Blitzen, reinste Geldabzocke?

@Dierk:
Was genau willst du eigentlich sagen? Du fühlst dich anscheinend im Recht – bist dir aber bewusst, dass du dich im Verwarn/Bußgeldbereich ohne Fahrverbot bewegst. Du bist also bereit die offensichtlichen monetären Konsequenzen zu tragen. Die weniger offensichtlichen Konsequenzen die auftreten können wäre z.B. dass du (d)ein Kind auf dem Fahrrad / beim Spielen hinter einem Auto etc. übersiehst und dann könnte es sehr (sehr!) hässlich werden.

Leider denken die wenigsten daran wenn sie mal wieder Robin Hood auf der Straße spielen. Ich finde es aber genauso realistisch auf meinem täglichen Weg bei dem ich jede Blitzerstelle kenne doch unglücklich geblitzt zu werden wie das Kind das mir vor das Auto laufen könnte.

Und um beim Verwarn/Bußgeldbereich ohne Fahrverbot zu bleiben – das wären in der 30er Zone mal eben 20 kmh mehr die möglich wären ohne das auch nur 1 Punkt droht. Der Unterschied liegt darin, dass du bei 50kmh einen Reaktionsweg von 15 Metern hast – bei 30km sind es nur noch 9 Meter. Also zwei Autolängen.

Du kannst natürlich gerne versuchen durch Polemik und dem zeigen mit dem nackten Zeigefinger auf Andere ein Recht für das eigene Rauditum abzuleiten. Das ist nur in etwa so logisch wie auf den Breivik zu zeigen und damit Massenmord legitimieren zu wollen.
 
Aus gegebenem Anlass...antworte ich dann mal ohne Smilies oder anderen "Kram"

@Niyu

1. Ich fahre nur ausserorts "schneller", somit habe ich innerorts keine anderes Gefahrenpotential als alle anderen Verkehrsteilnehmer (was Kinder pp. angeht). Ich fahre in Spielstrassen echte Schrittgeschwindigkeit, während andere "normal" fahren.

2. Ich frage noch einmal: Du hälst Dich also an jede Geschwindigkeitsbegrenzung. Exakt, ohne Ausnahme, ohne wenn und aber ? Du blinkst immer ordnungsgemäß, Du hälst den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand und begehst auch sonst keinerlei Verstöße gegen die StVO ?

3. Ich spiele nicht Robin Hood.

4. Trotzdem wolltest Du, das "solche" Leute (wie ich ?) nie einen FS bekommen dürften. Auf meine "etwas sarkastische" Antwort gehst Du aber nicht ein.
Zitat von Dir: "Aber wem erzähle ich das? Man kann weder die Raser noch die Antiraser belehren. In meinen Augen hätten beide Parteien nie einen Führerschein bekommen dürfen."
Wer darf dann noch fahren ? Ich tippe mal niemand, hat natürlich auch etwas für sich. Bessere Luft und keine toten Tiere mehr.

5. Super Vergleich mit Breivik. Wäre ich der "erste" auf der Insel gewesen, hätte er keine Verhandlung mehr gebraucht.

Solltest Du alle Punkte unter 2 mit "Ja" beantworten, habe ich da Respekt vor und Du hättest das Recht, mich zu "verurteilen".

Und zu guter Letzt noch einen aus dem Leben: Radar vor Kindergärten und Schulen. Absolutes MUSS und ich befürworte das ausdrücklich. Und jetzt ratet mal, wer (in "meiner" Stadt) am meisten erwischt wird und dann noch den grössten Hals hat.

Dierk
 
Zuletzt bearbeitet:
@Niyu

Wenn auf der Fahrbahn für eine Richtung eine Fahrzeugschlange auf dem jeweils linken Fahrstreifen steht oder langsam fährt, dürfen Fahrzeuge diese mit geringfügig höherer Geschwindigkeit und mit äußerster Vorsicht rechts überholen (§ 7 Abs. 2 StVO).

Bei Schlangenbildung auf dem linken Fahrstreifen darf unter den Voraussetzungen des § 7 Abs. 2a StVO rechts überholt werden. Die Fahrzeugschlange muss entweder stehen oder langsam fahren.

Also, wo darf man hier das von dir angesprochene?


Ich fahre links mit rund 55 km/h (Innerorts), also schon schneller als erlaubt. Werde trotzdem rechts überholt? Ich wage zu bezweifeln, dass das durch irgendein Verkehrsgesetz in unserem Lande gedeckt ist.

Verrate mir doch mal, gegen was ich deiner Meinung nach für ein Gesetz verstoße, wenn du schon sowas verlinkst. Wo nötige ich jemanden?
 
Niyu schrieb:
Aber wem erzähle ich das? Man kann weder die Raser noch die Antiraser belehren. In meinen Augen hätten beide Parteien nie einen Führerschein bekommen dürfen.

Zustimm!

@Scheitel

gegen das Rechtsfahrgebot zb.?
Wenn du genausoschnell wie der auf der rechten Spur fährst hast du dich dahinter einzuordnen.
Ich versteh nicht wie man sich darüber aufregen kann wenn man überholt wird. Die moped fahrer die im Stau oder an der Ampel nach vorne fahren kotzen dich bestimmt genauso an oder?
Will ich nicht in die Birne bekommen wie man sich da aufregen kann. Einfach nur Neid?
 
