Das Internet in der Gesellschaft

jhoech

Banned
Registriert
Okt. 2009
Beiträge
476
Hallo,

mich würde mal interessieren, wie ihr die Rolle des Internets in der Gesellschaft mittlerweile einschätzt, hat es doch einige Kommunikationswege mit großer Konkurrenz beglückt, als da wären:

* Postweg
* Telefon
* Printmedien
* TV
* ...

Ich stelle weiter die These auf, dass die meisten hier sich ein Leben ohne Internet, auch bedingt durch die sozialen Netze, nicht mehr vorstellen können. Dagegen spricht das Gespenst der Onlinesucht, von dem ich aber nicht viel höre, das scheint vergessen. Gabs das ja auch schon beim TV. Da redet finde ich in den Medien keiner mehr wirklich von. Zumindest nicht in dem Maß wie bei anderen Drogen wie H, Speed, ...

Meint ihr das all diese Thesen irgendwann mal wieder fällig sind überarbeitet zu werden? Gibt es wieder einen Umschwung zu Printmedien o.ä., oder sogar ein neues Medium? Gibt es Faktoren die euch am Internet derartig stören, dass ihr euch selbst schon mal gefragt habt wie das weiter geht?
 
Zuletzt bearbeitet:
jhoech schrieb:
Hallo,
Ich stelle weiter die These auf, dass die meisten hier sich ein Leben ohne Internet, auch bedingt durch die sozialen Netze, nicht mehr vorstellen können.

Ich persönlich könnte mir vorstellen ohne Internet auszukommen. Das würde zwar einiges aufwendiger gestallten und ich würde es mir auch nicht wünschen, aber möglich wärs.

Auf soziale Netzwerke könnte ich im übrigen am ehesten verzichten.
 
Es kommen immer mehr Trolle in die Foren und man hat das Gefühl als "alter Hase", dass die Qualität und das Durchschnittsalter von Jahr zu Jahr sinkt in solchen Foren wie diesem hier.


Der Suchtfaktor ist keineswegs auf dem abflachenden Ast. Das kann ich nicht unterschreiben. Allein diese sozialen Netzwerke sind doch die Kaderschmieden für narzistische Selbstdarstellung. (*Diskussion anfach*) ;)

Das Internet ist ein weiterer Schritt für die fortschreitende Individualisierung der Gesellschaft und man kann mit wenigen Klicks noch so abstrusen Interessengemeinschaften aufziehen, die früher unter Umständen nur hinter verschlossenen Türen "getagt" hätten.

Onlineshopping sorgt für Preistreiberei und dürfte eines der Mosaiksteinchen sein, dass den klassischen, serviceorientierten Einzelhandel zumindest schwächt. Auch kommen genug Leute in Läden und verhandeln über Preise, die sie aus dem Internet kennen. Das ist mindestens so unverschämt wie unbedacht. Ich selbst nutze Onlineshopping jedoch auch und bekomme viele Teile die ich benötige im sog. "Fachhandel" gar nicht erst.

Ein großes Problem des Internets ist, dass internationale Inhalte (auch kriminellen Ursprungs) auf lokales Recht treffen und somit nicht oder kaum wirkungsvoll handhabbar oder strafbar gemacht werden können. Siehe KiPo.
 
Meiner Meinung nach ist das Internet in der Jungen und auch mittleren gesellschaft schon bereits komplett etabliert nur die "alte Fraktion" wird es nicht als gesellschaftlich angenommen empfinden.

Ich für mein Teil kann sehr gut ohne das Internet leben. Ich bin zwar angemeldet aber nicht aktiv an sozialen Netzwerken beteiligt. darüber hinaus sehe ich es eher als bereicherung fürs Leben aber nicht Lebens notwendig. Ein Luxus Gut wie beispielsweise ein Auto. Jeder kann darauf verzichten und auf traditionelle Art und Weise seine Information oder Waren erhalten. Es geht halt schneller.

Jetzt kommt der Punkt was am Internet nervt: Es geht zwar alles schneller, fast schon rasend schnell und das ist das Problem. Die fülle an Informationen die zu manchen Themen ins netz gestellt werden ist so rasend, dass meistens sogar die Qualität leidet. Man wird mit Informationen zugebombt die teilweise wiedersprüchlich sind und dadurch ist eine korrekte Entscheidung zu vielleicht wichtigen Themen im Leben oder Beruf einfach nur Bauchgefühl.

