Aktuelle politische Lage und Einschätzung

Welche Partei bekommt deine (Zweit-)Stimme zur BTW 2017?

  • CDU/CSU

    Stimmen: 4 2,7%
  • SPD

    Stimmen: 14 9,6%
  • Bündnis 90/Die Grünen

    Stimmen: 5 3,4%
  • Die Linke

    Stimmen: 30 20,5%
  • FDP

    Stimmen: 16 11,0%
  • AfD

    Stimmen: 63 43,2%
  • Sonstige

    Stimmen: 14 9,6%

  • Umfrageteilnehmer
    146
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
@tOTT1

Ich finde das diese dümmlichen Wahlplakate sehr gut das zur AfD und für was sie stehen passen. Es sollte eine Warnung sein für jeden der mit dieser Partei sympathisiert. Die Frage ist doch tatsächlich ob wir als Gesellschaft im 21 Jahrhundert so einem dummen, reaktionären und Deutschtümelen Gesellschaftsbild wieder Raum geben oder ob dieses hoffentlich nur ein kurzer Spuk ist. Ich befürchte leider das sich diese Partei etablieren wird. Haben doch all die strammen deutschnationalen nun endlich ihre Partei gefunden denen die NPD zu schmuddelig war. Mit einem rechten Bodensatz muss, glaube ich, wohl leider jede Gesellschaft auskommen. Rechts Nationale Idioten gibt es überall, auch und gerade hier in Deutschland.

Ich hatte noch vor einigen Jahren als die AfD unter Lucke noch bei ca. 3% lag und eher ein Wirtschaftsliberales Programm hatte nicht ernst genommen. Die Genossen und Antifa die seinerzeit schon gegen die AfD demonstriert hatten, habe ich, ich muss es zugeben, leider auch nicht ernst genommen. Ich sagte immer, ach lasst doch die AfD in Ruhe, es sind zwar Neoliberale, aber doch keine Nazis. Ich erkannte damals nicht was diese Partei für ein Potenzial hat. Nun, heute bin ich eines besseren belehrt und ich halte diese Partei, wie übrigens alle Rechts Populistischen Parteien in Europa, für eine große Gefahr für die demokratischen und freiheitlichen Werte für die Europa nach den Kriegen im letzten Jahrhundert stand. Diese Partei zu bekämpfen hat, finde ich, oberste Priorität.
 
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Ich finde das diese dümmlichen Wahlplakate sehr gut das zur AfD und für was sie stehen passen. Es sollte eine Warnung sein für jeden der mit dieser Partei sympathisiert. Die Frage ist doch tatsächlich ob wir als Gesellschaft im 21 Jahrhundert so einem reaktionären, Deutschtümelen Gesellschaftsbild wieder Raum geben oder ob dieses hoffentlich nur ein kurzer Spuk ist. Ich befürchte leider das sich diese Partei etablieren wird. Haben doch all die strammen deutschnationalen nun endlich ihre Partei gefunden denen die NPD zu schmuddelig war. Mit einem rechten Bodensatz muss, glaube ich, wohl leider jede Gesellschaft auskommen. Rechte Idioten gibt es überall, auch und gerade hier in Deutschland.

Was ist nicht ganz verstehe ist Folgendes:

Viele sagen, Sarah Wagenknecht wäre eine tolle Poitikerin und sie würden ihr die Stimme geben, wäre sie nicht in der Linken. Zudem sei die Linke aufgrund ihrer Flüchtlingspolitik nicht wählbar. Also für eine grossen Teil derer, die AfD wählen, ist also die Flüchtlingspolitik wichtiger als zB Sozialpolitik. Wobei die Linke bzw Sarah Wagenknecht, die das Programm der Linken vertritt, ja eben für Bekämpfung der Ursachen sind und auch eine gerechte Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU.
Diese Argumentation erschliesst sich mir irgendwie nicht, derer die Rechte Parteien wählen. Vor allem geht es der Linken ja um Internationalismus, der ja im Grossen nur bestimmte Ursachen oder Verwerfungen des Kapitalismus und der Menschenrechte beheben kann.
'Deshalb verstehte ich auch nur sehr schwer, wie man sich isolieren kann/will und dann denkt, so wäre alles besser. Wenn man doch weiss, es gibt bestimmte Dinge, die es zu beheben gibt, dann sollte man daran arbeiten, diese zu verändern.
Wie bereits MasterXTC bemerkte hat hier die mediale Berichterstattung und politische Denunzierung der Linken sehr gefruchtet, das wohl seit Anbeginn der BRD.
 
