Aktuelle politische Lage und Einschätzung

Welche Partei bekommt deine (Zweit-)Stimme zur BTW 2017?

  • CDU/CSU

    Stimmen: 4 2,7%
  • SPD

    Stimmen: 14 9,6%
  • Bündnis 90/Die Grünen

    Stimmen: 5 3,4%
  • Die Linke

    Stimmen: 30 20,5%
  • FDP

    Stimmen: 16 11,0%
  • AfD

    Stimmen: 63 43,2%
  • Sonstige

    Stimmen: 14 9,6%

  • Umfrageteilnehmer
    146
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Man hat doch viel weniger von Frau Merkel gesehen und ihre Aktivität war gerne zustimmend.
Sie wirkte eher müde und teils hilflos auf den Redeführer Schulz antwortend. Herr Schulz hat sich da ordentlich vorbereitet und seine übliches Aufdrehen war sehr kontrolliert eingespielt. So war sogar sein Forum Politik Gespräch vor zwei Wochen deutlich intensiver und das Publikum recht kritisch zuhörend. Auch hat er selbst die Journalisten mit Nachdruck zum Nachdenken gefordert, statt nur einfach Fragen zu beantworten.
Bei Frau Merkel in der gleichen Gesprächsrunde sah man zustimmendens Lächeln und Kopfnicken vieler Zuschauer.

Das die Journalisten lieber ein Schlachtfest bei der Kanzlerrunde sehen wollten, zeigt deren Unmündigkeit bei der Fragestellung tatsächlich mal in die Tiefe zu gehen und wirklich Lösungsansätze bis auf das Türkei und Diesel Problem zu fordern. Eigentlich war das mit einer Gesprächsrunde viel zu kurz eine Dauerwerbesendung

Viel erschreckender ist aber, das es um Duelle geht. Führungsverantwortung des Gesetzgebers sind kein Duell und Wettbewerb, es geht um alle Meschen im Land dun indireket um die Menchen, die Deutschland in Wirtscjhhaft nahe stehen. Führungs heißt Verantwortung zu übernehmen und sich nicht im Marketing zu verkaufen. So hat ja selbst dei whal des Herrn Trump ja globale Auswirkungen, obwohl wir kein Wahlrecht für die USA haben. So manch politiker ist sich dieser außenpüolitsiche Verantortung in seinem inenpolitischen Handeln überhaupt nicht bewusst.

Ebenso erschreckend, das wir eine Parteienlandschaft konkurrierdender Fussballclubs haben, statt ein hinterfragendes Miteinander mit wirklichen Lösungen. Ist nur noch dei Frage, wann diese Vereine selbst noch Aktienunternehmen werden, weil man seinen Gönnern die beste Rendite verkaufen will.
 
Der Nachbar schrieb:
So manch politiker ist sich dieser außenpüolitsiche Verantortung in seinem inenpolitischen Handeln überhaupt nicht bewusst.

sollte uns doch nicht kümmern, denn wie man beim Duell gesehen hat, hat Deutschland nur 3 Hauptprobleme. Türkei,Diesel und Integration

also scheint ja innenpolitisch alles in Butter zu sein ;)
 
Schulz soll Redeführer gewesen sein und Merkel teils hilflos? Oo Haben wir das gleiche Duell gesehen?

Und natürlich ist Politik ein Duell. Immer. Weil es nicht nur richtig oder falsch gibt sondern unendlich viele Meinungen, die in Konkurrenz zueinander stehen. Eine demokratische Entscheidung kann aber nur getroffen werden, wenn sich Meinungen durchsetzen und es setzt sich das durch, wofür gekämpft wird, hier eben mit Worten und Diskussionen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mustis schrieb:
Eine demokratische Entscheidung kann aber nur getroffen werden, wenn sich Meinungen durchsetzen und es setzt sich das durch, wofür gekämpft wird, hier eben mit Worten und Diskussionen.
Durchsetzen, kämpfen ... und dabei kommt dann der Grabenkrieg zwischen Interessengemeinschaften heraus, den wir heute so Politik nennen.

Mehrheitsentscheidungen sind richtig, solange dabei nicht größere Minderheiten völlig ignoriert werden, denn DAS steht nicht im Einklang mit dem GG.

