Airex schrieb:
Als Soldat im Einsatz ISAF, kann ich dieses Gesetz nur als Aktionismus bezeichnen.
Es gibt in meinen Augen keinerlei Vergleiche zwischen Gotcha bzw Laserdrom und Ausbildung zum Menschentoeten.
Ich sehe einen Makierer und ne Laserpistole nicht als Waffe an und das ist sie ja auch nicht.
Habe selbst schon mal im Laserdrom gespielt. Aber ein gleiches Verhalten wie dieses wuerde ich mit dem AGDUS (Laser am G36 + entsprechende Weste mit Trefferanzeige) nicht ausprobieren.
Ein Verbot dieser Spiele wuerde nur die Fazination an Waffen grade bei jungen Menschen verstaerken.
Ich denke das dieser Politische Schnellschuss in eine ganz andere Richtung zielt.
Man muss keine grosse fantasie haben um zu erkennen das hier von Spiele allgemein gesprochen wurde. Sollte also dieses Verbot durchgehen bedarf es keinerlei weiterer Abstimmung um die Computerspiele ebenso zu verbieten.
Grundsätzlich muss ich sagen, dass man die Aussage:"Paintball und sog. Killerspiele haben keinen Einfluss auf das Aggressions- bzw. Gewaltpotential eines Menschen" nicht halten kann.
Trägt jemand eine gewisse Grundaggression und einen Hass, der bereits gegen Menschen gerichtet ist, in sich, ist es für ihn ein leichtes diese mit solchen Methoden "auszuleben" und sofern er dies in sich trägt auch auf die Realität zu übertragen.
Was wiederum sowohl als gut oder schlecht, je nach Geisteszustand des jeweiligen Individuums beurteilt werden muss. Für manch einen ist dies ein passendes Ventil, um nicht "zu platzen", andere wiederum werden sich in eine Fantasiewelt hineinsteigern und sich darin verlieren. Das Problem liegt jedoch nicht in den Medien sondern in der Gesellschaft, die psychisch labile, teils fehlgeleitete und auch durch die wirtschaftliche Situation hoffnungs- und ziellose junge Menschen geradezu "züchtet". Nimmt man sich dieser Menschen nicht in angemessener Art und Weise an, braucht man sich nicht zu wundern, wenn der ein oder andere "hoch geht". Nicht jeder hat ein so dickes Fell.
Ein Verbot ist ebensowenig zielführend, da sich diese "Problemgruppe", seine "Killerspiele" nicht auf "normalen Wegen" anschafft.
Der Gipfel der Unverschämtheit sind Politiker, die ein solch wichtiges Thema seines Kernelements berauben und dadurch ein, dem Bild-Zeitungsleser zugängliches "Schwarz-Weiß" Scenario zu präsentieren. Es ist die allbeliebte "Sau, die durch das Dorf getrieben wird", um den "Pöbel" vorzugaukeln, die Politik sei schwer am Arbeiten. Jedoch drücken sie sich vor der tatsächlichen Verantwortlichkeit.
Seit meiner Jugend spiele ich die sog. Killerspiele und habe sehr lange aktiv Paintball gespielt. Musste dies jedoch aufgrund des Zeitmangels einstellen. Paintball war in keinster Weise von meinem früheren Fußballverein zu unterscheiden. Teamgeist, Freundschaft, lustiges Beisammensein, auch wenn mal nicht gespielt wurde. Beim Fußball gab es sogar manchmal derbe eins auf die Nase…beim Paintball war dies undenkbar.
Da jedoch von allen Polizeistellen zu hören ist, dass gerade beim Paintball keine potentiellen Amokläufe „gezüchtet“ werden sonder gerade im Gegenteil, ein gepflegtes Beisammensein und soziale Kontakte im Vordergrund stehen, sehe ich ein Verbot von Paintball als eher unwahrscheinlich an.
Als wesentlich besorgniserregender sehe ich die Tatsache, dass sich der Großteil der Bevölkerung nach all den Jahren immer noch durch solche politischen Finten in die Irre führen lässt.
Man sollte besser Verantwortung für seinen Nachwuchs übernehmen und ihnen einen tauglichen Kompass an die Hand geben. Und unsere „Volksvertreter“ sollte sich der wahren Probleme in einer angemessenen Weise annehmen anstatt pausenlos Verwirrung zu stiften, damit niemand merkt, dass sie lebenslangen, bezahlten Urlaub auf Kosten des Steuerzahlers machen.