@Godde
ja, wem sagst du das ? Es ist wirklich vollkommen unlogisch dieses Wahlverhalten, gerade von denen die von der Gesellschft benachteiligt werden. Siehe auch Trump in den USA. Da generiert sich ausgerechnet ein Milliardär als Vertreter der Ausgebeuteten und gegen das Establishment der selber ausbeutet und absolut zum Establishment gehört und hat Erfolg damit.

Da wurden vor 15 Jahren die größten Sozialkürzungen unter Schröder verabschiedet und es regte sich dagegen kaum nennenswerter Widerstand. Jetzt wo Flüchtlinge in das Land kommen, bekommt man aufeinmal den Ar... hoch und es formiert sich, zumindest im Osten, massiver Widerstand auf den Straßen. Ich bin überzeugt die HartzIV und Rentenkürzungen wären mit einem ähnlichen Widerstand bei gleichzeitiger Erstarkung z.B. der damaligen PDS oder auch WASG nicht durchzusetzen gewesen.

Es schien ja auch das sich mit der Gründung der Partei Die Linke und deren anfänglichen Erfolge tatsächlich eine Oposition bildet die etwas gegen den Neoliberalen Mainstream der anderen Parteien entgegensetzt. Durch geschickte Fokussierung der öffentlichen Diskussion damals auf angebliche Kommunisten und Stasi in der Linken, konnte das Polit Establishment jedoch gut von den eigentlichen Problemen und Widersprüche des Neoliberalismus ablenken und Die Linke dämonisieren. Hat auch recht gut geklappt, wie man heute sieht. Im Westen kämpfen wir immer noch, bei allen Erfolgen, mit der 5% Hürde. Die AfD nimmt diese dagegen locker. Meine These, der Neoliberalismus ist mit verantwortlich für das erstarken der radikalen Rechten.

Das Problem ist ja halt das viele die tieferen Zusammenhänge nicht begreifen. Das es eben nicht die Flüchtlinge sind die den Lohnabhängigen etwas wegnehmen, sondern das es die kapitalistische Verwertungslogik ist die die eigentliche Gefahr darstellt. Die einfachen Parolen der AfD verfangen besser als das vermitteln der doch etwas komplizierteren Zusammenhänge des derzeitigen Wirtschaftssystems. Hatte ich ja schon weiter oben beschrieben. Dazu passt auch gut das viele Sahra Wagenknecht gut finden, aber Die Linke nicht, obwohl Sahra ja in weiten Teilen für das was Die Linke will mit ihrer Person steht. Vollkommen unlogisch und nicht nachzuvollziehen.

Selbst mein erzkonservativer Schwiegervater, Beamter des höheren Dienstes im Ruhestand und CDU Wähler meint das er die Sahra als einer der sachkundigsten und profiliertesten Politiker hält. Selbst er vertrat als Beamter in Finanzministerium immer die Ansich das die Kürzungen im Rentensystem falsch sind und die Förderung der private Rente rausgeschmissenes Steuergeld ist. Besser sollte damit die gesetzliche Rente gestärkt werden. Aber wählen tut er Die Linke dennoch nicht. Vollkommen verrückt.
 
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tOTT1 schrieb:
Ich weiß nicht was ich von der Partei halten soll. Einerseits hat sie gute Anhaltspunkte, aber andererseits setzt sie diese so unprofessionell um, dass man sowas gar nicht wählen darf.

Ganz meiner Meinung. Die AfD sprach von Anfang an Programmpunkte an, die, meiner Meinung nach, sehr vernünftig sind und so von keiner anderen wählbaren Partei vertreten wurden. Trotzdem wurden sie damals schon von den Medien, Antifa und co. in die rechtsextreme Ecke gestellt.

Mittlerweile ist allerdings ist das Personal eine reine Katastrophe und die Vorwürfe, dass es sich um eine rechtsextreme Partei handelt, sind auch nicht mehr völlig aus der Luft gegriffen. Wenn ich schon lese, dass ein Höcke "Teil der Seele der AfD" sein soll, dann kommt es mir hoch.
Eine AfD unter Lucke hätte ich sofort gewählt. Ich bin nach wie vor gegen den Euro in seiner jetzigen Form und gegen das Vorgehen bezüglich der griechischen Schuldenkrise. Ebenso war die Flüchtlinspolitik eine Katastrophe, wobei man sich bei diesem Thema mal wieder schnell Positionen der AfD sich zu eigen gemacht hat (Einwanderungsgesetz, Flüchtlingscamps in Afrika usw.). Erinnert ein wenig an die Piraten damals... Aber so wie sich das Personal mittlerweile zusammensetzt, ist die Partei leider unwählbar geworden. Schade, denn ihrer Ursprünglichen Form hätte sie das Parteisystem in Deutschland durchaus beleben können. Ähnlich wie es Grüne und Linke auf der anderen Seite des politischen Spektrums bereits getan haben.

