Aktuelle politische Lage und Einschätzung

Welche Partei bekommt deine (Zweit-)Stimme zur BTW 2017?

  • CDU/CSU

    Stimmen: 4 2,7%
  • SPD

    Stimmen: 14 9,6%
  • Bündnis 90/Die Grünen

    Stimmen: 5 3,4%
  • Die Linke

    Stimmen: 30 20,5%
  • FDP

    Stimmen: 16 11,0%
  • AfD

    Stimmen: 63 43,2%
  • Sonstige

    Stimmen: 14 9,6%

  • Umfrageteilnehmer
    146
  • Umfrage geschlossen .
Status
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@Godde dir ist schon klar, dass das selbe Argument bereits zu Industrialisierung benutzt wurde? Seitdem gibt es nicht nur deutlich mehr Menschen sondern vor allem deutlich mehr arbeitende Menschen. Und trotzdem ist die Arbeitslosigkeit nicht massiv gestiegen. Und dabei wurde der Arbeitsmarkt seit den 50er-60er Jahren immer mehr mit Frauen "geflutet", die bis dato kaum am Arbeitsmarkt teilgenommen haben. All das hat nicht zu den ganzen prognostizierten massiven Zuwachs der Arbeitslosen geführt. Und ich sehe nicht, wo dies der Fall zukünftig sein sollte. Das ist ein reine Mutmaßungsargument zur Panikmache...
 
hotzenplot schrieb:
es besteht in Deutschland Tarif und Vertragsfreiheit.

Es gibt ein Arbeitszeitgesetz, dass diese "Freiheit" sehr wohl einschränkt und ich sehe keinen rechtlichen Grund warum man nicht auf 6 Stunden pro Tag beschränken dürfte...

In D gibts die 35h Woche übrigens schon... (IG Metall etc.)
Funktioniert anscheinend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja darüber kannst du die max. Arbeitszeit diktieren, nicht aber den vollen Lohnausgleich. Ich denke das ist, was hotzenplotz meint.
 
hallo7 schrieb:
Es gibt ein Arbeitszeitgesetz, dass diese "Freiheit" sehr wohl einschränkt und ich sehe keinen rechtlichen Grund warum man nicht auf 6 Stunden pro Tag beschränken dürfte...

und was hat das nun mit Arbeitszeitverkürzung bei vollen Lohnausgleich zutun?

der Tarif bzw Arbeitsvertrag regelt, wieviel Lohn man für eine geleistete Arbeitsstunde bekommt.

ich sehe da nicht wie man da nun genauso viel in der tasche hat, wenn der Gesetzgeber eine 40 Wochen Stunde auf 35 Stunden die Woche reduziert

Mindestlohn auf 15 euro die Stunde? dann greift man in die Tariffreiheit ein
 
Schaut euch doch einfach das Video an, anstatt hier rumzuschreiben. Da wird einiges erklärt.

...dann lieber einen Mindestlohn, der Altersarmut garantiert, die Unternehmer fein raus sind und die Gesellschaft eh dann dafür aufkommen muss. Gute Logik.

Dann ändert man halt diese Freiheit, das GG wird ja auch andauernd zum Nachteil geändert. Dann kann man es doch auch mal zum Vorteil der Lohnabhängigen ändern.
 
das Video mag zwar einiges erklären ( in den Augen des Betrachters ) aber das Video zeigt nicht auf wie man es nun umsetzt

und zum Thema Mindestlohn :

ein gesetzlicher Mindestlohn soll Lohnwucher verhindern . nicht mehr und nicht weniger
lohnwucher in dem sinne, das man für eine geleistete Arbeitsstunde kein sittenwidrigen Entlohnung erhällt

wer meint das ein gesetzlicher Mindestlohn soll Wohlstand sichern, der ist beim gesetzlichen Mindestlohn über das ziel hinausgeschossen
 
Sittenwidrig heisst also nicht, dass man nicht davon leben können muss. Toll, der Mindestlohn, hört sich an als hätte das einer von der SPD gesagt, ganz schön traurig.
Die Performer dürfen sich also nehmen, was sie wollen und die Loser müssen damit zufrieden sein, was man ihnen vor die Füsse wirft, wie so Hunde die kuschen sollen.
 
wiztm schrieb:
Und der aktuelle Mindestlohn greift da nicht bereits ein?

