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Was ist an unseren (Haupt-)Schulen los?
- Ersteller keshkau
- Erstellt am
Nein.
Aber man muss was an der derzeitigen Lage allgemein ändern. Es wird nicht helfen, wenn man nur kleinere Klassen oder Nachmittagsunterricht eingeführt wird.
Vor 40 Jahren waren die Klassen viel größer und es herrschte trotzdem Disziplin. Das ist jetzt keine Aufforderung die Prügelstrafe wieder einzuführen, aber den Lehrern lässt man bei der Bestrafung viel zu wenig Spielraum. Was ist, wenn ein Kind einfach seine Strafarbeit nicht macht? Noch eine aufbrummen, die es danna uch nicht macht?
Aber man muss was an der derzeitigen Lage allgemein ändern. Es wird nicht helfen, wenn man nur kleinere Klassen oder Nachmittagsunterricht eingeführt wird.
Vor 40 Jahren waren die Klassen viel größer und es herrschte trotzdem Disziplin. Das ist jetzt keine Aufforderung die Prügelstrafe wieder einzuführen, aber den Lehrern lässt man bei der Bestrafung viel zu wenig Spielraum. Was ist, wenn ein Kind einfach seine Strafarbeit nicht macht? Noch eine aufbrummen, die es danna uch nicht macht?
Jace
Rear Admiral
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Was dann entweder in Nachsitzen (bringt irgendwie auch nix oder?) endet oder in Elterngesprächen bzw blauen Briefen. Jetzt kommen wir wieder zu den Eltern.
Da haben wir festgestellt, dass diese, vor allem in ärmlicheren Milieus, kaum Interesse und Engagement in der Schulbildung der Kinder zeigen.
Also neben wirtschaftlichen nun auch die gesellschaftlichen Probleme, die man nicht schnell ändern kann.. vllt auch gar nicht mehr.
Da haben wir festgestellt, dass diese, vor allem in ärmlicheren Milieus, kaum Interesse und Engagement in der Schulbildung der Kinder zeigen.
Also neben wirtschaftlichen nun auch die gesellschaftlichen Probleme, die man nicht schnell ändern kann.. vllt auch gar nicht mehr.
Relict
Admiral
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@H€553
Also zuerst mal sollte man sich überlegen WAS man denn nun eigentlich will ?!
Bildung oder das was wir aktuell als solches verkaufen?
Das Bildung nicht billig ist, wissen alle genau und was dabei heraus kommt, wenn sie eben billig ist, auch.
Mit diesem Argument könnten wir eigentlich gleich alle Schulen und Unis schließen und uns gleich auf der ARGE melden.
So kann man nicht vorgehen. Klar bedarf es grundlegender Rahmenbedingungen, ausreichend Lehrstellen und Stellenangebote.
Desweiteren meinte ich nicht Hausaufgaben, sondern Freizeitbetreuung und -Gestaltung für ältere und auch sowas wie Hort (ähnlich DDR oder anderen Ländern), also Ganztagsschulen für jüngere. Das bildet auch in Sachen Sozialität. Auch nachmittägliche Nachhilfestunden auf Unterrichtsniveau sind vorstellbar.
PS:
Und nochwas. Meiner Auffassung nach sind Bildung als auch Gesundheit Sachen, woran keinesfalls gespart werden darf!
Denn das ist nicht nur essentiell für Mensch und Gesellschaft, sondern hier ist auch jeder gleich und folglich auch gleich gut zu versorgen.
Also zuerst mal sollte man sich überlegen WAS man denn nun eigentlich will ?!
Bildung oder das was wir aktuell als solches verkaufen?
Das Bildung nicht billig ist, wissen alle genau und was dabei heraus kommt, wenn sie eben billig ist, auch.
Du kannst denen nicht sagen, dass sie einen Job kriegen, wenn sie nur genug für die Schule machen! Das ging vielleicht in der DDR (da haben ja alle eienen Job bekommen), aber nicht in der heutigen Zeit, in der sich Abiturienten für Jobs bewerben, für die man gerade einemal einen Hauptschulabschluss braucht!
