Kommentar Kommentar: Bedrohung Internet

Toll geschrieben und gut recherchiert...
doch meiner ganz persönlcihen Ansicht nach totaler Quatsch.
Nichts für Ungut, aber für die in meinen Augen total übertriebene
Paranoia kann ich nichts abgewinnen.

Man ist es doch selber Schuld und sich hoffentlich auch bewusst,
was man im Internet über sich selbst veröffentlicht.
So ist es für mich auch selbstverständlich, dass ich (als Martin
Mustermann z.B.) niemals etwas veröffentlichen würde, was mich
ernsthaft belasten könnte. Und wenn mir dann doch, ob bewusst
oder unbewusst, solch ein Fehler unterlaufen würde, dann kommt
das einem "Verplappern" im RealLife doch sehr nahe.

Ich geb mich im Internet so, wie ich auch bin. So kann es mir letztendlich
herzlich egal sein, ob jemand das ein oder andere Detail über mich weiß,
da ich im großem Ganzen gesehen ja auch so bin.

Einzig für Betrüger oder Verbrecher kann das hier so mächtig beschriebene
Internet eine neue Art der Bedrohung werden.
Wer sich verstellt oder etwas zu verbergen hat, dem sei somit nur geraten
lieber die Finger vom Internet zu lassen und möglichst wenig über sich und seine Taten
preis zugeben. Das ist wohl auch der einzige Punkt wo ich dem Artikel hier zustimmen muss. Spionage gabs und wird es auch immer geben. Doch da macht doch bitte nicht das
Internet für Schuld

Greetz
Philz
 
Tja mit dem Verplappern ist das so eine Sache: Das Internet vergisst nicht. Und Sachen die du irgendwann mal irgendwo gepostet hast, die damals a) privat waren und b) keine interessiert haben, können eben bei nicht mal zu besondern Umständen schnell interessanter werden als dir lieb ist. Die Geier lauern ja erst dann, wenn du freiwillig oder meist unfreiwillig mehr Aufmerksamkeit genießt.

Das die Bild-Zeitung bei Unfällen, Beinahe-Unfällen und bei haltlosen Verdachtsmomenten z.b. StudiVZ mittlerweile als Info- und vorallem Bildquelle räubert ("Quelle: Internet") ist nichts neues. Und selbst wenn du eigentlich im Recht bist: Gedruckt ist gedruckt und Persönlichkeitsrecht zählen für manche Publikation nichts und deshalb wird ein lockerer Umgang mit deinen Daten dann zum Verhängnis. Das ist zugegeben ein Schicksal was nur wenige teilen, aber die andere Szenarien, die im Text beschrieben werden, sind ja ebenfalls real und tausendfach angewendet. Es geht hier wirklich darum, dass man für die Zukunft vorbaut. Das Internet ist ein wesentlich öffentlicher und nachhaltiger Raum als viele glauben wollen.

Wir reden hier nicht von Dingen wie Bankverbindung, Perso-Nummer usw. sondern von Details von denen man tatsächlich glaubt sie würden keinen interessieren und die man genau deswegen unbedacht postet. Ob bei StudiVZ, myspace, wer-kennt-wen, xing und wie sie alle heißen. Alle schaffen eine Sphäre des vermeintlich Privaten, obwohl sie fast schon brutal öffentlich zugänglich sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein wirklich gelungener Beitrag und leider traurige Realität, auch wenn viele heute noch die Langzeitfolgen weit unterschätzen.

