Nächste Wirtschaftskrise schon im Herbst (September, Oktober)

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OdinHades schrieb:
Naja, ich sag mal so: der nächste Crash kommt garantiert.
Das ist ja etwas, über das man mal diskutieren sollte. Unser Geld- und Finanzsystem ist ja davon geprägt. Die große Frage ist, ob das so sein muss und ob es andere Möglichkeiten gibt. Ich denke es ist dringend eine Diskussion über die Gründe notwendig hin zu einem System, das nicht alle paar Jahrzehnte überhitzt und dann der große Crash droht.

Angefangen bei der Tatsache, dass alle Staaten der Welt so hohe Schulden haben, dass diese nie wieder zurückgezahlt werden können. Wie kann so etwas die Basis für ein stabiles System sein?
 
Das liegt in der Natur der Sache, jeder Euro, jeder Dollar und jeder Yuan sind nun mal Schuldscheine. Also muss, vereinfacht ausgedrückt, irgendjemand Schulden haben, damit jemand anders Geld hat. Wir haben uns für dieses System entschieden, weil man damit lustige Luftschlösser bauen kann und solange jeder an die glaubt, ist auch alles super!

Ich weiß nicht, was ich dir erzählen soll. Um Crashs zu vermeiden, müssten wir die menschliche Gier abschaffen. Viel Spaß dabei, das zu versuchen.
 
OdinHades schrieb:
Ich weiß nicht, was ich dir erzählen soll. Um Crashs zu vermeiden, müssten wir die menschliche Gier abschaffen. Viel Spaß dabei, das zu versuchen.
Es wäre schon sinnvoll ein System zu etablieren, welches die menschliche Gier nicht auch noch födert und belohnt. Im Endeffekt ist ein minimaler Teil Nutznießer des Systems, der Rest zahlt jeden Tag drauf. Die meisten Menschen haben das System jedoch nicht in Gänze verstanden und denken, sie gehören ebenfalls zu den Gewinnern. Daher muss die Revolution wohl erstmal ausfallen.
 
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Bin ich ganz bei dir, aber wenn man Alternativen auch nur vorsichtig anstößt, wir man halt direkt als Sozialist und Kommunist niedergebrüllt. Ich weiß auch nicht, wie sich das irgendwann mal ändern lässt. Aber nuja, die Hoffnung stirbt zuletzt, nicht wahr?
 
Da stimme ich dir 100%tig zu. Daher ist Aufklärung über das aktuelle System und die Probleme, die es für die allermeisten Menschen mit sich bringt, extrem wichtig. Erst wenn man merkt, dass man an einer Stelle ein Problem hat, wird man sich damit beschäftigen. Ich habe festgestellt, dass einfache Fragen bei vielen Menschen ein Nachdenken bewirken können, sich einmal etwas tiefer mit der Thematik zu beschäftigen, wie z.B.

  • Weshalb sind alle Staaten der Welt hoffnunglos verschuldet?
  • Weshalb arbeiten wir alle mehr als noch vor 30 Jahren, obwohl die Produktivität massiv gesteigert wurde? Müssten wir dann nicht eigentlich weniger arbeiten? (kommt natürlich immer auf die Branche an und kann variieren)
  • Weshalb muss die Wirtschaft immer wachsen? Wo ist das Ziel des Wachstums? (Antwort: ewiges Wachstum)
  • Wie soll ewiges Wachstum auf einem Planten mit begrenzten Ressourcen funktionieren?
  • Wie entsteht Geld?
  • Geld regiert die Welt, aber wer regiert das Geld?
  • Weshalb haben wir ein Schuldgeldsystem?
  • Wurde unser Geldsystem jemals in demokratischer Abstimmung legitimiert?
  • ...
 
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Was man ganz klar schon jetzt voraussagen kann:

Den Wohlstand den Deutschland kennt, wirds nicht mehr lange geben. Denn es gibt immer weniger arbeitswillige Menschen und Fachkräfte wandern entweder ab und/oder werden schlecht ausgebildet, weil das Bildungssystem immer mieserabler wird. Stichwort baufällige Schulen und lustlose/inkompetente Lehrer.

Und wenn man Schüler schlecht ausbildet und das rationale und analytische Denken nicht entwickelt wird, braucht man sich nicht wundern wenn junge Menschen wegen ihrer Bildungslücken die falschen Parteien wählen die solche Zustände möglich machen.
 
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@Manegarm, ich weiß nicht so wirklich was ich von deiner Sichtweise halten soll. Meine Frau ist Lehrerin und weder lustlos noch inkompetent. Wenn jemand lustlos ist dann sind es die Schüler! Als Lehrer hat man es schon arg schwer, nicht nur das man ein Stück für die Erziehung der Kinder verantwortlich gemacht wird, es haben die meisten Kids auch ganz andere Interessen als Pflichtbewusst in der Schule zu sitzen und vernünftig zu lernen.