Mit diesem Argument könnten wir eigentlich gleich alle Schulen und Unis schließen und uns gleich auf der ARGE melden.

So kann man nicht vorgehen. Klar bedarf es grundlegender Rahmenbedingungen, ausreichend Lehrstellen und Stellenangebote.
Bei genügend gleichwertigem Lehrpersonal überhaupt kein Problem. Wenn natürlich von vornherein schon Lehrerknappheit durch Einstellungsstopps und Abbau besteht, braucht man sich nicht wundern, das es auch hier versagt.Wenig Unterrichtsausfälle: Wie willst du das machen? Lehrern verbieten krank zu werden?
Der Steuerzahler, der ja Bildung generell finanziert. ABER: Das Problem ist ja nicht fehlendes Geld für Bildung, das man Steuern dafür erhöhen müsste, sondern fehlende Bereitstellung der Gelder FÜR Bildung. Das ist ein Unterschied! Solange wie wir uns teure Auslandseinsätze, Politikerdiätenerhöhungen und Fehlinvestitionen/Steuerverschwendungen (Bund der Steuerzahler) leisten können/wollen, während unsere Kinder so langsam verblöden und verkommen, scheint es ja nicht so mau auszusehen.nachschuluische Betreuung: Hier würden Hausaufgaben gemacht, und dann? Wer soll zusätzlichen Unterricht finanzieren?
Desweiteren meinte ich nicht Hausaufgaben, sondern Freizeitbetreuung und -Gestaltung für ältere und auch sowas wie Hort (ähnlich DDR oder anderen Ländern), also Ganztagsschulen für jüngere. Das bildet auch in Sachen Sozialität. Auch nachmittägliche Nachhilfestunden auf Unterrichtsniveau sind vorstellbar.
PS:
Und nochwas. Meiner Auffassung nach sind Bildung als auch Gesundheit Sachen, woran keinesfalls gespart werden darf!
Denn das ist nicht nur essentiell für Mensch und Gesellschaft, sondern hier ist auch jeder gleich und folglich auch gleich gut zu versorgen.
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KL0k
Fleet Admiral
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ihr scheint irgendwie dabei ausser acht zu lassen, das unsere frühreife jugend nicht mehr so ist wie die jugend vor 10-30 jahren, die quasi alles mitmacht was man ihr vorsetzt.
heute wird hinterfragt "wozu brauch ich den scheiss den ich hier lernen soll?" und so n programm auf so nem schwedischen modell, wird hier sicher nicht von erfolg gekrönt sein. dafür sind die schon viel zu rebellisch. denen müsste man eher auf ne "kumpel-vertrauensvolle-art" nahe bringen, das sie den kack da irgendwann brauchen könnten, und das schulsystem gehört individueller insgesamt.
heute wird hinterfragt "wozu brauch ich den scheiss den ich hier lernen soll?" und so n programm auf so nem schwedischen modell, wird hier sicher nicht von erfolg gekrönt sein. dafür sind die schon viel zu rebellisch. denen müsste man eher auf ne "kumpel-vertrauensvolle-art" nahe bringen, das sie den kack da irgendwann brauchen könnten, und das schulsystem gehört individueller insgesamt.
Relict
Admiral
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Sehe ich genau andersherum. Finde das heutige Schulsystem eher viel zu lasch und kumpelhaft. Da fehlt mal wieder etwas mehr Strenge, Ordnung und Disziplin. Auch Schuljahre sind keine Herrenjahre und Schüler noch lange keine Erwachsenen, sondern sollens ja erst mal werden. Schliesslich sind wir nicht bei Wünsch-Dir-Was und Hätschel-Tätschel für Extrawürste und Mimöschen. 
Lehrer sind schon lange keine Autoritäts- und Respektspersonen mehr, sondern wurden zum Kasper und Rezitator von U-Stoff degradiert. Schüler haben nichts mehr gross zu befürchten, weil Pädagogen so gut wie keine Macht und Einfluss mehr auf sie oder die Familien haben. Ursache und Wirkung, kein Wunder also.