Ich sehe 2 Hauptprobleme bei diesem Thema:

Natürlich 1. der unbedachte User, der sich profilieren möchte. Es ist ein Trend geworden, dem sich keiner entziehen kann. Social Networking hat längst jede Privatsphäre durchbrochen und die User stellen einfach alles online, Bilder und Videos von der letzten Party etc. Und selbst Leute wie ich, die bewusst darauf achten, nicht die Identität im Internet preiszugeben, werden dann wieder in die Realität zurückgeholt, wenn ein Freund einfach ein privates Bild hoch lädt, auf dem man auch zu sehen ist. Löschen? Zu spät, der Cash ist schon gefüttert.
Es ist so ... dumm, dass es fast keinen stört, sich öffentlich jedem preiszugeben und man sich sogar zum Außenseiter macht, wenn man sich nicht daran beteiligt (zumindest als Jugendlicher, und da passt man einfach weniger auf, was man so macht).

Das 2. Problem ist der viel zu sorglose Umgang der Betreiber von solchen Portalen mit den Userdaten. Da wird mit Nutzerdaten gehandelt wie auf dem Kuhmarkt.
Das schlimmste finde ich aber, dass dieser Trend inzwischen auch auf große Onlineshops umgreift. Ich hab heute meinen Namen gegoogelt und fand auf Platz 3 mein Amazon Profil mit meinen zuletzt gekauften Produkten und weiteren persönlichen Informationen; und das obwohl ich das Profil ausdrücklich nicht für die Öffentlichkeit freigegeben habe. Dass das ein eindeutliger Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz ist, scheint da keinen zu interessieren. Naja, ich hab denen gleich mit freundlichem Verweis auf §14 BDSG geschrieben, mal schaun was zurückkommt ;)

Es mag für viele paranoid klingen, was hier in der Kolumne beschrieben wurde, aber wartet erstmal ab, was sich in 20 Jahren alles an Nutzerdaten über euch angesammelt hat. Der gläserne Bürger der Zukunft braucht keine Überwachungskameras im Fernseher, wie es George Orwell beschreibt. Er gibt sein Leben selbst Preis und zwar an ein Medium, dass nichts vergisst.
 
Sehr schöner beitrag!
@ Philze jo du hast schon recht, aber es gibt halt wie im artikel geschrieben genug leute, die maßlos übertreiben und nur schrott im internet veröffentlichen.

zum thema: Mich würde mal interessieren, wie eng Amerikanische geheimdienste mit Google, Microsoft, Myspace, Facebook und solchen riesigen Unternehmen zusammen arbeiten und wieviele Infos, die so übereinen rausfinden.

von wegen der kerl mit der IP 67.200.43.8 hat dann und dann pornoseiten besucht oder sonstige unanständige sachen gesucht/angeschaut und ob diese im artikel genannten "forscher" die personen ausspoinieren auch an solche infos rankommen. das wär nämlich ziemlich kagge^^
da müsste jeder vorher erstmal überlegen, wonach er bei google sucht^^
 
Natürlich habt ihr mit der Aussage : "Das Internet grenzt schon an die Perversität
von Öffentlichkeit" recht.
Doch wer sich nichts zu schaden kommen lässt hat auch nichts zu befürchten.
Wer sich so gibt wie er ist, wie er sich in der öffentlichkeit zeigt, der sollte sich
nicht in eine solche Paranoia flüchten.

Nun ist der Einwand mit Bild und Express ebenfalls berechtigt.
Man muss ja nicht einmal wirklich was schlimmes gemacht haben, doch Halb-
wahrheiten oder gar Lügen die gedruckt an die Allgemeinheit gehen
bilden dann schon ein so gut wie nicht wieder wegzukriegendes Urteil über einen
selbst.
Doch vor derlei Unrecht wird mein nie sicher sein und darf auch nicht auf das Internet
zurückgeführt werden.