Es geht in einer Demokratie nicht nur ums Durchsetzen ... eigentlich leisten wir uns dieses unglaublich träge und schwache System, weil wir uns von ihm "gute" Entscheidungen im Sinne der Bevölkerung erhoffen.
In welchem Licht erscheinen da pauschale Bündnisablehnungen (egal ob nun gegen Grüne, CDU, LINKE oder AfD gerichtet). Was soll ich von Politikern halten, die einen Antrag einer anderen Fraktion erst ablehnen ... um ihn kurze Zeit später als Eigenantrag wieder einzubringen, und durchzudrücken.
Da geht es lang nicht nur darum, dass gute Entscheidungen getroffen werden, sondern vor allem anderen darum, wer sich diese Entscheidungen nachher (im nächsten Wahlkampf) auf die Fahne schreiben darf.

Wenn Linke oder AfD ein BGE fordern, werden SPD und CDU das ablehnen ... und wenn dann über 30% der Bürger doch laut ein BGE fordern, dann werden genau diese Parteien diesen Antrag schneller wieder ein- und durchbringen, als man "hoppla" sage kann. Und beim nächsten Wahlkampf konstatieren, dass es ja einer GroKo bedurfte, um dieses "wichtige" Reformpaket zu beschließen.

Und genau deswegen halte ich Politik in ihrer momentanen Form NICHT für eine Lösung ... fast egal für was, denn ausser Machtpoker und Marketing sehe ich da momentan wenig Potenzial.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seid ihr wirklich so naiv? Wie soll man bitte bei grundlegend verschiedenen Meinungen einen Konsens bilden? Nimm die Grünen und ihre fixe Idee, bis 2030 (12 Jahre!) sämtliche Verbrenner zu verbieten. Halte ich für völlig indiskutabel, voreilig und technisch nicht umsetzbar. einige Politiker sehen das ähnliuch. Wie willst du hier Konsens erreichen? Oder nimm die Zuwanderung. Da gibt es mehr als eine Meinung dazu und viele davon sind in keiner weise miteinander vereinbar. Deine Aussage zum GG sind so auch nicht richtig. Minderheiten dürfen nicht ausgegrenzt werden, etc.pp. Das gilt aber so nicht für Meinungsminderheiten sondern biologische, religiöse etc. Für reine Meinungen gilt dies nur bedingt sonst müsste man ja z.B. die Meinungen von so manchen nicht ganz so extremen Rechten, der gegen Zuwanderung ist, aufgrund des GG berücksichtigen. Allgemein: Es gibt Meinungen, die stehen sich komplett widersprüchlich gegenüber, da findet man nicht nur keinen Konsens, auch das GG würde, wenn es so wäre wie du behauptest, würde dann zwangsweise verletzt werden. Ich kann Zuwanderung nicht einerseits zulassen und andererseits verhindern. Den dann würde ich das GG tatsächlich verletzten, weil ich die Zuwanderer aufgrund von rassischen, religiösen oder sonstigen Merkmalen her aussiebe.
 
Der Nachbar schrieb:
Sie wirkte eher müde und teils hilflos auf den Redeführer Schulz antwortend. Herr Schulz hat sich da ordentlich vorbereitet und seine übliches Aufdrehen war sehr kontrolliert eingespielt.
Wat? Auf welchem Programm lief den sowas? Ich hatte nach 20 Minuten schon das Problem mich wach zu halten.

Ich habe Schulz exakt einmal auf der Gewinnerstraße gesehen. Als er Merkel mit der Maut konterte, da aber auch nur für ungefähr 1,345 Sekunden bis allen wieder einfiel das die CSU das ja nicht ohne der SPD gemacht hat.
 