@ Godde: Ich kann nur für mich sprechen, aber das größte Problem der Linken, bzw. auch der Grüne und der SPD, ist nicht die Flüchtlingspolitik, sondern die unsägliche Gender-Quoten-Diskussion. So lange diese Parteien an der Frauenquote und dem ganzen Quatsch, der damit zusammenhängt, festhalten, kann ich keine linke Partei wählen.
 
Haben doch all die strammen deutschnationalen nun endlich ihre Partei gefunden denen die NPD zu schmuddelig war.

+1

Diese Partei zu bekämpfen hat, finde ich, oberste Priorität.

Bekämpfen ist da, das falsche Wort. Was noch keine Macht hat, muss auch nicht bekämpft werden, sondern es muss deutlich gemacht werden, dass diese Partei nicht gut für Deutschland wäre.

Im Sinne von deutlich machen, spreche ich aber nicht von den Maßnahmen die SPD und CDU/CSU bisher getroffen haben.
Das ist einfach lächerlich. Eine Partei schlecht zu reden, nur weil sie rechts angehaucht ist.
Es müssen wahre Fakten auf den Tisch gehauen werden, die die AfD in Erklärungsnot bringen. (siehe DIE PARTEI).

Auch sehe ich DIE PARTEI bald im Bundestag sitzen.
 
@tOTT1
ja klar, mit Bekämpfen meine ich ja gerade die argumentative Auseinandersetzung mit dieser Partei und eben nicht Verteufelung. Vielleicht weckt aber das Wort "Bekämpfen" etwas zu martialische Assoziationen ;) Ich fand z.B. albern als Malu Dreyer die AfD aus einer Diskussionsrunde zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ausladen wollte. Man muss sich argumentativ dieser Partei stellen ! Dazu gehört aber gerade auch die Initiative Aufstehen-gegen-Rassismus.de: https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/

Ich verteile deren Material zur Zeit im Wahlkampf parallel mit unserem Material der Linken. Konnte dafür auch schon die Grünen und SPD gewinnen.

@BelaC
ja, unter Lucke war die Bezeichnung Nazis von der Antifa und teilen der Linken vollkommen überzogen. Hatte ich ja auch schon beschrieben. Dennoch muss sich Lucke eventuell dem Vorwurf aussetzen ob er nicht mit der AfD dennoch den Boden für rechts nationals Gedankengut bereitet hat ? Ich finde den Euro, trotz aller Probleme, einen Segen für Europa. Auch wenn es hier viele Fehler bei der Einführung gab und gibt. Aber dennoch halte ich eine Einheitswährung in Europa für eine große Errungenschaft. Hier mit der Romantisierung der D Mark gegenzuhalten fördert den Nationalismus finde ich.
 
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Ich fand z.B. albern als Malu Dreyer die AfD aus einer Diskussionsrunde zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ausladen wollte.

Albern ist untertrieben :D

Der allergrößte Geniestreich bisher (DIE PARTEI): Während die Altparteien um ihre jeweiligen Wähler kämpfen, spricht DIE PARTEI ganz geziehlt die Nichtwähler an, die einen viel größeren Bestandteil ausmachen. D.h. im Umkehrschluss: Die aktiven Wähler interessieren DIE PARTEI gar nicht.

Das ist erschreckend simpel, aber auch erschreckend intelligent.


Edit: Das einzige, was man auf AfDs Facebook Seite lesen kann, ist ganz Großes MIMIMIMI,
Wie viel mimimimi dann noch kommen soll, wenn sie wirklich mal Verantwortung übernehmen muss :D

Oh ich hab noch was gefunden! AfD-Wähler in a nutshell. Grad eben Screenshot gemacht und die Namen unkenntlich gemacht. AfD Wähler schätzen ja ihre Privatspähre und stimmen deswegen zu mehr und "besserer" Kameraüberwachung zu.

