Was ist an unseren (Haupt-)Schulen los?

Slow1 schrieb:
Gymnasium, realschule und gesamtschule würde völlig reichen.
...
die leute die dann zu dumm für die realschule sind und eine gesamtschule besuchen müssten werden dann von den anderen hoffentlich hochgezogen.

Da hast Du irgendwas nicht ganz verstanden. :)

Die Gesamtschule enthält bzw. ist die Realschule. Sie ist keine zusätzliche Einrichtung.
Das Gymnasium könnte im Prinzip auch/ oder sogar die gleiche Gesamtschule sein, wenn wir fast alles beim alten beliesen.
Oder eben auch erst nach der 10. Klasse "Realschule" überhaupt beginnen, diese darauf aufbauend fortsetzen. Der eine entscheidet (bzw. seine Leistungen) sich dann eben für eine Lehre zum Facharbeiter, ein anderer fürs Abitur und das anschliessend wiederum darauf aufbauende Studium. Der Rest bliebe wie gehabt Volkshochschule/ Abendschule usw. soll ja schliesslich niemanden ein Bildungsweg verwährt bleiben, Chancengleichheit.

Das "Gesamt" an der Sache besagt lediglich etwas über den Betreuungumfang und die Zeiten. Und das es eben alle bis zur 10. Klasse die gleiche Schule/ Schulform besuchen ohne diese jetzige 3-Schulen-Unterteilung in der 4. Klasse.
Leute die von vornherein starke geistige Defizite aufzuweisen haben, kämen in eine Sonderschule/ Hilfsschule mit speziellem Personal und Lehrplan, analog zb. einer Behindertenwerkstatt.
Der widerwillige Rest geht ne Zeit ins Boot-Camp, um dann nach guter Führung wieder in den normalen Schulalltag (Real oder Gym) zurückzukehren.

Edit:
Sorry, jetzt bin ich selber ganz durcheinander gekommen. ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Relict, genau so soll es ja sein das wir alle durcheinander kommen und am Ende alles so bleibt wie es jetzt ist.

Das von Seiten der verantwortlichen Stellen nichts geändert werden soll, wahrscheinlich schon aus Bequemlichkeitsgründen, hat die Sendung gezeigt wo durch "positives Denken" alles herunter gespielt und schön geredet wird.

Ich denke schon das das System der DDR so schlecht nicht war, und Schulen für lernschwache oder hochbegabte Kinder gabs auch da.

Da müsste aber eine ganze Nation Umdenken und das geschieht sicher nicht, eher blühen die Hackstöcke.

OMaOle
 
@OMaOle
Jepp, so sehe ich das eben auch.

Wenn überhaupt mal grössere Reformen, dann wird es wohl eher auf dieses General-Privatisierungsmodell für Schulen (ähnlich "Klein-Holland") und somit Konkurrenzkampf hinauslaufen. Wen wunderts? Man will sich schliesslich auch individuell abgrenzen, daher wohl nix DDR-System, aus Prinzip schon nicht. ;)

Doch bei dem Privatmodell bin ich skeptisch. Nun, Schulen sind ansich ja kein wirklich direkt ertragreiches Gewerbe. Staatliche Bildung sollte dies auch nicht beinhalten, sondern Bildungsqualität überall für jedermann zu gleichen Konditionen uneingeschränkt bereitstellen. Leistung, nicht individuelle Finanzkraft sollten da im Vordergrund stehen.
Auch jetzt bekommen staatliche Schulen ihre zugeteilten finanziellen Mittel. Und auch jetzt schon wählen Eltern oft die Schule aus oder zahlen an Privatschulen sogar teils horrende Summen, zunehmend einfach aus Not und Mangel an Alternativen unfreiwillig freiwillig.
Doch was soll denn durch Privatisierung an weiterem Wettbewerb groß entstehen, wenn der Staat in seine privatisierten Schulen finanziell und bestimmend eingreift? Wer zahlt, stellt nunmal auch Bedingungen und Forderungen.
Woher soll denn überhaupt vom Staat auf einmal das Mehr an Geldern herkommen, wenn kaum die aktuellen Mittel zur Grundversorgung im aktuellen Bildungssektor reichen? Daran mangelt es doch, nicht am fehlenden Wettbewerb und folglich Privatisierung. Wettbewerb bzw Qualitätserhalt- und Kontrolle kann auch anders stattfinden, ohne Privatisierung. Ich sehe da überwiegend nur Nachteile. Hier macht man es sich etwas zu einfach.
Oder will man es den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen? Haben wir ja leider schon an den Unis. Soll das etwa ein Fortschritt für unsere Gesellschaft und den Sozialstaat sein?

