Treiber aktuell halten? Driver Management Software?

Ro155

Lt. Junior Grade
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Hi Leute,

da ich in letzter Zeit hin und wieder einen BSOD hatte und nach meinen Recherchen dieser wohl vermutlich an einem fehlerhaften Treiber liegen soll, bin ich am überlegen, wie man eigentlich seine Treiber grundsätzlich aktuell hält.

Ich nutze Win11 auf einem Dell Inspiron Laptop (ca 1.5j alt). Ich verwende Windows auf Default Settings und das Dell SupportAssist Tool und den Intel Driver Assistant - das lädt schon hin und wieder BIOS Updates und andere Sachen.

Ein Kollege verwies mich auf DriverBoost oder SnappyDrivers. Grundsätzlich ist es ja so, dass man über Driver Management Software grundsätzlich meist nichts Gutes liest - auch wenn ich nicht ganz verstehe, wieso.

Snappy gibt es portable, das habe ich mir mal rein zur Analyse heruntergeladen. Es zeigt angeblich 65 veraltete Treiber. Das seltsame: Das sind viele Intel Treiber und ich verwende tatsächlich regelmäßig den "Intel Driver Assistant". DIeser sagt mir, alles sei aktuell. Auf der DELL Homepage gibts auch nichts Neueres. Sind das alles Fehlalarme?!?!

Beispiel folgendes:

2024-04-01_13h26_57.jpg

1711970650792.png


Jetzt bin ich aber unschlüssig.
Wenn ich danach recherchiere, zb "intel thunderbold tm 1134 "1.41.1379.0" dell", dann finde ich nur so "unseriöse" Seiten, also nichts offizielles von Dell oder Intel.

Wieso wird das mir überhaupt angezeigt?
Ist die Datenbank / der Index von Snappy futsch?

Wenn ich im Gerätemanager den oem214.inf suche und Rechtsklick -> Aktualisieren drücke - passiert: Nix!

2024-04-01_13h28_20.jpg


Danke vielmals vorab!
 
Hier klinke ich mich mal ein, weil es gleich spannend wird und ich diesen Thread nicht verpassen möchte.
 
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Das wird wirklich eine Diskussion, mal sehen welche Standpunkte pro/contra hier auftauchen.
 
Ich drücke alle paar Minuten F5, will ja nix versäumen hier :-)
 
Wenn du schon die Treiber aktuell halten willst, dann nutz die Tools von Dell direkt. z.B Dell Command Update oder der Support Assist kann es ja auch, wie du selber festgestellt hast. Bin mir nur nicht ganz sicher, ob die Inspirions von Command Update unterstützt werden.
 
Und den Rest der DELL Tools runterwerfen? Ich weiß nicht mal, was die alle machen. Oh je, Intel und Dell kommen sich mit seinen Support Tools evtl auch einfach nur ins Gehege.

@rest: BIn kein Insider, was ist an der Diskussion so spannend? :o

1711971574403.png
 
„Ich verwende Windows auf Default Settings und das Dell SupportAssist Tool und den Intel Driver Assistant“: das reicht. Nichts anderes installieren. Bringt eher Probleme, als das es Probleme löst.

Selbst nur das Dell SupportAssist Tool reicht. So oft kommen auch keine Updates hier. Ausgenommen am Anfang des Release des Chipsatzes.
 
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Aber kannst Du dir erklären, wieso laut Snappy ANGEBLICH so viele Treiber outdated sind? Ist doch extrem seltsam. Aber ja, keine Sorge, ich lasse Snappy keine Treiber installieren - wollte nur mal schauen, was die SW anzeigen würde.
 
Du beantwortest dir die Frage oben doch selber....

"Man hört nichts gutes...."

Runter damit und das Tool von Dell verwenden. Fertig
 
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@Firefly2023 Es geht mir nicht nur um die Antwort, sondern eben auch um das "Warum" dahinter. Ich mag die Dinger lieber verstehen, als sie nur einfach stupide umzusetzen. Sofern möglich :)

@#Schlangenöl Oh, wusste ich nicht. Hatte das sdi-tool als Portable geladen. Als zweite URL.
 