Dierk-mit-e schrieb:
(...)

2. Ich frage noch einmal: Du hälst Dich also an jede Geschwindigkeitsbegrenzung. Exakt, ohne Ausnahme, ohne wenn und aber ? Du blinkst immer ordnungsgemäß, Du hälst den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand und begehst auch sonst keinerlei Verstöße gegen die StVO ?

(...)

So Leute soll es tatsächlich geben... und selbst wenn nicht ist "aber die anderen sind noch viel schlimmer!" wie überall anders auch im Straßenverkehr eine schlechte Rechtfertigung ;) Und gesetzlich ist klar definiert, was man darf und was nicht - über das was moralisch gerechtfertigt ist kann man diskutieren, spielt aber wenn es hart auf hart kommt nur eine untergeordnete Rolle. Klar wenn mir jemand in ner 30er-Zone direkt vor den Wagen stolpert, spielt es für die Reaktionszeit und den Bremsweg keine Rolle ob ich 30 oder 50 fahre, die Person wird direkt umgeholzt bevor man auch nur in die Nähe des Bremspedals kommt. Andererseits sind die Verletzung mit Tempo 30 glaub ich milder als mit Tempo 50, oder was ist wenn dir die Person in 20 Meter auf die Straße fällt und du mit eingehaltenem Tempolimit noch bremsen kannst, mit 10 km/h zu viel schon nicht mehr? Klar du sagst selbst, dass du innerorts nicht zu schnell fährst, aber es gibt durchaus Leute die auch davor nicht halt machen. Wo zieht man da die Grenze? Überlässt man es jedem selbst, sich "gut genug" einzuschätzen? Oder überlässt man es dem Gesetz, das ganz klar Geschwindigkeiten vorschreibt, die man halt zähneknirschend einzuhalten hat? Ja zu schnell fahren geht meistens gut, manchmal aber auch nicht. Und ja es passieren auch genug Unfälle wo sich jeder Beteiligte an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten hat, und ja es gibt sicher sinnlose Geschwindigkeitsbegrenzungen, und ich bin bestimmt nicht dafür, dass wir jedes Gesetz blind befolgen (im weitestgehenden Sinne wäre zb das Dritte Reich in dieser Form nicht möglich gewesen wenn mehr Bürger dagegen gehandelt hätten), aber im Straßenverkehr tragen wir halt auch Verantwortung für andere, nicht nur für uns selbst. Wenn man sich selbst gefährden will, ok von mir aus, aber das sollte halt dort aufhören wo man potentiell auch andere Leute gefährdert.
 
Weil folgendes gilt:

In geschlossenen Ortschaften können Kraftfahrzeuge bis 3,5 t zGM den Fahrstreifen frei wählen (§ 7 Abs. 3 StVO)

Das sieht mir irgendwie nicht nach Rechtsfahrgebot aus.

Und ich fahre meistens Links, weil ich am Ende der Straße auch links abbiegen muss und da diverse Ampeln auf dem Weg sind, und ich mich somit aufgrund des Verkehrsaufkommens, wenn ich links abbiegen muss, reinquetschen müsste.
Außerdem biegen nicht wenig Autos, welche die Rechte Spur benutzen auf dem Weg auch rechts ab.

Und noch mals, ich rege mich über das Slalomfahren auf, wenn ich schon mit mehr als der erlaubten Höchstgeschwindigkeit fahre. (Auch wenns nur 5 Km/h sind)

Teilweise regt man sich hier über schneller fahrende Leute auf, aber soll sie trotzdem einfach schön Slalomfahren lassen, weil sie es ja eilig haben. LOL.

Warum sollten die mich Stören?
An der Ampel steht man schließlich und fährt nicht. Ergo schneiden die einen in dem Fall auch nicht. Solange genug Platz ist, was bei PKWs eigentlich immer ist, bin ich der Letzte, der da was gegen hat.

Im Stau ebenso. Es ist fast nicht möglich als Motorradfahrer im Stau so langsam wie die Autos zu anzufahren, abzubremsen, anzufahren und so weiter.

Kennt jeder vom Radfahren, aber einer gewissen (niedrigen) Geschwindigkeit muss man nicht mehr ständig durchs Lenken das Geradeausfahren korrigieren.
Das gilt fürs Motorrad im Prinzip genauso. Dazu kommt noch, dass das Motorrad innerhalb sehr kurzer Zeit extrem aufheizt und dann bläßt dir der Luftkühler schön die heiße Luft an die Beine/sonst wo hin.
 
Wundert mich tatsächlich, dass eine Therapiegruppe - anders kann man diesen Thread hier m.E. nicht nennen - für die achso geschundenen, geschröpften und vor allem missverstandenen bundesdeutschen Autofahrer noch nicht geschlossen wurde. Scheint wohl an der allg. Affinität zum Auto als Transportmittel, dem kollektiv fehlendem Unrechtsbewußtsein bei Geschwindigkeitsüberschreitungen und dem persönlichen Wohlbefinden, welches sich sofort einstellt, wenn der arme Bürger den ungerechten Staat und dessen Exekutivorgane anprangert und (fast) alle im Chor mit einstimmen, zu liegen.