Jedenfalls am Ende setzen sich dann doch wieder die "besseren" Schulen in besseren Lagen durch. Die haben aber auch keine unbegrenzten Kapazitäten. Wohingegen andere Schulen in schwierigen Brennpunkten mit Überkapazitäten und ganz anderen Problemen zu kämpfen haben. Oder aus Wettbewerbs- oder Finanzgründen (Leerstand) die Qualität nicht halten könnten und gar wieder schließen? Das Chaos möchte ich mir garnicht ausmalen.
Das Ende der Geschichte läuft dann wieder auf viele nachwievor bestehende Probleme hinaus und noch dazu weiterhin auf Zweiklassenbildung, die man ja ursächlich hoffentlich eindämmen wollte?

Die grundlegenden Probleme würden auch damit keinesfalls beseitigt. Da bedarf es zuvor noch vieler, ganz anderer Hebel. Da wäre es erstmal angebracht das Überflüssige (zb. Hauptschulen) abzuschaffen und sich alsbald an die Arbeit - Bildungspolitik auf Bundesebene legen, rechtliche Änderungen bzw. Kompetenzneuverteilungen, Verstärkung des erzieherischen Aspektes, Lehrplan, Kapazitätenerhöhung, Schulordnung usw. zu machen. Hatten wir hier ja schon alles aufgeführt. Privatisierung kann man bedenkenlos ganz hinten anstellen. Es gibt momentan dringlicheres.
 
Zuletzt bearbeitet:
so, dann geb ich auch mal meinen Senf dazu. Ich habe jetzt nicht alle eure Beiträge gelesen, war mir zu viel, aber den Anfang und einige weiter habe ich überflogen.

Meiner Meinung nach läuft im Deutschen Schulsystem einiges falsch. Von der 6. bis zur 8. Klasse war ich ein relativ schlechter Hauptschüler. Wir waren zweitweise 34 Leute in der Klasse, ein Großteil davon hatte einfach keinen Bock auf Schule und hat so durch stören im Unterricht die gesamte Klasse vom Lernen abgehalten. Daher denke ich sollte man Klassen so zusammensetzen, dass die die keinen Bock haben in einer Klasse landen und die die lernen wollen in andere Klassen kommen.

Außerdem sollte man die Größe der Klassen verkleinern. Zur Zeit Besuche ich eine Schule für Blinde und Sehbehinderte und wir haben Klassenstärken von 6 bis 12 Schülern je Klasse. In solchen Klassen ist das Klima wesentlich

Z.B. beim Thema Hausaufgaben. In einer Klasse mit 34 Leuten keine Hausaufgaben zu machen ist nicht schlimm, da es bei uns so war das mindestens 10 weitere sie nicht hatten und es keinen Lehrer gejuckt hat. Bei 10 Leuten in einer Klasse wie bei mir im Moment traut sich kaum einer mal ohne Hausis zu kommen weil er genau weiß wie peinlich das wird wenn man als einziger keine Hausis hat.

