News Im Test vor 15 Jahren: GeForce-Custom-Designs in extra schnell und lautlos

Hier übrigens das ATI-Gegenstück (1650XT), selbstverständlich passiv gekühlt :love:

passive-msi-1650xt-taron-1.JPG


passive-msi-1650xt-taron.JPG


50 W TDP
256 MB GDDR3
Baujahr Herbst 2006
 
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Früher so; Customer Design plus 10 Prozent Leistung und leiser

heute: ja zwischen 3080 und 3090 passt noch die 3080 ti
 
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War ein interessantes Kühlkonzept. Vor allem, weil damals die meisten Mainboards noch keine "Respekt-Abstände" der Slots hatten, die Mehr-Slot-Kühllösungen erlaubten, die heute der Standard bei Grafikkarten ab der Mittelklasse sind. Somit verlor man da immer den zweiten Slot, wenn der Kühler zu groß war. Hier nicht.
 
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Taron schrieb:
Außer bei Maninboards, spätestens 2007-2008 herum wussten die Hersteller, wie man 20 W+ lautlos und effektiv wegkühlen konnte (P35-DS4, P45-UD3P), inkl MOSFET - i.d.R. aber zugegbenermaßen mit Luftstrom von oben (Top blow)

Ja. Beim Mainboard-Design hat es einige Rückschritte gegeben. Die vor 10-15 Jahren üblichen, sehr effektiven Passiv-Kühler mit Heatpipes und reichlich (Kupfer-)Lamellen mussten RGB-gespickten Alu-Klötzen mit minimaler Oberfläche weichen. Da geht inzwischen offensichtlich Aussehen über Funktion. (Wobei ich die alten Lamellenkühler auch ziemlich schick finde.)

Ich erinnere mich auch an die ersten Mainboards mit großflächigen Abdeckungen (ASUS "Thermal Shield"?), die damals ausgiebig getestet wurden und dabei heraus kam, dass die nur den Airflow behindern und die Temperaturen etwas verschlechtern. Aber auch das hat sich weitgehend durchgesetzt und man lebt einfach mit einigen Grad höheren Temperaturen für den "sauberen" Look.

Ist schon merkwürdig, denn überall sonst haben sich die Kühllösungen gegenüber den Zuständen vor 15 Jahren wesentlich verbessert und bieten mehr Kühlleistung bei weniger Lautstärke. Egal ob auf Grafikkarten, CPU-Lüftkühler oder AiOs usw.
Nur bei Mainboards geht es bemerkenswerterweise rückwärts.
 
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Ich bin bzw. war auch Fan von passiven Lösungen. Mit ein Bisschen Airflow im Gehäuse ging das bei den Mittelklasse-Karten damals durchaus in Ordnung. Danke für die Lektüre. :)

Gute Kühllösungen und gescheiter Airflow im Case schaffen es aber selbst heute unter (moderater) Gaming-Last die Karte manchmal auf unter 60°C zu halten, womit mit man dann auch sozusagen eine passive Karte hat.
Wenn man an der Lüfterkurve noch etwas optimiert, kann man da sogar noch mehr rausholen.

Wenn jetzt Noctua bald einen passiven CPU-Kühler rausbringt, sollte das vielleicht auch für Grakas der Leistungsklasse 1660 Ti/Super gehen.
Ich meine, die KalmX-Modelle können auch locker 75W (GTX 1650) wegkühlen. Mach den Kühlblock noch etwas größer, ggf. mit GPU-Stütze und man hat eine nette FullHD-GPU in 2021.

Ich fände es auch cool, wenn mal ein Hersteller eine aktuelle Karte und ordentlicher Leistung mit nem richtig ordentlichen passiven Kühlblock versehen würde und es dem User überlässt, da einen Lüfter seiner Wahl draufzuschnallen.
Sozusagen Getto-Mod, aber vom Hersteller gewollt und abgesegnet.
 
