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Im Test vor 15 Jahren: Bei Microsoft-Mäusen war älter besser

Robert McHardy
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Im Test vor 15 Jahren: Bei Microsoft-Mäusen war älter besser

tl;dr: Wer im Herbst 2004 eine Maus von Microsoft suchte, der hatte viel Auswahl. ComputerBase testete fünf Mäuse des Herstellers (Test), wobei manche über ein Kabel verfügten und andere kabellos waren. Im Test stellte sich heraus, dass neuer nicht gleich immer besser bedeutete.

Fünf IntelliMouse und (Wireless) Optical Mouse

Im Test befanden sich die (Wireless) IntelliMouse Optical Explorer 4.0, die Wireless Optical Mouse 2.0, die Optical Mouse by Starck sowie die IntelliMouse 2.0. Die Preise reichten dabei von 19 Euro für die ältere IntelliMouse Optical 2.0 bis hin zu 42 Euro für die Wireless IntelliMouse Explorer 4.0. Auch Gewicht und Kabellänge unterschieden sich deutlich: Von 80 Gramm der leichtesten Maus bis hin zu 150 Gramm der schwersten sowie knapp 50 cm Differenz bei der Länge des Anschlusskabels.

Microsoft IntelliMouse Optical Explorer von der Seite
Microsoft IntelliMouse Optical Explorer von der Seite
Wireless IntelliMouse Explorer von der Seite
Wireless IntelliMouse Explorer von der Seite
Microsoft Wireless Optical Mouse von der Seite
Microsoft Wireless Optical Mouse von der Seite
Microsoft Optical Mouse by STARCK von der Seite
Microsoft Optical Mouse by STARCK von der Seite
Microsoft IntelliMouse Optical 2.0 von der Seite
Microsoft IntelliMouse Optical 2.0 von der Seite

Die Unterschiede erklärten sich insbesondere durch das Gewicht der Batterien bei schnurlosen Mäusen von etwa 50 Gramm; bei diesen wurde die Kabellänge der Funkstation gemessen. In allen Fällen wurden die Mäuse per USB an den Computer angeschlossen, allerdings stand auch PS/2 für ältere Mainboards zur Verfügung.

Preis, Kabellänge und Gewicht
IntelliMouse
Explorer
Wireless
IntelliMouse
Explorer
Wireless
Optical
Mouse
Optical
Mouse by
Starck
IntelliMouse
Optical 2.0
Preis 35 Euro 42 Euro 35 Euro 19 Euro
Kabellänge ca. 1,90 m ca. 1,45 m ca. 1,85 m ca. 1,95 m
Gewicht ca. 100 g ca. 150 g ca. 140 g ca. 90 g ca. 80 g

Die (Wireless) IntelliMouse Explorer zeichnete sich im Test dank ihres 4-Wege-Mausrads vor allem für Office-Anwendungen aus, so ließ sich beispielsweise in Tabellen seitwärts scrollen. Das besagte Mausrad war aufgrund der Schwergängigkeit allerdings auch ein Kritikpunkt. Zusätzlich dazu war die Maus eher groß und unhandlich, wodurch sich auch die vergleichsweise kleinen seitlichen Tasten schlecht erreichen ließen.

Bei der Wireless Optical Mouse 2.0 sowie der mit einem ausgefallenen Design ausgestatteten Optical Mouse by Starck war das einzige Manko, dass beide Mäuse über lediglich zwei Maustasten verfügten. Wer in Spielen auf seitliche Tasten verzichten konnte oder ohnehin nur Office-Anwendungen, die mehr Nutzen aus dem 4-Wege-Mausrad zogen, verwendete, der konnte hier bedenkenlos zugreifen.

Die beste Maus war auch die älteste

Die IntelliMouse Optical 2.0 war nicht nur die älteste und somit günstigste Maus im Bunde, sondern auch am vielseitigsten einsetzbar. Dazu trugen die beidseitig angebrachten Tasten sowie das sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignete Design maßgeblich bei. Der Nachteil: Aufgrund des Alters verfügte die Maus über kein 4-Wege-, sondern lediglich ein herkömmliches Mausrad. Für 19 Euro konnte hier allerdings nahezu jeder ohne Bedenken zuschlagen.

Wer ein Modell abseits der getesteten optischen Mäuse suchte, für den gab es im September 2004 ebenfalls aufregende Neuigkeiten. Mit der MX 1000 stellte Logitech damals die weltweit erste Lasermaus vor. Und auch heutzutage stehen Mäuse mit optischer sowie Laser-Abtastung noch im Duell, aktuelle Tests dazu finden sich im Testarchiv auf ComputerBase.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.