NRaid GPT Volumen plötzlich im RAW Format

Cybagene

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Moin,

Aus heiterem Himmel und ohne Eingriff in das System hat sich mein NRaid Verbund mit 2x2TB WD20EARS HDDs in einem ICYBOX Raidsystem (Produktinfo) von der eigentlichen GPT Formatierung in ein RAW Format verwandelt. Wie schon zu vermuten hat dieser Umstand zur Folge, dass ich nicht mehr auf meine Daten zugreifen kann und Windows mir vorschlägt die läppischen 4TB neu zu formatieren...
Leider exisitiert kein Vollständiges Backup der Daten, so dass meine letzte Hoffnung das geballte Knowhow dieses Forums ist!
Ich habe das Gehäuse seit dem Vorfall nurnoch ein mal an einem anderen Rechner per USB (vorher mit eSata) angeschlossen und seit dem nicht mehr angetastet.

Mit Bitte um Hilfe, Grüße

Hannes
 
Hallo Cybagene,

bei mir hat damals die Verwendung von TestDisk geholfen.

Hier ist eine Anleitung zur Wiederherstellung beschrieben. Bei mir hat es das "RAW-Problem" gelöst =)
Anleitung zur Wiederherstellung
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hört sich doch schoneinmal nicht schlecht an. War bei dir auch ein Raid System mit GPT Formatierung betroffen?
Ich habe bis dato nicht mit Testdisk gearbeitet, kann ich mir die Daten bei falschem Umgang schnell in den Himmel schießen?

Danke und Grüße
 
Leider kann ich dir den Erfolg bei einem RAID nicht garantieren, auch nicht, dass keine Daten verloren gehen.
Ich habe mit TestDisk "leidiglich"
2 interne Festplatte, 1 externe Festplatte und einen USB Stick ohne Verluste "wiederbelebt".

Hier findest du auch noch eine Anleitung zu TestDisk von CB.

Laut ComputerBase heißt es:
TestDisk kann praktisch mit jedem RAID umgehen, solange es vom Betriebssystem unterstützt wird. Auch werden in neuen Versionen (ab TestDisk 6.11WIP beta) dynamische Volumen, Software-RAID wie Windows-Stripesets und übergreifende Volumen unterstützt.

Viel Erfolg
Kronex
 
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Danke für die Info aber mir ist das Ganze noch ein wenig zu allgemein formuliert, ich wüsste zur Zeit noch nicht welche Steps ich mit Testdisk durchführen müsste. Ich befürchte da es sich um ein NRaid handelt, könnte es noch schwierigkeiten geben. Hat jemand noch explizitere Tipps?
 
TestDisk ist wohl zum Datenretten und kein Disk-Utility was Daten in den Himmel schießt.
Holt eher in den Himmel geschossenen Daten wieder zurück.
Ist wohl ein falsches Bild.
Dennoch ist die erste Regel beim Datenretten nie etwas zu machen, das man nicht genau weiß.
Vor allem keine Änderungen am Dateisystem.
TestDisk eignet sich hervorrragend für eine Diagnose, wenn Daten weg sind.

Wird dein RAID noch in der Datenträgerverwaltung als GPT gelistet?
Setze mir mal einen Screen.
Auch sieht es so aus, das deine Partition noch vorhanden ist aber nur unformatiert.
Wähle in TestDisk bei Partition Table Type EFI GPT.
Deine Festplatte muß vorher ausgewählt werden.
Gehe auf das Menü Advanced.
Wenn deine Partition (zumeist bei GPT MS Data) als Unknown erscheint, gehe auf Type und weise dein Dateisystem zu.
Gehe dann auf Boot und setze mir einen Screen.
Wenn du das Mneü List siehst, teile mit ob deine Daten gelistet werden oder eine Fehlermeldung.
Wenn Bootsektor und Backup neide Bad sind, gehe auf Rebuild BS und lasse es laufen.
Hinterher kannst du auch wenn es erfolgreich war auf das Menü List gehen und überprüfen.

Schreibe bisher mal nichts bei Write um keine Änderungen vorzunehmen und mache nichts bei Repair NTFS oder Repair FAT.
Ist die einzige Option die Änderungen am Dateisystem vornehmen kann und nur in Verbindung mit chkdsk für ein Versuch ein Dateisystem zu reparieren genommen werden sollte.
Aber nicht zum Datenretten.