Vielleicht solltest du nochmal den ersten Beitrag lesen. Es ging mir nicht darum dass geblitzt wird sondern dass es eine ,in meinen Augen, Selektierung gibt. Und das finde ich ist durchaus nen Punkt worüber es legitim ist zu diskutieren.

Nachtrag: Wenn sich etwas richtig ändern soll, dann geht es nur "Marke extrem krass", damit die Angst im Nacken immer mitfährt: 10 km/h zu schnell, 2000 Euro, 6 Monate Fahrverbot.
Aber dann jammern plötzlich alle.
Wie in Skandinavien z.B., habe aber noch etwas "drauf geschlagen" :-)

Sämtliche Strafen müsstest dem Vermögen und dem Gehalt angepasst werden. Ich kenn auch viele Leute mit "dicken Karren" die kümmern sich 0 um Verkehrsregeln. Einfach mal rechts überholen, oder 80 durch die Stadt.
Selbst wenn sie dann mal paar 100euro Strafe zahlen müssen juckt sie das nicht.

Das ist auch der große Witz an der ganzen Sache, reichere Leute bekommen mildere Strafen als ärmere.
Wo sich der "Arme" vielleicht noch belehren lässt wenn es teuer wird für ihn, kann der "Reiche" nur drüber lachen "500euro, ach was solls!"
Der Bußgeldkatalog an sich ist schon ungerecht durch feste Geldbeträge die Leute zu bestrafen.

Dem einen tuen 200euro sehr weh, dem anderen gar nicht.

Daher denke ich auch nicht dass es zur Erziehung beiträgt. Erst wenn etwas passiert, dann fangen viele an nachzudenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Diskussion verläuft wieder da hin wo man vom eigentlichen Thema total abkommt. Irgendwann sind wir dann bei alten Leuten die nicht mehr fahren sollten oder aber bei der Tatsache, dass wir alle nur mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren sollten.

Allein schon der Unterschied, weil der eine auf dem Land wohnt und der andere in der Stadt dadurch kommen schon total unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen der Dinge zu stande.

Dann ist für den einen Auto fahren lebensfreude, für den anderen nur ein lästiges Übel. Der nächste Fährt Motorrad und läst es Krachen der Dritte findet das total behindert. Fakt ist man wird hier nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Wir sind eben eine Demokratie und da ist nunmal jeder für sich selbst verantwortlich. Ich finds nur bedenklich wie einige meinen zu wissen, was richtig für andere ist. Ich verstehe immer diese Verurteilung nicht als wären sie Mutter Theresa und der Pabst in einer Person. Jeder hat irgendwelche Sünden auf Lager. Der eine mehr der andere weniger.

Ich habe auch 0 Punkte bin letztes Jahr 3 mal innerorts geblitzt worden und es war immer Berg hoch und aus dem jeweiligen Ort raus. Allerdings hatte ich dann 55 oder 53 oder sowas drauf immer so das es gerade gereicht hat um 15 € zu bezahlen. Denn Innerorts halte ich mich an die Verkehrsregeln. Von mir aus könnten die an Schulwegen oder viel befahrenen Straßen wo Kinder lang laufen gern feste Blitzer installieren, würde ich sogar befürworten. Aber was soll diese Blitzerei am Ortsschild?

Bin hier letztens sogar in einer Baustelle im Ort wo 30 waren überholt worden. Solchen Vögeln gehört der Kopf gewaschen. Da stehen Bauarbeiter direkt an der Straße und da sind nicht um sonst 30.

Vor 2 Jahren habe ich mich übrigens bei Tempo 100 überschlagen auf einer Bundesstraße, weil mir ein Traktor direkt aus dem Feldweg vors Auto gefahren ist. Das ist in fast 10 Jahren Auto fahren mein einziger Unfall gewesen. Da diese Straße mein Arbeitsweg ist, erlebe ich eigentlich täglich mindestens einen der auf dieser Straße 60 fährt. Ist das keine Verkehrsgefährdung?

Bin ja nicht der einzige Dödel der so jemand überholt, sondern da fährt so ziemlich jeder dran vorbei. Das ist auch ein Sicherheitsrisiko, denn würde der jenige 100 fahren, würde den keiner oder nur einige wenige überholen. Hab ich erst vor paar Wochen einen tollen Fall gehabt. Ich fahre hinter jemand, dieser fährt total langsam. Dann kommt eine kurze Gerade wo es mit meinem Auto (über 250ps) schon relativ knapp wäre zu überholen. Da kommt dann von hinten ein Ford Focus Turnier an, überholt mich, versucht den vorne dran trotz Gegenverkehr zu überholen, aber beschleunigt nicht, sondern fährt anscheinend nur 100 oder ka. Jedenfalls wird er gar nicht schneller ich denke schon oh oh das rappelt gleich und bremse schonmal, naja dann ist der mit dem Focus, durch die Mitte, der rechts ist ganz nach rechts, der links ganz nach links und so machen wir eine 2 Spurige Straße so breit, dass 3 Autos durchpassen :rolleyes:

Hab dann auf der langen Geraden danach mal alle fix überholt um mir den Fahrer des Focus mal anzuschauen, war ein Herr der schon das Rentenalter deutlich überschritten hatte. Ich will die Diskussion ja eigentlich nicht eröffnen, aber hätte jetzt ein Raser der zügig überholt den Verkehr mehr gefährdet als der alte Herr? Ich glaube nicht, denn das wäre bei jemand der mal bissl rechts aufs Pedal drückt schon gegangen ohne das 3 Autos nebeneinander fahren.
 
