Ascheflieger, brisantes Thema

GUL_DUKAT

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Kritik an der Flugsicherheitsbehörde

Die Fluggesellschaften befürchten Umsatzeinbußen in dreistelliger Millionenhöhe. Das Gefahrenszenario der Behörden beruhe auf Computersimulationen, nicht auf echten Messungen.

----> http://www.n24.de/news/newsitem_6005456.html

Und nun:---> http://www.n-tv.de/panorama/F-16-Jet-beschaedigt-article831166.html

Was ist nun wichtiger ? Der Mammon oder die Sicherheit ?
Jedenfalls fand ich es in den letzten Tagen sehr erholsam, mal ohne Kondensstreifen am Himmel das Wetter zu genießen.....
Man sollte sich bei der Luftfahrtindustrie mal langsam an andere Antriebe als Turbinen gewöhnen.
Wie wäre es z.B. mal mit Zeppelinen, welche zwar zugegeben recht lahm sind, aber wesentlich mehr Passagiere aufnehmen können....
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, die Lufthansa hat bereits einen Testflug unternommen, der ohne Befund war. Keine Beschaedigungen, Verstopfungen oder aehnliches. Und in Teilen Europas geht es ja auch schon wieder vorwaerts. Ich denke, dass man den Flugraum freigeben koennte, aber fuer endgueltige Gewissheit muss man halt den Messflug der DFS heute Nachmittag/Abend abwarten.

Und zum Thema Zeppelin: Ich glaub, der koennte sich nicht mehr durchsetzen. Aber ich gebe dir recht, dass man mal nach anderen Technologien suchen sollte, da die Jet Technologie doch langsam in die Jahre kommt.
 
hast du eine quelle wie viel ein Zeppelin tragen kann, im Vergleich zu einem Flugzeug?
Ich glaub nämlich kaum, dass deine Vermutung stimmt, außer du nimmst Wasserstoff als Gas, und dann kannst du damit getrost alleine fliegen...
 
GUL_DUKAT schrieb:
Man sollte sich bei der Luftfahrtindustrie mal langsam an andere Antriebe als Turbinen gewöhnen.
Wie wäre es z.B. mal mit Zeppelinen, welche zwar zugegeben recht lahm sind, aber wesentlich mehr Passagiere aufnehmen können....
Was heißt da schonmal dran gewöhnen? Es gibt wohl technisch außer den Zeppelinen keine Alternative. Cargolifter hätte 90km/h geschafft, ein A380 schafft das 10-fache. 10 Tage in die USA und zurück? Jahresurlaub, ade! :D
Wie toll Zeppeline sind, hat das Projekt Cargolifter gezeigt...

Meiner Ansicht nach ist es richtig nichts fliegen zu lassen, solange die Gefahr an sich nicht geklärt ist.
Das Hauptproblem ist aber, dass es doch recht lange dauert, bis entsprechende Messungen erfolgen, wobei das auch verständlich ist, da es ja nicht gerade eine Alltagssituation ist.
Daher sollte man sich damit abfinden und aus den Fehlern lernen und beim nächsten ähnlichen Ereignis, weiß man besser wie man reagieren muss.

Ich hoffe aber auch, dass es bald wieder vorwärts geht, weil ich am Montag fliegen wollte...
 
Zuletzt bearbeitet:
GUL_DUKAT schrieb:
Wie wäre es z.B. mal mit Zeppelinen, welche zwar zugegeben recht lahm sind, aber wesentlich mehr Passagiere aufnehmen können....

Was sich wieder relativiert durch die 10mal niedrigere Geschwindigkeit. Da ist eine Schiffreise attraktiver.


Das Problem mit der wohl nicht vorhandenen Luftverschmutzung durch den Vulkanausbruch sehe ich aber zweischneidig.
Zu einem steht da die Sicherheit der Passagiere an oberster Stelle.
Zum andern die ganzen zig Millionen Euro verlust pro Tag der Fluggesellschaften und die ganzen gestrandeten Reisenden/liegengebliebene Flugfracht.
 
Was da wohl besser für die Natur ist?

Vulkan Asche oder
Keine Abgase von über 70.000 gestrichenen Flügen

Greetz,
GHad
 
@proktologe

zum thema sicherheit empfiehlt sich folgender artikel in der frankfurter rundschau.

im triebwerk eines kampfjets wurde nach dem flug glas gefunden, das sich bei den hohen temperaturen aus der asche gebildet hat...

ist halt höhere gewalt, in dem fall haben die airlines einfach pech!
 
