PC für Video-, Bildbearbeitung & Gaming: Welche CPU/GPU ist aktuell sinnvoll?

rongador

Commander
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Hey,

es ist gar nicht so einfach, für diese Frage einen passenden Titel zu finden, daher der Fokus auf CPUs und GPUs. Sagen wir, man möchte sich aktuell einen neuen Rechner selbst zusammenstellen (inkl. Custom-Wasserkühlung, die aber jetzt nicht im Fokus stehen soll): Welche CPU- und GPU-Kombination ist zum jetzigen Zeitpunkt am sinnvollsten?

Einsatzzweck des Rechners:

  • Videobearbeitung & Bildbearbeitung, KI, Texte (produktiver Einsatz)
  • Gaming - und wenn, dann richtig (also Raytracing/Pathtracing, 4K, 60 FPS - aktuell nutze ich keinen 120 hz Monitor oder so)

Die Priorität liegt dabei bei etwa 80 % auf der Erstellung von Inhalten. Verwendet wird vor allem die Adobe Creative Cloud (bitte keine Diskussion über Alternativen).

Die aktuelle RTX 50xx-Reihe scheint ja bisher nicht wirklich zu überzeugen. Kürzlich habe ich auch von Problemen mit der Stromversorgung gelesen, es gibt Berichte über geschmolzene Steckverbindungen aufgrund von Überlastung (weil wieder einmal an der falschen Stelle gespart wurde). Dazu gibt es ja bereits einige Artikel und Videos.

Was würdet Ihr also empfehlen, wenn das Budget nicht die entscheidende Rolle spielt?

Trotzdem auf eine RTX 5080 oder 5090 setzen? Oder lieber die RTX 4090 nutzen?

Welche CPU ist aktuell für kreativen, produktiven Einsatz (Videobearbeitung, Decoding, Encoding, Bildbearbeitung usw.) und gleichzeitig für Gaming empfehlenswert? Ich habe bisher Intel verwendet, aber die aktuelle Prozessorreihe soll ja was die Haltbarkeit angeht enorm schlecht sein wegen irgendwelcher Produktionsproblemen.

Ich habe im Moment kaum einen Überblick, weil ich meinen Rechner immer sehr lange verwende und mich währenddessen nicht aktiv mit den technischen Entwicklungen beschäftige - das bekomme ich dann nur nebenbei mit.

Mainboard, RAM, SSD usw. sollen in diesem Zusammenhang gerade kein Thema sein.
 
Wenn das Budget keine Rolle spielt, kann man nur das Beste vom Besten empfehlen. Mit der 5090 bekommst du 32 GB VRAM.
Es gibt Modelle, die die Stromverteilung im Stecker überwachen, so bekommt man keine Probleme.
 
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AMD-Flo schrieb:
Es gibt Modelle, die die Stromverteilung im Stecker überwachen, so bekommt man keine Probleme.
Und da kann man dann nicht explizite Modelle nennen und ein paar Links mit Lesestoff zum Thema.

Was ich dem Video vom Bauer entnommen habe können die Karten allesamt nämlich genau das nicht.

 
Der 13900/14900 hatte ein Problem. Bei den neuen Intel CPUs ist nichts in die Richtung bekannt. Wenn der Preis keine Rolle spielt.

GPU: 4090 oder 5090, du brauchst Nvidia und 24GB sind schon gut bei KI, daher bleibt dann auch nichts anderes übrig. Gilt für Raytracing/Pathracing ebenso zu.
CPU: 285k oder 9950x, Gamingleistung und Anwendungsleistung ist in etwa auf einem Niveau, ebenso die Effizienz.

Im Grunde kannst du daraus auswählen. Und ja, der Stecker hat Probleme. Muss man eben aufpassen und man kann die Wattzahl auch limitieren, z.B. anstelle von 600 Watt auf 450 Watt gehen.
 
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@Weasel0815 Weil es ein generelles Problem der meisten Karten ist. Der Strom wird nicht pro Kabelstrang gemessen, sondern nur nach dem Kabel wo die 6 Einzelstränge wieder zusammengelaufen sind. Ausnahmen mag es geben... aber die Regel ist wie man es beim 8auer sehen kann.
 
