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JBL ist eine US amerikanische Firma, Firmensitz ist in Los Angeles. Die Werbefotos sind wahrscheinlich, ohne das jetzt im einzelnen zu prüfen, dort entstanden. Der Markt für diese Fotos ist der Westen. Die Werbebilder sind für junge Leute bzw. eine junge Zielgruppe (20-35) gedacht.Volkimann schrieb:Achso, woher willst du denn überhaupt wissen für welchen Markt und Zielgruppe das Produktfoto ursprünglich entstanden ist?
Und welche Relevanz hat überhaupt die vermeintliche Ethnie, die Hautfarbe?
Die Werbefotos sollen ein diverses Publikum ansprechen und zeigen, auch wenn selbst in den USA, das Publikum nicht so divers ist wie sie es darstellen. (Afro-amerikaner machen nur einen Bruchteil der US Bevölkerung aus, selbst die Latinos sind in der Überzahl.)
Dazu meint JBL, man könnte die US-Werbebilder einfach nach Europa exportieren und es passt schon so, weil es auch der Westen ist und "genauso divers wie wir". (= Kosteneinsparung)
@Neodar's Beitrag:
trifft hier voll ins schwarze. Das Marketing ist nicht nur hier bei JBL, sondern auch bei diversen anderen Firmen, in einer Realität die so nicht stattfindet. Am Beispiel Tchibo kann man gut sehen wie das für eine Firma ausgehen kann, wenn Kunden und Werberealität nicht zusammenpassen.Bei JBL ist man mittlerweile offenbar so "divers" und progressiv unterwegs, dass es auf so ein Werbebild für die Partybox gerade mal so noch eine "Quotenweiße" schafft. Aber immerhin, es ist eine Frau.
Ein Freund von mir ist Russe und er wurde auch schon aufgrund seiner Herkunft diskriminiert. Er sieht so weiß aus wie ich und ist vom normalen deutschen äußerlich nicht zu unterscheiden, trotzdem wurde er nur wegen seines Namens diskriminiert.Eine Freundin von mir ist dunkelhäutig.
Sie hat einen deutschen Vornamen, einen deutschen Nachnamen, ist hier in Deutschland geboren.
Und dank solcher Leute wie dir und @Neodar wird sie niemals sich als Deutsche fühlen können, weil ihr sie auf ihre Hautfarbe reduziert wird.
Ah stimmt, nennt man Rassismus.
Aber was hat das damit zu tun, das deine Freundin sich als deutsche fühlt? Wenn sie hier geboren wurde und die deutsche Kultur und Geflogenheiten angenommen hat, kann sie sich mit Fug und Recht als deutsche bezeichnen. Ihr Problem ist das sie sich nicht 100% assimilieren kann, da die deutschen Ureinwohner nunmal weiße Europäer sind und keine schwarzen Afrikaner. In irgendeinem afrikanischen Land hätte man als Europäer genau das selbe Problem. Das Aussehen ist meiner Erfahrung nach weniger ein Problem, wenn man die Kultur und Geflogenheiten übernommen hat.
Wer hinter jeder Ecke und hinter jedem Wort, was einem nicht gefällt, Rassismus sieht, ist mMn immer noch das größere Problem.