Mustis schrieb:
Seid ihr wirklich so naiv? Wie soll man bitte bei grundlegend verschiedenen Meinungen einen Konsens bilden? Nimm die Grünen und ihre fixe Idee, bis 2030 (12 Jahre!) sämtliche Verbrenner zu verbieten. Halte ich für völlig indiskutabel, voreilig und technisch nicht umsetzbar. einige Politiker sehen das ähnliuch. Wie willst du hier Konsens erreichen?
Die Frage ist ja nicht, ob das bis 2030 zu erreichen ist (die Zeitspanne halte ichauch für zu knapp), sondern ob man überhaupt Verbrenner aus dem Verkehr ziehen will. Mir würde es allgemein auch bis 2050 reichen oder bis 2070 oder 2117 ... der Zeitraum ist mir dabei nicht so wichtig, wie ein klares Zeichen an die Autoindustrie und die Konsumenten. Und wenn dieser Ausstieg aus der Verbrennungstechnologie nicht wenigstens besprochen wird, wird sich weder bei der Industrie, noch bei den Konsumenten irgendwas ändern (mal davon abgesehen, dass die dann irgendwann asiatische Autos kaufen, weil es bei denen technologisch wenigstens voran geht).

Oder nimm die Zuwanderung. Da gibt es mehr als eine Meinung dazu und viele davon sind in keiner weise miteinander vereinbar.
Daher gilt es einen Weg zu finden, mit dem auch die extremeren Meinungen zufrieden sein können (z.B. Zuwanderung ja, ABER mit einem tragbaren Konzept dahinter ... auch bei diesem Konzept gibt es noch vel zu bekakeln ... und es gibt mehr Möglichkeiten, als "ja" oder "nein" eigentlich immer.
Von extrem links/rechts wird sowieso kritik kommen ... die einen wollen grenzenlos unkontrollierte Zuwanderung, die anderen wollen sie garnicht, wieder andere wollen sie nur, wenn sie der Volksökonomie Vorteile bringt (australisches Modell), und nochmal andere wollen einen Flüchtlingsstatus grundsätzlich nicht anerkannt sehen.
Im Dialog mit diesen demokratischen Kräften geht es darum, die Mehrheitspoositionen so zu formulieren, dass sie nur sehr schwer angreifbar sind.
Sich dabei immer nur drauf zu beziehen, dass das eben die Position der Parteien sei, die bei der letzten Wahl ein Regierungsmandat bekommen haben, das ist lächerlich, denn in den Vier Jahren kann viel passieren ... die Meinungsbilder ändern sich ... aber die Positionen der Parteien werden immer nur anlässlich der nächsten Wahl überdacht. Ich finde das falsch, weil es die Meinungsbewegungen zu leicht ignorieren kann. Von seinen 16 Jahren Amtszeit hat Kohl im Prinzip nur 4 Jahre volksnah regiert (immer das Wahljahr) ... und seinen Wählern hat das immer wieder gereicht ... und die Kohl-Administration konnte mit weiteren Vier Jahren Stillstand glänzen (da kann man nicht meckern, stabil war diese Politik auf jeden Fall, leider hat sie dafür gesorgt, dass heute einige Menschen die Agenda 2010 tatsächlich als notwendig betrachten können und damit nichtmal unrecht haben).
Die Politik der großen Parteien ändert sich immer erst dann, wenn die Sonntagsfrage mal nicht so ganz nach Gusto ausgefallen ist ... und ausser Lippenbekenntnissen tut sich selbst dann eigentlich nichts.

Ich werfe der Politik der aktuellen Regierung mangelnde Dialog- und Kompromissbereitschaft vor (hat man zeitweise am inflationären Gebrauch des Wortes "alternativlos" gesehen). Und ich finde das ein bisschen kindisch.

Natürlich müssen politische Kompriomisse auf der Basis des Grundgesetzes stehen, aber so lange sich jeder als "Verlierer" fühlt, der nicht haargenau seinen Willen durchsetzen kann, wird das halt nichts werden.
Man könnte doch auch mal vernünftigen Argumenten nachgeben, statt (notfalls gegen jede Vernunft) nur stumpf seine Parteilinie zu verfolgen.
Ich bin sicher, dass wir "Missstände" (deser Begriff ist IMMER subjektiv) auf diese weise weitaus sinnvoller bearbeten könnten, als wenn der dickste Schädel sich immer wieder durchsetzt.