Und selbst wenn dann doch die ein oder andere Peinlichkeit das Licht (via Internet)
erblickt und publik wird, dann ist das ja wohl kein Weltuntergang. Es läuft halt nicht
alles rund.
Und mal ehrlich gesagt...jede Straftat die vielleicht durch eigene Dummheit oder durch
Fremdverschulden geahnded wird, ist und bleibt eine Straftat, die man ja begonnen hat.
Diese Ansicht ist ohne Zweifel "pro Staat" und "contra Bürger", doch bei genauerer Betrachtung
hat so bringt diese Art von Überwachung ja auch was gutes mit sich. Ich will nicht wissen
wie viele Kinderpornographen man mittels des Internet erfolgreich hinter Gitter gebracht hat.
Wo wir wieder bei meinem 1. Post sind...nur Verbrecher und Leute die sich verstellen, werden
es jetzt und in Zukunft schwerer haben.
 
Philze schrieb:
Und mal ehrlich gesagt...jede Straftat die vielleicht durch eigene Dummheit oder durch Fremdverschulden geahnded wird, ist und bleibt eine Straftat, die man ja begonnen hat.
Ich glaube du ziehst hier keine klare Grenze zwischen Straftat und Privatsphäre. Mal ehrlich - wer ein Video von sich online stellt, wie er ein Auto beschädigt, dem gönn' ich's auch, dass er erwischt wird.

Wenn ich aber einen besonderen Lebensstil pflege oder einfach Privates auch privat halten möchte, dann möchte ich darüber auch Kontrolle haben. Manchmal ist es einfach unumgänglich, persönliche Daten an Fremde weiterzugeben, nur wenn sich dann keiner um Datenschutz oder Urheberrechte kümmert, dann gerät das schnell außer Kontrolle.
Philze schrieb:
nur Verbrecher und Leute die sich verstellen, werden es jetzt und in Zukunft schwerer haben
Das ist Wunschdenken, da brauch ich kein Hellseher sein. Aktuelle Beispiele gibt es genug, allein die in der Kolumne erwähnten sprechen eine eindeutige Sprache.
 
Hi,

dieser Artikel ist gut geschrieben, jedoch würde ich "Gefahren im Internet" als Kolumne anwenden. Wenn "Jedermann" Vorgänge über das Internet abwickelt, so besteht immer die Gefahr, daß er Spuren hinterläßt (teilweise unbewußt). Meistens bleibt dann der Datenschutz auf der Strecke liegen.
 
Panik mache wenn man sich auf kompomitierterenden Seiten bewegt und seinen Klarnamen hinterlässt ist man selbst schuld aber selbst dann ist es ohne andere Daten nicht ersichtlich ob es sich um die gleiche Person handelt mich gibt es mindestens 4 mal im Internet und mein Nachname ist relativ selten ich wäre froh den Personalchef nicht erklären zu müssen das ich kein Metalgittarist aus Ostdeutschland bin.
 
Ich finde, deine blumige Aussdrucksweise passt nicht so ganz zu einer Online-Kolumne.
 
knüppelheinz schrieb:
Schöner Beitrag, der zugleich auch ein wenig Angst einflößt. Muss ich jetzt umgehend versuchen, alle von mir hinterlassenen Spuren im Netz zu tilgen?
Darum geht es ja. Es ist bereits zu spät. Und löschen kann man im Internet sowieso nichts.

Der Text entspricht so ziemlich der Wahrheit, wenn auch stellenweise etwas komisch/grob formuliert.
 
Sehr guter Artikel.

Leider sind die meisten Leute zu blauäugig um die Gefahr in der Zukunft zusehn. (wie man an einigen beiträgen hier gut sehn kann)

Das WWW ist doch harmlos und ne süße knuddelbunte Welt mit vielen Freunden. :evillol: ;)
 
sehr guter Text
früher habe ich mich sogar in einer Community mit meinem Namen angemeldet, ich brachte es aus dem Inet zum Glück wieder raus.

Wie oft wird der Google Cache eigentlich aktualisiert?
 
Vielen Dank für diesen Beitrag! Zum Glück habe ich in diesem Sinne wenig zu befürchten - Moment =D, was ist mit dem Inhalt dieses Posts? - Aber es ist, denke ich, für viele eine Warnung und für manche vielleicht zur rechten Zeit?