Außerdem kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass man ziemlich schnell untergeht in großen Klassen. wenn man nicht mitkommt, sich nicht mündlich beteiligt usw. interessiert das keinen Lehrer und man geht einfach unter. In kleinen Klassen passiert sowas garantiert nicht.

Ich denke mit diesem Punkt würde man schon viel verbessern. Es gibt da natürlich noch viele andere Scahen, aber ein Großteil hängt davon meiner Meinung nach auch an den Lehrern die zu wenig durchgreifen und den Unterricht oft zu locker sehen.
 
wieso sollte das jemandem peinlich sein?
das wird die genauso wenig interessieren wenn da noch weniger als 10 inner klasse wären..
mich hats früher bei maximal 16-18 leuten inner klasse schon nich gestört und ich hab im prinzip nie welche gemacht, nur für arbeiten gelernt maximal, aber das wars. meiner meinung nach sind hausaufgaben eh für den arsch, denn das ist nichts weiter als sich das was man gelernt hat immer und immer wieder durch wiederholungen zu verinnerlichen. aber wenn einer den stoff eh schon nich kapiert hat, bringts auch nich irgendwelche hausaufgaben zu machen. und an dem punkt geben sich die probleme die klinke in die hand, denn die kiddies haben da nichma bock zu und die lehrer könnens ihnen nich vermitteln, was aber auch kein wunder is, da man da lauter zeugs eingeprügelt kriegt was man nie im leben braucht. oder will mir einer erzählen das er die ganzen geometrieformeln wie die binomische etc brauch wenner irgendwo als lagerist ode kfz-schrauber endet.

das komplette schulsystem gehört reformiert und an die individualität des einzelnen angepasst. und nicht andersrum. das ist nichts anderes als engstirnig. und abgesehen davon, lernen soll spaß machen, denn sonst ändert sich eh nie was.
 
Soll das deutsche Schulsystem denn Millionen ungelernte Lagerarbeiter und KFZ Freaks und bzw. (der Rest) Versager hervorbringen? Es gibt tatsächlich viele Schüler die schon heute unterfordert sind, leider werden fast nur die gefördert, die in allem überragend sind und nicht auch welche, die in 1-3 Fächern überdurchschnittlich sind.

Hausaufgaben sind dazu da es zu verinnerlichen, ja. Aber auch wenn man es noch nicht (so gut) kann es zu verbessern, es von anderen Standpunkten zu lernen. Genau da sollten auch Eltern helfen oder ältere Geschwister, die zusammen die Hausaufgaben machen und durch ihren Austausch beide was lernen. Das setzt da an wo der Lehrer aufhört - der ist auch nur ein Mensch und kann nur 2-3 Herangehensweisen abdecken (wenn er sich engagiert), liegt in seinem Lebensweg welche das sind, wenn diese aber nicht zum eigenen Stil passen, um es zu verstehen, so gibt es eben Nachhilfe, oder Freunde etc.
Aber sich nicht mal zu bemühen es wenigstens zu versuchen, sondern einfach zu behaupten man könne es nicht und werde es auch nie können, ist einfach nur schwach. Vielleicht auch ein Grund warum einige dieser Schüler sich auch in anderen Lebensbereichen eher lautstark hervortuen!?

Wenn man im Lehrer aber schon zu Beginn einen Feind sehen will, wie in der Schule meist auch, dann kann der man dem Lehrer wohl kaum einen Vorwurf machen. Ich fand es jedenfalls immer cool wie locker die Lehrer bei Ausflügen, Klassenfahrten oder auch bei freiwilligen Aktivitäten abends immer waren - selbst die sonst so strengen.
 