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[F]L4SH schrieb:
Jeder Hersteller hätte ohne Mühe und Not das beste Custom Design am Markt bringen können. Lautlos und dabei kühler als alle anderen. Für nicht relevante Preisaufschläge von vielleicht 10 Dollar.
Das gilt m. E. heute noch. Der erste, der auf die bahnbrechende Idee kommt, einfach zwei halbwegs gescheite 120mm-Standardlüfter auf den Kühler zu schnallen, hat die Silent-Krone gewonnen und kann sich das Semipassiv-Gepupse sparen. Weil die Customs aber an kollektiver Dumpfheit leiden und sich nur gegenseitig nachahmen, sehen wir seit 10 Jahren die gleichen Triple-Fan-Designs mit den immer gleichen Problemen, aber jeder Menge Blinkeblinke.
 
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Machen wir uns nix vor - passive Kühlung hat Grenzen, teils wegen dem ATX-Standard (Platz), teilweise der Physik wegen.
Je größere Wärmeleistung abgeführt werden soll, desto größer muss die Fläche dafür sein -> mehr Platz, mehr Kühlrippen, aber zu gering dürfen die Abstände auch nicht sein, für rein passive Kühlung (ohne unterstützenden Airflow) muss es in etwa dem entsprechen, was wir bei dem Noctua NH-P1 gesehen haben. Eine Steigerung ist dann nur noch über die Größe möglich, aber stauen darf sich die Wärme nach oben hin ja auch nicht...

Sowas wie eine 6700XT oder RTX 3070 im Rahmen der vom Hersteller zulässigen Temperaturen passiv kühlen zu können, dürfte - wenn man nicht gerade ein riesiges Gehäuse sein eigen nennt - quasi unmöglich sein.

Abgesehen davon, dass spätestens bei Wegfall des (mittlerweile absolut erträglichen) Lüftergeräuschs Spulenfiepen in den Vordergrund tritt, was mich persönlich noch viel mehr nervt als ein leise tieffrequent rauschender Lüfter.
 
v3locite schrieb:
Der erste, der auf die bahnbrechende Idee kommt, einfach zwei halbwegs gescheite 120mm-Standardlüfter auf den Kühler zu schnallen,
Aus dem Grund hab ich immer Passivkarten gekauft.
Die haben viel Kühloberfläche, dann ein 120mm drauf der nur 5V bekommt.
Zack feddich! Kalte und sehr leise Karte.
Aber heutzutage gibts das ja nicht mehr mit genug Leistung.
 
Zuletzt bearbeitet: (Rechtschreibung nachgekauft)
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v3locite schrieb:
Das gilt m. E. heute noch. Der erste, der auf die bahnbrechende Idee kommt, einfach zwei halbwegs gescheite 120mm-Standardlüfter auf den Kühler zu schnallen, hat die Silent-Krone gewonnen und kann sich das Semipassiv-Gepupse sparen. Weil die Customs aber an kollektiver Dumpfheit leiden und sich nur gegenseitig nachahmen, sehen wir seit 10 Jahren die gleichen Triple-Fan-Designs mit den immer gleichen Problemen, aber jeder Menge Blinkeblinke.
Ich frage mich das auch schon länger, aber 120x25 mm auf die Grafikkarte zu schrauben scheint einfach eine zu abwegige Idee zu sein.
Vermutlich wird es jedoch, sobald es einem eingefallen sein wird, oft kopiert werden. 😂
 
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C.J. schrieb:
Klingt heutzutage komisch, aber ich kann mich noch erinnern
Da sticht ja sehr die Geforce FX 5800 hervor, als erste Dual Slot Karte.
Das Ding war nicht nur schwer, sondern auch unangenehm laut.
 