Sichere Quellen werden da leider kaum noch zu Rate gezogen sondenr nur nach kurz Infos die vielleicht einfach aus dem Zusammenhang gerißen worden sind im Netz ergoogelt oder blöd in einem Forum nachgefragt wobei man dann zu 50% eine "ich google für dich Antwort" erhällt.

Die Quantität die man an Infos bekommt ist unglaublich hoch die Qualität leidet aber oft darunter. Wikipedia und einige seiner Artikel ist nur ein Beispiel.



Ich selber nutze das Internet gerne aber man muss lernen die richtigen Infos zu finden und zu analysieren.

m.f.g.
 
ein Leben ohne Internet?! Koennen wir differenziert betrachten. Ich bin mir fast sicher, dass es für die meisten Individuen möglich erscheint, jedoch die Ganzheit der Gesellschaft vor gewaltige Probleme stellen würde. Bedingt durch den Grad der Vernetzung der Wirtschaft mit der Kommunikation, würde ein Chaos entstehen.
Onlinesucht ist übrigends nach wie vor ein Thema. Das sehe ich an meinem eigenen Freundeskreis. Dabei spielt die "Grenze" zur sucht eine entscheidende Rolle. Meiner Empfindung nach, beginnt sie sehr viel früher als von den meisten angenommen wird.
Eine generelle Rückkehr zu Printmedien wird es in diesem Umfang nicht mehr geben.
Solange das Netz existiert wird es sich entwickeln und verdrängen. Bisher kann ich mir kaum ein Medium vorstellen, welches nicht auf dem Grundprinzip des Internets aufbaut.
Wir haben inzwischen ein Volumen erreicht, das den einzelnen Geist bei weitem übersteigt und ihm Gleichzeitig die Informationen in großer Menge in just no time zur Verfügung stellt.

Die Herausforderung ist es das Netz in angemessener Weise nutzbar zu machen.
 
RedZaC schrieb:
Sichere Quellen werden da leider kaum noch zu Rate gezogen sondenr nur nach kurz Infos die vielleicht einfach aus dem Zusammenhang gerißen worden sind im Netz ergoogelt oder blöd in einem Forum nachgefragt wobei man dann zu 50% eine "ich google für dich Antwort" erhällt.

Die Quantität die man an Infos bekommt ist unglaublich hoch die Qualität leidet aber oft darunter. Wikipedia und einige seiner Artikel ist nur ein Beispiel.

Für wissenschaftliche Arbeiten ist die Leichtigkeit der Kopierbarkeit eine ernstzunehmende Problematik. Darüber hinaus ist es bedenklich, dass ein nicht geringer Teil unseres Alltagswissens aus einem Algorithmus gespeist wird, den eine monopolartige Firma steuern kann. Die Realität besteht aber leider aus mehr Inhalten als die ersten 10. Google Treffer ausspucken. Nicht zuletzt deshalb tut sie das, weil man den Algorithmus gezielt ausforschen kann, um obenan zu stehen. Schließlich geht es auch hier um Geld.
 
Leben ohne Internet? Wäre zwar unbequem aber möglich. Problem des wachsenden Internets ist die Volksverdummung. 90% aller Internetinhalte sind eh alle unnütz (porno, video). Würde wir wirklich nur die wichtigsten Sachen aus dem Internet gebrauchen, gäbe es wahrscheinlich nur ne handvoll Seiten
 
ein leben ohne internet....möglich....
aber hand aufs herz wer will das...sind wir nich alle so bequem geworden ( durch das internet)?
und ich würde nich sagen das alle videos unnütz sind...
die ganzen how to´s zum Beispiel....wie oft kam es vor das ich etwas machen wollte aber nich wusste wie...
wenn ich ein problem mit einem rechner hab...dann stell ich hier eine frage und irgendjemand wird antworten
alleine was man durch communitys an handy kosten spart ist schon gewaltig....
sicherlich hat es auch seine schlechten seiten wie phishing usw aber mal im ernst wenn ihr euch entscheiden müsstet....und ihr mit eurer entscheidung alles absiegeln könntet....würdet ihr sagen das internet muss weg?
 
