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Im Test vor 15 Jahren: Vier GeForce 6600 GT glichen sich wie ein Ei dem anderen

Robert McHardy
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Im Test vor 15 Jahren: Vier GeForce 6600 GT glichen sich wie ein Ei dem anderen

tl;dr: Fünf Monate nach der Vorstellung der GeForce 6600 GT mit AGP machte ComputerBase eine Bestandsaufnahme vier verschiedener Modelle (Test). Das ernüchternde Ergebnis: Die Unterschiede waren so marginal, dass keine Empfehlung gegeben werden konnte.

Von AOpen bis Inno3D

Die getesteten Modelle stammten von AOpen, Leadtek, MSI und Inno3D. Die Inno3D GeForce 6600 GT setzte sich durch 50 MHz höhere GPU-Taktraten von den anderen Modellen ab, während die MSI NX6600 GT einen zusätzlichen ViVo-Anschluss bot. Zusätzlich unterschieden sich die Kühllösungen der Grafikkarten. Leadtek und MSI entschieden sich für Eigendesigns mit 55 mm großen Lüftern, während AOpen eine Eigenentwicklung und Inno3D ein Cooler-Master-Design mit 40-mm-Lüftern verwendete.

Abgesehen davon boten die Hersteller verschiedene Software-Dreingaben. So gab es bei Inno3D beispielsweise nur ein Spiel, dafür aber 3DMark03, und bei MSI drei Spiele als Vollversion sowie einige Demos. Preislich lagen alle Modelle dicht beieinander: Das günstigste kostete 161 Euro, das teuerste 9 Euro mehr.

Modell Inno3D GeForce 6600 GT AOpen Aeolus 6600 GT Leadtek A6600 GT MSI NX6600 GT
Preis, Geizhals
(1.5.2005)
170 Euro 161,- Euro 168,- Euro 169,- Euro
Chip Nvidia NV43 + HSI-Brücke
Architektur 8 Pipelines, 3 Vertex-Einheiten
Chiptakt 500 MHz
Speicher 128 MByte GDDR3
Speichertakt (max.) 500 (500) MHz 450 (500) MHz
Speicherhersteller Samsung GDDR3, 2,0 ns
Speicheranbindung 128 Bit
PCB Nvidia-Referenzdesign
Anschlüsse
  • 1 x D-Sub
  • 1 x DVI
  • 1 x TV-Out
  • 1 x D-Sub
  • 1 x DVI
  • 1 x TV-Out
  • 1 x D-Sub
  • 1 x DVI
  • 1 x TV-Out
  • 1 x D-Sub
  • 1 x DVI
  • 1 x TV-Out
ViVo Ja
Kühler Cooler Master, Single-Slot,
40-mm-Lüfter
Eigenentwicklung, Single-Slot,
40-mm-Lüfter
Eigenentwicklung, Single-Slot,
55-mm-Lüfter
Speicherkühlung Ja, durch Chipkühlung
Lieferumfang
  • Grafikkarte
  • DVI-auf-D-Sub-Adapter
  • S-Video-auf-Cinch-Adapter
  • ausführliches Handbuch (deutsch)
  • CD mit allen benötigten Treibern
  • Futuremark 3DMark03
  • WinDVD und WinDVD Creator
  • Grafikkarte
  • DVI-auf-D-Sub-Adapter
  • Mehr-Komponenten-Adapter für
    den TV-Ausgang
  • ausführliches Handbuch (polyglott)
  • CD mit allen benötigten Treibern
  • Games-Collection mit diversen
    Demoversionen
  • SpellForce: The Order of Dawn
  • Arx Fatalis
  • Grafikkarte
  • DVI-auf-D-Sub-Adapter
  • Stromadapter
  • Video-auf-diverse-Komponenten-Adapter
  • ausführliches Handbuch (englisch),
    Quick-Installation-Guide (deutsch)
  • CD mit allen benötigten Treibern
  • Prince of Persia: The Sands of Time
  • Splinter Cell: Pandora Tomorrow
  • Grafikkarte
  • DVI-auf-D-Sub-Adapter
  • S-Video-Kabel
  • Mehr-Komponenten-HDTV-Adapter
    zur Nutzung des Video-In-Anschlusses
  • Stromadapter
  • ausführliches Handbuch (englisch)
  • Quick-Installation-Guide (englisch)
  • CD mit allen benötigten Treibern
  • MSI 3D Desktop
  • MSI Super Pack (Photoshop Album SE)
  • VirtualDrive Professional, RestoreIT!
    Professional
  • CyberLink PowerCinema, Power2Go,
    PowerProducer
  • MSI Media Center Deluxe II
  • InterVideo WinDVD Creator Plus
  • XIII (Thirteen)
  • MSI Games Collection mit diversen
    Demoversionen
  • Prince of Persia: The Sands of Time
  • Uru: Ages Beyond Myst

Bei der Kühlleistung konnten die Grafikkarten von AOpen, MSI und Leadtek überzeugen – wobei letztere das kühlste Modell stellten. In puncto Leistung lag die GeForce 6600 GT von Inno3D aufgrund der leicht erhöhten Taktraten an der Spitze, dafür war sie aber auch am lautesten. In der Praxis brachte das etwa 3 Prozent mehr Leistung. Am besten übertakten ließ sich hingegen die Leadtek WinFast A6600 GT, die auf 600 MHz GPU- und 555 MHz Speichertakt kam. Das brachte ihr zusätzliche 23 Prozent Leistung in 3DMark05.

Diagramme
Performancerating 1024x768
    • ATi Radeon X850 XT "PE"
      99,3
    • ATi Radeon X800 XT "PE"
      98,2
    • nVidia GeForce 6800 Ultra
      94,1
    • ATi Radeon X800 XT
      92,8
    • nVidia GeForce 6800 GT
      88,2
    • ATi Radeon X800 XL
      87,8
    • ATi Radeon X800 Pro
      86,3
    • nVidia GeForce 6800
      77,1
    • ATi Radeon X800
      74,0
    • Inno3D GeForce 6600 GT
      72,6
    • nVidia GeForce 6600 GT
      71,1
    • MSI NX6600 GT
      70,4
    • Leadtek WinFast A6600 GT
      70,4
    • AOpen GeForce 6600 GT
      70,4
    • ATi Radeon 9800 XT
      63,7
    • nVidia GeForce 6800 LE
      61,0
    • ATi Radeon X700 XT
      60,6
    • ATi Radeon 9800 Pro
      58,2
    • ATi Radeon X700 Pro
      55,9
    • nVidia GeForce FX 5950 Ultra
      51,7
    • nVidia GeForce 6600
      47,1
    • nVidia GeForce PCX 5900
      39,2
    • ATi Radeon X600 XT
      38,3
Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel

Ein ernüchterndes Fazit

Das Fazit des Artikels war ernüchternd und unspezifisch zugleich. Die Unterschiede zwischen allen vier getesteten Grafikkarten waren zu unbedeutend, um sie voneinander abzugrenzen. Dementsprechend konnte die Redaktion keine Empfehlung für ein spezielles Modell geben. Alle hatten mehr oder weniger die gleiche Leistung, Lautstärke und Ausstattung. Im Umkehrschluss hieß das, dass Kunden zwischen vier guten Grafikkarten frei auswählen und dabei keinen Fehlgriff machen konnten.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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