Man hört von diesen Tools nichts gutes weil die Repositorys aus welchen diese sich der Informationen und Treiber bedienen oft nichts offizielles sind, sondern irgendwas selbst gepflegtes fragwürdiges. Diese Tools braucht wirklich NIEMAND.

Es gibt nunmal keine globale Datenbank in welcher alle korrekten Treiber für entsprechende Geräte gelistet sind, das ist Wunschdenken.

Bei Notebooks kommt z.B. noch dazu das du bei DELL idr nur Treiber angeboten bekommst, welche für das Gerät getestet und freigegeben wurden. Allein dadurch können sich Versionsunterschiede ergeben.

Generell sollte man sowas wie den Support Assist nicht mit anderen Drivertools mischen, die beißen sich ggf.

Wenn dein BSOD an einem Treiber liegt kann man das idr aus dem Dump heraus übrigens analysieren und sehen welcher Treiber es ist. Das wäre die richtige vorgehensweise und nicht irgendwelche Treibertools und ins blaue rein installieren.
 
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ILikeCB schrieb:
Ein Kollege verwies mich auf DriverBoost oder SnappyDrivers. Grundsätzlich ist es ja so, dass man über Driver Management Software grundsätzlich meist nichts Gutes liest - auch wenn ich nicht ganz verstehe, wieso.
Weil bei diesen Tool teilweise fraglich ist, wo die ihre Treiber und die Versions-Informationen herbekommen. Denn wie du selber sagst, schlagen die auch gerne mal (neuere) Treiberversionen, die es selbst direkt auf der Herstellerseite gar nicht gibt.
 
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Bei Dell Bitte die Dell Tools verwenden, bei Lenovo die tools von Lenovo selbst damit installiert man sich manchmal verbuggte Soundtreiber die 100% CPU Ziehen. Aber mit einem Externen Tool hat man keine Kontrolle..
 
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OK, danke Euch! klingt alles einleuchtend! Das hat mir geholfen, danke!

Werde nebenbei bemerkt mal alles von Dell runterwerfen - sind einfach viel zu viele versch Tools, die teilweise das gleiche machen (DellUpdate, SupportAssist usw...). Und dann mal "NUR" SupportAssist laden/nutzen. Intel Driver Assist werde ich auch entfernen, da ich den Eindruck habe, dass IDA immer mal wieder mit dem Dell Tool in die Quere kommt!

Werde dann berichten!

PS Bzgl BSOD - Die Analyse hat mir nicht so recht geholfen.
WinDbg zeigt:

Code:
For analysis of this file, run !analyze -v
nt!KeBugCheckEx:
fffff807`080177f0 48894c2408      mov     qword ptr [rsp+8],rcx ss:0018:fffffe86`cc7af6f0=000000000000009f
16: kd> !analyze -v
*******************************************************************************
*                                                                             *
*                        Bugcheck Analysis                                    *
*                                                                             *
*******************************************************************************

DRIVER_POWER_STATE_FAILURE (9f)
A driver has failed to complete a power IRP within a specific time.
Arguments:
Arg1: 0000000000000003, A device object has been blocking an IRP for too long a time
Arg2: ffffc58cd9d27060, Physical Device Object of the stack
Arg3: fffffe86cc7af738, nt!TRIAGE_9F_POWER on Win7 and higher, otherwise the Functional Device Object of the stack
Arg4: ffffc58cf90b6a90, The blocked IRP

Debugging Details:
------------------

Implicit thread is now ffffc58c`d64e4040

KEY_VALUES_STRING: 1

    Key  : Analysis.CPU.mSec
    Value: 1828

    Key  : Analysis.Elapsed.mSec
    Value: 4318

    Key  : Analysis.IO.Other.Mb
    Value: 0

    Key  : Analysis.IO.Read.Mb
    Value: 0

    Key  : Analysis.IO.Write.Mb
    Value: 0

    Key  : Analysis.Init.CPU.mSec
    Value: 155

    Key  : Analysis.Init.Elapsed.mSec
    Value: 15942

    Key  : Analysis.Memory.CommitPeak.Mb
    Value: 115

    Key  : Bugcheck.Code.LegacyAPI
    Value: 0x9f

    Key  : Bugcheck.Code.TargetModel
    Value: 0x9f

    Key  : Dump.Attributes.AsUlong
    Value: 1808

    Key  : Dump.Attributes.DiagDataWrittenToHeader
    Value: 1

    Key  : Dump.Attributes.ErrorCode
    Value: 0

    Key  : Dump.Attributes.KernelGeneratedTriageDump
    Value: 1

    Key  : Dump.Attributes.LastLine
    Value: Dump completed successfully.

