Heizung in der Wohnung - Wieviel muss ich hinnehmen

AW: Heizung in der Wohnung - Wiviel muss ich hinnehmen

Woran macht Ihr denn fest das es sich um "Verdampferröhrchen" oder ähnliche Messgeräte handelt? Es kann doch sein das die Heizkosten pauschal abgerechnet werden, anhand der Öl/Gasrechnung. Er hat doch nur geschrieben das die Thermotaste getauscht wurden, die sind doch nur zum einstellen der Temperatur im Raum, wenn im Keller die Heizung nur so hoch eingestellt ist, das man nicht friert, kann oben ja auch keine volle Pulle an Heizenergie ankommen. Haben die Monteure die Heizung selbst auch nachgesehen, ich denke auch das zuwenig Wasser im Kreislauf ist oder die Pumpe nicht genug fördert.

Es sind 17° vom Gesetz her hinnehmbar. Mit 20.8° oder 21.1° kannst du da nicht viel machen.
Wenn ich die Heizungkosten selbst zahlen muss, kann ich auch die Heizung aufdrehen wie ich es möchte und muss keine 17° hinnehmen, schliesslich würde ich ja auch die 21° selbst zahlen müssen.
 
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werkam schrieb:
Wenn ich die Heizungkosten selbst zahlen muss, kann ich auch die Heizung aufdrehen wie ich es möchte und muss keine 17° hinnehmen, schliesslich würde ich ja auch die 21° selbst zahlen müssen.

Ja? Dass 17° nach deutscher Rechtsprechung als angemessene Raumtemperatur zu betrachten ist ist Fakt, von mehr oder weniger ist keine Rede.
Kein Mensch hat Anspruch auf 20° oder mehr und wenn doch, bitte ich um entsprechende Urteile, bzw von Auszügen aus entsprechenden Gesetztestexten und/oder Urteilen.

Ob nun ein Mangel vorliegt, weil er den Thermostat bis "zum Anschlag" aufdrehen muss, kann nur der RA oder der Mieterverein klären.

Das kann hier keiner beurteilen, nur mutmaßen. Damit ist dem TE nicht geholfen.
 
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Wenn ich in meiner Wohnung die Heizung auf 25° stelle, hat es den Gesetzgeber einen feuchten Kehricht zu interessieren, solange ich die Heizkosten selbst zahle. Das es bei Mehrparteienhäusern, die über eine Gemeinschaftsanlage versorgt werden anders ist, habe ich auch nicht angezweifelt. Da zahlen ja alle für den Verbrauch der Anderen mit.
Und ob es sich um so eine Heizungsanlage handelt, steht hier nirgends.
 
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zu Mindesttemperaturen in Wohnräumen link 1 link 2 link 3 link 4

Natürlich werden Verbrauchsmessgeräte installiert sein, weil gesetzlich vorgeschrieben (kein 1-2 FH).
Ein RA wird als technischer Laie nur über ein Sachverständigengutachten das klären wollen.
Beim Mieterverein hat prinzipiell immer der Mieter Recht und es wird Mietminderungsrecht geltend gemacht werden.

17° C als ausreichende Temperatur für Wohnzimmer o.ä. ist natürlich Humbug (siehe links)
 
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werkam schrieb:
Wenn ich in meiner Wohnung die Heizung auf 25° stelle, hat es den Gesetzgeber einen feuchten Kehricht zu interessieren, solange ich die Heizkosten selbst zahle.

Das ist korrekt. Du kannst deine Wohnung heizen, wie du möchtest. Wenn du die Wohnung auf 30° heizt, ist es deine Sache und nicht die Sache des Gesetzgebers.

Hier geht es doch darum, ob eine angemessene Raumtemperatur bereits erreicht werden muss, wenn er das Thermostat nur auf Stufe 2 oder 3 stellt, oder ob es angemessen ist (und der Mieter es hinnehmen muß), wenn man den/das Thermostat auf "volle Kanone" stellen muss, um den/die Raum/Räume ausreichend zu beheizen.

Das kannst du nicht klären und auch ich nicht, das soll er mit deinem RA für Mietrecht oder mit dem örtlichen Mieterwerein klären.
 
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Bevor hier weiterdiskutiert wird - Hat der TE die Heizungen denn jetzt mal entlüftet?? Thermostat austauschen !==== Entlüften!!

Gruß
 
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@GregoryH

Vorhergehende Post´s lesen hilft, denn da findest du die Aussage des TE, dass die Thermostate getauscht worden sind und die Heizung entlüftet wurde....
 