Das die meisten Schulen baufällig sind stimmt aber. Doch hier gibt es auch Unterschiede unter den einzelnen Bundesländern. Eines ist aber deutlich erkennbar, Haupt-/Realschulen werden deutlich "seltener" gefördert als Gymnasien.
 
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NelBastian schrieb:
Meine Frau ist Lehrerin und weder lustlos noch inkompetent. Wenn jemand lustlos ist dann sind es die Schüler! Als Lehrer hat man es schon arg schwer, nicht nur das man ein Stück für die Erziehung der Kinder verantwortlich gemacht wird, es haben die meisten Kids auch ganz andere Interessen als Pflichtbewusst in der Schule zu sitzen und vernünftig zu lernen.
Das wird schon off-Topic
Kleiner Exkurs aber dazu: Es wird angemerkt das Lehrer faul sind und deshalb die Schüler schlechter werden. Der Lehrer schützt sich und sagt Kinder kommen lustlos in die Schule und der Staat/Träger unterstützt nicht.

Es ist wie bei vielen Dinge so, die Schuld wird weitergereicht. Ja nicht bei einem selbst oder der eigenen Gilde nach Dreck suchen. Es mag Schüler geben die Lustlos zur Schule kommen, liegt das am Elternhaus? Schlechte Phase des Schülers? Wer ist hier also verantwortlich um eine Veränderung herbeizuführen?

@Neo772™ wann kommt man wieder was von dir? Wo bleibt die große Krise?
 
P4ge schrieb:
Das wird schon off-Topic
Kleiner Exkurs aber dazu: Es wird angemerkt das Lehrer faul sind und deshalb die Schüler schlechter werden. Der Lehrer schützt sich und sagt Kinder kommen lustlos in die Schule und der Staat/Träger unterstützt nicht.

Es ist wie bei vielen Dinge so, die Schuld wird weitergereicht. Ja nicht bei einem selbst oder der eigenen Gilde nach Dreck suchen. Es mag Schüler geben die Lustlos zur Schule kommen, liegt das am Elternhaus? Schlechte Phase des Schülers? Wer ist hier also verantwortlich um eine Veränderung herbeizuführen?

Setzen 6! Wenn du mir schon erklären willst wie es in den Schulen abläuft dann bitte richtig. Es maßt sich ja auch keiner an zu sagen das deine Berufsgruppe aus stinkendfaulen Menschen besteht. Du solltest deine Betrachtungsweise noch einmal überdenken.

Eigentlich interessiert es mich nicht wenn andere Menschen ihre Meinung im Netz kundtun. Gibt einfach viel zu viele Dummschwätzer die mit ihrer Meinung versuchen anderen klarzumachen wie unsere Welt tickt. Sieht man ja an diesen ganzen Verschwörungstheoretikern die im Internet unterwegs sind und andere belehren.

Aber du hast recht das wird hier zu sehr offtopic. Natürlich darfst du deine Meinung dazu haben aber diese spiegelt in keinster Weise das wahre Leben wieder.
 
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NelBastian schrieb:
Setzen 6! Wenn du mir schon erklären willst wie es in den Schulen abläuft dann bitte richtig.
Ich glaube da hast du meinen Beitrag wohl vollkommen falsch verstanden.

Es mag lustlose Lehrer geben, nur stellt sich die Frage nach dem Warum. Das Potential was vor einem sitz ist da nicht unerheblich. Nur ist der Schüler ebenfalls auch ein Abbild der Eltern die dahinter stehen.
Es ist also eine ganze Kette die betrachtet werden muss.

Nur zu sagen, die Schüler sind an allem Schuld greift zu kurz. Nur Eltern haben Schuld ebenfalls. (Und bei dir) Lehrer aus der Gleichung zu nehmen ebenfalls. Deshalb gehört eine ganzheitliche Betrachtung nur zu einem guten Ergebnis.

NelBastian schrieb:
Eigentlich interessiert es mich nicht wenn andere Menschen ihre Meinung im Netz kundtun. Gibt einfach viel zu viele Dummschwätzer die mit ihrer Meinung versuchen anderen klarzumachen wie unsere Welt tickt.
Das Problem ist. Eine Lüge, einen dummen Spruch oder einfach nicht 100% korrekte Aussagen kann jeder innerhalb von 5 Sekunden raushauen. Aber die Wahrheit, noch dazu begründet, braucht wesentlich mehr. Bis die aber irgendwo drunter steht, hat ein nicht kleiner Teil schon alles gelesen und zieht weiter.

Deshalb können wir das auch gut aufs Topic wieder beziehen.

Ja es gibt irgendwo auf der Welt Probleme und Wirtschaften die einbrechen, führt das zu einer Krise? Wann beginnt sie? Oder sieht man sie erst wenn man mitten drin steht?

Wir können natürlich sagen "Mit dieser Inflation derzeit sind wir bereits in der Krise". Wenn nächstes Jahr das Minus von 4 auf 2 sich abschwächt, ist die Krise dann am abklingen?
 