Viele Grüße

Fiona
 
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Die Box steht zwar nicht auf der Kompatibilitätsliste, aber es ist einen Versuch wert:
Installier Dir HD Sentinel und schau mal, ob der SMART-Informationen über die Platten in der Box preisgibt. Falls ja, dann mach im Menü: Report/Save HTML Report... und stelle den Bericht gezippt in den Anhang (Antworten - Erweitert - Anhänge verwalten...)

Nachdem Du bis zu dem Vorfall per eSATA gearbeitet hast, schliesse es dort wieder an und mach dann einen Screenshot der Datenträgerverwaltung (initialisieren/formatieren ablehnen!)
- War da bloss eine Partition drauf?
- Wie voll war der NRAID-Verbund etwa (>1,4TB?)
- Welche Treiber sind am eSATA-Controller aktuell in Verwendung? Welcher Controller?
- Welches Mainboard /BIOS Version ist das?
 
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Danke schoneinmal für die Antworten.

@Fiona Ich bin deinen Anweisungen gefolgt und hab dir zwei Screens angefertigt. In der Verwaltung wird das RAID auch als RAW gelistet. Bei Testdisk bin ich bei der Platte in das Advanced Menü gegangen und folgendes Bild (siehe Screen) bekommen. Wie geht es von da an weiter? Eine Bezeichnung als unknown konnte ich nicht finden.

@Ernst@at Hard Disk Sentinel hat mir die SMART Werte ausgespuckt, die Datei liegt im Anhang. Komischer Weise wird die Größe des Raids nur mit 2TB angegeben. Die Platte ist nun wieder per eSata angeschlossen.
Zu deinen Fragen:
- Ja, eine Partition mit der vollständig verfügbaren Größe
- Puh, ich würde sagen, dass ca. 60-70% belegt waren. Auf jeden Fall schon über der Größe einer einzelnen Platte
- Treiber: 11.1.0.33
- Controller: NVIDIA nForce Serial ATA Controller
- Mainboard: Zotac GeForce 9300-ITX
- Bios: BIOS-W-8M (2K100126)

Danke und Grüße
 

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Eine Bezeichnung als unknown konnte ich nicht finden.
In den meisten Fällen als Unknown, bei dir schon richtig für deine Datenplatte als MS Data.

Deine Partition wird als Basis in der Datenträgerverwaltung angezeigt.
Ist falsch und sollte GPT sein.
Basis-Platten schreiben bis max 2.2 TB und fangen dann vor an alles zu überschreiben.
Siehe Infos von Heise;
Das Fachmagazin c’t konnte in der Anfangsphase der Einführung während des Tests einer 4 TB großen, mit GPT formatierten Festplatte feststellen, dass zahlreiche Festplattentreiber namhafter Hersteller beim Schreiben auf Bereiche jenseits von 2 TB die Daten statt an der gewünschten Stelle am Anfang der Festplatte ablegten, so dass es zu massiven Datenverlusten oder gar zum Verlust der Formatierung der Festplatte kam.[5] Das Problem trat anscheinend speziell bei den 32-Bit-Versionen von Windows XP auf, die zwar teilweise schon Unterstützung für GPT mit sich führten, jedoch aufgrund ihres 32-Bit-Treiberdesigns die 2-TB-Grenze nicht überschreiten konnten.[6] Da der Einsatz solcher Partitionen damals noch hauptsächlich bei Servern anzutreffen war, ergaben sich solche Probleme am ehesten dann, wenn die Festplatten eines solchen Systems mit anderen Rechnern ausgetauscht wurden.

Ein 64-Bit-Linux kann – ganz ohne UEFI oder gesonderte BIOS-Unterstützung – mit GRUB2 von einer GPT-Partition booten. Es ist also kein UEFI dazu notwendig – die Kopplung von GPT an (U)EFI ist somit nicht zwingend.[1]
Info ist von hier unten im Artikel;
http://de.wikipedia.org/wiki/GUID_Partition_Table
Deine Platte war aber vorher GPT, weil das Label mit MS Data GPT spezifisch ist.
Damit du keinen Datenverlust hast, solltesrt du die Platte konvertieren.
Hinterher kann in Testdisk bei Advanced das Dateisystem zum Beispiel NTFS zugewiesen werden.
Dui könntest dann eine Diagnose bei Boot machen und dein Partition mit Daten wiederherstellen.

Teste es mal vor dem konvertieren in der Datenträgerverwaltung.