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Lehrer sind schon lange keine Autoritäts- und Respektspersonen mehr, sondern wurden zum Kasper und Rezitator von U-Stoff degradiert. Schüler haben nichts mehr gross zu befürchten, weil Pädagogen so gut wie keine Macht und Einfluss mehr auf sie oder die Familien haben. Ursache und Wirkung, kein Wunder also.
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Wie Relict schon richtig beschrieb, geht es um den Stellenwert, den man den Themen Bildung und Schule einzuräumen bereit ist. Es fängt schon beim Kindergartenplatz an, der nicht kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, sondern bezahlt werden muss. Das Gleiche erleben wir in den Schulen, wo die Beschaffung von Lernmitteln (Büchern) mittlerweile den Eltern überlassen wird.
In erster Linie ist das alles eine Kostenfrage. Es geht nicht an, dass man Klassen mit über 30 Schülern einrichtet, wenn sich darunter Schüler mit Lernschwierigkeiten befinden. Hier wäre Unterricht in Kleingruppen erforderlich. In Finnland hat man das längst erkannt. Dort haben (Grundschul-)Lehrer zudem ein deutlich besseres Standing als in Deutschland.
http://www.rosalux.de/cms/fileadmin...kte/2006/Rostock_Schule/Wernicke_Finnland.pdf
http://www.zeit.de/2004/51/C-Pisa-Finnland
An Vorbildern mangelt es sich, sondern an der Bereitschaft, diese Themen hoch genug aufzuhängen.
In erster Linie ist das alles eine Kostenfrage. Es geht nicht an, dass man Klassen mit über 30 Schülern einrichtet, wenn sich darunter Schüler mit Lernschwierigkeiten befinden. Hier wäre Unterricht in Kleingruppen erforderlich. In Finnland hat man das längst erkannt. Dort haben (Grundschul-)Lehrer zudem ein deutlich besseres Standing als in Deutschland.
http://www.rosalux.de/cms/fileadmin...kte/2006/Rostock_Schule/Wernicke_Finnland.pdf
http://www.zeit.de/2004/51/C-Pisa-Finnland
An Vorbildern mangelt es sich, sondern an der Bereitschaft, diese Themen hoch genug aufzuhängen.
Relict
Admiral
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Das ist ja das schlimme. Was ist in diesem System denn nicht irgendwo eine Kostenfrage? Läuft doch am Ende immer wieder aufs gleiche (eben Kosten) hinaus, überall. Und man wird immer wieder irgend einen Vorwand finden um zu barmen. Die Gelder müssen einfach dafür bereitgestellt werden und an andere Stelle eingespart werden. Ich kenne da genug infrage kommende Stellen. ^^
Doch statt Steuergelder zur Abwechslung mal wirklich sinnvoll und gerecht zu investieren, debattiert und lobpreist man lieber über Privatisierung von Schulen, um die Kosten im wahren Kern anderen auferlegen zu können, nämlich den Eltern, und sich somit der Verantwortung ein weiteres Stück zu entziehen. Das ist nicht nur heuchlerisch und paradox, sondern geradezu pervers.
Unter Chancengleichheit versteht man hier: Wer genug Kohle hat ist schneller und besser fertig und der andere kanns ja dann später, wenn er die Kohle und auch die Zeit denn mal hat nachholen. Dumm nur, das man später meist ganz andere Verpflichtungen und Auslagen hat, als in jungen Jahren.
Das ist nicht nur Zeitverschwendung (nachholen heisst nicht automatisch aufholen), sondern schlicht Zweiklassenbildung.
Doch statt Steuergelder zur Abwechslung mal wirklich sinnvoll und gerecht zu investieren, debattiert und lobpreist man lieber über Privatisierung von Schulen, um die Kosten im wahren Kern anderen auferlegen zu können, nämlich den Eltern, und sich somit der Verantwortung ein weiteres Stück zu entziehen. Das ist nicht nur heuchlerisch und paradox, sondern geradezu pervers.
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Unter Chancengleichheit versteht man hier: Wer genug Kohle hat ist schneller und besser fertig und der andere kanns ja dann später, wenn er die Kohle und auch die Zeit denn mal hat nachholen. Dumm nur, das man später meist ganz andere Verpflichtungen und Auslagen hat, als in jungen Jahren.