Screenshot_2.jpg
 
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Auch sehe ich DIE PARTEI bald im Bundestag sitzen.
ich glaub gar nicht mal das das unbedingt schlecht wäre :D
mit dem sonneborn würden die bundestagssitzungen evtl sogar ganz unterhaltsam ^^
und der weiß wenigstens wie der die abgeordneten mit der nase auf probleme stößt :)
wegen meiner können die gern einziehen solange die nicht regieren ;)
 
BelaC schrieb:
@ Godde: Ich kann nur für mich sprechen, aber das größte Problem der Linken, bzw. auch der Grüne und der SPD, ist nicht die Flüchtlingspolitik, sondern die unsägliche Gender-Quoten-Diskussion. So lange diese Parteien an der Frauenquote und dem ganzen Quatsch, der damit zusammenhängt, festhalten, kann ich keine linke Partei wählen.
Die Gender-Debatte, wie sie ursprünglich mal geführt wurde (als interdisziplinäre Beschäftigung der Wissenschaften mit dem Thema Geschlecht), sehe ich als durchweg positiv. Leider wurde das Thema zu sehr instrumentalisiert ... wer was gegen sexistische Tendenzen z.B. in der Arbeitswelt tun will, der lässt tunlichst die Finger von Quotenregelungen ... denn die bewirken genau das Gegenteil.
Der Sexist hat die möglichkeit, seinen Sexismus so richtig auszuleben ... denn die Frau hat den Job ja nur wegen der Quote bekommen ... die Frauenquote ist ein Zugeständnis an das Vorurteil von der allgemeinen Minderqualifikation der Frau.
Und Zugeständnisse an Quatsch finde ich nicht gut (um es vorsichtig zu formulieren).

Dass das gerade mit linken Parteien assoziiert wird, ist mehr als traurig ... statt einer Quote, sollten die Linken ein Verbot fordern, bei Bewerbungen überhaupt das Geschlecht anzugeben ... gleiches gilt für Lichtbilder.
Wer nicht will, dass Männer nach Kompetenz(gehabe) eingestellt werden, und Frauen nach sekundären Geschlechtsmerkmalen, der muss mMn dafür eintreten, dass das Geschlecht bei der Besetzung von Posten keine Rolle spielen KANN.
Denn was ist die Botschaft, wenn von 10 Posten bei einer Frauenquote von 40% genau 4 Posten an Frauen vergeben werden? ... ganz klar, die "Eignung" wird da wohl nicht unbedingt das ausschlaggebende Kriterium gewesen sein ... und diese Logik funktioniert gerade aufgrund der Frauenquote.
Darüber wird ganz vergessen, dass es "sogar bei einer Frau" einfach die Eignung gewesen sein könnte, die sie auf diesen Posten gebracht hat. Dass auch eine Frau gewisse Leistungen gezeigt haben muss, um solch einen Posten zu bekommen, das ist dank der Frauenquote weitestgehend unsichtbar.

Und da sehe ich die Gender-Debatte tatsächlich als sexistisch ... aber ich bin halt auch eher ein Anhänger der "Queer"-Bewegung ... und von dem Standpunkt aus betoniert eine Quote die Geschlechterdifferenzen eher, als sie aufzulösen (oder wenigstens die kulturell konstruierten Teile zu ent-naturalisieren).

Zum Glück gibt es Links auch Stimmen, die eine Quote ablehnen, allerdings haben die Wohl bei SPD, Grünen, Linken momentan keine Mehrheit ... und die Mehrheit bestimmt, wo es langgeht.
Auch in den Köpfen von Linken gibt es eine ganze Menge Mauern, die man einreißen müsste, um die Gender-debatte wieder erträglicher zu machen ... momentan ist das nur ein (langsam ermüdendes) Medienspektakel fast ohne Hand und Fuss.
 
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Ich schätze die Ehrlichkeit der DIE PARTEI.
Sie mögen für Unwissende amüsant sein, beschäftigt man sich aber tiefer mit ihren Aussagen, steckt so viel Wahrheit dahinter.

Alleine die Antworten die DIE PARTEI im Wahl-O-Mat angegeben hat sind zwar makaber, lustig & übertrieben, aber sprechen alle indirekt ein Problem in unserer Gesellschaft an, das tatsächlich so existiert und von anderen Parteien relativ wenig beachtet wird.
 