Ich gehe von diesem Screen aus;
https://www.computerbase.de/forum/threads/nraid-gpt-volumen-ploetzlich-im-raw-format.1053913/
Kein Bange ist alles Diagnose und du sollst so auch nichts ändern oder bei Write bestätigen.
Weil deine Platte ist ja noch Basis.
Ist somit nur eine Diagnose im Testdisk Speicher.
Gehe auf Type.
Weise dein Dateisystem zu!
Ich weiß nicht ob FAT NTFS oder was du hattest?
Für FAT oder NTFS (wenn du eine Linux-Partition, Unix oderApple-Partition hattest teile es mit).
Gehe dann auf Boot und setze mir einen Screen.
Wenn dein Backup vom Bootsektor Ok ist, gehe auf List.
Teile mit ob du deine Daten oder eine Fehlermeldung siehst?
Wenn dein Bootsektor und sein Backup bad sind, gehe auf RebuildBS und lasse es laufen.
Wenn es zu lange läuft teile es mit.
Ansonsten wenn es erfolgreich ist, gehe hinterher auf das Menü List und teile mit, ob du deine Daten oder eine Fehlermeldung siehst!

Da deine Platte noch Basis ist und Datenverlsust droht, bestätige bitte nicht bei Write.
Lasse auch die Finger von Repair FAT oder NTFS.
Ist nur für Diagnosezwecke.

Viele Grüße

Fiona
 
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@Ernst@at Hard Disk Sentinel hat mir die SMART Werte ausgespuckt, die Datei liegt im Anhang. Komischer Weise wird die Größe des Raids nur mit 2TB angegeben. Die Platte ist nun wieder per eSata angeschlossen.
Das war nur ein Versuch, wenn der Controller nicht kooperiert, kann HD Sentinel nur auf die erste Platte zugreifen.

Der 2TiB-Bug, welcher als Ursache BIOS,Treiber und Controller haben könnte, würde nicht erst bei einer Befüllung von 60-70% von 4TB(das wären ab 4TB*0,60=2,4TB) Auswirkungen zeigen, sondern schon bei 2,2TB-4TB*0,15=1,6TB oder 40%
Ausnahmen wären nur
- Das System wurde auf einen Restorepoint mit altem, fehlerhaften Treiber zurückgesetzt
- Das BIOS wäre auf eine ältere Version zurückgeflashed oder wegen eines Checksum-Errors auf eine ältere fehlerhafte Version zurückgesetzt worden.
- es wären im letzten Kopiervorgang mindestens 800GB in einem Schwung dazugekommen.

Ich gehe daher von einem anderen Fehler aus, soferne nicht eines der drei obengenannten Ereignisse eingetreten ist und die Platte ausnahmslos per eSATA betrieben wurde.

Die Anwesenheit eines Basis-MBRs dürfte nicht zu einer derartigen Anzeige in der Datenträgerverwaltung führen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Fiona Okay, ich bin noch nicht richtig warm geworden mit der Materie aber ich bemühe mich deine Anweisungen zu verstehen ;)
Warum soll ich die Platte in ein NTFS/FAT System konvertieren wenn es im GPT Format vorgelegen hat, kann ich damit keinen Datenverlust provozieren?

Gehe auf Type.
Weise dein Dateisystem zu!
Ich weiß nicht ob FAT NTFS oder was du hattest?
Für FAT oder NTFS (wenn du eine Linux-Partition, Unix oderApple-Partition hattest teile es mit).
Ich weiß nicht in welchem Zusammenhang die Dateisystemzuweisung in FAT/NTFS mit dem ehemals GPT Raid steht. Ich dachte FAT, NTFS und GPT sind drei voneinander getrennte Partitionsformate oder verwechsele ich jetzt die Begriffe Dateisysteme und Partitionsformate? Ich wüsste auf jeden Fall nicht ob es sich ehemals um FAT oder NTFS gehandelt hat, da ich der Annahme war, dass es sich bei GPT um ein weiteres Dateisystem handelt. Kann ich bei der Dateisystemzuweisung schon alles zu nichte machen, wenn ich das falsche Format wähle?
Die kompletten 4TB waren in einer Partition zusammengefasst.

Kurz gesagt: Ich stehe noch ein wenig auf dem Schlauch :(

@Ernst@at Die dritte Ausnahme mit dem Kopieren einer Datei mit über 800mb kann auf jeden Fall zutreffen.