    Key  : Dump.Attributes.ProgressPercentage
    Value: 0

    Key  : Failure.Bucket
    Value: 0x9F_3_nt!KiSwapContext

    Key  : Failure.Hash
    Value: {9b97db3a-4198-767c-9e74-d700cb0721e0}

    Key  : Hypervisor.Enlightenments.ValueHex
    Value: 1417df84

    Key  : Hypervisor.Flags.AnyHypervisorPresent
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.ApicEnlightened
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.Flags.ApicVirtualizationAvailable
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.AsyncMemoryHint
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.Flags.CoreSchedulerRequested
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.Flags.CpuManager
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.DeprecateAutoEoi
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.DynamicCpuDisabled
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.Epf
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.Flags.ExtendedProcessorMasks
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.HardwareMbecAvailable
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.MaxBankNumber
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.Flags.MemoryZeroingControl
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.Flags.NoExtendedRangeFlush
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.Flags.NoNonArchCoreSharing
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.Phase0InitDone
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.PowerSchedulerQos
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.Flags.RootScheduler
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.Flags.SynicAvailable
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.UseQpcBias
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.Flags.Value
    Value: 21631230

    Key  : Hypervisor.Flags.ValueHex
    Value: 14a10fe

    Key  : Hypervisor.Flags.VpAssistPage
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.Flags.VsmAvailable
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.RootFlags.AccessStats
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.RootFlags.CrashdumpEnlightened
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.RootFlags.CreateVirtualProcessor
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.RootFlags.DisableHyperthreading
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.RootFlags.HostTimelineSync
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.RootFlags.HypervisorDebuggingEnabled
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.RootFlags.IsHyperV
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.RootFlags.LivedumpEnlightened
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.RootFlags.MapDeviceInterrupt
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.RootFlags.MceEnlightened
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.RootFlags.Nested
    Value: 0

    Key  : Hypervisor.RootFlags.StartLogicalProcessor
    Value: 1

    Key  : Hypervisor.RootFlags.Value
    Value: 1015

    Key  : Hypervisor.RootFlags.ValueHex
    Value: 3f7


BUGCHECK_CODE:  9f

BUGCHECK_P1: 3

BUGCHECK_P2: ffffc58cd9d27060

BUGCHECK_P3: fffffe86cc7af738

BUGCHECK_P4: ffffc58cf90b6a90

FILE_IN_CAB:  033124-19171-01.dmp

TAG_NOT_DEFINED_202b:  *** Unknown TAG in analysis list 202b


DUMP_FILE_ATTRIBUTES: 0x1808
  Kernel Generated Triage Dump

DRVPOWERSTATE_SUBCODE:  3

FAULTING_THREAD:  ffffc58cd64e4040

BLACKBOXBSD: 1 (!blackboxbsd)


BLACKBOXNTFS: 1 (!blackboxntfs)


BLACKBOXPNP: 1 (!blackboxpnp)


BLACKBOXWINLOGON: 1

CUSTOMER_CRASH_COUNT:  1

PROCESS_NAME:  System

STACK_TEXT:
fffffe86`cc61e350 fffff807`07e2a49e     : fffffe86`cc61e519 fffff807`0801a341 ffffa201`03a91180 ffff799a`e2ea0656 : nt!KiSwapContext+0x76
fffffe86`cc61e490 fffff807`0801a315     : fffffe86`cc61e600 00000000`00000001 ffffc58c`ff63e250 ffffc58c`ff647000 : nt!KiDispatchInterrupt+0x67e
fffffe86`cc61e580 00000000`00000000     : 00000000`00000000 00000000`00000000 00000000`00000000 00000000`00000000 : nt!KiInterruptDispatchNoLockNoEtw+0x85