Das ist nicht nur Zeitverschwendung (nachholen heisst nicht automatisch aufholen), sondern schlicht Zweiklassenbildung.
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da zeigt die Geschichte aber ein ganz anderes Bild:KL0k schrieb:ihr scheint irgendwie dabei ausser acht zu lassen, das unsere frühreife jugend nicht mehr so ist wie die jugend vor 10-30 jahren, die quasi alles mitmacht was man ihr vorsetzt.
Die 68-er Generation (ok. sind ca. 40 Jahre). Aber die waren rebellisch und haben in Deutschland viel bewegt.
Das rebellisch, von dem du hier aber sprichst kann man auch mit egozentrisch, stur, eingebildet, dreist,... umschreiben. Das ist keine rebellsiche Einstellung, die haben einfach kein Benehmen, weil in der Schule alles durchgelassen wird (Schneeball werfen: Schulordnung aabschreiben, jemand anderen schlagen: sich entschuldigen und Schulordnung abschreiben).
OMaOle
Lt. Commander
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Ein zusätzliches Problem entsteht durch die soziale Verarmung und Vereinsamung, die durch das ständige Herumhocken vor Spielkonsolen und PC s zustande kommt. Vielen jungen Menschen fehlt ein Großteil an Bewegung und körperlicher Ausarbeitung, weil sprinten durch die Taste F oder wo auch immer sie liegt hervorgerufen wird. Mein Gott was sind wir vor 30 Jahren (doch schon so lange her) verdreckt und müde am Abend nach Hause gekommen. Da war aber auch ein Großteil der Aggressionen abgebaut und wir konnten nach gesundem Schlaf mit frischer Kraft in die Schule gehen.
OMaOle
OMaOle
@OmaOle
Vereinsamung vorm PC? Das ist wieder eine sehr subjektive Meinung. ich kenn genaug leute, die oft und lange vorm PC sitzen, aber trotzdem ein ausgeprätes Privatleben haben. Auch kann man über Computer mit anderen kommunizieren (Beispiel: Teamspeak, Skype, ICQ,...)
Vereinsamung vorm PC? Das ist wieder eine sehr subjektive Meinung. ich kenn genaug leute, die oft und lange vorm PC sitzen, aber trotzdem ein ausgeprätes Privatleben haben. Auch kann man über Computer mit anderen kommunizieren (Beispiel: Teamspeak, Skype, ICQ,...)
OMaOle
Lt. Commander
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Natürlich ist das meine ganz subjektive Meinung, wie bei allen anderen auch.
Was ich sagen will ist die Tatsache das es zu einem Manko in der nonverbalen Kommunikation der Menschen untereinander kommt, nämlich dem Umgang untereinander von Angesicht zu Angesicht.
Auch dadurch ist das Miteinander in den Schulen gestört weil es zu wenig zum tragen kommt, man ist nicht mehr in der Lage miteinander zu reden, wenn der andere vor einem steht. Sind also wie in Schulen üblich ganze Gruppen von Menschen zusammen kommt es schnell zu Konflikten die schwer beherrschbar sind.
OMaOle
Was ich sagen will ist die Tatsache das es zu einem Manko in der nonverbalen Kommunikation der Menschen untereinander kommt, nämlich dem Umgang untereinander von Angesicht zu Angesicht.
Auch dadurch ist das Miteinander in den Schulen gestört weil es zu wenig zum tragen kommt, man ist nicht mehr in der Lage miteinander zu reden, wenn der andere vor einem steht. Sind also wie in Schulen üblich ganze Gruppen von Menschen zusammen kommt es schnell zu Konflikten die schwer beherrschbar sind.
OMaOle
wobei aber die Frage besteht, ob Gymnasiasten, bei denen es erheblich weniger Auseinandersetzungen auf nonverbaler Weise gibt, als bei Hauptschülern, wirklich weniger Computer spielen.
Wenn dies nämlich nicht so sein sollte fällt deine Theorie (wobei es natürlich auch möglich ist, dass es nur einen evrstärkenden Effekt hat).
