mrhanky01 schrieb:
Qualität setzt sich halt durch.
Das ist weniger Qualität, sondern vielmehr das perfekte Gleichgewicht aus Kundenbindung und Lifestyle-Produkten.
Apple ist nicht umsonst immer wieder ein technologischer Vorreiter und gleichsam ein gesellschaftlicher Trendsetter, der Maßstäbe setzt. Wer Apple kauft, kauft
hip und kann sich sicher sein, immer im Trend zu liegen.
Davon zeugen nicht nur immer wieder ihre Produkte, die "eine Lifestyle-Firma aus Cupertino" mit Leichtigkeit aus dem Arm zu schütteln scheint, sondern
gerade deren gesellschaftlicher Einfluss.
iMac,
iBook,
iPod,
iPhone,
AirPods und so weiter. Apple hat immer einen Trend gesetzt
für den Kunden mit den Produkten an und für sich, weniger mit der Qualität.
Weil Qualitätsprobleme hat Apple schon immer gehabt und diese auch immer wieder (mehr oder minder) aus der Welt geschafft. Beispielsweise die Probleme in den Neunzigern und frühen Zweitausendern mit dem Lötzinn beim Umstieg auf bleifreies Lot (Haar-Risse bei Kontakten), Verfärbungen durch Hitze bei den Gehäusen, generelle Haltbarkeitsprobleme oder das nahezu perfektperfide austarieren der Langlebigkeit zwischen Neukauf und Geräte-Ableben kurz nach Garantie-Ablauf. Spielte alles keine Rolle, weil
hip.
Appel hat mit dem bunten iMacs 1998 graue Kisten, das Disketten-Laufwerk, die serielle und parallele Schnittstelle beerdigt, das Smartphone quasi (zumindest neu-) erfunden, Ohrhörer zum Msut-Have gemacht, nachdem jeder die Schnüre hassen gelernt hat und so weiter. Trendsetter.
Was aber Apple wie kein zweiter beherrscht, ist der
unbedingte Wille zur Umsetzung eines Ziels, koste es was es auch wolle. Derart (positive) Hartnäckigkeit hat eigentlich nur noch AMD mit Lisa Su die letzten Jahre gezeigt.
Nicht kleckern sondern klotzen!
Und was Apple auch immer hatte, war dieses extreme Gespür dafür,
wann genau man die Geduld der Käufer überspannt hat und man gegensteuern
muß, um keine Umsatz- und Gewinneinbrüche erdulden zu müssen.
Weil jahrelang hat Apple gerade im Hochpreis-Segment die Kunden rigoros gemolken wie auch im professionellen Bereich die Kunden am langen Arm verhungern lassen, aber immer auch ein sehr präzises Feingefühl dafür gehabt, wann der Bogen wirklich überspannt war.
Jahrelang haben die Kunden beispielsweise beim iPod geklagt, daß es kein niedrig-preisiges iPhone gab. Dann hat Apple eines gebracht (iPhone 5C). Auch haben die Professionellen immer gemault, daß es keinen vernünftigen Profi-Rechner von Apple gab, dann gab's den Tischstaubsauger oder die Edel-Käsereibe.
Zuletzt das Zurückbesinnen auf ewig vorgetragene Kundenwünsche (MacBook Pro), als die Einkäufe anfingen weniger zu werden. Man kann die Story ewig fortsetzen. Apple kennt jedenfalls seine Kunden sehr genau und genau das macht Apple aus. Wenn der Kunde nicht weiß, was er will, schafft Apple das perfekte Produkt. That's it.
TechFA