> Soll das deutsche Schulsystem denn Millionen ungelernte Lagerarbeiter und KFZ Freaks und
> bzw. (der Rest) Versager hervorbringen? Es gibt tatsächlich viele Schüler die schon heute
> unterfordert sind, leider werden fast nur die gefördert, die in allem überragend sind und
> nicht auch welche, die in 1-3 Fächern überdurchschnittlich sind.

so wie du das schreibst klingt es fast so als bräuchte man diese berufe nicht und man wäre ein totalversager wenn man so einen job ausübt.. zumindest wirkt es so wie du es geschrieben hast n bisschen.

und unterfordert.. ich weiss nich.. ich bin vonner hauptschule, aber aus ner andern generation, und da wars schon ziemlich chaotisch, weil der stoff so dermaßen trocken war das wir uns zu tode gelangweilt haben und anfingen scheisse zu labern und zu bauen..
und wenn man sich heutzutage ansieht das nichtmal "deutsche" richtig ihr eigene muttersprache können, geschweige denn fehlerfrei irgendwas lesen, sagt mit das nicht grade das die unterfordert sind.

> Aber sich nicht mal zu bemühen es wenigstens zu versuchen, sondern einfach zu
> behaupten man könne es nicht und werde es auch nie können, ist einfach nur schwach.
> Vielleicht auch ein Grund warum einige dieser Schüler sich auch in anderen
> Lebensbereichen eher lautstark hervortuen!?

das is auch so n punkt.. ich glaub du kommst aus ner ganz andern schicht und kannst das überhaupt nich nachvollziehen.. da spielt immernoch der druck des umfelds ne rolle.. wenn man schwächen zeigt, ist man angreifbar (schönes resultat unserer ellbogen gesellschaft!)und wer will das schon sein, man will ja nicht sein gesicht verlieren, man blockt einfach ab und sagt "kann ich nich, fertig", und wenn alle andern das auch nich machen, warum soll man sich dann die blöße geben? das sorgt allenfalls für gelächter.
und unter solchen vorraussetzungen isses überhaupt nicht möglich, bzw. wird nicht in betracht gezogen. und das geht dann hand in hand mit meinen oben genannten ideen, das man das schulsystem lockern sollte und individueller gestaltbar.
im moment ist das schulsystem doch für viele ne "lästige pflicht wo einen andere zu zwingen", wobei sie im hinterkopf schon seit kindesbeinen stehen haben "aus mir wird doch später eh nichts, wozu anstrengen?, komm hier eh nich weg oder raus (vielleicht will ich das auch gar nich etc.)" etc etc etc..

wenn du diese denkstrukturen erstmal so mitbekommst, merkst du auch das das problem ganz woanders liegt ^^

und da hilft dann so eine idee wie "mit den eltern zusammen hausaufgaben machen" auch nichts.. die kriegen doch heutzutage sachen beigebracht die erwachsene überhaupt nich blicken.. und das schon bei grundschulaufgaben.. haben wir doch alle schön bei RTL sehen können, wo kinder gegen erwachsene angetreten sind, wie blamabel da erwachsene abgeschnitten haben.. und die sollen dann irgendwem was beibringen? die müssten dann doch erstmal selber nochmal die schulbank drücken, damit sie die aufgaben überhaupt begreifen.
 
Jetzt frag dich mal warum die Gymnasien so schlecht geworden sind, seit der Pisa Studie haben die Lehrer der Hauptschulen druck von oben bekommen und lassen ihre Schüler die nicht so schlecht sind oder Mittelmäßig den A Abschluss machen damit sie auf ein Gymnasium kommen um dort ihr Abi zu machen. Du kannst aus Sch... kein Gold machen (ok Bohlen schon). Die Schüler die nicht so gut sind und von einer Hauptschule kommen, kommen niemals an den Leistungstand eines Gymnasiasten, der seit 5 Jahren ein Bildungsniveu aufweist, heran das ist nunmal fakt. Ich habe schon oft erlebt wie aus ner 5 ne 4 wurde und diese zur Eintrittskarte für ein Gymnasium geworden ist. Und das ist nicht nur unfair sondern eine riesen sauerei, wenn man bedenkt das ein unqualifizierter und sozial unfähiger Mensch in eine Gemeinschaft kommt und den Klassenschnitt und die Arbeitsmoral der Gymnasiasten auf eine neue Nullebene bringt.