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Hier geht es doch darum, ob eine angemessene Raumtemperatur bereits erreicht werden muss, wenn er das Thermostat nur auf Stufe 2 oder 3 stellt, oder ob es angemessen ist (und der Mieter es hinnehmen muß), wenn man den/das Thermostat auf "volle Kanone" stellen muss, um den/die Raum/Räume ausreichend zu beheizen.
Es ist doch ganz egal wie er das Thermostat einstellen muss um an die volle Heizleistung zu kommen, was hat es mit der Temperatur zu tun, wenn er bei Stufe 3 bereits 20 ° erreicht oder erst bei Stufe 5? Er kann doch heizen und ist nicht auf 17° eingeschränkt, er muss doch nur das Thermostat höher drehen.
 
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Woran messen diese Röhrchen am Heizkörper eigentlich den Verbrauch? Über die ausgestrahlte Hitze und die damit verdampfte Flüssigkeit im Röhrchen? Und wie funktioniert das bei elektronischen Modellen?

In diesem Fall, wäre es für den TE doch sogar praktisch wenn die Heizkörper nicht voll warm werden, oder? ;)
 
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Ja schön wärs. Die digitalen Zähler sind ausgerechnet so hoch wo die Heizungen am heißesten sind. Etwa 5cm tiefer und die Heizung ist deutlich kühler.
Ergänzung ()

Hatte noch vergessen zu erwähnen, dass der Monteur gestern meinte, dies wären spezielle Thermostate mit einem Wachs, dass je nach derAußentemperatur seinen Zustand ändert.
Heute bin ich um 15 Uhr heimgekommen und habe alle Heizungen auf Stufe 3 geregelt.

Dies Temperaturen warten vor dem Aufdrehen:

- Schlafzimmer 17.5 Grad
- Bad 19 Grad
- Wohnzimmer 18.2 Grad

Nach dem Einstellen auf Stufe 3 wurde der obere Teil der Heizung schlagartig heiß. Nach ca. 10 Minuten aber wieder eiskalt. Somit wird nur der obere Teil der Heizung "lauwarm" und ermöglicht es mir nicht diese warm zu bekommen. Ich habe dann im Wohnzimmer auf 5 gedreht und bin über 20 Grad nicht drüber gekommen.

Genau nach dem angebrachten Digitalzähler wird die Heizung schlagartig kälter. Der Zähler rechnet aber flott die Werte hoch.

Laut Monteur sollte es bei mir auf der 5 Stufe "kuschelige" 22-23 Grad haben. Tja Pustekuchen.

Letztendlich müsste die Rechtslage ein RA klären ob ich meine Heizungen auf der 5 Stufe halten muss um a) die Wohnung aufzuheizen und b) die komplette Heizung zu erwärmen.
Wenn bei mir alles auf der Stufe 5 wäre, würde ich bei der Nebenkostenabrechnung wahrscheinlich arm werden.

Ich bin fast der Meinung, dass duch die neuen Thermostate die Heizungen schlechter warm werden als bisher (naja, vorher war es auch nicht wirklich gut, weil nur der obere Teil warm wurde).
 
Zuletzt bearbeitet:
In Deutschland gibt es ein generelles Heizgebot! D.h. dass der Vermieter dazu verpflichtet ist, die Heizung an zu stellen. Das gilt besonders für die "kalte" Jahreszeit. Ist schon ein bissel her, aber ich glaube, dass das vom 1.10-30.4. eines Jahres ist. In der übrigen Zeit kann der Vermieter die Heizung ausstellen. Allerdings muss er die dann wieder an stellen, wenn die Außentemperatur einen bestimmten Wert unterschreitet, ob das nun 17°C ist, weis ich nicht so genau. Ich bin der Meinung, dass das von Region zu Region unterschiedlich sein kann.

Zum Thema.
Es wäre erstmal wichtig, wie die Heizkosten bei dir genau abgerechnet werden. Hast du eine Festmiete? Oder werden die Heizkosten seperat abgerechnet?

Generell und auch bei einer Festmiete, darf der Vermieter dir nicht vorschreiben wie warm deine Wohnung zu sein hat. Die 21°C die du max. erreichen kannst halte ich für sehr grenzwertig. Normal sind 22-24°C als Wohlfühl Temperatur zu bezeichnen, obwohl das jeder anders empfindet. Dennoch gibt es Gelegenheiten wo eine höhere Temperatur wichtig wäre. Z.B. wenn man einen Säugling hat (ich möchte den sehen der den bei 17°C wickelt oder gar badet) oder jemand krank ist usw.