Danke für eure Mühe

Hannes
 
Die Partition MS Data ist nur Windows spezifisch bei GPT.
Genau wie ESP und MSR.
Infos;
http://msdn.microsoft.com/en-us/windows/hardware/gg463525
GPT-Partitionen sind nicht wie Intel-MBR aufgebaut.
Im Prinzip sind es aber Partitionen wie du sie formatiert hast.
Daher mit Type weist du nur NTFS zu.
Dadurch bekommst du Zugriff auf das Mneü Boot und kannst eine Bootsektordiagnose machen, um an deine Daten zu kommen.
Dieses spielt sich alles im TestDisk-Speicher ab.
Solange du in Testdisk nichts bei Write schreibst, änderst du nichts.
Lasse bitte im Menü Boot die Finger von Repair NTFS um keine Änderungen am Dateisystem vorzunehmen.

Ansonsten wird erst später wie beschrieben vorgegangen.
Wenn deine Daten angezeigt werden, sollte deine Platte erst mal konvertiert werden.
Erst dann wenn alles passt und du deine Daten siehst, wird in Betracht gezogen den Bootsektor zu reparieren oder zu schreiben.
Wenn Testdisk deine Daten anzeigt, kannst du diese auch kopieren/sichern;
https://www.computerbase.de/artikel...von_einen_beschaedigten_datentraeger_kopieren
Untem am Screen findest du auch alle neueren Befehle, da der Artikel bei weitem veraltet ist!

Viele Grüße

Fiona
 
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@Ernst@at Die dritte Ausnahme mit dem Kopieren einer Datei mit über 800mb kann auf jeden Fall zutreffen.
Ich schrieb "mindestens 800GB" und sowas kriegst Du nur zusammen, wenn Du in einem Kopierbefehl ca 100 HD-Filme überträgst (zB ganzer Ordner). Im Falle, dass mit testdisk der Erfolg versagt bleibt, gibt es noch andere Verfahren im Datenrettungsbauchladen. Die Hoffnung stirbt immer erst zuletzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Fiona für die Erklärung. Ich habe der Platte ein NTFS Dateisystem zugewiesen und die Meldung hier im Screen bekommen (bei FAT32 identisch).

@Ernst@at Mein Versehen, da habe ich nicht richtig hingeschaut. Eine so große Datenmenge habe ich dann doch nicht verschoben...
 

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Bist du auch auf Rebuild BS gegangen und hast es laufen lassen?
Hinterher kommt das Menü List (wenn erfolgreich)
Gehe dann da mal drauf und bestätige mit Eingabe.
Teile dann mit, ob du deine Daten oder eine Fehlermeldung siehst?

Viele Grüße

Fiona
 
Das habe ich jetzt mal durchlaufen lassen und folgende Screens bekommen.
Dateien kann ich dabei nicht wirklich erahnen.

Beste Grüße

Hannes
 

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Deine Platte sieht wie frisch formatiert aus.
Ist einfach leer.
Lasse mal PhotoRec drüberlaufen, was an Daten gefunden wird?
Ansonsten wegen Dateinamen und Ordnerstruktur bräuchtest du kommerzielle Datenrettu ngssoftware.

Viele Grüße

Fiona
 
Oh, das ist dann wohl der worst-case :/
Ich mit Testdisk nocheinmal die RebuildBS Funktion durchlaufen lassen, diesmal mit FAT32 annahme. Dabei hat er nach etlichen Stunden nur einen Fehler ausgespuckt "cant find Filesystem" o.ä.
Mir ist eben noch aufgefallen, dass auf der C-Partition wo Testdisk installiert ist, plötzlich kein Platz mehr vorhanden war, weil Testdisk ein 160GB großes Logfile geschrieben hat. Ist das normal?

Beste Grüße

Hannes
 
Nein die Logfile kommt daher wenn Lesefehler gelesen werden.
Bei viel Lesefehler kann die Logdatei so groß werden.
Ist auch eine Idee mal deine Platte mit Datenrettungssoftware zu scannen.
Hinterher überprüfe mal das Ergebnis.
Wenn deine Daten mit Dateinamen und Ordner-Struktur angezeigt werden, könnte man noch was testen.
Teste aber mal Scavenger oder Restorer Ultimate in der Testversion und überprüfe einfach das Ergebnis.
Teile es mal mit.

Viele Grüße

Fiona
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, ich habe das logfile auch gelöscht.
File Scavenger hat im longscan komplett meine Daten mit richtigen Namen gefunden, es gibt also wieder Hoffnung?

Danke nochmal und Grüße

Hannes
 
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