GHad schrieb:
Was da wohl besser für die Natur ist?

Für die Erderwärmung (insofern existent) doppelt gut.
Die Asche hält die Sonnenstrahlen zurück, somit dürfte es etwas kühler werden.
 
Natürlich sollte nicht geflogen werden... Denn wenn jetzt ein voller Jet vom Himmel fällt, geht das Geschrei los von wegen zu wenig Sicherheit etc.

Ausserdem wurden heute die Triebwerke von F-16 Jets beim Durchfliegen der Asche beschädigt... also nix mit Fliegen in nächster Zeit
 
GHad schrieb:
Was da wohl besser für die Natur ist?

Vulkan Asche oder
Keine Abgase von über 70.000 gestrichenen Flügen

Greetz,
GHad

Ein Vulkan stösst auch CO² aus. Ich hab zwar jetzt keine genauen Quellen wieviel aber das dürfte den Ausfall der Flüge ausgleichen;)

MfG
 
Foehammer schrieb:
Ausserdem wurden heute die Triebwerke von F-16 Jets beim Durchfliegen der Asche beschädigt... also nix mit Fliegen in nächster Zeit

Ist aber auch von der Höhe abhängig. Unter 8000 Fuß scheint es nach wie vor sehr staubfrei zu sein.
Und andere Beispiele haben gezeigt, dass es auch ohne Schäden geht.
Medvedev z.B. ist ganz normal mit seiner Maschine zu der Beerdigung von Kaschinski geflogen.
 
...jedenfalls umgehen die Airlines ( Airberlin usw. ) bewusst das bisher geltende Flugverbot und gehen voll auf Risiko zu Lasten der Passagiere. Der Mammon siegt also wieder mal.
Es wird in Zukunft auch weitere " Eyjafjallajokull´s" geben....

------> http://www.n-tv.de/panorama/Naechste-Wolke-kommt-article830599.html

Mich stört weniger der Vulkan, sondern der ignorante Umgang einiger Airlines, welche nur auf Profit aus sind....dann noch : als Ausgleich für die finanziellen Ausfälle, werden von den betroffenen Airlines die "Lockerung" des bestehenden Nachtflugverbote gefordert...noch so ein "Hammer":evillol:
 
Haudrauff schrieb:
Ist aber auch von der Höhe abhängig. Unter 8000 Fuß scheint es nach wie vor sehr staubfrei zu sein.

Ok. Du willst also, dass der der gesamte Flugverkehr über Europa unter 8000 Fuss bleibt? o.O
Fluglärm & Kerosinkosten wären wohl unerträglich.

Haudrauff schrieb:
Und andere Beispiele haben gezeigt, dass es auch ohne Schäden geht.

Willst du die Verantwortung übernehmen, falls auch nur eine Maschine abstürzt? Genau das verlangst du von den meteorologischen Diensten Europas
 
GUL_DUKAT schrieb:
Jedenfalls fand ich es in den letzten Tagen sehr erholsam, mal ohne Kondensstreifen am Himmel das Wetter zu genießen.....


Nun, das Eine hat ja mit dem anderen wohl überhaupt nichts zu tun !
 
Wieso sollte ich die Verantwortung unternehmen?
Ich habe lediglich aufgeführt, dass es auch andere Beispiele gibt die zeigen, dass man wohl unter Umständen gefahrlos fliegen kann.
Bei einer Diskussion sollte man alle Seiten ansprechen und nicht nur auf einem Argument beharren.
 
GUL_DUKAT schrieb:
Mich stört weniger der Vulkan, sondern der ignorante Umgang einiger Airlines, welche nur auf Profit aus sind....
was heißt denn hier "nur auf profit aus"? der flugverkehr ist nun seit wievielen tagen geschlossen? wieviele flüge werden pro tag in europa abgewickelt? vllt verstehst du dann ja, warum die airlines rummeckern. ich glaube jede andere firma würden genauso auf die barrikaden gehen, wenn sie nicht arbeiten darf, obwohl nirgendwo gefahr droht. testflüge fanden in 3, 8 und 13 km höhe statt und keine maschine hatte probleme. desweiteren wird von der nato eine (flug)übung in den letzten tagen ausgeübt. naja...
GHad schrieb:
Was da wohl besser für die Natur ist?
definitiv die vulkanasche oder meinst du es werden mehrere (mega)tonnen an reinem sauerstoff ausgestoßen? btw schneit es in japan und die klimaerwärmung ist schuld am vulkanausbruch (das nur so nebenbei erwähnt).
 