Internet ist ein Leitmedium, es vereint alle davor bestehenden Medien in einem. Daher ist ein "Multimedia-PC" wie er z.B. früher bei MediaMarkt beworben wurden auch wirklich Multimedia - eben mehrere Medien!

Davon abgesehen gibt es nicht nur immer mehr "junge" Leute, sondern auch die älteren Menschen finden den Weg ins Netz.

Was mich am "Internet in der Gesellschaft" stört ist einerseits die sehr schwache Bildungsarbeit (u.a. Medienkompetenz vermitteln) seitens des Staates bzw. der Länder mit entsprechenden Schulgesetzen und andererseits die Netzneutralität, die es immer mehr zu schützen gilt. Beides ist jemand mit wenig Kenntnissen nicht unebdingt sofort vermittelbar, aber wichtiger als jede Anwendung, Google, Microsoft oder Pornos.

Ein Nachfolger vom Internet wird es so schnell nicht geben. Maximal trennt sich das ganze in völlig unkontrollierbare Subnetze, vielmehr aber wird das Internet immer weiter in die Gesellschaft "integriert", d.h. Dinge und Sachen gehen "online", sei es über RFID oder sonstwie. Ob es das Fernsteuern des eigenen Zuhauses vom Urlaub aus ist, ob es intelligente Stromzähler sind oder ein Park&Ride Konzept, etc... lässt sich alles mit vernetzten "Dingen" realisieren. Gibt auch eine tolle Reportage dazu "Das Internet der Dinge", sehr empfehlenswert.
 
Ich denke auch das es wohl nur eine Hand voll Randdaseinsformen geben wird die sich zumindest aus ihrer Sicht der Dinge am Ende komplett enthalten konnten: Arme, Mönche und Eremiten, Almbauern, Kinder und Alte. Wobei Alte denke ich schon eher Problem damit haben werden sich zu enthalten, wenn der Enkel und so... Demnach ist es ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft und nicht mehr weg zu denken. Bleibt die Frage ob es ein anderes Medium ablöst oder auch ablösen wird und ob man das so gut findet.
 
Es kommen immer mehr Trolle in die Foren und man hat das Gefühl als "alter Hase", dass die Qualität und das Durchschnittsalter von Jahr zu Jahr sinkt in solchen Foren wie diesem hier.

Nein, das Niveau sinkt nicht. Nur trollt man mit zunehmenden Alter weniger bzw. steigen die eigenen Ansprüche.

@jhoech
Sowas nennt man Silver Surfer , wozu die Zwirbelkatz sich scheinbar schon zählt:D(mit seinen Ende 20?).
 
Airbag schrieb:
Nein, das Niveau sinkt nicht. Nur trollt man mit zunehmenden Alter weniger bzw. steigen die eigenen Ansprüche.

Da hast du vollkommen Recht. Aber wenn du dir die Mühe machst, hier Gespräche in dem Forum aus dem Jahre 2001 bis 2003 zu verfolgen, bestechen sie - in meinen Augen - durch deutlich mehr

a) Freundlichkeit
b) Persönlichkeit
c) Wärme und Sorgfalt sowohl im Umgang als beim Lesen
d) Tendenziell weniger Spam

Das ist bloß meine subjektive Einschätzung.

Das mit dem Trollen möchte und sollte ich einschränken auf insbesondere das Graka und Spieleforum und die zugehörigen Berichte.
 
das derzeitige internetverhalten ist leider geprägt durch keinerlei höflichkeit und massig getrolle :(

entweder versagt bei vielen die erziehung, oder die anonymität des internets verzieht die kids...
 