Die Partei hat durchaus meine Sympathie. Aber was bringt eine weitere Zersplitterung der Parteienlandschaft ? Letztendlich hat Die Partei ja auch verhindert das Die Linke nicht in den NRW Landtag gekommen ist. Ich glaube schon das wir die 0,1 % die uns gefehlt haben, bei den Wählern von Die Partei hätten bekommen können. Denn Die Partei spricht doch schon, bei aller Satire, ein eher linkes/progressives Publikum an. Und ich finde das Die Linke durchaus gerade die Probleme die die anderen Parteien eben ausklammern ganz genau anspricht. Es gibt eine Alternative und die heißt Die Linke ! Dafür bedarf es eigentlich keiner andere Partei. Aber leider stoßen sich die Deutschen traditionell immer an alles was nach Sozialismus oder Kommunismus riecht. Man ist zurecht unzufrieden, wählt aber lieber dann doch die CDU, weil die Ziele der Linken ja "unfinanzierbar" sind. Was will man dazu noch sagen ?

Was mich aber immer umtreibt ist die Frage was die MLPD, bei konstanter absoluter Erfolglosigkeit, immer dazu bringt mit recht großem Plakataufwand bei jeder Wahl mitzumachen ? Die haben doch mit ihren recht traditionell und altbackenen Auftreten (Stichwort: "Wahrer Sozialismus", oder Lenin Konterfeis mit Hammer und Sichel) keinerlei Chancen hier irgendjemanden hinter den Ofen hervorzulocken. Ich schüttele selbst als Linker immer wieder den Kopf wenn ich deren Plakate sehen. Reines Politsektierertum und Selbstzweck, meiner Meinung.
 
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Die partei spricht so sehr für und gegen die linke wie für und gegen alle anderen parteien. Das sind genauso spiessige steife parteibonzen wie der rest auch und genau das ist eins ihrer kernprobleme da es noch weniger zum linken spektrum passt als es schon nicht zu den volksparteien passt und das ist auch, was die partei auch den linken als spiegel vorhält. Wenn ich eine kipping oder wagenknecht schon sehe, denen die machtgier und die karrieregeilheit aus den augen spiegelt, ne danke. Aber klar, wagenknecht und lafontaine, das ist die große liebe, da war null kalkül ind machtgier dahinter...
 
MasterXTC schrieb:
Dennoch muss sich Höcke eventuell dem Vorwurf aussetzen ob er nicht mit der AfD dennoch den Boden für rechts nationals Gedankengut bereitet hat ? Ich finde den Euro, trotz aller Probleme, einen Segen für Europa. Auch wenn es hier viele Fehler bei der Einführung gab und gibt. Aber dennoch halte ich eine Einheitswährung in Europa für eine große Errungenschaft. Hier mit der Romantisierung der D Mark gegenzuhalten fördert den Nationalismus finde ich.

Du meinst Lucke, oder? Sehe da keine Schuld bei ihm. Natürlich fühlt sich ein Rechtsextremer von einem rechtsliberales Parteiprogramm eher angezogen, als von einem linken. Genau wie ein Linksextremer eher mit einem Parteiprogramm von den Grünen oder der Linken sympatisiert. Das kann man Grünen/Linken doch auch nicht vorwerfen. Das Problem könnte ein anderes sein (es folgt pure Spekulation aufgrund von alltäglichen Beobachtungen): Personen, die politisch eher gemäßigt rechts bzw. rechtsliberal wie Lucke denken, engagieren sich sehr selten in der Politik. Die sind lieber Manager, VWL/BWL-Professor oder ähnliches, weil es dort wesentlich mehr zu verdienen gibt. Deshalb hat Lucke die Unterstützung in der AfD gefehlt. Rechtsextreme haben häufig ein wesentlich ausgepräkteres politisches Mitteilungsbedürfnis und entsprechend konnten sie in der AfD, aufgrund ihrer bloßen Anzahl, immer mehr an Bedeutung gewinnen. Auf der politisch linken Seite kann ich das nicht beobachten. Auch gemäßigte Linke sind in der Politik aktiv.

Zum Euro: Ja, eine einheitliche Währung für Europa ist grundsätzlich etwas tolles. Aber wenn man den Euro als Mittel sieht Europa zu einen, zäumt man das Pferd von hinten auf. Das kann nicht gut gehen. Bevor eine einheitliche Währung eingeführt wird, sollte Europa zunächst wirtschaftlich und politisch geeint werden. Und das ist keine Frage von Jahrzehnten, sondern eher von Jahrhunderten. Wenn es überhaupt irgendwann zu erreichen ist. Das hat, zumindest bei mir, auch nichts mit einer Romantisierung der D-Mark zu tun. Das ist einfache Volkswirtschaftslehre.

