GeForce RTX 5060 Ti im Test: Preis-FPS, Verfügbarkeit und Fazit
9/9Die UVP und FPS/Leistung
Nvidia setzt für die GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GB eine Preisempfehlung von 449 Euro an, die der 8-GB-Karte liegt bei 399 Euro. Damit liegen die offiziellen Preise 100 beziehungsweise 40 Euro niedriger als bei der GeForce RTX 4060 Ti zum Start. Der Preisunterschied zwischen der Variante mit 16 GB und der mit 8 GB beträgt in dieser Generation nur noch 50 Euro statt vormals 110 Euro.
Beide Grafikkarten sind ab sofort im Handel verfügbar, eine Founders Edition gibt es nicht. Wo es Lagerware von Custom-Designs zu welchem Preis gibt, darüber informiert in Echtzeit der ComputerBase-Verfügbarkeits-Check:
| Modell | UVP 16. April 2025 | UVP zum Marktstart | Marktstart |
|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5090 | 2.329 Euro | 30. Januar 2025 | |
| GeForce RTX 4090 | 1.799 Euro | 1.949 Euro | 12. Oktober 2022 |
| GeForce RTX 4080 | 1.329 Euro | 1.469 Euro | 16. November 2022 |
| GeForce RTX 5080 | 1.169 Euro | 30. Januar 2025 | |
| Radeon RX 7900 XTX | 1.149 Euro | 13. Dezember 2022 | |
| GeForce RTX 4080 Super | 1.109 Euro | 31. Januar 2024 | |
| Radeon RX 7900 XT | 1.050 Euro | 13. Dezember 2022 | |
| GeForce RTX 4070 Ti | 899 Euro | 4. Januar 2023 | |
| GeForce RTX 4070 Ti Super | 889 Euro | 24. Januar 2024 | |
| GeForce RTX 5070 Ti | 879 Euro | 20. Februar 2025 | |
| Radeon RX 9070 XT | 689 Euro | 6. März 2025 | |
| GeForce RTX 4070 Super | 659 Euro | 17. Januar 2024 | |
| GeForce RTX 5070 | 649 Euro | 5. März 2025 | |
| Radeon RX 9070 | 629 Euro | 6. März 2025 | |
| GeForce RTX 4070 | 609 Euro | 659 Euro | 13. April 2023 |
| Radeon RX 7900 GRE | 609 Euro | 27. Februar 2024 | |
| Radeon RX 7800 XT | 549 Euro | 6. September 2023 | |
| GeForce RTX 4060 Ti 16 GB | 549 Euro | Juli 2023 | |
| Radeon RX 7700 XT | 459 Euro | 489 Euro | 6. September 2023 |
| GeForce RTX 5060 Ti 16 GB | 449 Euro | 16. April 2025 | |
| GeForce RTX 4060 Ti 8 GB | 439 Euro | 23. Mai 2023 | |
| Arc A770 | 419 Euro | 12. Oktober 2022 | |
| GeForce RTX 5060 Ti 8 GB | 399 Euro | 16. April 2025 | |
| Radeon RX 7600 XT | 359 Euro | 24. Januar 2024 | |
| Arc A750 | 349 Euro | 12. Oktober 2022 | |
| GeForce RTX 4060 | 329 Euro | 29. Juni 2023 | |
| Radeon RX 7600 | 299 Euro | 23. Mai 2023 | |
Fazit
Zuerst den Elefant aus dem Raum: die GeForce RTX 5060 Ti mit 8 GB. Ein Muster hat Nvidia im Vorfeld zwar erst gar nicht verteilt, aber ein eindeutiges Fazit gibt es trotzdem mit genug Erfahrung aus den letzten Jahren und dem Abschneiden der RTX 4060 Ti 8 GB im Testparcours im Rücken. Es lautet:
Fazit zur GeForce RTX 5060 Ti 8 GB
Mit 8 GB darf man die GeForce RTX 5060 Ti im Jahr 2025 nicht mehr kaufen, wenn man aktuelle Spiele mit hohen Details (und Raytracing) sorgenfrei in WQHD oder auch Full HD spielen möchte. Und was ist dann mit Full Raytracing in Kombination mit DLSS 4 MFG? Das läuft auf der RTX 5060 Ti 8 GB ohnehin nicht oder nur mit sehr großen optischen und/oder qualitativen Einschnitten. Die Technologien nicht aufffahren zu können, ist also kein Verlust.
Fazit zur GeForce RTX 5060 Ti 16 GB
Die GeForce RTX 5060 Ti 16 GB umgeht wie die GeForce RTX 4060 Ti 16 GB den VRAM-Mangel mit dem doppelten Speicher und kommt in diesem Jahr nicht widerwillig später mit hohem Aufpreis, sondern direkt zum Start für offiziell 50 Euro mehr auf den Markt. Und sie bietet auch abseits neuer Features mehr Leistung, wenngleich der Zuwachs nur im Vergleich zum letzten Generationswechsel (4060 Ti zu 3060 Ti: +7 Prozent in WQHD) groß ausfällt.
Wenn der Speicher den mitgetesteten Vorgänger RTX 4060 Ti mit 8 GB nicht limitiert, ist die GeForce RTX 5060 Ti rund 20 Prozent schneller unterwegs. Das liegt im für Blackwell typischen Rahmen und ist wie bei der RTX 5070 mehr, als man anhand des Datenblattes hätte vermuten können. Bei den größeren Modellen wurde der Datenblattzuwachs hingegen nicht erreicht.
