Ascheflieger, brisantes Thema

th3o schrieb:
@Cerone
Nur weil etwas "schon immer so" war, heißt es nicht, dass es auch weiterhin "so" sein muss und es heißt auch nicht, dass das, was ist, automatisch das Richtige ist. Das bloße Bestehen des Ist-Zustandes ist nicht zugleich seine Bestätigung als guter und richtiger Zustand. Wer so ableitet, leitet falsch ab.

Hab ich nicht. Du hast gesagt, es sei nicht normal, was aber falsch ist, da Normalität quasi den Standardzustand beschreibt. In islamischen Ländern ist es ja auch normal, 10 jährige zu verheiraten - trotzdem gibt es sicher einige Menschen, die das nicht gut finden. Genauso, wie Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen in vielen Ländern normal sind, dies aber nicht jeder gut findet.

Nichtsdestotrotz darf man bis zu einem gewissen Punkt davon sprechen, dass sich Systeme bewährt haben, wenn sie über einen solchen Zeitraum immer wieder angewendet wurden.

Es geht hier ja nicht nur um das typische starke Nation gegen schwache Nation, sondern auch innerhalb jeder Nation (egal wie stark oder schwach) gibt es keine Gleichheit.


Die Tatsache dass es Menschen unterschiedlich gut geht hat mit der Knappheit der Ressourcen nichts zu tun

Doch, denn auch der Mensch ist nur eine Ressouce. Und wenn Staaten ihr Wissen besser anwenden oder mehr Wissen aus der Ressource Mensch ziehen können - wie z.B. der Staat Israel, verglichen mit seinen Nachbarn - dann hat das sehr wohl etwas mit Ressourcen- bzw. Ressourcenknappheit zu tun. (Weiteres Beispiel: Deutschland verglichen mit anderen Staaten nach dem 2. Weltkrieg)

Nie war die Rede davon, dass es hier nur um bestimmte Ressourcen geht, wobei das natürlich auch oft der Fall ist, z.B. Mangel an sauberem Trinkwasser.

Ob alle Menschen gleich leben wollen oder nicht hängt davon ab, was du unter die Kategorie "gleich" alles subsumierst.

Gleich geht von mir aus, also gehobener westlicher Lebensstandard.

Die Angleichung, selbst wenn sie möglich wäre, würde von den momentan mächtigen Staaten auch nicht gewollt werden. Aus deren Sicht wärs auch Unsinn, denn die Dienstbarmachung anderer Menschen wäre dann ja nicht mehr so gut rechtfertigbar.

Ist nicht machbar. Das Thema kann man jetzt gerne noch totdiskutieren, aber dann befindet man sich eben in einer alternativen rosaroten Welt.

Soviel Ehrlichkeit also wäre mal an den Tag zu legen, anstatt einerseits zu behaupten, dass gleiche Lebensverhältnisse ja zwar wünschenswert seien aber (und dann werden Krokodilstränen vergossen) es ja "praktisch" nun mal nicht möglich sei. Das grenzt schon an Realsatire :)

Na zum Glück habe ich nirgendwo behauptet, dass es wünschenswert ist. Hat aber prinzipiell auch was mit Politik zu tun. Niemand hört eben gerne, dass er am unteren Ende der Nahrungskette sitzt.
 
Dein Beispiel mit den Staaten bzgl. der Ressourcenknappheit unterstellt stillschweigend Konkurrenzverhältnisse zwischen den Staaten.Wenn du das Pferd so aufzäumst, kannst du deine Argumentation, von wegen Ressourcen seien knapp natürlich aufrechterhalten. Ich ziele aber darüber hinaus. Natürlich müsste die Konkurrenz als Mechanismus zugunsten einer vernünftigen Ressourcenhandhabung abgeschafft werden. Global.
 
Ok, dafür bin ich auch.

Meld dich bitte, sobald der Mensch aufhört, immer danach zu streben, besser als andere zu sein.


Oder, warte. Vielleicht zielst du ja auch auch darüber hinaus und redest gar nicht mehr über Menschen? Wäre ja auch vernünftig, denn immerhin ist der Mensch immer das schwächste Glied in der Kette.


Ein System, welches auf "Vernunft" und "Verstand" aufbaut, klappt nicht. Das Thema hatten wir erst im Bedingungsloses-Grundeinkommen-Thread.
 
Tja, halten wir es am beten mit dem alten Goethe: "Es irrt der Mensch, solang er strebt !"
 
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