Shader
Lt. Commander
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claW. schrieb:ich hab ja auch nix dagegen und ehrlich gesagt sind mir airlines sowas von egal, insofern auch nur ein menschenleben dran hängt. aber muss man wegen einer "kleinen" wolke (hab was gehört von 200 x 100 km) fast ganz europa sperren?
Es gibt/gab mehrere Wolken, ein Teil über Skandinavien, ein Teil über Mittelruopa.
claW. schrieb:auf die reale situation kann das nur sehr begrenzt übertragen werden. oder nutzen die rechner live-daten und können somit die berechnungen kurzzeitig ändern und zeitnah ergebnisse bringen? ich glaube nicht.
Die Modelle werden täglich neu gefüttert, Island gibt laufend neue Daten bekannt.
Steht im verlinkten Artikel von mir.
Übrigens, steht auch im Artikel, das ist nicht das erste mal das man diese Berechnungsmodelle verwendet. Die selben Berechnungsweisen hat man schon bei der Vorhersage der Radioaktiven-Wolke von Tschernobyl angewandt, und wie es sich herausgestellt hat - nicht falsch. Hat man damals laut rumgeschrien, dass das nur Theorie ist?
claW. schrieb:john cleese (monty python) nutzte z.b. ein taxi um von oslo nach brüssel zu kommen (3 taxifahrer wurden gebucht, preis gesamt: 3000 €). soll nun jeder mit einem taxi fahren? dann ist doch genauso niemandem geholfen - ganz im gegenteil. der sprit wird evtl. knapp wenn nun jeder ein persönliches taxi bucht, stau ist so oder so vorprogrammiert, ...
Schlimm wenn man bei Mobilität eingeschränkt denkt.
Den Zug verwenden ist von Oslo bis nach Brüssel ja nicht möglicht.
C3rone schrieb:Und die anderen 50 Länder sind große Industrienationen mit einem vergleichbaren Wohlstand, ja?
Darauf kommt es doch überhaupt nicht an ob diese Länder gewaltige Industrienationen sind! Man sollte sich überlegen was die paar Tage Flugverbot an Schadstoffausstoß und Sprit gespart haben - das so viel ist wie 50 Entwicklungsländer in einem Jahr verursachen.
Von einem einzigen Industriezweig in Europa der nicht einmal die große Masse an der Wirtschaftsleistung ausmacht.
Selbst der Spiegel schreibt folgendes zu dem 1. Milliarde Verlust am Tag:
Dass der Betrag so wunderbar rund ist, hat einen einfachen Grund: Er ist das Ergebnis einer ziemlich groben Schätzung. Und die geht so: Deutschland exportiert jährlich Waren im Wert von rund einer Billion Euro, also 1000 Milliarden Euro. Weil 35 bis 40 Prozent des globalen Handels über Luftfracht laufen, wären es in der deutschen Wirtschaft gut 350 Milliarden Euro pro Jahr. Macht bei 365 Tagen im Jahr rund eine Milliarde Euro pro Tag.
Bedenkt man, dass Deutschland täglich - ebenfalls grob gerechnet - ein Bruttoinlandsprodukt von rund sieben Milliarden Euro erwirtschaftet
1 Mrd. Verlust am Tag für die dt. Wirtschaft ist einfach quark!
C3rone schrieb:Mache ich. Der Markt ist da, also wird alles dafür getan werden, den Markt zu bedienen.
Ja Raubbau von natürlichen Ressourcen, Konflikte erzeugen oder anheizen auf jeden Preis - für unseren aufgeblähten Reichtum, Wohlstand und zwingend benötigten Wachstum. Unser ökologische Fußabdrück sagt das die westl. Nation über Erdverhältnisse lebt - ist ein Fakt!
C3rone schrieb:Hat nichts mit dem Thema zu tun. Aber Systemkritik ist ja zur Zeit wieder total "in".
Die Finanzkrise hat es doch gezeigt und zeigt es auch noch das es das braucht und ein Umdenken geben muss für die Zukunft. Diesen Spaß können wir nicht ewig so am Laufen halten.
