News Das neue Widerrufsrecht im Online-Handel ist da

Es gab vor Freitag ein unbegrenztes Widerufsrecht? Da ist mir was entgangen. Ich finde es gut, dass CB ausführlicher auf die Änderungen eingeht aber so richtig ist es eben erst klar, wenn man die AGBs, Garantie-, Gewährleistungs- bzw. Versandhinweise der jeweiligen Shops lesen wird. Ich habe nie mehrere Artikel gekauft, um dann einen davon zu behalten und den Rest zurückzusenden. Hier wäre eine Art Schufa-Datenbank, an der jeder Shop angeschlossen sein kann, viel sinnvoller. Wer notorisch Ware zurücksendet, sollte generell ab 3x im Jahr die Kosten dafür selber tragen bzw. dort kaufen wo es gewqollt ist...Zalando oder andere 'trübe Tassen-Läden'.
Wie wirkt sich die Richtlinie auf Garantiefälle aus? Da entsteht doch ohne genaue Aus- u. Einschließungen eine Grauzone. Ich musste ein Gerät wegen kalter Lötstelle insgesamt dreimal hin und herschicken, sprich es wurde 6 x UPS-Express vom Hersteller übernommen, da ich sowas idR nie über den Verkäufer mache. Da ist eine Menge Geld verschwendet worden, was ich selber nie bezahlen würde. Dass die Service-Werkstatt zu blöd war bzw. Scheiße eben passiert, ist ja nicht meine Schuld. Am Ende hat sich UPS am meisten gefreut. Eine Absenkung von Versandkosten wäre viel sinnvoller für alle, denn das ist das was den Internethandel am meisten Sand ins Getriebe streut. Die 40€-Regelung war dagegen ein Grund Misstrauen beim Onlineeinkäufen abzubauen und man durfte sogar davon ausgehen, dass Shops nicht mutwillig defekte Ware oder umgemusterte B-Ware, wie sie seit Ewigkeiten gern bei Mediamarkt und Saturn über den Tisch geht, versenden. Hier werden wieder neue Vor- und Nachteile geschaffen. Dass der Wideruf beim Anstoß eines Downloads erlischt zeigt deutlich die Inkompetenz der Richtlieniensetzer. Bei harter Ware freut es so oder so die Logistiker, hauptsache einer zahlt die Versandlosten incl. Steuern, Märchengebühr ect. pp... ;) Ich denke, alle bekannteren Shops werden es, wie angekündigt, so halten wie bisher, außer ein par große Namen schwenken um, so das alle anderen hinterherschwimmen. Solange es nicht Garantie und Gewährleistung beeinflusst, ändert sich unterm Strich überhaupt nichts für die normale Kundschaft und genau dieser Hinweis fehlt mir bisher. Im Rentner-TV wird dagegen mal eben verschwiegen, dass es bisher die 40€-Regelung gab. Hier wurde ja schon immer gern über das böse Internet hergezogen obwohl es aus Sicht der Kunden viel besser und sicherer war online einzukaufen; je nach Produktkategorie versteht sich.
 
In einem relativ kleinen Online-Shop muss ich heute lesen, nachdem es gestern per Newsletter angekündigt wurde:
"Auf Grund der am 13.06.2014 um 00:00 in Kraft getretenden EU-Verbraucherrechterichtlinie und der damit verbundenen umfangreichen Änderungen ist der Verkauf von Produkten vorübergehend eingestellt! Wir bemühen uns, schnellstmöglich wieder für Sie online zu sein."

Aus Angst vor Abmahnern - und weil der Hersteller des Shopsystems keine passende Lösung anbietet - bleibt der Laden ein paar Tage, oder aber auch Wochen, dicht...
 
@TNM
Ja die Bekleidungsbranche weis was sie machen, die haben die Rücklaufquoten schon kalkuliert.
Denke sowas wie Zalando oder Defshop würden schneller schließen als man gucken kann
wenn der Kunde für den Rückversand zahlen muss.


Da wenn ich was bestelle, bin ich mir sicher das ich es auch haben will, daher liegt meine Rücklaufquote
was Amazon angeht bei 0%. Aber klar wenn ein defekt oder Kratzer etc. vorhanden sind
und mir der Händler sagen würde das ich den Versand zu Ihnen selber zahlen muss,
wäre ich der erste der sich nach einem anderen Shop umguckt.
Aber verstehen tue ich dies schon, wenn es um solche geht die sich zig CPU´s kaufen etc.
Aber hier sieht ja der Shop selber wenn einer CPU´s vom selbem Typ bestellt,
so können die sich ja denken was er macht und per Email die Bestellung stornieren.
Denke das ist es nicht wert 200-300€ an einer CPU zu verdienen und bei 10 Stück vllt
eins das zerschossen worden ist etc.
 
calluna schrieb:
Aber wenn man widerruft und als Grund einen Defekt angibt, dann hebt dieser Grund nicht den Widerruf auf. Oder doch?