Wenn dies nämlich nicht so sein sollte fällt deine Theorie (wobei es natürlich auch möglich ist, dass es nur einen evrstärkenden Effekt hat).
OMaOle
Lt. Commander
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wenn Du unter nonverbaler Kommunkation nur körperlich Gewalt verstehst hast Du sicher recht, nur wäre das zu kurz gedacht.
Guckst Du: http://de.wikipedia.org/wiki/Nonverbale_Kommunikation
OMaOle
Guckst Du: http://de.wikipedia.org/wiki/Nonverbale_Kommunikation
OMaOle
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Na, ob die Kommunikationsformen das Problem sind?
Warum dauert es in vielen Klassen an einem Montagmorgen manchmal bis zum Beginn der ersten große Pause, bevor die Schüler zur Ruhe kommen. Selbst in Grundschulen ist es heute üblich, dass die Schüler in der ersten Stunde erst einmal erzählen sollen, was sie am Wochenende gemacht haben. Bei mehr als 25 Kindern pro Klasse vergeht da auch mehr als eine Stunde. Das bedeutet nichts anderes als Unterrichtsausfall.
Die Kinder kommen also völlig überdreht aus dem Wochenende zurück (z. B. geschiedene Eltern und Event-Weekend mit Papi gehabt oder Dauer-Videokonsum, Dauer-Zocken usw.). Und die Lehrer sind mit dieser Situation völlig überfordert, was ja auch kein Wunder ist.
Mit solchen Kleinigkeiten fängt es doch schon an.
Warum dauert es in vielen Klassen an einem Montagmorgen manchmal bis zum Beginn der ersten große Pause, bevor die Schüler zur Ruhe kommen. Selbst in Grundschulen ist es heute üblich, dass die Schüler in der ersten Stunde erst einmal erzählen sollen, was sie am Wochenende gemacht haben. Bei mehr als 25 Kindern pro Klasse vergeht da auch mehr als eine Stunde. Das bedeutet nichts anderes als Unterrichtsausfall.
Die Kinder kommen also völlig überdreht aus dem Wochenende zurück (z. B. geschiedene Eltern und Event-Weekend mit Papi gehabt oder Dauer-Videokonsum, Dauer-Zocken usw.). Und die Lehrer sind mit dieser Situation völlig überfordert, was ja auch kein Wunder ist.
Mit solchen Kleinigkeiten fängt es doch schon an.
OMaOle
Lt. Commander
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Natürlich ist das nur ein Baustein, da sich die Kinder Heute in der Freizeit nicht mehr sehen, nichts miteinander zu tun haben, müssen sie das erlebte verarbeiten und zwar gemeinsam.
Das geht meist erst in der Schule, vorher sieht man sich nicht mehr und das sind die fehlenden zwischenmenschlichen Beziehungen die der Jugend fehlen und die irgendwie kompensiert werden müssen.
Sicher denke ich da auch noch zu einfach, bin schließlich kein Psychologe aber nur so kann ich s mir erklären.
OMaOle
Das geht meist erst in der Schule, vorher sieht man sich nicht mehr und das sind die fehlenden zwischenmenschlichen Beziehungen die der Jugend fehlen und die irgendwie kompensiert werden müssen.
Sicher denke ich da auch noch zu einfach, bin schließlich kein Psychologe aber nur so kann ich s mir erklären.
OMaOle
Relict
Admiral
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Die Kinder kommen also völlig überdreht aus dem Wochenende zurück (z. B. geschiedene Eltern und Event-Weekend mit Papi gehabt oder Dauer-Videokonsum, Dauer-Zocken usw.). Und die Lehrer sind mit dieser Situation völlig überfordert, was ja auch kein Wunder ist.
Also so richtig kann ich es nicht nachvollziehen, worin da das Problem ggü. früher liegen soll?
Als ich zur Schule ging, gab es weder PC noch Handy. Unternehmungen/Ausflüge am Wochenende gabs allerdings genauso. Vllt. sogar mehr als heutzutage, wo man ja stattdessen vor dem PC, TV oder Handy mehr abhängt. Und zu erzählen am Montagmorgen gabs im Prinzip genausoviel Stoff.