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andi_sco schrieb:
Da sticht ja sehr die Geforce FX 5800 hervor, als erste Dual Slot Karte.
Ah, der niedriger getaktete Bruder des "Föhns" :lol:
 
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Herdware schrieb:
---Vollzitat entfernt---
bitte Zitierregeln beachten
Das ist schon richtig. Aber solche Standards geben einen gewissen Rahmen vor vom Design. Es gibt kompaktere, effizientere und leise Kühlkonzepte, wenn man von diesen Standards abweicht (wie z.B. Apple prominent beweist und bewiesen hat). Was sich aber dann bei den Entwicklungs- und Herstellungskosten bemerkbar macht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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lowrider20 schrieb:
Es gibt kompaktere, effizientere und leise Kühlkonzepte, wenn man von diesen Standards abweicht (wie z.B. Apple prominent beweist und bewiesen hat). Was sich aber dann bei den Entwicklungs- und Herstellungskosten bemerkbar macht.

Stimmt. Z.B. in alten Workstations fand man damals schon komplexere Kühlkonzepte, die nötig waren, wegen der leistungsfähigeren Hardware und durch größeres Budget möglich wurden.

Wenn man diese professionellen, alten Kühllösungen mit heutigen Mainstream-Lösungen vergleicht, schneiden sie aber auch nicht besonders gut ab. Z.B. das Kühlkonzept eines alten G5-PowerMac war und ist beeindruckend und da hatten die Designer offensichtlich eine Menge drüber nachgedacht und keine Kosten gescheut, aber die Käsereiben waren trotzdem absurd laut. (Und die primitiven AiO-Wasserkühler einiger Varianten haben nicht lange gehalten.) Selbst die größten Retro-Fans würden sowas heutzutage nicht dauerhaft nutzen wollen.
 
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Neodar schrieb:
Was ASUS da seinerzeit gebracht hat, mag zwar extravagant gewesen sein, aber auch extrem platzverschwenderisch und gleichzeitig nicht besser in der Kühlleistung als ein gescheiter Kühlblock direkt vorn auf der Karte.
Das was ASUS seinerzeit gebaut hat war perfekt, wenn man sein System entsprechend konfiguriert hat. Auf den Grafikkarten war seinerzeit sowas üblich.
1623498138985.png


Viele Gehäuse hatten damals noch Lüfter und Mesh auf der Seite und/oder normale CPU Kühler. Damit konnte die Grafikkarte zig mal besser gekühlt werden, als mit so einem Quirl, der sich oft bereits nach 1-2 Jahren mit einem Lagerschaden verabschiedete.

Platzverschwenderisch? Ist jedes ATX Gehäuse, heute wie damals, aber der Platz war nun mal da, 2005 haben sich die wenigsten ein Micro-ATX Gehäuse gekauft und Mini-ITX war eher eine belächelte Lösung für Kleinst-PCs und Thin Clients mit verlöteten CPUs.

Die Karte hat bei mit lange gute Dienste geleistet und wurde dann später durch den Nachfolger ersetzt.
1623498880191.png

https://silentpcreview.com/asus-en9600gt-silent-edition-graphics-card/
 
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HTPCs waren damals [IN]!

Entsprechen konnte man mit dieser ASUS Karte was schnelles für den Wohnzimmer-Fernseher basteln.
 
Herdware schrieb:
Was diese Grafikkarte angeht: Aus heutiger Sicht erstaunlich, dass man eine Mittelklasse-Karte mit so wenig Aufwand und ohne Kompromisse bei der Leistung passiv kühlen konnte. Andererseits rennt wohl auch die kleinste aktuelle iGPU problemlos Kreise um die alte Karte und verbraucht zusammen mit Multi-Core-CPU, Chipsatz usw. weniger.
Nein, das ist sehr gut aus heutiger Sich nachvollziehbar: Die damaligen Mittelklassegrafikkarten haben noch sehr wenig Strom gebraucht. Das sieht man allein schon daran, dass diese Karte hier ausschließlich über den PCIe-Slot mit Strom versorgt wird und noch nicht einmal einen 6-pin braucht.
→ solche <75W Karten werden auch heutzutage noch immer wieder mit Passivdesigns versehen.

