Was passiert mit der ISS und der Erschließung des Weltraums?

Herr v. Braun als lebende Schnittstelle zwischen Raumfahrt und so einer komischen wie kurzweiligen und farblich korrespondierenden Politikstratgie ist schon längere Zeit Geschichte, also BTT bitte!

Derzeit stehen die beiden verbleibenden Shuttles auf ihren Rampen, eins fliegt zu Hubble, das andere steht als Backup bereit und fliegt, sollte es auf einen Rettungseinsatz verzichten können, danach zur ISS. Sofern die ollen Flugbüchsen nicht noch einen Zwischenfall haben, ist zumindest der Ausbau der ISS halbwegs gesichert. Auch wenn die NASA gerade mächtig Bauchschmerzen hat, sich 5 Jahre lang auf Sojus-Flüge verlassen zu müssen. Mal gucken, was Osa....äh....Obama dazu sagt.

Derweil basteln wohl die Japaner weiter an Nanotubes, mit denen zumindest theoretisch eine Kabelverbindung zwischen einer Bodenstation und einem geostationärem Satelliten denkbar wäre. Lift me up, Scotty!
 
Kann man die ISS eigentlich vom Boden hier aus sehen?
 
Eig machen die USA das unproduktivste was überhaupt geht. Sie verwehren den Wettbewerb. Es gitb ja nr die NASA und andere Firmen, die da mitmischen wollen werden mit Aufträgen unterboten, obwohl die NASA teilweise doppelt so teuer produziert. Nur die Steuer der US Bürger sei dank können die die Preise unten halten
 
Nun, an der Stelle sollte man nicht vergesen,dass die NASA zahlreiche hochsensible Militäraufträge hat. Hiefür ist natürlich ein gewisser Sicherheitsaufwand notwendig, den du nicht auf jede beliebige Firma übertragen kannst.

Ich persönlich denke, dass das ein wesentlicher Grund für diese Politik ist.
 
Wenn Boeing, Lockheed Martin und McDonnel Douglas die Kampfflugzeuge herstellen, Raytheon und diverse andere die Waffen dafür, dann sind da auch militätische Geheimnisse involviert, warum sollen solche privaten Firmen dann nicht auch den Weltraum-Kram machen können.
 
Jap, das ist ein durchaus triftiges Argument. Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass die NASA wirklich ALLES alleine herstellt.
Ich habe da meine Zweifel, aber möglich ist es. Schlicht gesagt: Ich weiß es nicht, aber was sollte sonst der Grund sein für die "Alleinstellung" der NASA?
 
Die Weltraumprojekte sind vorrangig Staatsinteressen.
So langsam können auch Privatunternehmen dort mitmischen; finanziell, als auch technologisch gesehen.

Ein weiterer Grund wird die Ausmusterung der Shuttles im Jahr 2010 sein.
Die Ressourcen werden dann benötigt, um deren Nachfolger zu entwickeln und in Dienst zustellen.

Weiterhin hat die NASA nicht nur Privataufträge, sondern auch viele militärische.
Wer weiß, wie viele Hubble-Teleskope auf die Erde blicken und nicht ins All. ;)
Militärsatelliten werden immer benötigt und da würde ich als Staat die Starts und Entwicklung nicht aus den Augen lassen.
Die vergebenen Aufträge für den Bau unterliegen bestimmt höchster Geheimhaltung. ;)
 
mir geht die entwicklung in der raumfahrt viel zu langsam. wenn man bedenkt wie lange wir schon auf verbrennungstechniken ausruhen (der wirtschaft sei dank *ironie off*), könnten wir auch in punkto raumfahrt schon viel weiter sein, eben durch die praxis-erfahrungen mit anderen techniken. die stufenraketen gibts doch auch schon seit der ersten mondlandung, die spaceshuttles haben auch schon jahrzehnte aufm buckel. und so zieht sich das weiter..

ich hab als kind mal gehofft, das ich irgendwann wenn ich älter bin, selbst mal irgendwo n trip ins all buchen könnte. aber diesen kindheitstraum kann ich mir wohl abschminken, da die herren sich nicht wirklich gebündelt ans werk machen und jeder an seinen scheiss profit denkt.

