fliege (Meist gibt es ja Gründe warum Politiker Ihren Ministerposten oder ähnliches verlieren)
Ich führe gerne wieder die 30 Mrd. Verschwendung an, das ist für mich einfach so ein Knackpunkt-wenn ich selbst meine Behörden/Ämter und Bediensteten nicht unter Kontrolle habe und diese Geld verschleudern dann kann ich doch nicht hergehen und dem Bürger noch mehr Einschränkungen machen. Hier sollte eine Politiker Haftung eingeführt werden, nur mal etwas weiter gedacht, wenn ein Politiker evtl. bis zu einem gewissen Betrag seines PRIVATVERMÖGENS haftbar sein würde, dann könnte ich mir vorstellen das bei öffentlichen Ausschreibungen am Ende der Betrag auch eingehalten wird der vorher festgelegt wurde. Auch würde manches Bauwerk/Umgehungsstraße/Brücke.... doch um einiges genauer geprüft werden ob der Bau den nun nötig ist. Doch solange Politiker Narrenfreiheit haben wird sich nichts ändern im System. Warum brauchen wir über 600 Abgeordnete? Würden dies nicht auch 450 oder 300 erledigen können.......

Und mein Unverständnis besteht darin, das wieder bei den Kleinen gespart/Sanktioniert wird. Sorry, aber der Angestellte mit 20.000.- Euro Arbeitslosengeld läßt dieses Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf fließen-somit entziehe ich direkt Kaufkraft und schwäche so wieder den Binnenhandel. Es ist absolut unlogisch dauernd bei den Gruppen zu sparen die jeden Cent direkt wieder ausgeben und bei den Gruppen nicht ansetze die das Geld sparen und dem Wirtschaftskreislauf vorenthalten.
 
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