Die Standpunkte der Parteien stecken mMn das Feld ab, auf dem sich die Entscheidungen abspielen ... aber neben diesen paar "Eckpunkten" gibt es da noch eine ganze Menge Platz, der momentan meist ungenutzt bleibt, weil die Entscheidungen eh immer in einer Ecke liegen.
Wenn das Volk das so will, dann sei es so ... aber beschwert euch dann nicht, wenn die LINKE mit ihren "Unkenrufen" mal Recht behält (obwohl, "LINKE" und "Recht behalten", dass dürfte für einige hier ein echter Widerspruch sein ... zum Glück stehen die wenigen ja eh nicht so auf Argumente).
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Die Frage ist ja nicht, ob das bis 2030 zu erreichen ist (die Zeitspanne halte ichauch für zu knapp), sondern ob man überhaupt Verbrenner aus dem Verkehr ziehen will.
In der Regel geht es bei sowas doch immer nur um Neuzulassungen.
12 Jahre sollen nicht für die Entwicklung eines Elektroautos reichen?
Das wäre für mich dann aber wirklich mal ein Armutszeugnis für unsere Industrie.
 
@wiztm:
Ich sehe das Problem auch weniger bei der Industrie oder der technologischen Entwicklung, sondern eher bei den Kunden dieser Industrie ... und die davon zu überzeugen, dass der Hybrid, oder der elektrische dem reinen Verbrenner vorzuziehen ist, das könnte tatsächlich etwas länger dauern, als die Entwicklung dieser Technologien.

Das Problem bei der Industrie ist doch eher, dass die nichts entwckeln wird, wofür es nach ihrem Ermessen keinen Markt gibt ... also hat dieser "Change" vom Markt auszugehen ... also vom Kunden.
Wenn der auch mit einem kleinen Elektroauto klarkommt, dann wird die Industrie schon dafür sorgen, dass es da brauchbare angebote gibt ... aber solange immer größere, schwerere und schnellere SUV's, Sportwagen, und Familienlimousinen mit Verbrennungstechnologie gekauft werden, gibt es für die Industrie keinen Grund, Geld in die Hand zu nehmen ... das Kerngeschäft läuft doch auch so.

Gleiches gilt für die Energiekonzerne ... warum sollen die denn auf regenerative Qellen umstellen, solange der Strom aus Verbrennungstechnologien auch gekauft wird?

Die Androhung eines Verbots dieser umweltschädigenden Technologien ist mMn ein passender Anreiz für diese Industriezweige, mit Hochdruck Alternativen zu entwickeln ... je knapper die "Frist" desto angestrengter wird mMn daran gearbeitet werden.

Ein schnelles Verbot der Verbrenner, ohne dass der Markt dafür bereitet wurde, ist nur eine Schwächung der deutschen Autohersteller, denn der Kunde wird dann auf die im Ausland gefertigten Verbrenner ausweichen. Wenns von Mercedes, Audi, VW, BMW eben keine reinen Verbrenner mehr gibt, dann kauft man eben den vom GM, oder von Fiat, Peugeot, Lada oder was auch immer.
Hier dann steuerlich nachzuregulieren oder "strafzölle für Verbrennungsmotoren" zu erheben, könnte von der übrigen EU mit Recht als "unlauterer Wettbewerb" angeprangert werden.

Ein Verbot der Machart "hauptsache schnell raus" kann ich auch nicht gutheißen, denn noch steckt auch hnter Elektro letztlich die verbrennung fossiler Energieträger. Den Verbrennungsmotor hier mit Gewalt gegen den elektrischen auszutauschen, ist also momentan noch reine Kosmetik (oder in Anbetracht der Energieeffizienz sogar ein Schritt in die "falsche" Richtung).

Nebenbei: Schonmal verhandelt? ... man beginnt IMMER mit völlig unrealistischen Forderungen ... auf beiden Seiten, denn wer in einer Verhandlung nur ganz genau das fordert, was er will, der wird sehr wahrscheinlich weit hinter seinen Erwartungen zurückbleiben.
Daher fordert man immer zu viel, um am ende wenigsten Zugeständnisse machen zu können, ohne gleich alles aufgeben zu müssen. Wenn ich 120% dessen fordere, was ich eigentlich erreichen will, dann sind mindestens 20% davon "Verhandlungsmasse" (eigentlich eher knapp 50-60%, denn ich würde Verhandungen erst dann abbrechen, wenn ich nichtmal die Hälfte meiner Forderungen realisieren kann, bis dahin wird weiter verhandelt).
 