Die Hauptschulen sollten weiter bestehen der Staat sollte bei der Erziehung von schweren Fällen maßgeblich und streng eingreifen (Kommunistische Art ich weiß aber anders funzt es ja nicht mehr)

Strafen sollten generell sowohl in der Schule als auch draußen strenger ausfallen

Leherer müssen qualifizierten Nachschulungsunterricht in Sachen Pädagogik nehmen

Mehr Geld in Bildung anstatt in Politk stecken
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal abgesehen davon, das Du sicher Realschüler und keine Hauptschüler meinst, bin ich doch der Meinung das die keine Sch... sind die in die Oberklasse der über intelligenten Gymnasiasten einbrechen wollen. Und wenn wir schon dabei sind, nicht alle Gymnasiasten sind Gold auch wenn sie glänzen.

Der Realschüler hat es sicher schwerer, sich im Gymi zurechtzufinden als jemand der dort schon länger lernt, dafür weiß der Realschüler aber genau was er will und für das Niveau des Unterrichtes ist er wohl auch nicht das alleinige Kriterium. Da gibt es noch Mitschüler , Lehrer und nicht zu vergessen die örtlichen Gegebenheiten die auch nicht immer vom besten sind.

In den anderen Punkten gebe ich Dir durchaus Recht.

OMaOle
 
nene ich meine Hauptschüler die könne nach der 10 ten Klasse zu einem Gymnasium wechseln natürlich gebe ich dir Recht das nicht alle so sind es gibt natürlich auch schwarze Schafe in den Gymnasien und natürlich gibt es auch anständige Hauptschüler nur das Problem ist das es die mehrheit ist. DEr überwiegende Teil der Hauptschüler sind halt in einem Pfuhl der Erziehungslosigkeit, Perspektivlosigkeit und manchmal der Gewalt aufgewachsen und um diese Elemente sollte man sich näher beschäftigen. Die die es wollen schaffen es auch und das sollte auch gefördert werden das ist wie ein zwei Frontenkrieg und man muss sich um alles gleichzeitig beschäftigen...
 
Jaja, das Schulsystem. Ich habe wirklich so meine Probleme damit, mich da festzulegen, was für ein System gut oder besser wäre.

Nehmen wir mal das kanadische System. Schneidet ja immer wieder sehr gut ab. Die haben recht lange Grundschule, glaube 6-7 Jahre je nach Staat. Sitzen bleiben kann man soweit ich mich erinnere sogar erst ab der 10. Klasse.

Nun finde ich dieses System auf dem Papier, genauso wie Gesamtschulen, zu kommunistisch. Ich war auf dem Gymnasium ehrlich froh, dass wir im Gegensatz selbst zur Realschule gegenüber nie Probleme mit Gewalt oder so hatten. Jedenfalls nicht mehr seit ca. der 7.-8. Klasse, weil ab da diese Leute runter waren.