CD schrieb:
spielt aber wenn es hart auf hart kommt nur eine untergeordnete Rolle. Klar wenn mir jemand in ner 30er-Zone direkt vor den Wagen stolpert, spielt es für die Reaktionszeit und den Bremsweg keine Rolle ob ich 30 oder 50 fahre, die Person wird direkt umgeholzt bevor man auch nur in die Nähe des Bremspedals kommt. Andererseits sind die Verletzung mit Tempo 30 glaub ich milder als mit Tempo 50, oder was ist wenn dir die Person in 20 Meter auf die Straße fällt und du mit eingehaltenem Tempolimit noch bremsen kannst, mit 10 km/h zu viel schon nicht mehr?

30km/h = 8.33m/s
50km/h = 13.88m/s
alleine hier wird einem deutlich wieviel "Lebensraum" nur 20 zu schnell kosten. wenn eine Person in nächster Nähe (2 Autolängen) vors Auto tritt. Warum zur hölle muss man da 50 fahren? Scheiss Egiosmus & Rücksichslosigkeit

DU GLAUBST die verletzungen sind "milder".

Ich glaube manch einer ist sich nicht bewusst welche energetische differenz zwischen 30 und 50 km/h bestehen.
Das kann schon ein unterschied zwischne leben und tot sein.
Aber hauptsache schnell schnell um 30 sekunden länger mitten im leben auf rtl zu schauen zu können.

Ich habe in 10 Jahren 5 Bußen zahlen müssen weil ich mal 5-10 km/h zu schnell war. SELBER SCHULD. Ich habe mich über mich geärgernt, aber gezahlt.

da gibt es so weiße schilder mit rotem rand und einer zahl drauf. so schnell fahre ich.
wer über abzocke schwadroniert ist selber schuld und hat es VERDIENT!
 
Dierk-mit-e schrieb:
1. Ich fahre nur ausserorts "schneller", somit habe ich innerorts keine anderes Gefahrenpotential als alle anderen Verkehrsteilnehmer (was Kinder pp. angeht). Ich fahre in Spielstrassen echte Schrittgeschwindigkeit, während andere "normal" fahren.
Weil Kinder nie außerorts sind? In etwa so wie Wildtiere nur im Wald sind?

Dierk-mit-e schrieb:
2. Ich frage noch einmal: Du hälst Dich also an jede Geschwindigkeitsbegrenzung. Exakt, ohne Ausnahme, ohne wenn und aber ? Du blinkst immer ordnungsgemäß, Du hälst den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand und begehst auch sonst keinerlei Verstöße gegen die StVO ?
Ja, ich halte mich nach bestem Wissen und Gewissen an Geschwindigkeitsbegrenzungen und Abstände. Da ich ein Mensch bin bedeutet dies, dass es natürlich Situationen gibt wo ich kurzfristig über der Begrenzung bin oder der Sicherheitsabstand zu niedrig ist. Es mag auch bestimmt mal vorgekommen sein, dass ich den Blinker nicht oder nicht zeitig genug gesetzt habe. Aber das alles geschieht ohne Vorsatz und unbewusst. Nochmal: Du versuchst das Handeln Anderer herzunehmen um dein eigenes bewusstes vergehen damit zu rechtfertigen. Das klappt nicht. Nie.

Dierk-mit-e schrieb:
3. Ich spiele nicht Robin Hood.
Jein. Du bewegst dich außerhalb der Rechtssprechung und tust es aus Trotz. Das sind Ansätze. Mit Robin Hood war aber eigentlich Scheitel gemeint.

Dierk-mit-e schrieb:
4. Trotzdem wolltest Du, das "solche" Leute (wie ich ?) nie einen FS bekommen dürften. Auf meine "etwas sarkastische" Antwort gehst Du aber nicht ein.
Zitat von Dir: "Aber wem erzähle ich das? Man kann weder die Raser noch die Antiraser belehren. In meinen Augen hätten beide Parteien nie einen Führerschein bekommen dürfen."
Wer darf dann noch fahren ? Ich tippe mal niemand, hat natürlich auch etwas für sich. Bessere Luft und keine toten Tiere mehr.
Was soll man denn darauf ernsthaft Antworten? Ich glaube an das Gute im Menschen und glaube daher dass eine Minderheit sich daneben benimmt und daher nur eine Minderheit den Führerschein eigentlich nicht verdient hätte. Du siehst es offensichtlich nicht nur gegenteilig sondern auch noch fatalistisch in Schwarz und Weiß. In der Art von „Wenn ich keinen Führerschein verdiene – dann auch kein Anderer!“

Dierk-mit-e schrieb:
5. Super Vergleich mit Breivik. Wäre ich der "erste" auf der Insel gewesen, hätte er keine Verhandlung mehr gebraucht.
Der Vergleich mit Breivik soll nur den Mechanismus den du anwendest – nämlich: Rechtfertigung durch Hinweis auf Fehlverhalten Anderer entkräften.

