News Ocelot: Amazon stellt seinen ersten Quantencomputer-Chip vor

Frank

Chefredakteur
Teammitglied
Registriert
März 2001
Beiträge
9.384
Amazon Web Services hat heute den ersten eigenen Quantencomputer-Chip „Ocelot“ vorgestellt. Der neue Chip markiert einen wichtigen Meilenstein zur Entwicklung fehlertoleranter Quantencomputer, so AWS, da er den Ressourcenbedarf für die Quantenfehlerkorrektur im Vergleich zu aktuellen Ansätzen um bis zu 90 Prozent reduziert.

Zur News: Ocelot: Amazon stellt seinen ersten Quantencomputer-Chip vor
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Millennial_24K, hamuchen, NMA und 13 andere
Neben den ganzen Pressemeldungen der letzten Monate mit X-Hundert bis X-Tausend Q-Bits klingt die hier erstaunlich bodenständig und realistisch.
Mal sehen wie es weitergeht.

Spannend auch, dass Amazon ein sehr ähnliches Kühlungsdesign wie IBM hat.
https://www.extremetech.com/extreme/283427-quantum-computing-goes-commercial-with-ibms-q-system-one

Natürlich sieht es einfach viel geiler bei Pressefotos aus, sobald mal ein Industriedesigner Hand angelegt hat. Aber es sieht gleichzeitig eben auch ziemlich unpraktisch aus fürs experimentieren.
Die Wahre Magie passiert im Nebenraum und da sieht es eher so aus wie die EUV Anlage hier, jede Wette.
https://www.computerbase.de/news/wi...r-laufen-bei-intel-besser-als-erwartet.91541/
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: lazsniper, aid0nex, ownagi und 2 andere
Lese etwas mit Quanten, warte schon auf die Katze.
Ich bin schon gespannt ob das dann der nächste "Hype" wird und was dann damit "berechnet" wird.
Tippe auf Bitcoins.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: al13n, Delirus und Turbulence
Ein "unheimlich" spannendes Thema. Ich weis noch wie ich um 2010 hier im Forum die ersten Berichte zu Quantencomputern las und Spekulationen/Diskussionen über die Zukunft entbrannten. Wir lagen ja soooo weit daneben ...

Unabhängig davon frage ich mich - wenn der positive Aspekt der Cat-Qubits ist, dass sie bestimmte Fehlerarten von Natur aus unterdrücken und die Quantenfehlerkorrektur vereinfachen, was dann von Natur aus der Nachteil an den Cat-Qubits ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: E1M1:Hangar, Orcus-90482 und Youju
Wie Bits und funktioniert verstehe ich halbwegs, aber Qubits? Gruselig wenn ich mir vorstelle das der Mensch dazu im Stande ist, diese Welt irgendwann zu kontrollieren
 
Surtia schrieb:
Unabhängig davon frage ich mich - wenn der positive Aspekt der Cat-Qubits ist, dass sie bestimmte Fehlerarten von Natur aus unterdrücken und die Quantenfehlerkorrektur vereinfachen, was dann von Natur aus der Nachteil an den Cat-Qubits ist.
Das Füttern der Katze mit Kittekotz, da gibt es noch Timingprobleme am Fressnapf.
 
1 Bit mit 0/1 verstehe ich.

Qubit verstehe ich theoretisch auch, aber ich kann mir darunter nichts vorstellen also was bringt mir das mehrere Zustände gleichzeitig in einem Qubit zu speichern?

Klar 1 Qubit ist viel "leistungsfähiger" als 1 Bit. Ja, aber wie arbeitet man damit....
 
Vielleicht kann dieser Chip ja endlich mal die Amazon Mediathek vernünftig strukturieren... :mussweg:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: brwn, Recharging, computerfouler und 5 andere
Ich finds fantastisch, dass die Zeit mit der Entwicklung von Quantencompurer quasi ein Stück zurückgedreht wird und die Protypen ein bisschen an die ersten Computer in der Anfangszeit erinnern. Grobe und große Strukturen, viel Gold und Schrauben, sieht schon genial aus. Bin mir aber sicher, dass es auch bald riesen Schritte geben wird und dann sehen wir außer einem Die-Shot nichts mehr 😂
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: NMA, Tera_Nemesis und the_IT_Guy
Sicherlich besser verfügbar als Nvidias RTX-Karten... 😉
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Saint81, Recharging, Qyxes und 9 andere
Ocelot, Focelot, wird Amazon es damit endlich schaffen, mir nicht fünf Euro Rabatt auszuloben, wenn ich noch einen Euro Umsatz mehr mache, wenn sie den blöden Kaugummi dann aus einem Lager in der Uckermark einzeln herkarren und auch noch separat zustellen müssen?
Dann würde deren Weltherrschaft wohl nichts mehr im Wege stehen...
 