DerOlf schrieb:
Dass das gerade mit linken Parteien assoziiert wird, ist mehr als traurig ... statt einer Quote, sollten die Linken ein Verbot fordern, bei Bewerbungen überhaupt das Geschlecht anzugeben ... gleiches gilt für Lichtbilder.

Absolute Zustimmung. Name, Geschlecht, Nationalität, Foto usw. können wegen mir gerne aus Bewerbungen verschwinden. Ebenso müssen Unternehmen unterstützt werden, wenn eine Frau durch eine Schwangerschaft "ausfällt". Die Einschränkungen dadurch müssen so gering wie möglich gehalten werden. Aber eine Quote löst das Problem nicht, eher im Gegenteil, wie du richtig schreibst.
 
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Ach ja, ich meine Lucke. Mein Gott, das war ein freudscher Fehler. Wird gleich korrigiert. :D

Das Problem bei der AfD ist das man denen viel zu sehr hinterhergerannt ist bei den Medien. Die Medien mussten über jedes Stöckchen springen die ihnen die AfD hinhielt. Damit gewann diese Partei eine viel zu große Aufmerksamkeit die ihr sehr geholfen hat. Ich sage ja immer das Die Linke seinerzeit lange nicht von den Medien diese Aufmerksamkeit in ihren eigentlichen Zielen erhielt wie heute die AfD. Man übertrifft sich gegenseitig bei den Altparteien mit den Forderungen der AfD um deren Wähler zurück zu bekommen. Bei der Linken vor 10 Jahren stand hingegen weniger die asoziale Agenda Politik der SPD, Grünen und auch CDU in der Diskussion, als vielmehr wieviel Kommunisten und Stasi bei den Linken sind und ob Die Linke denn Demokratisch sei. Hannelore Kraft erbödete sich ja nicht 2010, als Die Linke in den NRW Landtag einzog, unsere Partei einem "Demokratietest" zu unterziehen, um dann Medienwirksam zu behaupten das wir ja nicht Demokratisch seien. Eine wirkliche Unverschämtheit. Nun, heute sitzt dafür die AfD im Landtag und Kraft ist abgewählt. Mit einer klar gegen die Agenda 2010 gerichteten Politik, von den Linken geduldet, wäre das eventuell nicht passiert.
 
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Hallo

MasterXTC schrieb:
Meine These, der Neoliberalismus ist mit verantwortlich für das erstarken der radikalen Rechten.
Meine Frage, wieso schaffen es die linken nicht durch den Neoliberalismus zu erstarken ?
Wie klug ist es permanent den rechten Feind zu beleidigen ?
Seit Ihr linken so gefrustet darüber, das die rechten euch überholen, das Ihr euch nur noch mit Beleidigungen wehren könnt ?
Was bringt euch linken eure angebliche Intelligenz wenn Ihr damit nichts erreicht ?
Ich frage mich langsam wer klüger vorgeht, rechts oder links ?

MasterXTC schrieb:
Das Problem ist ja halt das viele die tieferen Zusammenhänge nicht begreifen.
Ach so aber die kaputten zugedröhnten von der Roten Flora, Rigaer Straße und der Kiefernstraße begreifen das besser ?
Dann bin ich lieber dumm, aber habe Geld in der Tasche und laufe nicht wie ein Obdachloser durch die Gegend.

MasterXTC schrieb:
Die einfachen Parolen der AfD verfangen besser
Wieso fangt Ihr linken nicht mal damit an euch einfacher auszudrücken ?
Wenn ich z.B. die Texte von unserem Olf nehme, der drückt sich so langatmig und geschwollen aus, das man keine Lust hat die Beiträge zu Ende zu lesen, es ist nicht das man Ihn nicht versteht aber er ist zu langatmig/langweilig.
Ihr linken solltet lernen auf den Punkt zu kommen und mit dem Geschwafel aufzuhören, hört vor allem mit den ständigen Lobhudeleien auf links auf, dieses Pseudo intelektuelle Gerede halten normale Menschen nicht lange aus.

MasterXTC schrieb:
als das vermitteln der doch etwas komplizierteren Zusammenhänge des derzeitigen Wirtschaftssystems.
Ihr linken macht viele Dinge einfach komplizierter als diese wirklich sind, indem Ihr die Dinge totredet.