Es gab nur einen Unterschied. Es hat den Lehrer während des Unterrichts schlicht nicht interessiert, hatte bei Störung des Unterrichts oder Unaufmerksamkeit stattdessen Tadel gehagelt. Und hier sind wir wieder beim Kernproblem: Die Lehrer können/dürfen sich nicht durchsetzen. Für den negativ auffälligen Schüler hat es keine oder keine unmittelbaren drastischen Konsequenzen (mehr) für sein Fehlverhalten. Es mangelt also in erster Linie an Disziplinierung und Ordnung. Die Lehrer/Schulen haben keine wirklichen Machtmittel bzw -Werkzeuge mehr. Damit meine ich selbstverständlich nicht den Rohrstock, den hatten sie bei mir auch nicht. Sie hatten dennoch Autorität und Respekt als Lehrer und konnten diesen in den meisten Fällen auch durchsetzen. Mit Mitteln wie zb. Benotung von Disiplin, Mitarbeit, Ordnung und Fleiß, was sich auf den Gesamtdurchschnitt auf dem Zeugnis auswirkte, im schlimmsten Falle mit Schulverweis oder Jugendheim. Aber es war auch so irgendwie mehr Zusammenhalt im Klassenkollektiv, Diszplin und Selbstreflexion vorhanden.
so richtig klar ist mir nicht, was heute anders ist und schief läuft? Probleme gab es früher auch, aber die lösten sich irgendwie reibungsloser und schneller. Wahrscheinlich weil an allen Stellen angesetzt wurde, Schule, Freizeit, Elternhaus. Es war alles irgendwie organisierter, alle miteinbezogen, keiner ausgegrenzt. Es wird wohl einfach viel zu locker in Schulen und Erziehung geworden sein.
Vllt. alles viel zu sehr auf Individualisierung ausgelegt?
Ich bin ja immernoch der Meinung, Heranwachsende brauchen eine starke autoritäre Führung mit Vorbildcharakter, keine antiautoritäre Erziehung (aktuell trifft es wohl "Betreuung" besser ^^) auf gleicher Augenhöhe und Ebene.
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Heute Nacht sendet der SWR eine Dokumentation. Darin geht es zwar nicht um Hauptschulen, sondern um Grundschule in Hamburg-Veddel. Die im Begleittext beschriebenen Probleme machen deutlich, wie schwierig es sein kann, überhaupt vernünftigen Unterricht durchzuführen.
http://www.tvspielfilm.de/programm/tagesprogramm?sendungs_id=11728755
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TheLastOttoman
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keshkau schrieb:Als die Einwanderer in den 60er-Jahren nach Deutschland eingeladen wurden, da bekamen zumindest die Männer auf Anhieb einen Job. Deswegen hat man sie schließlich geholt. Und auch wenn z. B. die Frauen oft zu Hause blieben und kaum Deutsch sprachen, waren die Deutschkenntnisse der Männer und auch der Kinder (Schulbesuch) meist gut.
Eine konsequente Unterstützung durch Sprachkurse hätte uns sehr viele Probleme erspart. Andererseits wurden die ausländischen Schüler von heute doch fast alle in Deutschland geboren. Insofern sollten ausreichende Deutschkenntnisse eigentlich nicht das Problem sein - theoretisch jedenfalls.
Aber wie gesagt, wenn z. B. die Ehefrauen kaum Deutsch sprechen, dann wid auch in der Familie kein Deutsch gesprochen. Und wenn man z. B. als türkische Familie in einem Stadtteil lebt, wo Deutschkenntnisse nicht benötigt werden, um überleben zu können, dann brauchen wir uns nicht wundern, dass wir bereits in der Grundschule Probleme haben.
Kann ich mich nur anschließen. Wobei es bei uns zum glück nicht der fall ist. Selbst die Schulen werden aufgeteilt. Wenns eine Schule ist wo es eh wenige Ausländer gibt hat der neue garkeine Chance reinzukommen. Kath.Kindergarten etc genauso.
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