Da hast du vollkommen Recht. Aber wenn du dir die Mühe machst, hier Gespräche in dem Forum aus dem Jahre 2001 bis 2003 zu verfolgen, bestechen sie - in meinen Augen - durch deutlich mehr

a) Freundlichkeit
b) Persönlichkeit
c) Wärme und Sorgfalt sowohl im Umgang als beim Lesen
d) Tendenziell weniger Spam

Mhh
a) vielleicht, weil weniger und eine leicht familäre Atmosphäre, aber Aggression ist dennoch mehr als genug vorhanden.
b)Ja trifft zu.
c)ähnlich a)
d) Ja, weil weniger als Spam deklariert wurde (sehr lockere Regelhandbung seitens der Mods)

Generell fehlt mir nur die Nähe der Redaktion zur Community, wie sie bei vielen anderen Seiten vorhanden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich schätze mich so ein das ich auch ohne dem Internet noch leben könnte aber es wäre wesentlich unbequemer, denn das globale Netz erleichtert einem bei vielen Sachen ungemein das Kopfzerbrechen. Ich erlebe es jetzt gerade, eine Wohnung in 600km Entfernung zu finden - das Internet macht es mit den zahlreichen Portalen und Angeboten leicht, ohne dem Netz müsste ich Vorort sein oder entsprechende Zeitschriften ordern, das wäre dann aber wirklich mühsam.

Auch sonst bietet das Netz viele Möglichkeiten, Erfahrungsberichte, News, stündliche Wetterinformationen, Radio - ohne lokal begrenzt zu sein.
Auch ist es einfacher politisch aktiv zu sein und sich informieren zu können.
Eine Demonstration oder Protest organisieren - dank dem Internet ist es einfach. Die Studentenproteste in Österreich wurden z.B. rasch und in kurzer Zeit in großen Dimensionen so möglich.
In Sachen politischen Protest ist Iran, Ägypten und co auch aktiv und lassen in ihrem "Open" bestreben nicht locker, trotz schon Haft mancher Blogger.
Für Deutschland ist die Piratenpartei eine "neue" Erscheinung die sich durch das Netz formiert, organisiert, Aktionen erarbeitet, plant und dann real durchführt. Die Grünen hatten vor Basisdemokratisch zu bleiben, zu Zeiten wo nur Papier das Maß der Dinge war.
Die Piraten haben wirklich die Chance sich über die Dauer basisdemokratisch zu etablieren.

Wikileaks zeigt auch das man anonym und bequem die Wahrheit veröffentlichen kann, unter Umgehung von mächtigen Unternehmen, Medienkonzernen oder der Politik - aber oh nein das ist eine Gefahr! So zeigen wir Demokratien Bestrebungen die an Machenschaften von stalinistischen Regimen erinnern, denn die Wahrheit ist eine Gefahr und muss gedeckelt werden, das Internet soll zerstückelt werden, das Volk soll nur Zugriff auf akzeptierte und geprüfte Inhalte haben, denn das Internet ist eine Chance für das Volk sich besser ein Sprachrohr zu verschaffen, zu organisieren, zu protestieren und zu planen.

Will das die Masse, engagiert man sich dahingehend?
Schaut man auf MySpace und co sieht es eher durchschnittlich aus, der Selbstdarstellungsverkauf ist angesagt - leichtfertige Informationenpreisgabe steht an der Tagesordnung - bei manchen fragt man sich ob Sie sich dem bewusst sind was sie da tun.
Soziale Netzwerke können ungemein Helfen (auch für Unternehmen, Kreative ect.) aber auch eine Bürde sein.
Die Selbstdarstellungszwecke, "präsentiere dich" um jeden Preis schmeckt mir persönlich bitter - das einzige "Web 2.0" was ich nutze ist twitter, was zwar auch jede Menge informativen Müll hat aber es ist einfach nach Informationen zu filtern und diese zu verfolgen (kurzer informativer Mehrgewinn) ohne vor allem sich sich bildlich oder privat präsentieren zu müssen.

Bei ARTE wurde vor kurzen die Dokumentationsreihe "The Digital Bomb" ausgestrahlt, ist sehr sehenswert. Hier kann man die drei Dokumentationen anschauen: LoadBlog.

Was ich für überholt finde ist, das laut unserem deutschen Recht noch immer das TV und Radio das Maß aller Dinge für die Informationsgewinnung ist. Sozialschwache haben kein Recht auf einen Computer und Internet - unverständlich.
Das ist das Problem der Politik und dem Recht, man befindet sich mindestens 10 Jahre im Rückstand in Sachen Medien.