C3rone schrieb:Die von den gleichen Ressourcen abhängig sind und aufgrund der deutlich längeren Reisedauer auch noch unwirtschaftlicher sind.
Die Busse ja, Züge dagegen sind ein überlebensfähiges Transportwesen. Es ist hier möglich auch den neuen Energiemix nutzen zu können.
C3rone schrieb:Denkfehler. Luftfracht macht zwar nur einen kleinen Teil nach Volumen und Gewicht aus, befördert aber (in Europa) ~40% des Warenwertes.
Dazu kommt natürlich, dass es meist sensible Ware, verderbliche Ware oder Expressware ist.
Im Spiegel (siehe oben) steht Weltweit, nicht für Europa.
Europa ist meines erachtens nicht die Welt.
Und der letzte Punkt sagt doch es auch um verzichtbare Bestandteile geht, wir brauchen dies nicht zum Überleben und nicht einmal für ein gutes Leben unter Wohlstand.
C3rone schrieb:Das sieht z.B. BMW anders. Dort gehen in Spartanburg bald die Teile aus.
Spiegel schreibt zu den Folgen:
Linkdie meisten Konzerne - das zeigt eine SPIEGEL-ONLINE-Umfrage - neigen nicht zur Panikmache.
Was wohl auch daran liegt, dass Unternehmen wie Siemens , BMW und BASF oder Maschinenbauer auf der Schwäbischen Alb nicht so unmittelbar unter den Folgen des Flugverbots leiden wie die Airlines, die Betreiber von Flughäfen und die Touristikfirmen.
Die nehmen es derzeit gelassen, selbst wenn Arbeitskräfte fehlen.
Ist es nicht - die Fluglinien wenden sich an Staat, Versicherungen sind private Angelegenheit.C3rone schrieb:Wo wollen die Fluggesellschaften denn geldwerte Entschädigungen? Oh, übrigens, so Hagelgewitter gab es schon mehrfach und die Versicherungen haben brav gezahlt... ganz schlechtes Beispiel also.
Fluglinien wollen Entschädigung für entstandene Verluste
claW. schrieb:aha und wer fördert alternative energiequellen? meinst du wirklich, dass die lobbyarbeit in der politik nicht genügend kostet? weshalb ergaunert sich die usa alle ölquellen anstatt die forschung in alternativen energiequellen auszuweiten?
Weil ein drastisches Umdenken, was es braucht, unbequem ist.
Das die Amerikaner es sehr bequem mögen und nicht über den Tellerrand schauen wollen zeigt die neue Teaparty-Bewegung. Alles was in ihrer Sicht nicht passt (den Teaparty Anhängern) ist Unsinn und eine einzige Verschwörung. Alles soll so sein wie früher.
claW. schrieb:aber die preise für strom werden schön anziehen, denn jeder ist abhängig von diesem und je mehr strom benötigt wird, desto höher geht der preis (und sei es drum das argument mit "forschungsgeldern" zu begründen
Stimmt auch nicht ganz. Durch Windspitzen ging in der Leipziger-Strombörse der Strompreis unter 0, also in die Minuswerte. Das Problem ist das unser Stromnetz mit variablen Stromliefern und Bedarf nicht gerüstet ist.
Außerdem, die Kosten der Stromerzeugung eines Windrades können mitterweile fast mit den herkömlichen Kraftwerken konkurrieren.
5 bis 8ct sind es pro Kilowattstunde für ein Windrad, konventionelle Kilowattstunde kostet bis 5 Cent.
Um ein Beispiel genannt zu haben-
Wenn man wegen vermeintlichen Fehlern, die wohl gar keine waren, ein Institut verdammt - kann man vielen Instituten und Unternehmen kein Vertrauen mehr entgegen bringen.claW. schrieb:es reicht mir aber zu wissen, was alles im metoffice passiert ist, um bei meiner einstellung zu bleiben - dem haufen kann man nicht trauen. hast du auch einen bericht über die untersuchung?
Auf der Schnelle hier ein Link: Untersuchungsausschuss: Klimaforscher haben keine Daten gefälscht
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