Eine Gegenfrage: Soll die Videobearbeitung professionell sein? Also fürs TV oder so? Hast du ne Videokamera wie ne Blackmagic oder so? Wenn ja, dann würde ich definitiv ne RTX 5080/5090 oder so nehmen, weil die 4:2:2 können. TV Sender verlangen meist 4:2:2 Material. Auch für KI-Retuschen ist ne Grafikkarte sinnvoll. Da langt aber ne 4060 oder so. Ohne 4:2:2 und KI Gedöns wird deine Grafikkarte beim Videoschnitt nur chillen und die Onboardgrafik macht das Alles weil die beim Decoden und Encoden locker an einer 4090 vorbei zieht.

rongador schrieb:
Welche CPU ist aktuell für kreativen, produktiven Einsatz (Videobearbeitung, Decoding, Encoding, Bildbearbeitung usw.)
Kein AMD. Eine Intel CPU ohne F im Namen rate ich dir dringend. Also KEIN 14900KF z.B. sondern ein 14900. Bitte letzten Satz genau durchlesen! Ich habe das schon mal empfohlen und der TE erstellen hat dann ein 13400F gekauft und wundert sich warum alles laggt.

Sonst ist bei 1440p Schluss! Bei 60fps gerade mal mit 1080p. Bei einer Spur!

Mein PC mit Ryzen 5600G schafft maximal 1080p60 in einer Spur. Bei 2 Spuren wirds laggy. Teilweise ruckeln bei mir Proxy Dateien in 540p. Mein Cousin hat nen 13600 und der schneidet locker 4K60 ohne laggs. Sind 4x mehr Pixel und bei ihm ist es viel flüssiger.
 
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crustenscharbap schrieb:
Eine Intel CPU ohne F im Namen rate ich dir dringend
Für was steht denn das "F" im Namen?


Ayo34 schrieb:
CPU: 285k oder 9950x
Ich nehme an, mit 9950X meinst Du einen AMD Ryzen? Was soll denn 285K bedeuten? Kenne keinen Intel-Prozessor, der irgendwie ein 285k oder 285000 im Namen hat.


crustenscharbap schrieb:
Soll die Videobearbeitung professionell sein?
Professionell: Ja, aber nicht für TV. Das mit 4:2:2 ist schön, aber nicht "notwendig". Aber ist natürlich ein Argument dafür, "falls" es mal Richtung TV und Co. gehen "würde". Der Rechner soll ja ne Weile ausreichen.


crustenscharbap schrieb:
wird deine Grafikkarte beim Videoschnitt nur chillen und die Onboardgrafik macht das Alles
Sicher? Also ich habe da Anderes gehört, auch bei Live-Streams und Co. Zum Beispiel auch das Encoden von AV1 oder generell das Encoden von aufwändigem Videomaterial - da soll "Onboard" reichen? Das kann ich mir jetzt ehrlich nicht vorstellen. Gibt es da eindeutige Belege? Bei der RTX 40xx war doch auch AV1 so ein großes Thema.


Das ganze Thema mit dem Strom bei der RTX 50xx ist schon konfus und auch bedenklich. Man sollte nichts "manuell" limitieren müssen beim Strom. Zumal die Leistung gegenüber der RTX 40xx ja offenbar vor allem durch die Software kommt - die "Rohleistung" soll ja wenig berauschend sein.

Ist gar nicht mal so einfach, sich da was zusammenzustellen.
 
rongador schrieb:
Für was steht denn das "F" im Namen?

Bei F fehlt die igpu. Die ist aber wichtig und kann zusammen mit der GPU arbeiten.

rongador schrieb:
Ich nehme an, mit 9950X meinst Du einen AMD Ryzen? Was soll denn 285K bedeuten? Kenne keinen Intel-Prozessor, der irgendwie ein 285k oder 285000 im Namen hat.

Sind einfach aktuelle CPUs von Intel und AMD. Mal Tests lesen. 🙂
 
Ayo34 schrieb:
Sind einfach aktuelle CPUs von Intel
Oh mein Gott, da habe ich ja echt was verpasst. War noch bei der 12k, 13k, 14k Nummerierung. Wo kommt auf einem 285k her? :-) Muss ich echt mal nachlesen. Die 285k hat also nicht mehr dieses "Geht sehr viel schneller kaputt als üblich"-Problem der 14k Reihe?
 
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@Ayo34 Finde es interessant, dass die 285K aber bei den Spielen stets unterhalb der 14k Intel Reihe liegen. Ist zu verschmerzen, vor allem, weil ich ja produktiv arbeite und sich das schlussendlich bei Spielen wohl trotzdem nicht zu sehr auswirken wird.
 