Warum sollte sich der Widerruf aufheben? Nein tut er nicht. Wenn Kunde den Widerruf ausdrücklich erklärt; auch mit Hinweis auf Defekt, muss der Händler selbigen akzeptieren und bestätigen - es sei denn der Kunde nimmt den Widerruf ausdrücklich zurück!
 
Zuletzt bearbeitet:
Weiß jemand, ob das für alle Artikel gelten muss?

Mindfactory z.B. nimmt einzelne Artikel aus der Regelung heraus und erlaubt keine Zahlung per Vorkasse. Alle anderen Zahlungsmethoden kosten aber einen Aufpreis.
Außerdem ist dort jetzt Vorkasse 9,90 statt 6,90. Das hat man jetzt davon. :)
 
Soweit ich es verstanden habe muss mindestens eine Zahlungmethode kostenlos sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Stimmt, jetzt sind es tatsächlich 2,99.
Aber als ich das da oben geschrieben habe, stand an gleicher Stelle 9,90. Wird es jetzt auch dynamisch von der Tageszeit abhängig?

Aber trotzdem ist etwa Vorkasse nicht möglich, wenn man z.B. etwa einen Mindstarartikel hat. Anders zu zahlen kostet immer extra und Artikel aus der Mindstaraktion rauszunehmen geht auch nicht (naja, wenn man die entsprechenden Cookies löscht vielleicht).

M.E. ist es so nicht mehr erlaubt.
Wobei, wenn die Versandkosten so bleiben (bis gestern waren es fest 12,99 bei PayPal) und die Artikelpreise auch nicht steigen, habe ich nichts dagegen. Da ist das neue System bis zu einem Wert von ca. 590 EUR noch günstiger (wenn richtig gerechnet...).

Aber irgendwas muss da einfach teurer werden. Anders geht's nicht.
 

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Es gibt noch eine Änderung: Es muss jetzt ein Termin angegeben werden, wann die Ware geliefert werden soll. Aber wie soll das überhaupt funktionieren? Ich hab da doch keinen Einfluss drauf, wann das wirklich ankommt. Und was passiert, wenn es später ankommt? Kann der Kunde dann irgendwas einklagen? Vor allem weil ca.-Angaben ja weiterhin erlaubt sind und ab wann ist "ca. 5 Tage" dann überfällig? Und was ist bei Lieferungen, die aus mehreren Paketen bestehen oder von verschiedenen Lieferanten kommen?

Das ist wieder typisch deutsche Gesetze, irgendwas fordern, aber nichts definieren. :rolleyes:
 
Wie ich lese gibt es Shops die sogar separat erwähnen, dass über die gesetzliche Regelung hinaus, bei Ihnen dennoch ein kommentarloses zürckschicken einer Ware als Wiederruf anerkannt wird. Somit wäre alles beim alten und da würde ich bestellen.
 
FuXxMiTdOpPeLX schrieb:
Redcoon und Hardwareversand erheben trotz des neuen Widerrufsrecht immer noch Gebühren bei Zahlung per Kreditkarte, Paypal etc... das ist ja eigentlich auch nicht mehr erlaubt...
natürlich. man muss nur eine Zahlungsart angeben, die nicht zu einem Aufpreis führt. Also zum Beispiel:
Vorkasse. 4,90€
Paypal: 5,20€+2%
Kreditkarte: 4,90€+3%
wäre durchaus legitim, sofern die Versandkosten normal auch 4,90€ betragen.

TNM schrieb:
Fakt ist doch dass Händler heute ihre Ware gar nicht mehr prüfen sondern ungeöffnet an den Kunden versenden (da könnte ich doch gleich bei der Fabrik bestellen nicht?). Qualitätskontrolle gibts nicht mehr. Dann wundert sich jeder über die Rückläufer.
Natürlich. Zum Überprüfen der Ware (Zeitaufwand mindestens 10 Minuten -> Kosten von ca. 3€) müsste der Karton der Ware geöffnet werden. Dann könnte man die Ware auch nicht mehr als neu verkaufen. Du würdest dich doch auch beschweren, wenn du nur noch bereits geöffnete Kartons bekämst.
 
mediafrost schrieb:
@Tomsenq

der Verbraucher muss auch nach wie vor keinen Grund für den Widerruf angeben; leider. Wenn man eh schon einen Widerruf schreiben muss kommt es auf 1-2 Sätze wenn es sich um einen Defekt handelt wohl auch nicht mehr an. Würde dem Händler helfen und auch die Rückabwicklung beschleunigen.
Doch muss er, wortloses Zurücksenden reicht nicht mehr aus. Wenn ich es richtig gelesen habe.
Ich habe es aber auch schon immer so gehandhabt das wenn etwas defekt war ich das auch dazugeschrieben habe.
 
Mamsell schrieb:
Dort steht u. a. immer noch die 40,-- Klausel drin.
Das ist ja nicht verboten. Sie müssen die Rücksendekosten zwar nicht mehr tragen, wenn sie das ab einem Einkaufswert ab 40 EUR trotzdem machen möchten, wieso nicht?
Früher dagegen war es Pflicht.
 