Zuletzt bearbeitet:
wiztm schrieb:
In der Regel geht es bei sowas doch immer nur um Neuzulassungen.
12 Jahre sollen nicht für die Entwicklung eines Elektroautos reichen?
Das wäre für mich dann aber wirklich mal ein Armutszeugnis für unsere Industrie.
Es reicht nicht, das die Industrie ein vernünftiges Produkt zu vernünftigen Preis auf dem Markt bringt. Solange sich der Staat gegen die Infrastruktur wehrt und die einzige Lösung der Energieversorgung Braunkohle heisst, solange funktioniert das nicht.

In Deutschland kommt oben drauf noch das Zusatzproblem des unbeschränkten Rasens. So eine Fahrt mit einer 2.5t Schrankwand bei 200km/h kostet doch nochmals deutlich mehr Akkukapazität.

Ich vermute dennoch, das die EU Richtung Verbot schwenken will. Wie schon in anderen Produktbereichen vorgemacht. Egal ob es Alternativen am Markt gibt oder die neue Technik (Giftstofflampe) schlechter als die Alte ist. Man kann nur hoffen das die deutsche Regierung einmal auf seiten ihrer Konzerne stehen wird, um das zu verhindern. Aber ob man die gewonnene Zeit für die Lösung der Infrastruktur nutzt wage ich zu bezweifeln.
 
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DerOlf schrieb:
Das Problem bei der Industrie ist doch eher, dass die nichts entwckeln wird, wofür es nach ihrem Ermessen keinen Markt gibt ... also hat dieser "Change" vom Markt auszugehen ... also vom Kunden.
Diesen Teil sehe ich etwas anders. Wenn es gar keinen Markt dafür gäbe, warum verkauft Tesla dann soviele?
Wobei es schon richtig ist das insbesondere die deutschen hier kritischer sind. Aus mir unbekannten Gründen fährt zwar die Mehrheit gerade mal weniger ~80km am Tag ist aber trotzdem der Meinung sie bräuchten unbedingt mindestens 700km Reichweite, besser unbegrenzt.

Aber selbst wenn der Staat sie dazu zwingen möchte umzuschwenken wird alles daran gesetzt dies zu torpedieren.
Siehe dazu Chinas Einführung der Elektromobilquote und dem sofortigem Aktionismus der deutschen Autoindustrie.
Hier hätte es also zwangsweise einen Markt gegeben. Trotzdem hat man sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt.
Ich glaube also die Ablehnung kommt nicht alleine durch die Kunden, sondern primär auch durch die Hersteller.
Aus deren Sicht ist eine Investition in neue Technologien wohl nicht wünschenswert. Lieber am altem festhalten.
Zum Glück produzierten die Hersteller keine Pferdefuhrwerke...

Unyu schrieb:
Es reicht nicht, das die Industrie ein vernünftiges Produkt zu vernünftigen Preis auf dem Markt bringt. Solange sich der Staat gegen die Infrastruktur wehrt und die einzige Lösung der Energieversorgung Braunkohle heisst, solange funktioniert das nicht.
Und wer genau verbietet dir dein Auto über deine Solarpanels zu laden?
 
Wobei es schon richtig ist das insbesondere die deutschen hier kritischer sind.
das ist ein wichtiger grund. die deutschen sind recht... träge wenn es um derartige inovationen geht.

Aus mir unbekannten Gründen fährt zwar die Mehrheit gerade mal weniger ~80km am Tag ist aber trotzdem der Meinung sie bräuchten unbedingt mindestens 700km Reichweite, besser unbegrenzt.
versteh ich schon. dann muss man nicht zwingend täglich laden und kann mit dem auto auch in den urlaub fahren. was nützt mir n auto, dass nur die 80 km schafft (solange der akku 100% leistet) wenn ich dann ausnahmsweise mal 100 km fahren will? anders als benziner oder diesel kann man ja nicht mal eben so in 5 minuten tanken und weiter fahren...