Es geht mir auch nicht darum dich zu verurteilen - das steht mir garnicht zu. ich möchte nur darauf hinweisen, dass man vielleicht darüber nachdenken könnte...


Scheitel schrieb:
@Niyu
...
Also, wo darf man hier das von dir angesprochene?

Ich fahre links mit rund 55 km/h (Innerorts), also schon schneller als erlaubt. Werde trotzdem rechts überholt? Ich wage zu bezweifeln, dass das durch irgendein Verkehrsgesetz in unserem Lande gedeckt ist.

Verrate mir doch mal, gegen was ich deiner Meinung nach für ein Gesetz verstoße, wenn du schon sowas verlinkst. Wo nötige ich jemanden?
@ Scheitel: Etwa 3 Sekunden Google hätten dir folgendes aufgezeigt – und ich hoffe das du damit dein Fehlverhalten einsiehst.
§2 der STVO
unter Absatz: 3) Innerhalb geschlossener Ortschaften - ausgenommen auf Autobahnen (Zeichen 330.1) - dürfen Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 t auf Fahrbahnen mit mehreren markierten Fahrstreifen für eine Richtung (Zeichen 296 oder 340) den Fahrstreifen frei wählen, auch wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 (§7) nicht vorliegen. Dann darf rechts schneller als links gefahren werden.

Hast du dir den Link eigentlich angeguckt? Da steht doch drin, dass das vorsätzliche versperren von Fahrstreifen als eine Nötigung interpretiert werden kann inkl. der Quellen. Wo kein Kläger da kein Richter. Genau so wie viele Raser mit Ihrem verhalten Jahrzehntelang durchkommen so wird auch dich vermutlich kaum jemand rammen und dann auf Mitschuld verklagen. Es ist aber schon passiert und es wurde entsprechend geahndet mehr will ich damit gar nicht sagen.

[EDIT]
Ich sehe gerade du hast den Part selber gefunden. Freie Fahrstreifenwahl bedeutet dass die Leute die dich so nerven und „rechts überholen“ das dürfen. Dir steht es dabei nicht zu zu entscheiden, dass Sie dabei „zu schnell“ sind und daher steht es dir auch nicht zu sie dafür auszubremsen. Das ist dann Nötigung.
 
@nebulein

Ich gehe dir vollkommen Recht, Leute die deutlich zu langsam fahren sind auch eine Gefahr, denn da wird bei der erstbesten Gelgenheit (oder wie in deinem Bespiel, wo eingentlich überhaupt keine ist) riskant überholt.

Ich bin als Fahranfänger mal mitm Motorrad geblitzt worden, das hat mir Nachschulung + Fahrverbot eingebracht. Seit dem Tag an fahre überall das, was erlaubt ist bzw. knapp drüber (meistens immer +5 km/h, wenn keiner vor mir ist, der langsamer ist). Zumindest versuche ich es immer. Das es nicht immer klappt ist was anderes, aber seit dem hatte ich kein Knöllchen mehr wegen zu schnellen fahrens.(1x falsch geparkt, naja^^)

Und Leute die so gekonnt jedes Verkehrsschild oder Einmündung, welche die Geschwindigkeitsbegrenzung (i.d.R. außerorts von 70 auf 100) aufheben, ärgern mich auch. Wo gucken die denn hin??? Wohl nicht aufe Straße. Und meisten stehen noch hinter den ganzen einmündenden Straßen Schilder, dass dies oder jenes aufgehoben ist, obwohl das schon durch die einmündene Straße passiert ist.

@Niyu
Eine Nötigung bei Einhalten der vorgeschrieben Geschwindigkeit? Das sowas irgendwo bestand hat, wage ich zu bezweifeln.

Da ich schon die erlaubte Höchstegschwingkeit fahre, entscheide ich wohl nicht, dass sie zu schnell sind, ich sehe es ja an meinem Tacho. Es ist eine Tatsache, das sie schneller fahren als erlaubt.
Du schreibst es darf schneller gefahren werden - ja, aber es darf aber nach der Straßenverkehrsordnung auf die Strecke, auf die ich mich beziehe, nicht schneller als 50 gefahren werden.

Ich bremse auch niemanden aus, ich fahre einfach nur mit der vorgegebenen Geschwindigkeit. So wie du es schreibst, klingt es, als würde ich extra vor die Autos fahren und bremsen. Das ist ja mitnichten der Fall.
 
Es gibt absolut keine wirklich vernünftige Argumentation, die Verletzung von Geschwindigkeitsbegrenzungen zu rechtfertigen! Nicht ein evtl. größerer Fahrspaß, ganz sicher kein stärkerer Motor und auch kein Zeitdruck geben irgendwem die Freiheit, bestehende Verkehrsregeln mutwillig zu missachten. Ich selbst halte mich zwar nicht immer punktgenau an Tempolimits, aber fast - vor 30 Jahren war das sicher bzw. leider anders. Doch außerorts haben nach meiner Erfahrung ohnehin in diesen Jahren sowohl der Verkehr so sehr zugenommen, dass wesentliche Überschreitungen von Tempolimits sehr wohl mit höheren Gefährdungen einhergehen als früher, als auch die Zahl der nicht nur stationären Tempokontrollen. Innerorts verstehe ich unter zügigem Fahren nicht so sehr zu schnelles Fahren, sondern vorausschauendes - durchaus inkl. zahlreicher Spurwechsel.