Mit dem Leistungszuwachs wird die GeForce RTX 4070 in Spielen nicht eingeholt, sie ist weitere 15 Prozent voraus, die GeForce RTX 5070 etwas mehr als 30 Prozent schneller. Allerdings legt sich das Einsteiger-Produkt der Blackwell-Familie erfolgreich mit AMDs Radeon RX 7700 XT an. In Rasterizer-Spielen ist die GeForce 5 Prozent schneller, in Raytracing-Titeln 23 Prozent. Insgesamt ist die GeForce RTX 5060 Ti eine gute Grafikkarte für das Spielen in WQHD, wenn es nicht immer die höchsten Frameraten sein müssen. Das aktuelle Blackwell-Feature-Set gibt es ebenfalls.
- Support für MFG statt FG
- Optimiert für Neural Shader
- Tensor-Kerne mit FP4-Support
- Neue En- und Decoder (NVENC/NVDEC) mit 4:2:2-Support
DLSS 4 MFG nur selektiv sinnvoll
DLSS 4 Multi Frame Generation ist auch bei der RTX 5060 Ti das Feature, das Nvidia in Präsentationen und auf der eigenen Homepage am stärksten in den Fokus rückt. Doch der RTX 5060 Ti fehlt es an Rohleistung, um das Feature in Extrem-Szenarien, mit denen Nvidia unter anderem wirbt, sinnvoll nutzen zu können.
Denn während Nvidias Marketing der Grafikkarte sogar Full-Raytracing zutraut und mit „über 100 FPS“ argumentiert, zeigt sich im Test ganz klar, dass dies (viel) zu viel für die Grafikkarte ist. Dreistellige FPS sind zwar möglich, aber wer kurz nachrechnet, stellt fest: Mehr als 30 Render-FPS gibt es ohne (M)FG nicht. Damit liegt der Basis-Input-Lag schon hoch und das Ergebnis mit MFG sieht nur flüssig aus, fühlt sich aber schammig an – darüber hinaus gibt es vermehrt Grafikfehler. Es gibt auch Spiele und Szenarien, in denen DLSS 4 MFG auf der RTX 5060 Ti 16 GB einen guten Job verrichtet, wie ComputerBase im Test gezeigt hat. Full Raytracing ist es aber eben nicht. Folien und Wirklichkeit klaffen hier deutlich auseinander.
Effizient unterwegs
Maximal 180 Watt, aber typischerweise eher 150 Watt benötigt die GeForce RTX 5060 Ti beim Spielen. Damit ist die Energieeffizienz gut, die Karte platziert sich weit oben in den Rankings. Auch bei Niedriglast-Szenarien wie auf YouTube macht die Hardware eine gute Figur, die Unterschiede zum Vorgänger sind aber nicht groß.
Die Palit Infinity 3 ist solide
Beim getesteten Custom-Design Palit GeForce RTX 5060 Ti Infinity 3 gibt es wenig zu meckern: Die Temperaturen sind sehr niedrig und die Lautstärke geht noch in Ordnung. Wer es wirklich leise und/oder qualitativ hochwertiger haben möchte, sollte sich aber bei einem anderen Modell umsehen.
Mit 16 GB zum UVP eine Option
Mit 449 Euro UVP ist die GeForce RTX 5060 Ti 16 GB laut Preisliste 10 Euro günstiger als AMDs Radeon RX 7700 XT 12 GB und schlägt die Konkurrenz trotzdem. Die GeForce RTX 4060 Ti befindet sich derweil im Abverkauf, zumindest im Vergleich zur UVP der RTX 5060 Ti ist das alte Modell aber nicht sonderlich attraktiv und damit keine sinnvolle Alternative.
Wenn die GeForce RTX 5060 Ti 16 GB zur oder nahe der UVP lieferbar ist, stimmt das Gesamtpaket. Gaming am Anschlag der Technik sollte man von der RTX 5060 Ti 16 GB aber nicht erwarten.
Nvidias Marketing
Abschließend noch einmal eindeutig zu kritisieren ist in diesem Zusammenhang Nvidias Marketing um die drei neuen 5060er. Einerseits, dass GeForce.com respektive Nvidia die potentiell großen Unterschiede zwischen den Varianten mit 8 GB und 16 GB nicht thematisiert und es Testern nicht ermöglicht worden ist, sie selbst herauszustellen.
Andererseits und noch problematischer, dass Nvidia mit dreistelligen FPS in Full-Raytracing-Spielen dank DLSS 4 Multi Frame Generation wirbt, obwohl die entsprechenden Spiele auf der neuen Grafikkarte gerade einmal eine Basis-Framerate im Bereich von 30 FPS erzielen.
Es wird der Anschein geweckt, als könnte auch mit dieser Grafikkarte jeder aktuelle Blockbuster mit über 100 FPS bei maximalen Details gespielt werden. Ja, die FPS sind möglich, Nvidia hat Recht, aber verschwiegen wird, dass der Disconnect zwischen FPS auf dem Bildschirm und Spielgefühl an der Maus extrem ausfallen kann. Das gehört sich nicht, auch wenn Käufer der RTX 5060 damit am Ende vielleicht „nur“ Fortnite spielen möchte und das gar nicht mitbekommt.
ComputerBase hat die Palit GeForce RTX 5060 Ti 16 GB Infinity von Nvidia zum Testen erhalten. Die Grafikkarte wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
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