Eller schrieb:
Tippe auf Bitcoins.
Nicht direkt, aber mit Quantencomputern lassen sich klassische public key Verfahren sehr effizient berechnen (also kompromittieren), auch die bei bitcoin verwendeten ECDSA Schlüssel.
Du wirst es am Bitcoin-Kurs erkennen, wenn Quantencomputer die ersten 256-bit ECDSA Schlüssel geknackt haben 😃

Das BSI hat übrigens eine schöne Übersicht zum Entwicklungsstand von Quantencomputern veröffentlicht:
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/U...r/entwicklungsstand-quantencomputer_node.html
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Saint81, NMA und Recharging
ich hoffe das Gerät zerstört den Bitcoin, dann hat die Menschheit schonmal ein Problem weniger
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Saint81, Wallwatcher, Kasziber und 7 andere
Wird der Inbusschlüssel auf Bild 6 auch mitgeliefert?

P.S. Frage für einen IKEA-Möbel begeisterten Freund.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hamuchen, Kadett_Pirx, Recharging und 2 andere
@Zer0DEV Der muss für 1299€ extra geordert werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Recharging
@dev/random der 10 Jahres Horizont des BSI mag für die "Öffentlich sichtbare Massenhafte Verfügbarkeit" gelten, aber das was Behörden und Firmen machen die sich nicht ins Rampenlicht drängen ist da teilweise schon deutlich weiter als man denkt, ich denke in 1-2 Jahren haben wir da auch unseren ChatGPT Moment
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: dev/random
Wird Computerbase einen Testbericht schreiben :3?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kadett_Pirx, Strahltriebwerk, Tschitta und eine weitere Person
slogen schrieb:
Klar 1 Qubit ist viel "leistungsfähiger" als 1 Bit. Ja, aber wie arbeitet man damit....
Eigentlich genau so wie mit einem normalen PC. Es gibt Prozesse, in denen ein Quantencomputer schneller ist. Die realistische Zukunft ist, dass ein PC Quantenkomponenten (bspw an einer Schnittstelle wie PCIe) angebunden hat und bestimmte Prozesse damit berechnet, während andere normal von CPU und GPU berechnet werden.

Konkret profitiert man von Qubits bei komplexen Berechnungen, die viele Informationen gleichzeitig verarbeiten müssen. Ein Qubit kann bspw den Status 0 und 1 gleichzeitig annehmen (Superposition), während ein normales Bit 0 oder 1 hat. Bei 4 Bit kann ich also eine Zahl von 0 bis 15 (2^4=16) speichern. Bei 4 Qubit hast du 2^4=16 Zustände gleichzeitig vorliegen. Du kannst also 16 Informationen statt einer "ablegen". Es hängt jetzt also nicht mehr davon ab, die "richtigen" Informationen im Speicher abzulegen, da der mit den Qubits prinzipiell riesig ist, sondern die "richtigen" Fragen an den Speicher zu stellen. Damit knackt man etwa Verschlüsselungen in Minuten statt in Jahrzehnten, weil in einem genügend großen Quantenspeicher jedes erdenkliche Passwort ja bereits gespeichert ist, wenn Superposition vorliegt. Wenn ich also einen öffentlichen Schlüssel in einem WLAN abfange und die Response vom Empfänger kenne, wenn die Verbindung gelungen ist, kann ich diese Information in einem Quantencomputer so verarbeiten, dass er mir den privaten Schlüssel ausspuckt.

Das hilft aber nicht bei jeder Art von Berechnung, weshalb es Prozesse gibt, bei denen binäre PCs schneller oder gleichschnell bleiben werden.

Zum Thema: Ich freue mich, dass es in dem Bereich ein konkretes Produkt gibt, auch wenn ich AWS zutraue, nur eigene Interessen damit zu verfolgen. So richtig erklären sie ja auch nicht, wozu man den Quantenchip jetzt braucht. Solange kein großer Chiphersteller mit dabei ist, klingt es erst einmal nach Marketing.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Strahltriebwerk, AdmiralPain, NMA und 8 andere
Die nächste große Sache, die die EU verschlafen wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wertertzu, mx34 und kado001
Die Schwierigkeit bei mehreren Zuständen im Raum, jeder Pups kompromittiert die Daten. Da ist ne Abschirmung neben on Chip Fehlererkennung natürlich super.
Ich denke das Thema wird wie die Fusion, tolles topic für alle mit zu viel (Zeit und) Kohle. Aber Relevanz für jedermann kommt nie.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Boimler
Zurück
Oben