Ich begrüße deshalb Kontrollen allgemein sehr. In der Regel könnten sie mich selbst gar nicht treffen und taten dies auch nicht in dem Jahrzehnt, als ich noch als Taxifahrer unterwegs war. Selbst wenn Tempolimits nicht nur an Unfallschwerpunkten, z.B. vor Schulen oder zur Lärmreduktion, sondern ggf. auch aus finanziellen Erwägungen verhängt sind oder auch aus finanziellen Gründen kontrolliert wird, kann dies ja immer nur Temposünder treffen. Wen schert es außer diese selbst? Wer sich doch einmal ungerechtfertigt geknipst sieht, sollte einen kompetenten Anwalt kennen.

Ansonsten gilt für Regeln und Situationen im Straßenverkehr: Wer ein schwaches Nervenkostüm hat, sollte gerade im Berufsverkehr wohl besser auf die Öffentlichen Verkehrsmittel ausweichen.
 
nebulein schrieb:
erlebe ich eigentlich täglich mindestens einen der auf dieser Straße 60 fährt. Ist das keine Verkehrsgefährdung
doch: http://dejure.org/gesetze/StVO/3.html (2)

@Dierk-mit-e
Gute Einstellung! Leute wie du treffen dann auf Leute wie dich und dann schepperts. An sich nicht schlimm, wenn sich dieser Menschenschlag selbst aus dem Verkehr zieht, aber meist sind halt auch Unschuldige mit involviert, wenn diese Leute ihr Können so supertoll einschätzen und alles im Griff haben.

Leider ists bei uns so, dass man nur ein Mal "richtig" fahren _muss_ - bei der Prüfung. Danach kann jeder sein großes oder kleines Ego ausleben und seine Wahnvorstellungen - und manchmal auch seine Körperteile - frei in der Welt und auf der Straße verteilen.

Solche Leute leben einzig und allein nur von der Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer... wie gesagt bis jemand mal nicht für dich mit aufpasst oder genauso "denkt" und handelt...

Ich finde das traurig, aber erfahrungsgemäß sind solche Leute auch schwer zu erziehen in dieser Hinsicht. Da hilft nur: Abstand halten und hoffen, dass die Überheblichkeit nicht zusätzlich aufs Gaspedal drückt.

Ich verstehe sowieso nicht, warum man auf einer zB 10km langen Strecke 120 statt 100 fahren muss. Der Zeitgewinn ist lächerlich (5 Minuten gg. 6 Minuten bei jeweils konstanten Geschwindigkeiten). Wer so wichtig ist, dass eine Minute ggf. Menschenleben wert sind, der soll sich melden. Und wer solch einen Zeitdruck hat, dass ihm diese Minute soooo wichtig ist, der sollte vielleicht seine Terminplanung überarbeiten und vielleicht eine Minute früher losfahren.

Ist aber wieder ein Einschnitt in die persönliche Freiheit ("Ist doch mein Auto und mein Leben! Ich kann doch fahren wann ich will!!"), nur leider interessiert es diese "Menschen" nicht, dass auch andere Rechte haben und es eben auch andere Verkehrsteilnehmer gibt, deren Daseinszweck eben nicht ist, auf den Verkehrsregelignorierer zu achten und ihm das hochwohlgeborene Popöchen sauberzuhalten ;)

@Blitzerstreit
Ich fahre jetzt länger Auto als etliche User hier überhaupt auf der Welt sind. Ich bin gewiss 25x um den Erdball gefahren (km-Leistung), hatte niemals einen Unfall, bin genau 2x geblitzt worden (69 bei erlaubten 60 und 87 bei erlaubten 80) - beide Male kurz nach bestandener FS-Prüfung -, hatte niemals Punkte oder bin sonstwie aufgefallen. Ok, vor der Uni hab ich mal im Parkverbot zu lange gestanden :D. Ich erlebe allerdings täglich den Wahnsinn auf unseren Straßen, sei es, dass Leute zu dämlich sind, im Kreisverkehr rechtzeitig zu blinken oder dass man in Baustellen der Depp ist, der gefälligst auszuweichen hat, wenn einem Q7 die vorgeschriebenen 60km/h (angezeigte 65-70 lt. Tacho) zu langsam sind und er mit seinen 2,20m Breite auf der 2,10m-Zweitspur unbedingt überholen muss (was lustig ist, da diese Leute dann 50m weiter hinter nem Sattelzug hängen, weil sie dafür dann doch zu breit sind).

Fazit: Das Denken setzt bei vielen FahrzeugführerInnen aus, sobald sie hinterm Steuer sitzen. Da fühlt man sich stark, unbeobachtet, unangreifbar. Man kanns anderen mal zeigen, richtig auf die Tube drücken und weil einem der Vordermann auf den Zeiger geht, fährt man halt mal dichter auf und macht ihm klar, dass er ein Störfaktor auf MEINER Straße ist. Rafft er das immer noch nicht, wird halt überholt und geschnitten, am besten noch ausgebremst! Jawoll! MEIN Auto, MEINE Zeit, MEIN Leben, MEINE Straße - alle haben sich nach MIR zu richten! Durch Schallisolierung, komfortable Federung und winddichte Chassis ist man noch mehr isoliert von der Außenwelt und nimmt so gar nicht mehr "direkt" am Verkehrsgeschehen teil. Es hat fast was Surreales. Je nach Fahrzeug merkt man gar nicht mehr, dass man schon 180 Sachen drauf hat. Geht ja auch schnell mit dem 2l-CDTI.