davon ab, aktuell ist elektro für mich noch keine wirkliche alternative, weil einfach zu umweltbelastend. zum einen die stromgewinnung, zum anderen die riesigen akkus... das alles ist nicht so sauber, wies sich in der werbung anhört. umdenken ist wichtig, aber man muss es nicht überstürzen. ich fände es aber gut, es den franzosen gleichzutun und einfach ein neuzulassungsverbot für verbrenner ab 2040 zu erlassen. soll die industrie bis dahin lösungen finden. die wollen schließlich daran verdienen. ist ja hier keine planwirtschaft, dass der staat das vorschereiben müsste was gebaut wird. einfach einen rahmen an konkreten umweltbedingungen und grenzwerten setzen und sehn was die freie wirtschaft daraus macht. zeit genug lassen versteht sich...
 
Lübke schrieb:
versteh ich schon. dann muss man nicht zwingend täglich laden und kann mit dem auto auch in den urlaub fahren. was nützt mir n auto, dass nur die 80 km schafft (solange der akku 100% leistet) wenn ich dann ausnahmsweise mal 100 km fahren will? anders als benziner oder diesel kann man ja nicht mal eben so in 5 minuten tanken und weiter fahren...
Beim Tesla hatten wir über 500km Reichweite. Trotzdem wird geheult das wäre zu wenig.
Offenbar fährt der deutsche täglich von München nach Hamburg. Zweimal.
Zumindest glaubt er das.
Ich müsste das Teil nicht mal einmal in der Woche laden.
 
Beim Tesla hatten wir über 500km Reichweite.
bis zu! gib mal ordentlich gas mit einem e-auto und schau dir an wie sich das auf die reichweite auswirkt. da werden selbst aus den beachtlichen 500 km dann auch schon mal <200 km wenn mans "sportlich" angeht. jetzt versuch das mal mit nem e-auto, das schon im idealfall (konstant tempo 80 ohne bremsen und beschleunigen) nur 200 km schafft...
ich jedenfalls fand die ersten praxistests von e-autos sehr ernüchternd. sicher wird der tesla 3 da schon deutlich weiter sein, aber der kommt auch erst nächstes jahr in den deutschen markt. ich denke dass viele abwarten, wie sich das ganze entwickelt und nur wenige sind bereit hier die vorreiter zu spielen, auf deren kosten kinderkrankheiten aufgedeckt werden...
wie gesagt, typisch deutsch eben.
 
wiztm schrieb:
Und wer genau verbietet dir dein Auto über deine Solarpanels zu laden?
Wo sollen die Solarpanels herkommen? Aus der Fabrik in China. Wo speichert man die Solarenergie für die Nacht? Nimmt man die Solarpanels dann auch mit, wenn man unterwegs tanken will?

Solar ist viel, aber keine ökologische Option die Mobilität in Mitteleuropa zu ernähren.
Es braucht feste Ladestationen, mächtig viel verfügbare Kraftwerkskapazität und ein gutes Angebot an Fahrzeugen, sprich nicht sowas wie der i3 Witz.

Danach erst sieht man, das es in Deutschland dank Rasewahn dennoch nicht geht.
 
Lübke schrieb:
bis zu! gib mal ordentlich gas mit einem e-auto und schau dir an wie sich das auf die reichweite auswirkt. da werden selbst aus den beachtlichen 500 km dann auch schon mal <200 km wenn mans "sportlich" angeht. jetzt versuch das mal mit nem e-auto, das schon im idealfall (konstant tempo 80 ohne bremsen und beschleunigen) nur 200 km schafft...
Also bei aller Liebe. Ich schaffe es auf dem täglichen Weg zur und von der Arbeit aus nicht ständig 'sportlich' zu fahren. Das wäre auch ziemlich anstrengend. Interessanter ist da doch wieviel Strom für die Klimaanlage verbraucht wird.
Aber selbst wenn du wie ein Wahnsinniger das Pedal drückst inkl. Klimaanlage und damit die Reichweite auf 200km drückst brauchst du immer noch nicht täglich zu laden.

Unyu schrieb:
Wo sollen die Solarpanels herkommen? Aus der Fabrik in China. Wo speichert man die Solarenergie für die Nacht? Nimmt man die Solarpanels dann auch mit, wenn man unterwegs tanken will?
Tesla bietet dir dazu sogar eine Hausbatterie an. Einfach mal kaufen, weniger nörgeln.
 