Generell wird ein Fakt oft übersehen, wenn das erste 3D-Kartenjahrzehnt betrachtet wird: Es kam währenddessen zu einer Leistungsaufnahmeexplosion. Viel von dem Performancefortschritt war gar kein Architekturqualitätsfortschritt, sprich kein Effizienzfortschritt, sondern einfach größer und fressender. Erst mit der 8800 kristallisierten sich langsam die Wattklassen heraus, die im Groben bis Ampere und RDNA2 Bestand hatten.
[F]L4SH schrieb:
Unverständlich, dass man damals so unfähig/unwillig war, vernünftige Kühllösungen zu verbauen. Mit der Heatpipe war bereits das nötige Rüstzeug vorhanden. Winzigste Kühler, winzigste Lüfter, unterirdische Steuerung.
Jeder Hersteller hätte ohne Mühe und Not das beste Custom Design am Markt bringen können. Lautlos und dabei kühler als alle anderen. Für nicht relevante Preisaufschläge von vielleicht 10 Dollar.
2019 begann ein schmerzhafter Flashback zu dieser Unfähig-Unwilligkeit: AMD X570. Allerdings war dieser gleichzeitig oftmals entschärft --- und dadurch besonders skurril.
 
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[F]L4SH schrieb:
Unverständlich, dass man damals so unfähig/unwillig war, vernünftige Kühllösungen zu verbauen.

Kann ich nicht nachvollziehen. Ich hatte bei auf zwei Ausnahmen immer passiv gekuehlte Grafikkarten. Die ersten kamen sogar noch ohne Kuehlkoerper aus, dann:

Voodoo 3 (WIMRE 3000)
Gforce 4 Ti 4200 aktiv gekuehlt (abgeloest wegen Luefterlaerms)
Radeon 9600
Radeon X850 (WIMRE XT) aktiv gekuehlt
Sapphire Radeon X1650Pro Ultimate
Sapphire Radeon HD 4670 Ultimate
Gigabyte Radeon HD 5770 Silent Cell
Gigabyte Radeon HD 6770 Silent Cell

Erst seither gibt es kaum bis gar keine passiv gekuehlten Karten mehr, ausser ganz leistungsschwache, oder ganz teure Workstation-Karten. Offenbar waren zuwenig Kunden bereit, fuer passiv auf etwas Leistung und vielleicht auch etwas Geld zu verzichten.
 
Neodar schrieb:
Liegt vielleicht daran, dass sich herauskristallisiert hat, dass das was wir heute haben, nunmal das effizenteste in Sachen Kühlung beim aktuellen Stand der Technik ist.
Komisch, ich habe noch nicht mitbekommen, dass gut gemachte Graka-AIOs neuerdings der Standard in der Oberklasse geworden sind... :p
Denn das ist nun einmal beim aktuellen Stand die effizienteste Lösung:
  • Geringe Temperaturen erhöhen Effizienz von GPU, Spawas und Speicher
  • Kann jahrelang weitergenutzt werden
  • Der Aufpreis lohnt sich bereits gemessen am prozentualen automatischen Performancegewinn bei Oberklassegrakas
  • "Richtig herum" montiert sorgen sie für DirectHeatExhaust
  • Verhindern ein Absacken der Graka
  • Geringere Kosten als eine Custum-Wakü
Der Rest des Grakamarktes ist in der Regel sogar weit ab vom aktuellen Stand der Technik. Das zeigt sich allein schon dadurch, dass Nvidias Ampere-FE ein großes Upgrade dargestellt hat. In eine ähnliche Richtung ging auch die Trix-X der Fury (X)...
...in letzter Zeit gab es auch manch andere Karte, die das Konzept wieder aufgegriffen hat.
 
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