Ich bin auch regelmäßig im Ausland unterwegs und ich muss ehrlich sagen, dass es u.a. in Polen (ok, so viele Autobahnen gibts da nicht :D) und in NL sehr entspannt ist, was das Autofahren angeht. Beide Länder haben generelle Geschindigkeitsbegrenzungen (NL 120, PL 140) und die Leute halten sich dran. Mag auch daran liegen, dass die Strafen "etwas" höher ausfallen als hier in D, aber selbst auf den 6-spurigen Autobahnen rund um Rotterdam und Amsterdam gibts keine Staus, kein Reindrängeln, kein Nötigen - man kann entspannt fahren und kommt - oh Wunder! - dennoch ans Ziel. Und das nichtmal sonderlich langsamer als ohne Tempolimit wie in D.

Ist ja auch ne einfache Rechnung:
Konstant 100km/h = 100km in 60 Minuten
Konstant 200km/h = 100km in 30 Minuten

Muss ich aber ob der Verkehrsdichte oder einer Baustelle von den genannten 200km/h auf 100km/h runterbremsen - für sagen wir 10 Minuten - müsste ich 10 Minuten lang 300km/h fahren, um in Schnitt wieder auf 200km/h zu kommen.

Aber es fühlt sich halt schneller an ;)

Ich hab übrigens vor einigen Monaten den Test gemacht. Streckenlänge war 780km reine Autobahn. Pausen habe ich jeweils 3 eingelegt mit je 10 Minuten. Erste Hinfahrt gemütlich mit 100-120km/h und die Fahrt dauerte 8,5 Stunden. Ich war danach fit (nach ner Dusche :D) und alles war gut :) - Durchschnittsgeschwindigkeit lt. Navi: 105km/h

Die zweite Hinfahrt eine Woche später: Vollgas, 180/190 wo es ging, immer linke Spur... ich musste nach 600km tanken, hab 7,75 Stunden gebraucht und war nach Ankunft nur noch müde. Durchschnittsgeschwindigkeit lt. Navi: 115km/h

Ähnliches bei einer Fahrt nach Dresden (450km) vor 3 Jahren: Hinfahrt 4,5 Stunden bei 120km/h, alles prima, noch 15 Liter im 50l-Tank (Super). Rückfahrt: 3,5 Stunden bei "alles was geht", müde und musste 25km vor dem Ziel tanken... ein teurer Spaß heutzutage. Scheinbar ist Geld aber kein Argument gegen das sinnfreie Rasen. Aber gemeckert wird trotzdem -.-

Es bringt einfach nix, außer eben das Gefühl, man hat was geschafft oder war schneller. Diese Befriedigung sollte sich ein reifer Mensch aber woanders her holen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Zeitgewinn ist einer der dümmsten Argumente überhaupt, das habe ich bis jetzt hier aber auch noch von keinem gehört.

Eine vernünftige Argumentation gibt es nicht.

In Schweden ist es z.b. so, dass man sehr viel tut um öffentliche Veranstaltungen zu unterstützen wo man einfach legal auf Rennstrecken oder mal auf einer abgesperrten Autobahn Feuer geben kann.

So haben es auch schon einige andere Länder gemacht und die schweren Unfälle unter jungen Fahrern massiv nach unten getrieben.

Bei uns deutschen ist es aber mal wieder so, dass die Kuh gemolken wird und privater Motorsport ja fast nicht mehr bezahlbar ist. Das ist aber auch keine Rechtfertigung den auf der Straße auszutragen, ledigilich soll das mal einige Missstände aufzeigen. Aber wenn man z.b. mal schaut was noch vor 10 Jahren eine Jahreskarte auf der Nordschleife gekostet hat und was die dagegen Stand heute kostet, sieht man doch das so ein Hobby nur noch für das besser bezahlte Publikum möglich ist.
 
Ich bin bekennender Raser. Wo ich mich auskenne, fahre ich dauerhaft 20 km/h zu viel.
Warum ich das tue? Ich weiß es auch nicht. Ich fahre einfach schnell, wurde bisher in zwei Jahren dreimal geblitzt. Meine Probezeit ist rum, theoretisch hätte ich schon hunderte Male zahlen müssen.
Ich überhole innerorts gerne mal, wenn einer im Industriegebiet nachts mit 50 rumgurkt, überhole ich ihn mit 100. Eigentlich sinnlos, doch mir gibt es den Kick und es macht mir Spaß. Let the flame begin.
 
Scheitel schrieb:
@Niyu
Eine Nötigung bei Einhalten der vorgeschrieben Geschwindigkeit? Das sowas irgendwo bestand hat, wage ich zu bezweifeln.