GUL_DUKAT schrieb:
Mich stört weniger der Vulkan, sondern der ignorante Umgang einiger Airlines, welche nur auf Profit aus sind....


Welch ein Unsinn und von wegen "nur um Profit" !

Da gehts überhaupt nicht um Profit, da wirds sehr schnell ums nackte finanzielle Überleben mit allen Folgen für Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Bevölkerung gehen !





Natürlich muss Sicherheit oberste Priorität im Flugverkehr haben ! Andererseits ohne jedwedes Risiko gäbe es Flugverkehr überhaupt nicht und auch keinen sonstigen Verkehr ! Jeden Tag sterben 100 bis 200 Menschen auf europäischen Straßen ! Warum verbieten wir nicht den Straßenverkehr deswegen generell ?

Im vorliegenden Falle hätten sich die zuständigen und betroffenen Stellen angesichts der nicht nur wirtschaftlich bedrohlichen Auswirkungen diese Flugverbotes wahrhaftig besser koordinieren und Notfalllösungen schnell umsetzen müssen. Beispielsweise hätte man zumindest für die Langstreckenflüge sichere Flugzonen erlauben, in denen diese vorrübergehend halt auch unterhalb der normalen Flugzonen ganz oder teilweise hätten abgewickelt werden können, bis die Maschinen sichere Zonen wieder erreicht hätten ! So lang sind die Wege innerhalb Mitteleuropas zu den unbelasteten Spähren außerhalb Europas ja beileibe nicht !

Für innereuropäische Flüge hätte man dagegen je nach Entfernung sehr wohl auf erdgebundene Transporte ausweichen können, was praktikabel war bzw. ist und zumutbar !

Aber sich als Verantwortliche einfach so hinsetzen und angesichts der enormen Problematik Gott einen guten Mann sein zu lassen und einfach die Däumchen zu drehen und ausschließlich auf ein möglicherweise doch dubioses Flugverbot zu verweisen, halte ich für ein unglaubliches Horrorszenario angesichts der inzwischen voraussehbar entstandenen immensen Schäden und Probleme !
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo sind die Propellermaschinen hin?
Keine Rosinenbomber?
Aus wirtschaftlicher Sicht muss man immer mehrgleisig fahren. Der Frachttransport über Schiene und Strasse ist auch möglich. Lösungen sind immer möglich, wenn man flexibel ist.
Leider gilt allen privaten Grundversorgern Gewinn, statt Verfügbarkeit.
 
Der Nachbar schrieb:
Wo sind die Propellermaschinen hin?

Ausgemustert. Zu langsam (wäh, warum muss ich auf meine Pakete 3 Tage warten und nicht nur 2!), zu laut (wäh, warum ist das Eigenheim, welches wir günstig in der Einflugschneise erworben haben, so laut!) und zu teuer (wäh, warum soll ich für eine Lieferung X Euro zahlen, wenn es das auch bei BilligSchrott für Y Euro weniger gibt!)

Aus wirtschaftlicher Sicht muss man immer mehrgleisig fahren.

Nein, aus wirtschaftlicher Sicht fährt man immer so eingleisig wie möglich, um nicht für viele verschiedene Flotten Personal und Teile vorrätig haben zu müssen.

Der Frachttransport über Schiene und Strasse ist auch möglich.

Die Straßen sind jetzt schon total überfüllt und der Frachttransport mit der Bahn ist ein Witz und auch gar nicht für solche Kapazitäten ausgelegt.

Lösungen sind immer möglich, wenn man flexibel ist.

Aber entweder unwirtschaftlich oder von den Kunden nicht gewünscht.

Leider gilt allen privaten Grundversorgern Gewinn, statt Verfügbarkeit.

Klar, da ja jede Woche mindestens zehn Vulkane ausbrechen, muss man da natürlich möglichst viele verwegene Notfallpläne 24/7 in der Hinterhand haben.
 
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