Grüße Tomi
 
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@Tomislav2007

Wenn die Menschen aber nicht bereit sind aufgrund der Dämonisierung der Linken sich einmal ernsthaft mit unseren Zielen auseinanderzusetzen nützen die besten Argumente und Programme nichts. Wie man ja gerade auch an dir sieht, gibt es viele dumme Vorurteile und Allgemeinplätze (z.B. Linke sind alle gammelig und ungepflegt, oder wollen allen etwas wegnehmen) wo, wenn die Linke um die Ecke kommt, erstmal bei vielen die (Scheu) Klappe fällt. Ich sehe es doch täglich am Infostand. "Um Gottes Willen, nicht die Linke" ist da noch der eher nettere Kommentar der mir da entgegen gehalten wird.

Ganz klar, die etablierte Politik, aber auch die Medien haben es sehr gut verstanden den Leuten weis zu machen das die Linken nicht ihre Interessen vertritt, obwohl das objektiv einfach nicht stimmt. Bisher jeden den ich dazu gebracht habe sich mal am Infostand, trotz erstmal reflexartiger Abwehr, einmal wirklich mit unseren Zielen auseinanderzusetzen, musste nachher zugestehen das vieles sehr vernünftig und gut ist und der Allgemeinheit, zumindest der Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung dient.

Und "totreden" mag manchmal stimmen, spricht aber auch gerade für eine lebendige Streitkultur bei uns Linken die eben nicht auf platte Parolen und einfache Lösungen setzt. Es zeigt auch wie unverschämt der Vorwurf war das wir ja nicht Demokratisch seien. Gerade bei uns steht Demokrarie hoch im Kurs, viel mehr als z.B. bei der CDU wo die Basis das Abnickt was von oben vorgegeben wird. Außerdem ist Die Linke die einzige Partei Die nicht von Lobbys geschmiert wird. Hier legen ja die CDU und die FDP Spitzenplätze ein und da sollte eigentlich klar sein in wessen Ineresse diese Parteien ihre Politik ausrichten. Garantiert nicht im Interesse der Arbeitnehmer und Lohnabhängigen.
 
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Hallo

MasterXTC schrieb:
Wenn die Menschen aber nicht bereit sind aufgrund der Dämonisierung der Linken sich einmal ernsthaft mit unseren Zielen auseinanderzusetzen nützen die besten Argumente und Programme nichts. Wie man ja gerade auch an dir sieht, gibt es viele dumme Vorurteile und Allgemeinplätze (z.B. Linke sind alle gammelig und ungepflegt, oder wollen allen etwas wegnehmen) wo, wenn die Linke um die Ecke kommt, erstmal bei vielen die (Scheu) Klappe fällt. Ich sehe es doch täglich am Infostand. "Um Gottes Willen, nicht die Linke" ist da noch der eher nettere Kommentar der mir da entgegen gehalten wird.
Dann solltet Ihr evtl. an eurem Auftreten arbeiten und nicht wie ein getretenes Hündchen unkontrolliert um sich beißen.
Wie soll ich jemanden ernst nehmen der fast wie ein Obdachloser aussieht und es nicht schafft sein Leben selber zu finanzieren aber mir etwas von Wirtschaft erzählen will ?

MasterXTC schrieb:
Ganz klar, die etablierte Politik, aber auch die Medien haben es sehr gut verstanden den Leuten weis zu machen das die Linken nicht ihre Interessen vertritt, obwohl das objektiv einfach nicht stimmt.
Kommt jetzt wieder die Opferrolle ? Die AfD wurde/wird von den Medien und den etablierten Parteien noch viel härter angegangen als Die Linke und trotzdem hat die AfD es geschafft weiter zu kommen als Die Linke.

MasterXTC schrieb:
Und "totreden" mag manchmal stimmen, spricht aber auch gerade für eine lebendige Streitkultur bei uns Linken die eben nicht auf platte Parolen und einfache Lösungen setzt.
Ein schlafender Zuhörer/Leser ist kein Zuhörer/Leser mehr.

MasterXTC schrieb:
Gerade bei uns steht Demokrarie hoch im Kurs
Eure Demokratie hat leider einen anarchistischen Beigeschmack.

MasterXTC schrieb:
Außerdem ist Die Linke die einzige Partei Die nicht von Lobbys geschmiert wird.
Noch nicht, weil Die Linke im aktuellen Stadium uninteressant für Lobbys ist, warum sollte man jemand schmieren der nichts zu sagen hat ?

