Zimmbo schrieb:Um alles abzufangen bräuchte man zwei exakt gleiche Standorte, die nur jeweils zu 50% ausgelastet sind, um im Falle eines Totalausfalls, keine Produktionskapazität zu verlieren. Das macht keiner, die einzigen die auf solche extremen Havariefälle vorbereitet sind, sind z.B. Kernkraftwerke.
Doch, ist bei uns (Softwareentwicklung) auch der Fall. Wir haben weltweit mehrere Standorte, an jedem Standort liegt der SourceCode redundant auf Storages in mehreren Brandabschnitten und wird parallel auch auf alle Standorte dupliziert. Wenn ein Standort komplett wegfällt (Flugzeug oder so), können die Entwickler remote am anderen Standort weiterarbeiten.
Zimmbo schrieb:Ich bin mir auch ziemlich sicher das die wenigsten Produktionsstätten auf einen Flugzeugabsturz vorbereitet sind. Das ist ja selbst bei Kernkraftwerken so eine Sache, bei der man sich teilweise nicht sicher ist.
Bei deutschen Kernkraftwerken ja, im Ausland bin ich da eher skeptisch. Deswegen habe ich noch nie verstanden, warum unsere Kraftwerke mit hohem Sicherheitsstandard und jährlicher TÜV Überprüfung stillgelegt werden/wurden, während rundherum die unsichereren Meiler weiterlaufen (Frankreich hat erst beschlossen, die Laufzeit auf 50 Jahre zu verlängern). Zum Vergleich, das (meines Wissens nach) längsten am Netz betriebene AKW in Deutschland war Biblis A mit 36 Jahren Laufzeit. Ich habe mich in meinen ganzen Jahren in deutschen Kernkraftwerken nicht ein einziges Mal unsicher gefühlt.