Andererseits habe ich persönlich sehr negative Erfahrungen mit unserem System des "sitzen bleibens" gemacht. Obwohl das erst ab der 10. Klasse war, also in Kanada womöglich auch nicht viel besser gelaufen wäre. Ein knappes halbes Jahr nach dem rätselhaften Tod meines Vaters mit einer Plastiktüte über dem Kopf zwei Tage vor einem Termin beim Notar bezüglich Testament, der offiziell ohne genauere Obduktion als Sex-Unfall angesehen wurde, bin ich zum ersten mal sitzen geblieben. Das hat mir geschadet, weil ich zu dieser Zeit ohnehin psychisch durch den ganzen Mist in der Familie (Zoff vor Gericht mit der russischen neuen Frau meines nun toten Vaters, plötzlich tauchten dubiose Darlehen von irgendwelchen russischen Verwandten auf und es hieß, vom saftigen Manager-Gehalt meines Vaters seien keine Ersparnisse da) ziemlich angeschlagen war. Habe mich in der Zeit sehr zurückgezogen, in die neue Stufe konnte ich mich daher nur bedingt integrieren. Das wurde von den tollen Pädagogen unserer Schule dann so gedeutet, dass ich nicht motiviert sei. Ich wurde dann also auch noch von mehreren Lehrern angefeindet, eine Referendarin hat sogar in der Parallelklasse auf einem Ausflug offen getönt, ich sei ein Ignorant und "gehöre abgeschossen" (schönen Gruß an K. T****, die heute meines Wissens nach in Bayern lehrt). Am Ende musste ich dann auch noch die 11. Klasse wiederholen. In die neue Stufe habe ich mich dann fast gar nicht mehr integriert, habe mich aber immerhin noch bis in die 13 gequält, bis ich die Schule dann geschmissen habe, da ich immer depressiver wurde.
(Anm: Ich hatte schriftlich nie wirklich Probleme, mir hat lediglich das Mündliche alles versaut, da ich in der Phase aus genannten Gründen sehr in mich gekehrt war)

Tja, das sind meine Erfahrungen. Also so wie es jetzt ist, ist es Mist.

Es müsste eine viel bessere Betreuung geben, kompetentere Lehrer und den Unterricht sollte man viel interessanter gestalten. Warum gibt es nicht z.B. wöchentliche Vorträge von Leuten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Industrie in den Aulas - zumindest an Gymnasien?

Ich weiss noch genau als wir einmal so einen Tag hatten, wo jemand bei uns in der Klasse einen Vortrag über seine Arbeit als Chef einer Werbeagentur gehalten hat. Das war einfach klasse, wie der das rüber bringen konnte. Als der Gong nach 45min. los ging hat nicht einer den Raum verlassen. Und als der Typ nach ca. einer Stunde fertig erzählt hatte hat es noch ein paar Minuten gedauert, bis die Leute den Raum verlassen haben. Das war wirklich beeindruckend. Daher sollte man sowas mal (viel) öfters machen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Name der Referendarin unkenntlich gemacht)
Ich finde die an der verteilung auf haupt real und gymi nach der grund schule sollte verbessert werden. es kann ja nicht sein das die hauptschule nurnoch aus ausländern und lehrnbehinderten besteht. vor 50 jahren war jeder 2 in der hauptschule. warum ist das heute so anderst?
und in meiner grundschul klasse warden von 19 vll 5 fürs gymi empholen und 10 leute die für real empholen wurdne gingen dann mit mir auf gymi (ich meine viel davon haben jetzt bessere noten als ich xD) aber inteligenz ist halt was anderes
 
Naja heute schicken viele Eltern Kinder mit Realschulempfehlung aufs Gym. und mit Hauptschulempfehlung auf die Realschule. Mithilfe von Nachhilfe und lange Nächten mit Lernen schaffen es ja auch einige auf diesen Schulen ohne Empfehlung. Aber viele Eltern können sich keine Nachhilfe für ihre Kinder leisten und lassen diese dann auf die Hauptschule gehen. Dadurch sinkt, wie ich finde doch auch ein bisschen das niveau der anderen Schulformen.
 
Ja und gerade weil die Hauptschule heute diese Klischee hat, versuchen denke ich mal die meisten Eltern, ihre Kinder mindestens auf die Realschule zu schicken.
 
Das 3-Wege Schulsystem

Zur Zeit besteht das Schulsystem ja, wie jeer weiß aus Gymnasium, Realschle und Hauptschule (natürlich gibt es auch Randerscheinungen, wie Waldorfschulen, Gesamtschulen oder Hochbegabtenschulen, die aber ebenfalls einen der Abschlüsse ausstellen).
Was haltet ihr von der derzeitigen Regelung? Wie würdet ihr es machen? Warum meint ihr das?
 