und das geht mir geschichtlich gesehen seit ich denken kann extrem auf den keks. wir haben uns doch abseits der mitlerweile möglichen techniken kaum weiterentwickelt, bzw. brauchen für diese entwicklung extrem lange. selbst unsere alten kulturen wie die perser, ägypter und wie sie alle hießen, waren doch schon ähnlich organisiert. hätte man dieses kulturgut bewahren können, wer weiss wo wir heute wären..

ich sags immer wieder und auch hier nochmal gern: wir stellen uns mit unserem geld selbst ein bein in der entwicklung und killen uns eher selbst und beuten den planeten aus bis er aussieht wie der mars (was nicht mehr lang hin ist, wenn ich mir die klimaveränderungen ansehe und die neuen prognosen), als das wir uns frei entfalten.
 
Ja Kl0k, das Problem ist halt, dass da oben keine Asteroiden voller Gold und Platin herumschwirren, sondern wirklich gar nichts zu holen ist. Gemessen an der Innovationsfähigkeit von Privatunternehmen ist ein Staat steht ein Staat wirklich still und das regt mich auch auf.
Ich könnte mir vorstellen, dass eine riesige Raumstation für 500 Besucher gleichzeitig für 15000€ für eine Übernachtung ein Renner wäre. Und schon braucht der Hotelbetreiber ein geeignetes Transportmittel...

Erst wenn die Rohstoffe hier ausgeschlachtet sind, geht's weiter. Das war schon früher immer so.
 
KL0k schrieb:
mir geht die entwicklung in der raumfahrt viel zu langsam. wenn man bedenkt wie lange wir schon auf verbrennungstechniken ausruhen (der wirtschaft sei dank *ironie off*), könnten wir auch in punkto raumfahrt schon viel weiter sein, eben durch die praxis-erfahrungen mit anderen techniken. die stufenraketen gibts doch auch schon seit der ersten mondlandung, die spaceshuttles haben auch schon jahrzehnte aufm buckel. und so zieht sich das weiter..
Was wäre denn eine Alternative um die Frachten ins All zu befördern?

Wenn ich mir die Entwicklung so ansehe, dann sehe ich was anderes.
Wir haben vor gut 100 Jahren mit dem Fliegen begonnen und seit 1947 können wir mit Überschall durch die Gegend gurken und
seit 1969 zum Mond fliegen.
Ok, das war bzw. ist nur wenigen Piloten gegönnt gewesen...

Vor rd. 65 Jahren flogen die Vorläufer der heutigen Weltraumraketen gen London,
12 Jahre später der erste Satellit und 4 Jahre danach der erste Mensch ins All, 8 Jahre später betrat der erste Mensch den Mond.

An Hyperschall-Triebwerken wird entwickelt, die Ionen-Antriebe wurden erfolgreich in Satelliten (Deep Space 1) eingesetzt.

In meinen Augen haben wir in den letzten 100 Jahren recht große technische Fortschritte gemacht.



Der Antrieb mit Verbrennungsmotoren/Raketentriebwerken ist nicht die Zukunft, keine Frage.
Aber es gibt momentan keine andere Möglichkeiten die Erde zu verlassen.
Da gibt es nichts greifbares z.Zt.
Wir könnten nicht mal mit der heutigen Antriebstechnik unser Sonnensystem verlassen.
Denn...
...ist man dann erstmal 'Oben', langt ein Raketentriebwerk auch nur zum Aufbau einer gewissen Anfangsgeschwindigkeit.
Um die Cassini-Huygens Sonde zum Saturn zu schicken, wurden einige Swing-by Manöver benutzt.
Eine techn. Glanzleistung in meinen Augen...

Einen "Warp-Antrieb" wird es aller Voraussicht nach nicht (so schnell) geben.
Also bleibt uns nur die Weiterentwicklung der bestehenden Technik übrig.
Und das dauert halt seine Zeit.
Die Entwicklung geht nicht von heut auf morgen, kostet ein Heiden Geld, Know How und Manpower.
Weiterhin kostet die Planung von Missionen viel, sehr viel Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur zu der Theorie mit dem Weltraumreisen:

Es hat knapp 100 Jahre gedauert, bis sich die Hälfte der Menschen einen fahrbahren Untersatz leisten konnte. Es dauert mehr als 100 Jahre bis es alle können, bis Fahren wirklich sicher und umweltfreundlich wird.