Mit der Annahme, dass da bei dir was im argen liegt, siehst du genau richtig. Vieleicht einfach mal nachhaken, warum du die Temperatur nicht höher regeln "darfst".
Ergänzung ()

Aja, generell ist es egal, wie weit du die Heizung aufdrehst, das hat erstmal nichts mit den Heizkosten zu tun. Wenn du bei Stufe 5 nur ~21°C bekommst, bezahlst du nichts mehr als wenn du die Temperatur auf Stufe 3 erreichen würdest.
 
Also so wie ich es Kopf habe, sind die Heizkosten in den Nebenkosten enthalten. Ich muss zimindest keine Extrabeiträge dafür zahlen. Ich hatte seit gestern 18 Uhr alle Heizungen auf 3.5 gestellt. Ich hatte dann gegen 22 Uhr im Wohnzimmer 19.8 Grad, im Schlafzimmer 19.5 Grad und im Bad 20.0 Grad. Heute morgen war es dann wie folgt: Wohnzimmer 19.5 Grad, Schlafzimmer hatte ich auf Stufe *, 19.8 Grad und im Bad 19.9 Grad.

Also wie das mit der Stufe ist und was ich bezahlen muss kann ich nicht sagen. Weil wenn ich die Heizung voll aufdrehe, tut die digitale Messanzeige ja die Temperatur von der Heizung messen und nicht der Außentemperatur. Wenn die Heizung an dieser Stelle gerade heiß wird (darunter aber nicht) ist das Messergebnis doch verfälscht, oder?
 
Um es mal von vorne aufzurollen. Normalerweise regelt das Thermostat die Temperatur. Wenn du die Heizung auf z.B.3 stellst heiztz die Heizung so lange bis eine bestimmte Temperatur (3=ca.22°C). Wenn der Raum recht kühl ist, kann die Heizung genauso heiß werden als wenn du die auf 5 (höchste Stufe) einstellst. Wenn die Solltemperatur erreicht wird, regelt das Thermostat die Temperatur runter, sie wird dann nur noch oben warm oder schaltet sich komplett aus.

Auf Stufe 5 sollten die Thermostate hingegen nicht mehr regeln. Da sollte die Heizung immer heiß sein. Dies scheint bei dir aber nicht der Fall zu sein.

Um es mal deutlich zu machen, je kälter das Zimmer desdo heißer wird auch die Heizung denn sie muss ja mehr leisten um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn die Heizung mal etwas wärmer wird.

Die "Röhrchen" sind so angebracht, dass sie den tatsächlichen Verbrauch erfassen, die kann man so nicht "austricksen".

Zu der Abbrechnung. Genau das wollte ich wissen. D.h. die Heizkosten werden seperat abgerechnet. Also kann es dem Vermieter egal sein wieviel du heizt.

Was evtl. noch mal nachschauen kannst, wie die Heizkosten abgerechnet werden. Ein Teil wird nach Verbrauch und ein Teil wird nach Fläche der Wohnung abgerechnet. Das müsste in deinem Mietvertrag stehen. Erlaubt sind 50/50 bis 70/30. Bei 50/50 werden 50% nach Verbrauch und 50% nach qm abgerechnet bei 70/30 dann 70% nach Verbrauch und 30% nach qm.

Noch was anderes, wie ermittelst du denn die Temperatur? Wie empfindest du denn die Temperaturen? Zu kalt oder so O.K.?

Was ich jetzt evtl. erstmal machen würde ist, setzt dich doch nochmal mit deinem Vermieter zusammen und Rede mit ihm nochmal über die ganze Situation. Sag ihm, das dir die Temperatur zu kalt ist und das der Fehler vieleicht woanders liegt als bei den Themostaten. Sag ihm auch, das die Heizung bei deinem Nachbarn viel besser heizt als deine.

Der Vermieter scheint ja darum bemüht zu sein, das Problem in den Griff zu bekommen.
 
Hey Schaby,

erst mal Danke für deine Antworten. Habe heute mal mit der Hausverwaltung gesprochen. Die meinten, tja wenn sie es warm haben wollen müssen sie halt Stufe 5 habe. Bei 3 kriegen Sie keine warem Wohnung.

Ich finde es nur total seltsam, dass selbst bei Stufe 4 und einer Temperaturmessung in der Mitte des Raumes 1m Höhe diese 19,9 Grad hat und die Heizung trotzdem kalt bleibt. Ich meine, die Thermostate sind falsch eingestellt oder trotz ihrer Neuheit defekt.

Habe mir den Mietvertrag mal anschaut. Da meine Vermieter noch recht neu sind in dem Geschäft, habe Sie den einfachsten Mietvertrag geholt wo es gibt (Vordruck). Bei der Sammelheizung ist die Größer der Wohnung und ein Feld "Anteil der Kosten nach dem Verbrauch aufgeteilt, nämlich _______ v.H.". Dieses Feld habe die leergelassen. Was bedeuted dies jetzt für mich?
Kriege ich dann bei der Heizkostenabrechnung eine böse Überraschung?