SYMBOL_NAME:  nt!KiSwapContext+76

MODULE_NAME: nt

IMAGE_NAME:  ntkrnlmp.exe

IMAGE_VERSION:  10.0.22621.3296

STACK_COMMAND:  .process /r /p 0xffffc58cd64fe040; .thread 0xffffc58cd64e4040 ; kb

BUCKET_ID_FUNC_OFFSET:  76

FAILURE_BUCKET_ID:  0x9F_3_nt!KiSwapContext

OSPLATFORM_TYPE:  x64

OSNAME:  Windows 10

FAILURE_ID_HASH:  {9b97db3a-4198-767c-9e74-d700cb0721e0}

Followup:     MachineOwner


Der Zuverlässigkeitsverlauf hat folgendes gezeigt, denn das hier waren die beiden BSODs gestern:

1711977296604.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Intel Arc hängt um den Sutdown un der BOSD sagt.: A driver has failed to complete a power IRP within a specific time.

Schau mal nach neueren oder anderen Intel Arc Treibern. Könntest auch einen restore Point wider herstellen.


Ich hatte schon lange keine BSOD merh gesehen, aber HyperVisor könnte auch im Zusammenhang mit Hyper-V oder Kernel Memory Protection zusammenängen.
 
Habe testweise mal jegliche Dell SW deinstalliert, auch die vormals "My Dell", "Dell Update" usw...
Ebenfalls habe ich mal Intel Optane, Intel HAXM (laut Github Deprecated), Intel ARC Control und Intel Driver Assist entfernt.

Ende vom Lied: Unglaublich - aber die gefühlte "Perfomance" des Laptops ist besser als je zuvor. Davor hatte ich häufig irgendwelche Lags, obwohl die CPU / RAM Auslastung jeweils bei unter 40% lag - trotzdem gab es ständig Micro Lags, selbst beim Wechseln der Tabs in CHrome oder auch NUR beim Tippen im Browser - mal weniger mal mehr. Außerdem waren die Lüfter gefühlt ständig auf mittlerer Umdrehung.

Jetzt sitze ich hier und erfreue mich: Lüfter laufen während reinem Office Betrieb DEUTLICH weniger. Bisher kaum Lags beim Surfen.

Mal sehen, ob das so bleibt. Ich schätze, irgendwelche Services kamen sich da im Hintergrund nonstop in die Quere.

Crazy
 
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Moderne Geräte, insb. Dell erhalten Ihre notwendigen Treiber und Firmware (BIOS / UEFI) über Windows Updates. Sogar Bitlocker "aware".

Ansonsten fährst du gut mit Dell Command Update als komplementäres Tool.

Bedenke, neue Treiber und FW sind wichtig, müssen aber auch getestet sein. Die Updater, und da hab ich einige durch, finden irgendwo im Netz "shady" Versionen mit Anpassungen von anderen OEMs, was seltener wird und dann hast du irgendwelche seltsamen Probleme.

Solange du in Windows 11 Core Isolation (inkl. VBS) aktiv hast kann wenig Böses passieren was die Manipulation von Treibern angeht.

Oder die Treiberversion / BIOS passt nicht mehr zum Treiber der Intel ME FW und dem Intel ME FW Windows Treiber etc pp. Für mich als Experte ist das gut gemeint mit den Tools aber oftmals Schlangenöl.

Es ist bedauerlich, dass abseits von Windows Update nichts zuverlässig ist. WU selbst machen nicht alle Hersteller gleichermaßen mit wie ASUS, MSI (Marke PC Eigenbau) etc schon gar nicht. Der Aufwand ist hoch den Microsoft vorschreibt. Realtek verzichtet ganz darauf, daher bleibt nur ein gesunder Menschenverstand und computerbase.de für Treiber.

Intel ist so eine Sache NUC11 wurden jetzt an Asus abgegeben, das war's mit einfachen, zentralen Updates über IDSA.
Konstruktiver Ratschlag: Chipsattreiber von Intel und AMD Aktuell halten über CB, Grafikkarten über jeweilige Tools, BT / WiFi über CB oder IDSA. Bei Dell DCU nutzen

IDSA und DCU gibt es beides über Winget.
 
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