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Dein Zitat von mir trifft den Nagel auf den Kopf, was die Sendung angeht, die ich mir aufgezeichnet habe. Es ging primär um diese Schule Hauptschule hier http://www.abendblatt.de/daten/2006/04/08/551461.html sowie um eine Grundschule im Hamburger Stadtteil Veddel.
Bereits der erste Schultag stellte die Lehrer vor die allergrößten Probleme, weil einige der Erstklässler und auch die sie begleitenden Mütter manchmal so gut wie kein Deutsch sprachen. Ein Thema, das angesprochen wurde, war der Schwimmunterricht. Die Töchter möchten z. T. durchaus schwimmen, aber die muslimischen Väter verbieten es ihnen und verweisen auf den Koran. Die Lehrerin trifft sich mit dem islamischen Gemeindevorsteher, der ihr zu verstehen gibt, dass man zwar das deutsche Grundgesetz akzeptiere, aber dass Dinge wie die Schulordnung verhandelbar seien.
Manche muslimische Mädchen haben Probleme, an Klassenfahrten teilzunehmen. Die Lehrer laden die Eltern zum Sprechtag ein, aber kaum jemand kommt. Die Lehrer opfern ihre Freizeit, um die restlichen Eltern privat aufzusuchen und sie davon zu überzeugen, dass der Schulausflug zugleich Schule ist und damit unter die Schulpflicht fällt. Die Klassen haben jeweils 2-3 Lehrer. Aber der männliche Lehrer kann solche Hausbesuche nicht machen, weil ihn die Mutter der Schülerin mitunter nicht in die Wohnung lässt, da er ein Mann ist.
Nicht selten bedarf es eines Dolmetschers, um überhaupt mit den Elten reden zu können. Manchmal übernehmen die Schüler diese Aufgabe. Vielfältige Probleme lasten auf den Lehrern. Wenn z. B. den Eltern das Geld für die Klassenfahrt fehlt, können sie einen Antrag auf Zuschuss beim Sozialamt stellen. Aber wenn sie davon nichts wissen oder wenn sie aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse die Anträge nicht ausfüllen können, sind wiederum die Lehrer gefragt.
In einer Klasse, die eingeschult wurde, kam lediglich ein Mädchen aus einer deutschstämmigen Familie. Andere Familien verlassen den Stadtteil, wenn ihre Kinder schulpflichtig werden. Die Infrastruktur der Gegend (Einzelhandel, Friseur usw.) ist fest in türkischer Hand. Die dort lebenden Menschen haben keinen Grund, die deutsche Sprache zu erlernen. Kurse werden angeboten, aber nicht von der Stadt bezahlt. Die Mütter haben nicht selten mehrere Kinder und ihnen fehlt dann schon mal die Zeit, regelmäßig die Kurse zu besuchen.
Die Lehrer beklagen, dass für eine effektive Integration mehr deutsche Schüler notwendig wären.
Diese Sendung legte ihren Schwerpunkt zwar auf die Integrationsproblematik. Aber man konnte gut sehen, wie schwierig es sein kann, unter diesen Bedingungen überhaupt noch vernünftig zu unterrichten. Wenn die Schüler dann die Hauptschule verlassen, dürften sich die schulischen Defizite aufgestaut haben und die Suche nach einem Ausbildungsplatz endet in der Sackgasse.
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Ich glaubte zuerst, mich verlesen zu haben. Nun planen die Kultusminister, die Hauptschulen bis 2015 von den internationalen Leistungstest in Mathematik und Englisch auszuschließen. Es werden wohl keine hoffnungsvollen Ergebnisse erwartet. Also kehrt man sie einfach unter den Tisch.
https://www.computerbase.de/forum/threads/was-ist-an-unseren-haupt-schulen-los.297085/page-12
Bereits der erste Schultag stellte die Lehrer vor die allergrößten Probleme, weil einige der Erstklässler und auch die sie begleitenden Mütter manchmal so gut wie kein Deutsch sprachen. Ein Thema, das angesprochen wurde, war der Schwimmunterricht. Die Töchter möchten z. T. durchaus schwimmen, aber die muslimischen Väter verbieten es ihnen und verweisen auf den Koran. Die Lehrerin trifft sich mit dem islamischen Gemeindevorsteher, der ihr zu verstehen gibt, dass man zwar das deutsche Grundgesetz akzeptiere, aber dass Dinge wie die Schulordnung verhandelbar seien.