Mein Kollege auf der Arbeit meinte, wenn er die Heizung auf 3 stellt regelt dies die Temperatur auf ca. 21-22°. Davon bin ich auf 4-5 leider weit entfernt.
Habe jetzt einen Termin bei RA um mich zu informieren ob ich Dauerhaft Stufe 5 annehmen muss.

Ich muss sagen, 20 Grad empfinde ich als zu niedrig für mich. Ich mag es eher so bei 21.7-22.3 Grad Temperatur. Da fühle ich mich wohl
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Thermostate sind von Honeywell und sehen diesem hier sehr ähnlich:

Honeywell-Thermostatregler-Thera-4-Classic-mit-Nullstellung-weiss.jpg


So, ich dachte ich gebe nochmal Status zurück. Ich habe im BAD das Thermostat jetzt auf 4.5 gestellt und erreiche dort eine max. Temperatur von 21 Grad. Für ein BAD meiner Meinung nach zu wenig. Ich habe im Wohnzimmer mal das Thermostat abgeschraubt und hatte innerhalb von 1 Stunde etwa 22.5 Grad. Das ist gut, aber für eine Stunde bei Voll-Leistung auch etwas Unterdimensioniert für so eine große Heizung.
Ich habe das Thermostat wieder aufgeschraubt und auf 4 gedreht. War dann kurz Einkaufe. Als ich zurückgekommen bin Heizung nur lauwarm und knapp unter 21 Grad (war glaube ich 20.8 Grad). Also da läuft doch was schief.
Ich meine im Kopf zu haben, dass Stufe 3 21-22 Grad erzeugt, Stufe 4 24 Grad und Stufe 5 28 Grad.
Also entweder ist was mit den neuen Thermostaten oder der Heizungsanlage kaputt. Die wärme die geliefert werden sollte kommt nicht durch. Ich kann die Temperatur lediglich im verträglichen Maße halten wenn ich ganz knapp unter Stufe 5 liege.
 
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Ohne dir auf die Füße treten zu wollen, Wärmeübertragung ist ein bisschen kompliziertes als du es dir vorstellst. Heizkörper übertragen die Wärme zu 2/3 über Strahlung, der Rest geht über Wärmeleitung.

Obwohl Luft eine geringe Wärmekapazität hat, speichern auch andere Sachen in der Wohnung die Wärme und führen zu einer sogenannten Totzeit/Verzögerung. Die Wände könnten stark unterkühlt sein. Dadurch kommt es gefühlt zum Unwohlsein, falls die Wandtemperatur zu stark von der Lufttemperatur abweicht.

Wenn du ohne Regler/Thermostat nicht auf höhere Temperaturen kommst ist der Fall doch klar.
Zu wenig Durchfluss durch die Heizkörper, der hydraulische Abgleich fehlt oder ist fehlerhaft.

Das es beim Nachbarn klappt, kann auch daran liegen, das er an einer anderen Leitung angeschloßen ist, oder dass die Heizkörper richtig abgestimmt sind.

Also lass einen Monteur kommen und den Durchfluss messen, bzw richtig einstellen.
 
Hm, Einige verstehen den Sinn einer Heizung nicht, Andere wie abgerechnet wird.

Du zahlst sicher deine Miete + Nebenkosten. In den Nebenkosten sind dann Heizkosten aufgeführt. Das sind Werte, die vielleicht ein Vormieter hatte, es kann aber auch sein, dass diese "zurechtgestutzt" wurden. Auf die kann man also kaum was geben. Was von Belang ist, ist, was dein Verbrauch ist. Wenn das Haus nun mit einer Zentralheizungsanlage befeuert wird (mit welchem Heizstoff auch immer), so wird zum einen der Verbrauch der Anlage an Strom, sowie auch die Gesamtkosten für ein Jahr genommen. Dann wird bei jedem Mieter und Eigentümer, der in diesem Haus wohnt, das Thermostat abgelesen. Diese Werte zusammen ergeben dann: 100% der Heizkosten. Dieses wird dann auf den einzelnen Mieter/Eigentümer aufgerechnet und dann als Heizkostenabrechnung zur Verfügung gestellt.