Bis wir Ressourcen vom Mars oder Mond abbauen, wird es leider sicher noch über 300 Jahre dauern.

Nicht das wir nicht könnten, Fortschritt ist nicht mehr gewollt. Zuviel wichtige Menschen wissen, dass Wissen, Fortschritt und Ökologisches Handeln ihre Macht einschränkt. Daher entwickelt man lieber neue Waffen, zettelt neue Kriege an und legt dem Fortschrit damit Steine in dem Weg.

Würden wir eine durch und durch zivilisierte Kultur sein, dann würden wir solche Unternehmungen mit Sicherheit in 60 - 100 Jahren realisieren können.

Edit:

@-osi- Es gibt bereits den Ionenantrieb, welcher unglaublich hohe Geschwindigkeiten erlaubt. Aber auch hier fehlt es an Budget und massive Entwicklungsunterstützung. Daher wird auch diese Weiterentwicklung mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Odium schrieb:
Ja Kl0k, das Problem ist halt, dass da oben keine Asteroiden voller Gold und Platin herumschwirren, sondern wirklich gar nichts zu holen ist.

ganz ehrlich? das weiss doch keiner wirklich. wer weiss, was da unter irgendwelchen fels oder eisschichten an rohstoffen lagert. unser wissen beruht auf oberflächengesteinproben und dem schauen durchs teleskop.
die erze auf diesem planeten sind doch auch nicht einfach so aus dem nichts entstanden. bei zig trilliarden systemen, wird wohl irgendwo was ähnlich interessantes oder wertvolles zu finden sein. vielleicht sogar im asteoridengürtel der um unser system rumschwirrt oder auf einem der trabanten unserer planeten oder oder oder.
das wird man aber nicht rauskriegen, wenn man hier rumsitzt und den ofen anmacht (symbolisch gesprochen).

@ -osi-
schöne auflistung - ist einies drin, was ich vergessen oder verdrängt hatte, aber überleg allein mal wie lange schon alternativ-antriebe für unsere fahrzeuge in irgendwelchen schubladen stecken. und was n-rg da anspricht mit dem ionenantrieb, ist im prinzip das selbe in grün. man ruht sich lieber auf bestehenden techniken aus, weil sonst welche befürchten würden, man geht ihnen ans portmonaie und das darf ja nich sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
@N-rG:
Dein Post liest sich so, als ob in 10 Jahren weltweit der Strom, im Namen der Machterhaltung, abgeschaltet wird.
 
Dann hast du falsch interpretiert. Nirgens schrieb ich, dass vorhandene Produkte und Dienstleistungen vom Markt genommen werden.

btw. Es gibt immer noch eine große Zahl von Menschen auf dieser Erde, die keinen Strom, Heizung oder fließend Wasser haben. Es werden btw. auch immer mehr, die diese Leistungen nicht mehr bezahlen können, da massig Profitgier dahinter steht. Diese These kannst du bequem über google nachrecherchieren. Vor kurzem wurde übrigens ein neues Gaskartell gegründet.

Um es deutlich zu nennen, was ich oben meinte:

Fortschritt ist vorhanden und kann (jedenfall die Evolution) nicht gestoppt werden. Aber die Menschen könnten noch viel viel schneller und besser, wenn das Wesen nicht so wäre wie es ist. (status Gegenwart)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Wesen des Menschen wird immer irgendwie eine Behinderung darstellen.
War schon immer so und wird immer so sein.
Das Mittelalter war so eine Zeit, in der alles gehemmt wurde.
Nur sollte sich die Diskussion nicht darauf versteifen diese Wirren unseres Wesens zu behandeln.

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Machen wir uns doch nichts vor.
Im Prinzip ist die heutige Weltraumtechnologie doch ein "Abfallprodukt" der militärischen Rüstung.
Was sind die meisten Astronauten/Kosmonauten und jetzt auch Teikonauten ?
Sie sind beim Militär.
Komisch ? ;)

Wer weiß, vllt. ist ein wirksames Abwehrsystem gegen 'Beschuss aus dem All' ein weiteres "Abfallprodukt" der Raketenschutzschild-Entwicklung...?