MasterXTC schrieb:
ja klar, mit Bekämpfen meine ich ja gerade die argumentative Auseinandersetzung mit dieser Partei und eben nicht Verteufelung.
Wieso beleidigst du dann permanent die rechten und das auftreten der AfD ? Ich bin auch kein Freund der AfD aber was du manchmal von dir läßt ist unter aller Sau.

Grüße Tomi
 
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@Mustis: Siehst du es echt als Kernproblem?
Ich finde es gut, dass sie diese etwas verwirrende Monopolstellung hat, weil sich die Leute darüber Gedanken machen und genau das fehlt einem großen Teil der Bürger: Hinterfragen und sich Gedanken machen!

Alles was ich lese, alles was ich mitbekomme, hinterfrage ich mich und mach mir mein eigenes Bild.
Medien aller Art hinzunehmen und zu schlucken, ist ein sehr gefährlicher Leichtsinn.

Ich gucke auch manchmal die "extremen" Videos von "ZERBERSTER" auf Youtube. Auch wenn seine Stimme mich langweilt, er mit seinen Gutmenschenparolen um sich rumwirft und relativ hetzerisch agiert, er bringt mich zum Nachdenken.

Dann solltet Ihr evtl. an eurem Auftreten arbeiten und nicht wie ein getretenes Hündchen unkontrolliert um sich beißen.
Wie soll ich jemanden ernst nehmen der fast wie ein Obdachloser aussieht und es nicht schafft sein Leben selber zu finanzieren aber mir etwas von Wirtschaft erzählen will ?

burn.
 
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@Tomislav2007
ja, es ist leider nunmal so das Platte dumme Parolen bei den Massen besser verfangen als intelligente Argumente. Und unterstellst du nun das ich am Infostand wie ein "Obdachloser" aussehe und darum kein Interesse für Linke Politik besteht ? Wie oberflächlich, ja unverschämt bist du eigentlich ? Ich gehe mit dir respektvoll um, das erwarte ich auch von dir, auch wenn ich ein Linker bin. Nur Allgemeinplätze und dümmste Vorurteile die du hier verbreitest. Niemand, zumindest in unserem Kreisverband sieht so aus wie du es hier beschreibst. Es zeigt eigentlich nur mal wieder wie hohl die Argumente gegen die Linke ist. Aber klar, mit Plattheit lässt sich sehr gut Politik machen. Wenn ich an die vor Oberflächlichkeit strotzenden Plakate der CDU bei der NRW Wahl denke, sehe ich mich darin bestätigt. Mit null Inhalt und oberflächlichen Aussagen zum Wahlsieg.

Und auch wenn du das als bekennender Egoist nicht glauben magst, Die Linke nimmt grundsätzlich keine Spendengeldern der Wirtschaftslobby an, das ist unser Grundsatz. Auch da wo wir in politischer Verantwortung stehen. Es hat also nichts mit "nichts zu sagen hat" zu tun. Ich finde dass das eigentlich eine Selbstverständlichkeit aller Parteien seien müsste die vorgeben im Sinne der Allgemeinheit Politik zu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
MasterXTC schrieb:
Es zeigt auch wie unverschämt der Vorwurf war das wir ja nicht Demokratisch seien. Gerade bei uns steht Demokrarie hoch im Kurs, viel mehr als z.B. bei der CDU wo die Basis das Abnickt was von oben vorgegeben.

dafür das Demokratie bei den linken hoch im kurs steht, scheint ihr aber ganz schön undemokratisch

- wenn die Mehrheit keine linke Politik will, wird es nicht demokratisch hingenohmen, nö, man bezeichnet die mehrheit als dumm oder das sie dies und dies nicht verstehen
- Meinungen von andersdenkende werden nicht akzeptiert, nö man muss sie bekämpfen
- man verwehrt anders denkende das Demonstrationsrecht, sei es afd Demos oder afd Veranstaltungen, die linke ist immer vorne dabei um diese zu stören, bzw sie zu verhindern
Die Linke nimmt grundsätzlich keine Spendengeldern der Wirtschaftslobby an, das ist unser Grundsatz.

das stimmt so garnicht!

die linke bekommt keine großspenden von der Lobby. das heisst aber nicht das sie keine spenden der wirtschaftslobby erhällt.

spenden unter 10. 000 Euro müssen weder exakte Höhe noch die Spendernamen bekannt gegeben werden. sie werden als spenden von juristischen Personen gelistet
 
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