Wenn nun der Heizkörper oben warm wird, und das Messinstrument (früher diese Röhrchen in dem eine Flüssigkeit verdampfte, heute vorzugsweise elektrische Geräte) dort ist, so zahlst du mehr. Selbst wenn die Wärmeenergie, welche theoretisch zur Verfügung liegt, nicht nutzen kannst, musst du mehr bezahlen. Ansich der Witz: Bist du z.B. in einer Dachgeschosswohnung, so hast du im Sommer irrwitzige Höchsttemperaturen und schwitzt wie ein Iltis. In der Zeit misst dein komisches Messinstrument eine hohe Temperatur. Und im Winter hast du es Arschkalt, weil eben Dachwohnung. Da heizt du dann ordentlich. Was wieder zu einer lustigen Anzeige auf dem Messinstrument führt. Alles in allem hast du somit einen brachialen Anteil der Heizkosten an der Backe. Denn der Mieter in der mittleren Wohnung hat evtl. abgelesen bekommen: Skala 8. Bei dir ist es aber Skala 16. Denn im Sommer war dort mehr Wärme, und im Winter musstest du höher drehen ;) .

Wird die Heizung daher oben warm, und dort ist das Messinstrument, so ist deine Heizleistung nicht wie angegeben beim kompletten Heizkörper gegeben, sondern nur zu einem Bruchteil.
Das kann und darf nicht sein. Selbst wenn, und das möchte ich betonen, selbst wenn die Heizung im Keller jetzt noch gedrosselt läuft, du also gar nicht heißer heizen kannst (und ansich auch nicht musst, immerhin hast du es ja bei Stufe 5 warm, du könntest also einfach auf Stufe 5 lassen), sollte die Heizung ganzflächig erhitzt werden, da so der gesamte Heizkörper seine Wärme als Konvektion in den Raum abgibt. Wenn die Heizung aber nur das Messgerät erwärmt, nicht gleichmäßig warm wird, ergibt sich eine geringere Heizleistung, da ja eben nur ein Teil der Heizung erwärmt wird, gleichzeitig steigt der Verbrauch, da dass Messgerät warm wird, und der Raum wird nicht warm.

Von daher bin ich der Ansicht, dass irgendwas mit den Heizkörpern nicht in Ordnung ist. Ebenfalls solltest du dich nochmal bei deinen Nachbarn umhören, dir das mal zeigen lassen (dauert ja nicht lange bis ein Heizkörper heiß ist) und evtl. mal nachfragen, ob nicht im Keller die Heizung noch runtergeregelt läuft.

Aber das alles ist kein wirkliches Indiz dafür, warum dein Heizkörper nicht gleichmäßig erhitzt wird.

PS: Beispiel:
Im Keller steht eine Gasheizung. Diese braucht einen elektrischen Zünder. Ihr seid 5 Parteien im Haus mit Heizungen. Ihr verbraucht 1000Liter Heizöl. An jedem Thermostat wird abgelesen. Dabei hast du dort stehen: 7 , deine Nachbarn 5, 4, 3, 8. Dann ergibt sich für euch: 27. Du hast 7 von 27 verbraucht, also 1000l/27 *7 = 259Liter. Das bekommst du dann auf die Rechnung. Dann muss das Ablesen bezahlt werden und der Strom.

Selbst wenn dein Heizkörper jetzt nur oben warm wird, und sich dort das Thermostat befindet, du es also kein bisschen warm hast in der Wohnung (ob real oder empfinden ist ja erstmal egal) zahlst du dich dennoch dämlich, weil eben das Thermostat die "richtige" Zahl gemessen hat, dein Heizkörper aber nicht warm wurde, wie er es sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Onkelhitman
Hm, deine Rechnung passt nicht. Bei einer Zentralheizung darf der Verbrauch nicht zu 100% auf die Parteien umgelegt werden und zwar aus genau dem Grund den du hier anführst.

Die "Röhrchen" müssen auch an einem bestimmten Punkt an den Heizkörper angebracht werden. Die "digitalen" Messgeräte lesen so den Verbrauch schon ziemlich genau aus. Die Zeiten wo man die Röhrchen "austricksen" kann sind damit vorbei. Aber das ist eine andere Geschichte.

@Lord-D
ist der RA auf Mietrecht speziallisiert? Ansonsten ist das der richtige Weg. Das was die Hausverwaltung da sagt ist so ziemlich das letzte. Ist aber typisch für Fremdverwaltung. Das bei dem Feld bei dem Verbrauch nichts steht, zeigt, dass der Vermieter selbst kaum Ahnung hat. Das muss aber geklärt werden, denn es ist gesetzlich vorgeschrieben.
Ergänzung ()

Und das was arterius sagt ist auch vollkommen richtig. Ich bin auch der Meinung, dass nicht nur die Thermostate an allem Schuld sind.
 

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