Die Entwicklung wird immer mit entsprechenden Geldmengen verbunden sein.
Diese Forschungen kann sich nicht jeder/jedes Land leisten und das wird sich so schnell auch nicht ändern.
Hochtechnologie hat ihren Preis.
 
Richtig. Wir sind uns auch völlig einig, bloß wohl nicht in der Formulierung ;-)

Ich selber wünsche mir von der Erschließung des Weltraums mehr Frieden und Freiheiten, damit jede Kultur sich entwickeln kann, ohne dabei unterdrückt zu werden. Das werden wir aber wohl nicht erleben.

Wer weiß, evtl. bringt ja schon das LHC neue Erkenntnisse, welche man auch für die Weltraumforschung nutzen kann. (Umwandlung von Materie, wie diese Teile von Star-Trek, die immer Nahrung produzieren)
 
Ja Kl0k, das Problem ist halt, dass da oben keine Asteroiden voller Gold und Platin herumschwirren

Mooment, ich habe jetzt nicht alle folgende posts dazu gelesen, aber es gibt durchaus viel im All zu holen.
Gerade Gold und spezielles Helium, welches vermutlich bald für Fusoinsreaktoren unerlässlich sein wird gibt es durchaus im All (und teilweise NUR im All. Gerade dieses Helium oder aber Iridium!) . Das Problem ist halt nur, dass es momentan noch viel billiger ist es auf der Erde zu fördern als auf dem Mond, Mars oder Kometen oder wo auch immer.

Auch finde ich, dass Forschungsgelder in falsche Richtungen gelenkt werden. Statt Milliarden teuere Projekte zur Erkundung des Mars zu fördern, sollte man die Antriebstechnik ENDLICH euf ein erträgliches Niveau bringen.

Es kann doch nicht sein, dass wir gerade in diesem Bereich seit 40 Jahren kaum vorangekommen sind. Oder sehe ich das falsch?
 
Helios co. schrieb:
Es kann doch nicht sein, dass wir gerade in diesem Bereich seit 40 Jahren kaum vorangekommen sind. Oder sehe ich das falsch?
Würde ich auch sagen. Man muss ja bloß die Zukunftsfantasien von damals anschauen: Mondbasen, Perry Rhodan, Star Trek Enterprise, Jules Verne und Arthurs Clarkes Wohnmodule (er ist dieses Jahr verstorben). Grundsätzlich dachte man wohl, dass man bis 2000 locker durch's All rasen könnte. Schließlich dauerte es zwischen Gagarin, Armstrong und Voyager I (1977) gerade einmal 16 Jahre und das waren alles Meilensteine.

Dagegen dachte niemand vor 40 Jahren, dass wir heute alle ein Mobiltelefon haben oder weltweit vernetzt miteinander kommunzieren. Einziger Grund ist da die Nachfrage. Wenn die NASA morgen bekannt gibt, dass es einen Berg (einen großen Berg!) aus Silber und Gold auf dem Mars gibt, erleben wir sicherlich noch, wie ein Wettrennen darum entsteht.

Aber ansonsten läuft wohl alles peu a peu. Immerhin haben ein paar Sonden schon das Sonnensystem verlassen, wir haben Wasserproben auf einem fremden Planeten genommen und vor kurzem werden immer mehr Exoplaneten entdeckt. Im Vergleich zu anderen Sachen geht's in der Raumfahrt wirklich langsam zu, aber mehr kann man einfach nicht erwarten, wenn das ganze nur mit Steuerngeldern finanziert wird und da kein echter Wettbewerb wie in den 60ern herrscht.
Statt Milliarden teuere Projekte zur Erkundung des Mars zu fördern, sollte man die Antriebstechnik ENDLICH euf ein erträgliches Niveau bringen.
Die Sache ist ja, dass wir gar nicht wissen, was uns auf dem Mars erwartet. So arbeitet der Rover Spirit immer noch, obwohl man nur von 90 Tagen ausging. Aber wegen der Winde, blieben die Solarkollektoren frei von Staub und jetzt gurkt das Ding da immer noch rum.
Antriebstechniken sind zwar auch wichtig, aber solange die Raumfahrt unbemannt ist, hat man fast alle Zeit der Welt.
 
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