ich zitier mich mal selbst :

ein gesetzlicher Mindestlohn soll Lohnwucher verhindern . nicht mehr und nicht weniger
lohnwucher in dem sinne, das man für eine geleistete Arbeitsstunde kein sittenwidrigen Entlohnung erhällt

wer meint das ein gesetzlicher Mindestlohn soll Wohlstand sichern, der ist beim gesetzlichen Mindestlohn über das ziel hinausgeschossen

im Klartext : alles was unter 15 euro die stunde ist bei einer 35 stunden die Woche , ist also sittenwidrig? zumal eine gesetzliche 35 stunden Woche garantiert nicht das man weniger arbeiten kann. regelt der arbeitsgeber anstatt eine 35 stunden Woche, ne 30 stunden Woche. dann erhöht man dann den Mindestlohn? und wenn ja, was ist dann mit den leuten die dann max 35 stunden die Woche arbeiten?
Godde schrieb:
Sittenwidrig heisst also nicht, dass man nicht davon leben können muss.

mehr stunden , mehr Geld. weniger stunden weniger Geld. ganz einfach

lohnwucher hat nix mit der gesamten Arbeitszeit zutun, lohnwucher hat was mit der geleisteten stunde zutun
 
Zuletzt bearbeitet:
und was ist mit denen, die über Mindestlohn verdienen? Die werden dann allesamt in ihrer Lohnstruktur beschnitten oder wie will man da den Lohnausgleich realisieren?

@Godde
Ich werde mir kein Video eine bekannten VTlers reinziehen. Ken FM ist ungefähr so seriös wie Donald Trump. Er ist lediglich in VT Kreisen bzw. gewissen linken Kreisen "renommiert". Nennt sich auf Filterblase sowas....

Du kannst selbst vom Mindestlohn nicht leben? Wie schafft man das bitte? Oo
 
Also ich kenne da so einige Gesetze, wo sich die Politik in die Tarif- und Vertragsfreiheit eingemischt hat, egal welche Partei da am Ruder war.
Aus Zeitgründen kann ich jetzt nicht darauf eingehen, aber das jüngste Tarifeinheitsgesetz o.s.ä. sollte doch auch bei Dir angekommen sein.
Begrenzung der Wochenhöchstarbeitszeit, Urlaubsgesetz, Mutterschutz usw.
 
@ ThomasK_7

nochmal

es geht um Arbeitszeitverkürzung bei vollen Lohnausgleich

der Gesetzgeber kann die maximale Arbeitszeit diktieren, er kann den Urlaubsausgleich diktieren, er kann mit dem Mindestlohn diktieren, das kein sittenwidriger Stundenlohn ausgezahlt wird usw usw

dies macht der Gesetzgeber aus politisch oder menschlichen gründen

wenn der Gesetzgeber die Arbeitszeit verkürzt , von 40 auf 35 Stunden die Woche. darf der Arbeitgeber dies zwar nicht überschreiten, aber durch die Tarif oder Vertragsfreiheit. kann er weniger Stunden die Woche vereinbaren

Vertragsfreiheit halt und da kann sich die Politik nicht einmischen

wenn der Gesetzgeber mit dem Mindestlohn nun festlegt, was nun pro Stunde nicht sittenwidrig ist, hat was nun mit der Arbeitszeit zutun?

Vertragsfreiheit und so, denn die Politik kann nicht dem Arbeitgeber vorschreiben, das er Leute nur für 35 Stunden die Woche einstellt

die Politik kann und wird nie dem Arbeitgeber vorschreiben, das er erstens ein monatliches Festgehalt zu zahlen hat und das er Leute nur für 35 stunden die Woche beschäftigt

das alles ist mit Tarif und Vertragsfreiheit gemeint
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mustis,

Also ich könnte vom Mindestlohn nicht leben, im Moment. Wer kann denn davon leben? Ein Single vllt, wenn er sich stark einschränkt.
Je nach dem wo du wohnst und die Mieten teuer sind bleibt da nicht viel über.
 
Ja mitten in München mit bester Lage wird das wohl nicht gehen. Finde ich aber vollkommen okay. Warum sollte in so einer LAge jemand leben, der grade mal Mindestlohn verdient? Wieder: Luxus für nix tun...

Ansonsten sind das bei ner 40 Stunden Woche 1360€ Brutto. davon kann man leben. Wenn du es nicht kannst, liegt es einzig an dir selbst. und wieso sollte grade ein Single damit klarkommen, ein paar aber nicht? oO Ein Pärchen lebt im allgemeinen günstiger als ein Singel. Die Kosten werden nicht doppelt so hoch oder sogar mehr sondern bleiben darunter, das Haushaltseinkommen aber verdoppelt sich (wenn beide Mindestlohn verdienen). Sorry aber mal wieder Unlogik pur aus deinem Munde.
 