AW: Das 3-Wege Schulsystem

Für den Fall der Hauptschulen haben wir hier neulich festgestellt, dass sie in ihrer derzeitigen Form wohl keine Zukunft haben. Zwar gibt es Hauptschulen, die ganz ordentlich funktionieren, aber gerade in Großstädten sind die Zustände oftmals kaum noch haltbar.

https://www.computerbase.de/forum/threads/was-ist-an-unseren-haupt-schulen-los.297085/

Die Ursachen für die Missstände liegen aber nicht an dem Titel "Hauptschule", sondern an der Klientel, die dorthin abgeschoben wird.
 
AW: Das 3-Wege Schulsystem

Aber sollte man deshalb die Hauptschule abschaffen und die Kinder mit in die Realschule schicken?
Ich finde nciht, da dadurch die durchschnittliche Leistung in den Realschulen abnehmen würde, da die Leistungsdifferenzen noch größer würden und gute Schüler durch schlechte ausgebremst würden. Ntürlich gibt es auch an Hauptschulen intelligente und an Realschulen dumme Kinder, aber ich gehe jetzt mal von der Mehrheit aus.
 
AW: Das 3-Wege Schulsystem

Beispiel 1: Berlin-Reinickendorf
246.100 Einwohner
Bevölkerungsdichte (Einw. pro Quadrat-km): 2.751
Ausländeranteil 8,9 Prozent
Ausländeranteil an allgemein bildenden Schulen: 11 Prozent

Sozialhilfeeempfänger pro 1.000 Einwohner: 76
Wohngeldempfänger je 1.000 Privathaushalte: 127
Mittleres monatliches Haushaltseinkokmmen: 1.700 Euro


Beispiel 2: Berlin Mitte
320.700 Einwohner
Bevölkerungsdichte (Einw. pro Quadrat-km): 8.125
Ausländeranteil 27,1 Prozent
Ausländeranteil an allgemein bildenden Schulen: 39,2 Prozent

Sozialhilfeeempfänger pro 1.000 Einwohner: 132
Wohngeldempfänger je 1.000 Privathaushalte: 179
Mittleres monatliches Haushaltseinkokmmen: 1.275 Euro

Die Ausgangssituation ist für die Schüler in Berlin Mitte ungleich schlechter als für die in Berlin Reinickendorf. Was das konkret bedeutet, veranschaulicht ein Artikel des CVJM Ludwigsburg. Am Beispiel der Justinus-Kerner-Hauptschule wird erläutert, welchen Schwierigkeiten die Schüler im Einzugsbereich dieser Schule konkret ausgesetzt sind.

http://www.cvjm-ludwigsburg.de/index.php?id=47

- Sprachprobleme der Migrantenjugendlichen und daraus resultierender schulischer Misserfolg
- unterdurchschnittliche Einkommen (Arbeitslosigkeit, Sucht, Gewalt)
- viele Kinder bleiben sich weitgehend selbst überlassen
- Innenstadtlage schränkt Freizeit- und Bewegungsmöglichkeiten ein
- Langeweile fördert auffälliges Verhalten (Diebstähle, Pöbeleien)
- höhere Anfälligkeit für Drogen

Ich würde daraus schließen, dass sich die jeweiligen gesellschaftlichen Zustände lediglich in den schulischen Verhältnissen widerspiegeln. Eine Schule kann nicht gesunden, solange ihr Umfeld todkrank ist.
 
AW: Das 3-Wege Schulsystem

Das dreigliedrige Schulsystem ist höchst unsozial und ungerecht.

Die NRW-SPD hat auf ihrem Landesparteitag letzte Woche in ihrem Bildungsprogramm festgesetzt, eine Reform dessen anzustreben. Die Alternative heißt Gemeinschaftsschule.
Mehr dazu ->hier.

Das komplette Bildungsprogramm ist hier zu finden.
 
Zurück
Oben