Es stimmt der Informationsstrom ist gewaltig, man kann den Eindruck gewinnen viel zu verpassen was man vielleicht kompensieren will, wer aber über das was er will und brauch im Klaren ist weiß wann es zu viel ist. Medienkompetenz bzgl. des Internets ist das Stichwort.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwirbelkatz schrieb:
Da hast du vollkommen Recht. Aber wenn du dir die Mühe machst, hier Gespräche in dem Forum aus dem Jahre 2001 bis 2003 zu verfolgen, bestechen sie - in meinen Augen - durch deutlich mehr

a) Freundlichkeit
b) Persönlichkeit
c) Wärme und Sorgfalt sowohl im Umgang als beim Lesen
d) Tendenziell weniger Spam

Das ist bloß meine subjektive Einschätzung.


Hmm.... Diese Einschätzung ist definitiv korrekt.

Ich war 1999 das erste mal im Internet unterwegs damals war ich zwarte 10 Jahre alt.
2000 hatten wir bereits eine flatrate und damit began auch bei mir das regelmäßige surfen.
Entsprechend genieße ich bereits seit 10 Jahren die unstoppbare entwicklung des Internets.

Meine Einschätzung sieht folgendermaßen aus:
2000 - bis heute hat sich eigentlich nur die akzpetanz geändert. 2000 war nur ein Bruchteil der Bevölkerung vernetzt es gab keien Erfahrungen wie man sich verhalten soll also wurde alles Vorsichtig angegangen.
Heute ist es nun mal so, dass ALLE ins Netz gehen jeder 2. sich Technik Junk nennt aber mit seinen basic fragen foren zuspammt. Durch die Akzeptanz die die Gesellschaft gegenüber dem Internet aufgebaut hat ist es nunmal so, dass Menschen das Internet als Teil ihres Lebens interpretieren.
Wenn ich persöhnlich in einer gesellschaft bin die mich nervt oder durch unpassende oder unüberlegte Fragen nervt werde ich in dieser Gesellschaft manchmal auch unfreundlich und mürrisch. Im Internet ist es genau das selbe.
Wenn jemand eine frage stellt geht man damit so um wie im echten Leben den es ist ja für einige ein teil des lebens. Das Problem dahinter ist nur folgender: In einer Gruppe lernt man mit Gesellschaftlichen Regeln umzugehen man stellt seine Fragen besser und überlegter.
Im Internet ist das nicht möglich, da hunderte Anonyme leser darauf antworten können. Bei einer ECHT guten frage die aber vielleicht für einen prof. trivial ist muss dieser zufällige mitleser ein schlechten Tag gehabt haben und antwortet entsprechend mürrisch und unfreundlich

Darüber hinaus ist die Globalisierung inkl. fehlender medien Aufklärung in Schulen und auch die zunehmenden Immigranten Rate mit verantwortlich.

Kultur Importe wie gangster RAP werden bereits mit jungen Jahren (bei mir war es mit 12 Eminem) unbedacht konsumiert. Eine Aufklärung gab es nicht so kam es, dass viele meiner damaligen Freunde sich mit den Texten beschäftigt haben und diese für VOLL genommen haben. Ist bestimmt ein mitgrund für diese verkorkste Generation die sich durch die Gesellschaftliche Eingliederung des Internets nun auch hier verbreitet.

Ich bin zum Glück relativ normal geblieben.
 
RedZaC schrieb:
Ich bin zum Glück relativ normal geblieben.

Das ist doch erfreulich. :p
Verkorkste Generation ist zwar etwas übertrieben, aber nicht falsch. Ich bin ja als historisch interessierter Mensch gespannt, wie sich das Aggressionspotential hier in den nächsten Jahrzehnten einen Weg bahnen wird. Man darf eigentlich dankbar sein, dass miterleben zu dürfen. In 60 Jahren wird man da in der Schule drüber lesen und auf Phoenix, wnen es das noch gibt, "Dokus" sehen, wenn es das dann noch gibt. :D
 
Dunbars Number:
http://en.wikipedia.org/wiki/Dunbar's_number
trifft zu.

Zeit Artikel:
http://www.zeit.de/digital/internet/2010-08/soziale-netzwerke-freunde?page=1

Richtig genutzt taugt jedes Medium als Bereicherung. Wenn nicht, dann verschwindet es in der Senke, denn keiner wird es langfristig benutzen. Sich gegen soziale Netzwerke zu wehren ist ähnlich paranoid wie Angst vor dem Telefonbuch zu haben. irgendwann werden sichere Netze geboten sein und dies alles völlig normal sein. Genau wie heutzutage kaum mehr jemand ohne ein Mobiltelefon leben möchte.