Da ich schon die erlaubte Höchstegschwingkeit fahre, entscheide ich wohl nicht, dass sie zu schnell sind, ich sehe es ja an meinem Tacho. Es ist eine Tatsache, das sie schneller fahren als erlaubt.
Du schreibst es darf schneller gefahren werden - ja, aber es darf aber nach der Straßenverkehrsordnung auf die Strecke, auf die ich mich beziehe, nicht schneller als 50 gefahren werden.

Ich bremse auch niemanden aus, ich fahre einfach nur mit der vorgegebenen Geschwindigkeit. So wie du es schreibst, klingt es, als würde ich extra vor die Autos fahren und bremsen. Das ist ja mitnichten der Fall.

Ich glaube ich tippe dies nun zum dritten Mal:

Der Gesetzgeber sieht nicht vor, dass du oder ich oder irgendein anderer Privatmann Geschwindigkeiten bewertet. Das bedeutet klipp- und klar, dass du nicht zu entscheiden hast, dass derjenige der dich überholt mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist oder nicht. Tachos sind unterschiedlich. Und wenn Ihr z.B. in einer leichten Kurve seid, dann hat der rechtsfahrende auch weniger Strecke zu bewältigen. Das sind nur zwei mögliche Gründe warum jemand bei dem 55 auf dem Tacho stehen dich überholt – obwohl bei dir ebenso 55 auf dem Tacho steht.

Mal abgesehen davon, dass der Andere für sich analog zu Dierk entschieden haben kann, dass er eben 57 fährt oder 60. Aber – noch mal: Dir steht es nicht zu dies zu bewerten UND vor allem. Es steht dir nicht zu darüber in Selbstjustiz zu richten in dem du dir eine Engstelle in Form eines anderen Fahrzeugs suchst und den Verkehrsteilnehmer hinter dir damit ausbremst. Du kannst nicht einerseits sagen: Zitat: „Mich kotzt es an von rechts überholt zu werden … Deswegen schließe ich in der Regel zu dem nächsten rechts fahrenden auf(sofern vorhanden). … Ich sorge nur dafür, dass man mich nicht von rechts überholt.“
Du „sorgst“ dafür. Das ist die Nötigung.

Du siehst den anderen Verkehrsteilnehmer als Bedrohung – als Konkurrenten und du schaltest ihn dadurch aus. Stattdessen solltest du ihn als (Leidens)-Partner sehen auf dem Weg zur Arbeit oder wohin auch immer. Tu eine gute Tat und lass ihn ziehen. Unfälle passieren nicht, wenn zwei defensive Fahrer aufeinander treffen, selten wenn ein defensiver und ein offensiver Fahrer zusammen treffen und am meisten da, wo zwei offensive Fahrer sich treffen.

[EDIT]
@Partizan:
Wozu Flame? Genau wie einige andere hast du dich aktiv dazu entschieden. Ich habe da vollstes Vertrauen in das System. Du magst 100te Male davongekommen sein – dafür wurden andere bei 4 von 5 Geschwindigkeitübertritten in 10 Jahren erwischt. Das ist halt Glück / Pech. Dir ist dein Fehler bewusst und wenn es soweit ist und du den Führerschein abgeben musst, dann hoffe ich, dass du ebenso „Mann“ genug bist. Zudem hoffe ich, dass dir nie jemand vor’s Auto läuft während du des Nachts mit 100 durchs Industriegebiet fährst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach das kann ich mir nicht vorstellen, nachts ist normalerweise keiner dort unterwegs, und schon gar nicht jemand der auf der breiten Straße spazieren geht :)

Ich gebe meinen Lappen gerne ab, wenn ich denn erwischt werde. Kann den Verkehr hier eh nicht mehr ausstehen, und die ganzen "Fahrer", welche ewig an der Ampel brauchen und dann 20 Sekunden lang auf 50 km/h beschleunigen oder sonstige Verkehrshindernisse darstellen, bringen mich auch echt dazu immer weniger mit dem Auto unterwegs zu sein.
Wäre meine Anbindung an die Öffentlichen etwas besser ... :(
 
Manchen scheint nicht bewusst zu sein, welche kinetische Energie in einem 1.5 Tonnen schweren Fahrzeug steckt, das mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h innerorts unterwegs ist. Und welche Zerstörungskraft von einer solchen bewegten Masse ausgeht.

Um es ganz krass auszudrücken, diese Energie reicht aus, um eine ganze Schulklasse kleiner Kinder in eine unförmige Masse zu verwandeln. Nicht sehr delikat oder taktvoll, aber anschaulich.

Da kann nur jeder hoffen, dass sich sein Kind nicht in dieser Schulklasse befindet.
 
Pandora schrieb:
Also sagen wir mal so, die Auswahl der Standorte für Blitzer/Radarkontrollen wird sicher durch finanzielle Aspekte beeinflusst, aber ich denke nicht das ausschließlich danach gegangen wird.

Der Nachbar meiner Eltern ist Leiter des Ordnungsamtes welches hier im Umkreis die Blitzer aufstellt, und glaube mir - "Geld > all" (merkt man auch daran das man schon ab 5km/h zuviel abdrücken darf) und das gibt er auch offen zu.
 
Bei EUR 5 Verstößen ist der Verwaltungsaufwand höher als die Einnahme – daher sind die Blitzer meist toleranter.
 

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