Stimmt, Effizienz ist auch etwas, was ich vor Jahren schon angemerkt habe - dass die Hersteller nicht immer nur auf schneller, schneller, schneller achten sollen, sondern auf Effizienz UND zumindest etwas schneller. Schön, dass das jetzt offenbar der Fall ist. Daran hatte ich aber nicht mehr gedacht.

Also wäre ein Intel 285K und eine RTX 5090 die Empfehlung? Nicht auf die RTX 4090 setzen? Mir macht echt dieses Thema mit dem Strom Sorgen... hm. Die Hersteller wie ASUS und Co. haben ja auch Vorgaben seitens Nvidia und dürfen da nicht einfach großartig etwas ändern. Überwachung ist ja schön und gut, ändert aber ja nichts an der Bauweise.
 
rongador schrieb:
Für was steht denn das "F" im Namen?



das Encoden von AV1 oder generell das Encoden von aufwändigem Videomaterial - da soll "Onboard" reichen? Das kann ich mir jetzt ehrlich nicht vorstellen. Gibt es da eindeutige Belege? Bei der RTX 40xx war doch auch AV1 so ein großes Thema.
F steht für ohne Onboardgrafik. Und die kann eben mehr als eine 4090 beim Videoschnitt.
Ja seit neuem heißen die CPUs sowas wie Core Ultra 5 245K statt wie früher i5 14600K

Und genau beim Encoden von z.B AV1 ist die Onboardgrafik einfach die beste (nach Apple) im Consumer Markt. Von der Qualität und Geschwindigkeit her. Die Nvidias laufen mit vielleicht 2% Auslastung beim codieren. Bei meiner 4060 bleiben sogar die Lüfter aus.

Aber wenn du Effekte, Color Grading und Entrauschen usw. Machst profitierst du definitiv von ner NVidia GPU. Daher NVidia GPU+Intel CPU und du kannst dein PC mit ziemlich Alles füttern und das läuft flüssig.
 
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crustenscharbap schrieb:
Aber wenn du Effekte, Color Grading und Entrauschen usw. Machst profitierst du definitiv von ner NVidia GPU. Daher NVidia GPU+Intel CPU und du kannst dein PC mit ziemlich Alles füttern und das läuft flüssig.
Ich wusste gar nicht, dass die iGPU einer CPU in Kombination mit einer Nvidia GPU z.B. beim Encoden/Decoden von Videos (generell Videobearbeitung) zusammenarbeiten können - bisher war es doch immer so, dass es nur ein entweder-oder gab? Muss aber auch sagen, ich nutze meine Hardware sehr lange und habe hier eine wirklich alte CPU, die nicht einmal von Windows 11 unterstützt wird.
 
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Adobe kann beides gleichzeitig und händelt das automatisch, je nachdem ob CPU, Nvidia-GPU oder CPU-GPU besser ist, übrigens ist auch beim 285k noch eine kleine AI-NPU verbaut. Habe hier einen 265k mit 20 Kernen und eine 4080 mit 16GB VRAM + 192GB RAM mit 5600Mhz. So günstig und effizient hat man lange keine Workstation hinbekommen, mit der man problemlos auch alles in 4k + Raytracing spielen kann.

285k + 5090 ist natürlich noch mal ein Stück an Leistung oben drauf. Beim Kabel scheint es so, dass das Problem von Anfang an da ist. Heißt ordentlich verkabeln und dann mal schauen, ob das Kabel heiß wird. Wenn nicht, dann sollte es auch so bleiben. Am Ende haben ja alle 4000er und 5000er Karten quasi das Problem, weil gleicher Stecker. Jetzt muss man mal abwarten wie sich das bei der 5090 entwickelt. 575-600 Watt ist natürlich verdammt viel für dieses Kabel. Aber 99%+ der Karten laufen ganz normal.
 
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Gibt es wohl "spezielle Kabel", die das besser handhaben? Und wenn da wirklich was durchschmort (obwohl richtig verkabelt) und sowohl Grafikkarte als auch vielleicht andere Bestandteile des Rechners dadurch hinüber sind - wer übernimmt hier die Verantwortung?
 
Habe gestern in einem Video gesehen, dass der Stromstecker an einer Stelle tatsächlich 150 Grad heiß wird... das ist aber schon heftig, hm? Wenn ich mir vorstelle, dass die Grafikkarte in meinem Rechner steckt und ein Plastikteil (der Stecker) so mit 150 Grad vor sich hin "glüht"... da ich immer eine Custom-Wasserkühlung verbaue: Soll ich jetzt den Stromanschluss noch extra kühlen? :-D
 
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