Was die meisten bei all dem Geunke vergessen: Man kann jedes Gerät ausschalten. Man kann nicht ans Telefon gehen. Man kann nur so viel über sich im Netz preisgeben, wie man möchte.

Das Internet kann gar nicht so viel schrotten wie es möglich gemacht hat. Alleine der Ortsungebundene und freie Informationsfluss ist die größte Revolution seit dem Buchdruck.
 
Also in meinen Augen hat sich das gesellschaftliche Bild in den letzten Jahren eigentlich deutlich gewandelt.
Früher wurde man verlacht, als man seine Freizeit am PC saß, und ich weiß auch noch als ich zum ersten Mal 1995 ein Telefonkabel durch die Wohnung legte damit ich mein Modem anstecken kann, und meine Mutter mich fragte was ich da mache.
"Ich bau ein Modem auf um ins Internet zu kommen, [...] das ist ein weltweites Datennetzwerk!" - ihre Antwort: "Ach so ein neumodischer Kram hält sich höchstens ein Jahr dann interessiert sich keiner mehr dafür". :D
Und heute telefoniere ich mit meiner Mutter via Skype und sie kann ihr Notebook (hat sie seit drei Jahren, davor waren Computer "Teufelskisten") mehr als ausreichend bedienen und hat (erstaunlich) viel gelernt und verblüfft sogar mich mit autodidaktischen Fähigkeiten wie 10Finger-System und Fehlerbehebung bei Inetstörungen ("Hey, Sohn - heute ging das Internet nicht mehr - aber ich hab mich aufs Routerinterface geschaltet und mit einem Reboot [O-Ton!] gings wieder" -> mein Blick: °_O)

Jetzt 15 Jahre später wird man eigentlich verlacht wenn man NICHT weiß was das Internet ist und sich nicht darin bewegt. Und doch höre ich heute noch viele Stimmen in meinem Umfeld (wichtig: aus ALLEN Altersgruppen) die das Internet ablehnen bzw. kritisch gegenüberstehen und immer noch meinen dass man dort nur KiPo und Bomb3nbauanleitungen findet. Ich gab es auf Aufklärungsarbeit zu leisten.
Desweiteren hat sich m.E. eine neue Gesellschaft herausentwickelt, die gegenüber der (mir fällt nichts besseres ein) "Real-Life"-Gesellschaft koexistiert und teilweise verschmelzen beide schon miteinander. Ich denke z.B. an manche Lieder die durch ein Funvideo Abermillionen weltweit bekannt wurden, und man hört es seit Wochen daheim, im Auto, auf Arbeit, singt es wieder mal, und der Nachbar nebenan hat noch nie was davon gehört. Dies bildet neben Funpics, eigenem Slang und natürlich auch neuen Informationsquellen und rasend schneller Nachrichtenverbreitung eine eigenständige Kultur, welche einige noch nicht wahrhaben, andere wiederum kontrollieren wollen.


Das Internet ist eine eigene Welt mit eigenen Spielregeln und Verhaltensweisen geworden, welche man nicht mit Echtwelt-Gesetzen und Maßstäben begrenzen und reglementieren kann. Und dieser Fakt hat sich in den Köpfen der wenigsten bis dato durchgesetzt.
Gott sei Dank (oder leider) wird sich dieser "Trend" nicht mehr aufhalten lassen und es wird so sein wie bei jedem technischem Fortschritt, dass man entweder Schritt hält oder früher oder später unter die Räder kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die einen kommen an, die anderen gehen bereits weiter. So ist das, ja.

Interessant auch: Man bewegt sich langsam davon weg, dass der Browser stellvertretend für "das Internet" steht. Einen großen Anteil daran tragen imho der Ausbau der mobilen Datennetze und die in den letzten 3 Jahren starke Weiterentwicklung tragbarer Geräte und die zu ihnen passenden Interfaces (Android, iOS).

Alte und neue Medien schließen sich nicht aus, das Internet wird sie nur alle miteinander verknüpfen - direkt oder mit Zwischenschritt durch eine weitere Instanz, wie z.B. das menschliche Gehirn. ;)
 
Zurück
Oben