Wenn aber nur 1 verdient, dann ist das halt Pech. Und alleine lebst du ja wie ein Hund davon. Nix essen gehen am WE mal wegfahren, ins Kino, Konzerte. Dann hat man auch Hobbies oder? Klar kann man davon leben, aber wie bzw man muss sich schon einschränken.
Auf dem Land bist vllt auf ein Auto angewiesen, dann wirds lustig.
 
Dann verhandelt deinen Lohn, bild dich weiter oder such dirn besser bezahlten Job. Herr Gott noch eines... Der Mindestlohn ist eine Bremse nach unten um davon leben zu können. Das geht. Zu mehr soll und darf er gar nicht dienen. Es ist nichts anderes als eine Grundsicherung.

Und wer meint, in einem 2 Personen Haushalt muss nur einer auf Mindestlohn Niveau arbeiten und das man davon gemütlich leben können soll, soll sich verdammt nochmal seine Sponsoren selbst suchen und nicht erwarten, dass ihm so ein Leben von der Allgemeinheit gesponsert wird.
 
Der Gesetzgeber könnte z. Bsp. beschließen, dass alle neuen Arbeitsverträge mit maximaler Wochenarbeitszeit von z. Bsp. XX Stunden abzuschließen sind, greift nicht in alte Verträge ein, macht ältere AN wertvoller :D.
Diese Maximalwochenarbeitszeit kann dann stufenweise abgesenkt werden. Ist ja klar, dass nicht von aktuell maximaler Zeit 48h Knall auf Fall auf z. Bsp. 35h gegangen werden kann.

Der Lohnausgleich kann für alle unteren Einkommensschichten über Anhebung des Mindestlohnes erfolgen, völlig gesetzeskonform.
1/48 weniger Arbeitszeit = 1/48 Anhebung des Mindestlohnes.
Für Einkommensschichten oberhalb des Mindestlohnes wird sich sicherlich auch eine Regelung finden lassen, die im Endeffekt einen Lohnausgleich beinhalten und für die oberen Einkommensschichten wird von der Linken eigentlich überhaupt gar kein Lohnausgleich angestrebt, verdienen die ja nach deren Meinung eh schon zu viel im Vergleich.

Geht nicht - gibt es in der Politik nicht !
 
ThomasK_7 schrieb:
Der Gesetzgeber könnte z. Bsp. beschließen, dass alle neuen Arbeitsverträge mit maximaler Wochenarbeitszeit von z. Bsp. XX Stunden abzuschließen sind, greift nicht in alte Verträge ein, macht ältere AN wertvoller :D.
Diese Maximalwochenarbeitszeit kann dann stufenweise abgesenkt werden. Ist ja klar, dass nicht von aktuell maximaler Zeit 48h Knall auf Fall auf z. Bsp. 35h gegangen werden kann.!
du sagst es doch selber maximale Wochenarbeitszeit, das heisst aber nicht das die Stundenzahl nach unten seitens des Arbeitgebers verboten sei

in Deutschland arbeiten ca 27% der erwerbsttätigen in Teilzeit ( Tendenz steigend ), das heisst jetzt schon arbeiten Menschen weniger als die zulässige max Arbeitszeit

wie kann man also annehmen das eine weitere gesetzliche Reduzierung der maximalen Arbeitszeit 1. verhindert das menschen weniger Stunden arbeiten als gesetzlich vorgeschrieben 2. weniger arbeitslose werden und 3. man genauso viel Geld am ende des Monats hat, wie ein jetziger Vollzeit beschäftigter ?

Der Lohnausgleich kann für alle unteren Einkommensschichten über Anhebung des Mindestlohnes erfolgen, völlig gesetzeskonform.
1/48 weniger Arbeitszeit = 1/48 Anhebung des Mindestlohnes.

wäre dann natürlich gerecht, derjenige der 35 Stunden die Woche arbeitet hat weniger mindeslohn, als derjenige der nur 30 stunden die Woche macht

da stellt sich dann die Frage, wo soll dann bei diesem Modell Lohndumping verboten werden? denn derjenige der die max Arbeitszeit leistet, bekommt weniger als derjenige der wenig stunden leistet
 
Zuletzt bearbeitet:
Mustis schrieb:
[...], bild dich weiter oder such dirn besser bezahlten Job[...]

Oder eine Kombination daraus. Eine Freundin hat in den letzten zwei Jahren gut 10.000 € in Bildungskurse & Prüfung gesteckt, sich einen neuen Arbeitgeber gesucht und verdient nun 1.500€ mtl. (brutto) mehr. Dazu muss man aber neben der 40 Std.-Arbeitswoche nochmal dieselbe Zeit ins Lernen investieren, diese Motivation haben wohl nur wenige Menschen.
 
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