Gruß,
DaHoodie
 
Super Artikel.
Jetzt noch einer über die Gefahren von Desinformation im Internet bitte!
 
Herrausragender Artikel!

Ich finde es klasse, wie das Thema dargestellt wurde, der Artikel warnt und zeigt die Gefahren, ohne paranoid oder gar "verschwörungstheoretisch" zu wirken.

Sollte jeder lesen, der sich im Netz bewegt, insbesondere die Web 2.0-Kiddies! Danke dafür! :daumen:

Kurze Anregung: In der Kette des "sich nackig machens im Web" fehlt noch das Blog. Es ist kaum zu glauben, dass offenbar manche Menschen in ihren Blogs mehr von sich verraten als im RL.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Philze

Es geht nicht um hochsensible Daten wie IP-Adressen, Bankverbindungen und auch nicht um die Verfolgung von Straftaten. Es geht um eben jene privaten Sachen, die vielleicht einfach nur peinlich sind, dafür für deine Freunde aber lustig und die deswegen im Internet landen.

Stell dir doch einfach das simple Szenario vor: 18. Geburtstag beim Kumpel, man ist jung und der Gag muss sein - also kommt die Stripperin. 7 Jahre später nach dem Studium bewirbst du dich natürlich genau bei der Firma, deren Personalcheffin ausgemachte Emanze ist und die dich, nach obligatorischer Recherche, nun für einen Lüsterlig hält, weil du gegen Bares Tittengrabschen warst.

Damals hat das keine Sau interessiert, es war ein Zeichen des Erwachsenwerdens und warum sollte das überhaupt jemanden interessieren - außerhalb deines Freundeskreises?

Heute kann dir alles mögliche auf den Schuh fallen. Und wenn nicht dir, weil du vermutlich besonnener ans Werk gehst als andere, dann fallen mir zig Leute aus meinem Bekanntenkreis ein.

10 Leute aus meinem Arbeitsumfeld (Nebenjob) sind bei StudiVZ, drei davon zeigen sich halb nackt oder saufend. Die, die bei Jappy und/oder Myspace sind legen's erst recht drauf an. Woher ich das weiß? Bei StudiVZ eine Freundschaftseinladung bekommen, Fotos mit Nicknames gesehen, gegoogelt, Restpersönlichkeit im Internet gefunden...

Natürlich wirkt die Beschreibung paranoid, wenn man darauf achtet, wer was sieht und was überhaupt online kommt. Aber die Kolumne ist nicht für den erfahrenen, überinformierten und gewissenhaften Internetnutzer. Sie ist für alle anderen. Das reicht ja auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moinsen,
in diesem Zusammenhang, ist dieser Artikel! recht aufschlußreich.;)
Ihr hinterlaßt überall Spuren und es wird auch ganz gezielt danach gesucht.

Schöner Artikel, sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man sich durch das Net bewegt und sich irgendwo verewigt.
Cerberus
 
Von solchen Diensten, die gezielt nach Personen suchen und ein Profil anlegen, habe ich schon gehört. Es ist in der Tat beängstigend, wie leichtsinnig manche Mitbürger mit ihren Daten umgehen.
Noch schlimmer sind natürlich diejenigen, die anderen hinterherspionieren. Der Begriff Stasi 2.0 gewinnt immer mehr an Aktualität, wobei man durchaus sagen kann, dass die Betroffenen selbst schuld sind. Es ist nicht unbedingt "cool", Fotos von moralischen Verfehlungen hochzuladen und zu denken, dass das Internet anonym sei.
Wie dem auch sie, diese allgemeine negative Entwicklung in nahezu allen Bereichen wundert mich keineswegs.
 
erinnert mich an eine (ehemalige) auszubildende, deren sexualpraktiken und drogenkonsum auf einer harzer flirt-plattform hinterlegt waren. identifikation dank nutzer-porträt eindeutig.
so oder so ähnlich kann's laufen.
 
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