Manche muslimische Mädchen haben Probleme, an Klassenfahrten teilzunehmen. Die Lehrer laden die Eltern zum Sprechtag ein, aber kaum jemand kommt. Die Lehrer opfern ihre Freizeit, um die restlichen Eltern privat aufzusuchen und sie davon zu überzeugen, dass der Schulausflug zugleich Schule ist und damit unter die Schulpflicht fällt. Die Klassen haben jeweils 2-3 Lehrer. Aber der männliche Lehrer kann solche Hausbesuche nicht machen, weil ihn die Mutter der Schülerin mitunter nicht in die Wohnung lässt, da er ein Mann ist.
Nicht selten bedarf es eines Dolmetschers, um überhaupt mit den Elten reden zu können. Manchmal übernehmen die Schüler diese Aufgabe. Vielfältige Probleme lasten auf den Lehrern. Wenn z. B. den Eltern das Geld für die Klassenfahrt fehlt, können sie einen Antrag auf Zuschuss beim Sozialamt stellen. Aber wenn sie davon nichts wissen oder wenn sie aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse die Anträge nicht ausfüllen können, sind wiederum die Lehrer gefragt.
In einer Klasse, die eingeschult wurde, kam lediglich ein Mädchen aus einer deutschstämmigen Familie. Andere Familien verlassen den Stadtteil, wenn ihre Kinder schulpflichtig werden. Die Infrastruktur der Gegend (Einzelhandel, Friseur usw.) ist fest in türkischer Hand. Die dort lebenden Menschen haben keinen Grund, die deutsche Sprache zu erlernen. Kurse werden angeboten, aber nicht von der Stadt bezahlt. Die Mütter haben nicht selten mehrere Kinder und ihnen fehlt dann schon mal die Zeit, regelmäßig die Kurse zu besuchen.
Die Lehrer beklagen, dass für eine effektive Integration mehr deutsche Schüler notwendig wären.
Diese Sendung legte ihren Schwerpunkt zwar auf die Integrationsproblematik. Aber man konnte gut sehen, wie schwierig es sein kann, unter diesen Bedingungen überhaupt noch vernünftig zu unterrichten. Wenn die Schüler dann die Hauptschule verlassen, dürften sich die schulischen Defizite aufgestaut haben und die Suche nach einem Ausbildungsplatz endet in der Sackgasse.
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Ich glaubte zuerst, mich verlesen zu haben. Nun planen die Kultusminister, die Hauptschulen bis 2015 von den internationalen Leistungstest in Mathematik und Englisch auszuschließen. Es werden wohl keine hoffnungsvollen Ergebnisse erwartet. Also kehrt man sie einfach unter den Tisch.
Vertraulich wandte sich IQB-Chef Olaf Köller an die Kultusminister: Über die Hälfte der Hauptschüler verfehle die Mindeststandards. Dass so viele Hauptschüler in Mathematik scheitern, zeigen einem internen KMK-Papier zufolge auch die Pisa-Ergebnisse und andere Untersuchungen - etwa jeder Vierte erreicht allenfalls Grundschulniveau. Rund 75 Prozent der Hauptschüler schaffen ersten Analysen zufolge auch nicht die geforderten Schreibleistungen im Fach Englisch.
https://www.computerbase.de/forum/threads/was-ist-an-unseren-haupt-schulen-los.297085/page-12
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