Niemand sprach hier von sofort. Es ging um 'in 12 Jahren'.
​Scheint wohl unmöglich zu sein in 12 Jahren etwas aufzubauen in Deutschland...
 
Haha, wenn ich mir das Video vom Kretschmann so anschaue, frage ich mich was der bei den Grünen zu suchen hat ? Bloß nicht in die Zukunft denken. Bloß nicht quer denken. Geht (jetzt) nicht, also wird es nicht gemacht. Unfassbar wie engstirnig dieser Typ ist. Ein echter unsympat. Der wäre bei der CDU besser aufgehoben. Eventuell tritt der auch noch demnächst über und verschafft so der CDU in Baden-Würtemberg wieder die Landesregierung. Zutrauen würde ich es ihm. Was da so bei den Grünen an grund konservativer Gesinnung rumläuft, sieht man ja in Niedersachsen.

Es geht doch nicht darum das heute sofort 5 Milionen Elektro PKW herumfahren sollen, sondern das perspektivisch in einigen Jahezehnten der Weg auf alternative Antriebstechnologien beschritten wird, und da halte ich es schon für hilfreich Ziele zu definieren die die Perspektive aus dem Ausstieg aus der Verbrennungstechnik aufzeigt. Eben um auch den Druck für Innovation vorzugeben. Ich sehe es schon kommen das uns andere Länder vormachen wie es geht. Diese ewig deutsche Bedenkenträgerei und Trägheit. Der blöde Spruch der Konservativen "keine Experimente" passt hier gut. Nur wären ohne Experimente keinerlei Fortschritt möglich. Experimente sind Grundvoraussetzung für ein Weiterkommen, eben für Fortschritt. Wir werden uns nicht mehr lange auf unseren Lorbeeren ausruhen können und wohl erleben wie uns andere Länder technologisch überholen. Aber als Internationalist kann mir das ja egal sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
@wiztm:
Also bei aller Liebe. Ich schaffe es auf dem täglichen Weg zur und von der Arbeit aus nicht ständig 'sportlich' zu fahren. Das wäre auch ziemlich anstrengend. Interessanter ist da doch wieviel Strom für die Klimaanlage verbraucht wird.
Aber selbst wenn du wie ein Wahnsinniger das Pedal drückst inkl. Klimaanlage und damit die Reichweite auf 200km drückst brauchst du immer noch nicht täglich zu laden.
bei den 200 km biste aber noch beim tesla, den es in deutschland noch gar nicht zu kaufen gibt. bei den bereits erhältlichen fahrzeugen ist eine solche reichweite innerorts kaum zu erreichen, außerorts auch nur, wenn man langsam fährt. ich sage nicht dass das nicht geht, ich sage, dass das die leute nicht wollen. wie gesagt, ich habe mir da aus interesse einige tests zu angesehen und die waren doch sehr ernüchternd. es lagen welten zwischen reichweite in der theorie und in der praxis. und mal eben zwischendurch nachladen ist einfach nicht. a) fehlen die möglichkeiten und b) ist die ladezeit inaktzeptabel.
wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass die e-autos mehr umweltbelastung verursachen als verbrenner, dann ist das auch für mich erstmal keine ernstzunehmende alternative.

wie gesagt, ich würde als regierung einfach einen realistischen umweltrahmen vorgeben und das ende der neuzulassungen für verbrenner auf eine realistische zeit (z. b. 2040) festsetzen. oder ab dann ggf. extreme grenzwerte für verbrenner. sollten die eingehalten werden können ists ja auch ok. den rest macht die industrie aus eigeninteresse.

und was das laden der e-autos per photovoltaik angeht: photovoltaik ist auch eine schmutzige energie weil der energieaufwand und die umweltbelastung zur herstellung der module nicht über den produzierten strom ausgeglichen werden können.
viele der augenscheinlichen lösungen sind bei näherer betrachtung eben leider doch keine. saubere energie ist leider noch immer zukunftsmusik. wie gesagt, lasst uns rahmen vorgeben und uns so die industrie zur lösungssuche zwingen, sonst bleibts bei pseudolösungen und verschlimmbesserungen.
 
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