Am 23. geht offiziell Evergrande in den Default. HSBC hält alleine 36 Milliarden Evergrande bonds (die bisher noch voll bewertet in den Büchern stehen) bei offiziell etwas mehr als 100 Milliarden Firmenwert (HSBC).

Die Lieferketten sind soweit kaputt, dass die Wirtschaft im Schnitt 8-9 Monate hinter ihren Aufträgen hinterher ist. Große Banken (kenne jemanden von JPMorgan) haben 45% der Automobilwerte bereits gehedged (abgesichert auf Verluste).

Die Inflation ist nicht transitory, sondern laut EZB und FED dauerhaft. Besserung die nächsten 2 Jahre nicht in Sicht. Konsum soll vorgezogen werden.

Wohin führt das?

Bisher ist die Krise zumindest noch nicht an der Börse angekommen
 
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Neo772™ schrieb:
Die Lieferketten sind soweit kaputt, dass die Wirtschaft im Schnitt 8-9 Monate hinter ihren Aufträgen hinterher ist.
Kann ich definitiv widersprechen. Es mag Branchen geben, wo das zutrifft, aber DIE Wirtschaft hängt definitiv nicht so durch.
Neo772™ schrieb:
Die Inflation ist nicht transitory, sondern laut EZB und FED dauerhaft
Quelle? Denn das Ziel der EZB, bei um die 2% Inflation zu verbleiben, besteht nachwievor. Daran wurde kein Millimeter gerüttelt. Einzig hat die EZB verkündet, dass sie nicht an den Zinsen dreht, auch wenn man dieses Ziel "moderat" verfehlt. Wie haben aktuell 4% Inflation. Das ist nicht moderat verfehlt, sondern daneben und wäre demnach nicht von der Aussage der EZB gedeckt. Ob sie, würde das so bleiben, dann was tut, wird man sehen. Aber entgegen deiner Aussage hat sie nirgends auch nur im Ansatz das gesagt, was du hier zum besten gibst...

Übrigens: Heute erst verkündet: Energiepreise gehn zurück. Ggf. ist der Peak bereits erreicht. Andere Rohstoffe wie Stahl sind schon seit einiger Zeit wieder am fallen.
 
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Der Hauptgrund weswegen Weidmann als Bundesbankvorsitzender und Teil der EZB zurücktritt: Er glaubt, dass die aktuell Geldpolitik zu eine Hyperinflation führt und kann die finanzpolitischen Entscheidungen nicht mehr mittragen.

Aber bzgl. Inflation, vielleicht liege ich ja falsch. Wir werden es eh sehen.
Das Inflationsziel von 2% ist schon lange Fassade. Das Ziel der EZB wurde schon seit Jahren aufgeweicht, weil in den USA man eben ein Wirtschaftsziel mit der FED verfolgt und nicht nur ein Inflationsziel.
 
@Erkekjetter

Aber wenn er es doch sagt, auf Twitter steht es. Dann muss es doch stimmen, Der Anfang vom Ende naht.
Ich glaub ich geh gleich in meinen privaten Hausbunker und frag ´per Telegram was Atilla Hildmann als nächstes vorschlägt. Ohh Gott ich hab Panik


(Teile meiner Aussage können größmöglichen Sarkasmus beinhalten)
 
@P4ge Warum gehst du nicht einen Schritt weiter mit deinem Sarkasmus und vergleichst mit Atilla Hildmanns Vorbild?
Das traust du dich dann wieder nicht?

Ich bin halt skeptisch, was die Wirtschaft, die Lieferketten und die Zukunft bzgl. Währungsstabilität angeht und dazu stehe ich. Die Inflation ist jetzt schon mehrere Monate über 5% und das ist für mich persönlich schon eine krasse Gefahr für unser Einkommen und unsere Ersparnisse.

Bzgl. Behauptungen, ich habe mit Weidmann schon persönlich (allerdings schon etwas länger her) gesprochen. Ich bin selbst beruflich im ökonomischen Bereich aktiv. Ja, es gibt bisher keine offiziellen Statements von staatlicher Seite, dass wir bereits in einer Krise sind.

Ist ein Meinungsaustausch heute gar nicht mehr möglich, sobald man anderer Meinung ist?

Kurzes Zwischenfazit: Bisher liege ich mit meiner These falsch. Die Krise ist zumindest noch nicht angekommen.
 
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Ein Börsencrash ist recht lose definiert. Wikipedia schreibt allgemein davon "wenn der Kurs eines Marktindexes innerhalb weniger Tage um mehr als 10 % einbricht". Merken tust du davon erstmal nicht viel. Außer du bist im besitz von Aktien (-Produkten).
So ein Crash kann aber der Auslöser oder Vorbote einer Wirtschaftskrise sein und die spürt man dann doch.
Der letzte große Crash ist gerade mal anderthalb Jahre her. Der wurde aber durch Billionen an Geldern die in den Markt gekippt wurden und Sozialleistungen wie Kurzarbeit recht stark abgefedert. Aktuell zahlen wir das halt über die Inflation zurück.
 
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