Im Grunde ist das eine völlig sinnlose Gesetzesänderung.
Selbst wenn alle Händler die Rücksendekosten nicht mehr übernehmen würden, trotzdem würde genauso viele Leute sich 5 CPUs bestellen und nur die beste behalten. Kostet ja nur 6€ mehr als bisher.

Es trifft hier eher den normalen Kunden, der aufgrund eines Defektes widerrufen will. Der zahlt dann entweder selbst die Rücksendekosten, oder muss wegen RMA wochenlang warten.

Aber am Ende werden ohnehin fast alle Händler weiterhin kostenlosen Rückversand anbieten, der Rest stirbt aus, weil kaum jemand dort bestellt.
 
Heißt dass,dass man jetzt für unfertige EA Spiele ala BF4 sein Geld zurückbekommt?
Dann werden sich Firmen zweimal überlegen verbuggte Spiele zu releasen
 
Turican76 schrieb:
Heißt dass,dass man jetzt für unfertige EA Spiele ala BF4 sein Geld zurückbekommt?
Dann werden sich Firmen zweimal überlegen verbuggte Spiele zu releasen
Nein, Origin, steam und co passen die AGB an bzw. bei der Bestellung ist irgendwo ein Hacken gesetzt das
du zustimmst sobald du nur 1kb runtergeladen hast, das du es nicht mehr zurück geben kannst.
Obwohl Origin ja die 24h Regel hat aber man darf auch nur xyz Minuten/Stunden spielen.

Also bleibt es bei den Downloads so wie immer.
 
Tomsenq schrieb:
Doch muss er, wortloses Zurücksenden reicht nicht mehr aus. Wenn ich es richtig gelesen habe.
Ich habe es aber auch schon immer so gehandhabt das wenn etwas defekt war ich das auch dazugeschrieben habe.

Das kommentarlose Zurücksenden reicht nicht mehr aus - das stimmt schon. Es muss aber dennoch kein Grund für den Widerruf genannt werden. Man kann auch einen Widerruf schreiben ohne Nennung des Grundes; sofern defekt hilft das dem Händler die Abwicklung zu beschleunigen als wenn der Händler stundenlang suchen muss :)
 
Neon_xD schrieb:
Bin gespannt ob sich bei Amazon was ändert .. Weil diese ich bestell mir 5 Sachen und schicke 4 zurück finde ich auch nicht in Ordnung.

X_Clamp schrieb:
Agree!
Wobei das primär an diesen weiblichen Geschöpfen liegt, die das bei der Mode (Zalando) scharmlos ausnutzen. Habe hier an der Uni schon mehrere solche Geschöpfe gesehen, bei denen das Preisschild hintenaus der Bluse etc. raushing!

naja zu einem Teil sind es aber die HERSTELLER aber auch die Onlineshops von Anziehsachen und Schuhen Schuld! Schuhgrößen ändern sich um 3-4 Zähler je Hersteller, Produktionsjahr und Modellreihe. Ich brauche bei manchen Herstellern Schuhgröße 41 - andere 42 - Extrem ist ein Hersteller wo ich nicht unter 44 anziehen brauch. Jetzt dachte ich bei dem 44er Hersteller: gut - weiß ich jetzt - nur 44 von dem - Tja - gleiches MODELL aber anderes Produktionsjahr (älter) - 43 :(

Was soll ich jetzt also bei Schuhen bestellen? Ich hasse es mich im Laden durch-zu-probieren und dann online zu bestellen. So Leuten sollte man Hausverbot geben! Also bestell ich die Schuhe dir mir gefallen in der Regeln in 2 Größen. 41/42 weil ich da die größte Trefferquote habe. Bei manchen Hersteller 42-44.

Bei Hosen ist es ähnlich ... 36/34 passt - steht Slimfit dran, heißt 36/34: mit Glück passt ein Bein rein - 36 Tailenweite ist 36 Tailenweite - mir ist es unverständlich das ich in die einen 36 locker flockig reinkomme, aber bei der anderen Probleme haben die Hose überhaupt über die Knie zu bekommen! Klar Slimfit ist etwas andere Schnitt - aber es gibt sogar 36er Slimfit die mir gut passen - Herstellerabhängig ...

Oder ein typisches Händlerversagen:
Bestimmter Hersteller war im Angebot. War mit den Jeans von denen bisher super zu frieden - Cool: kauf ich mal zwei. ABER nein - der Hersteller bietet unter den ersten 2 Wörtern der Artikelbezeichnung mehrere Modelle an - Unterscheiden sich in Waschung und Farbe. Entscheiden ist das 3. Wort. Tja der Händler hatte 2-3 Hosen im Shop - nur mit den ersten beiden Wörtern - Unterschiedliche Preise aber Infos was jetzt was ist - fehlten gänzlich. Ich hätte also 4-6 Hosen bestellen müssen, damit ich meine 2 Hosen bekommen die ich haben möchte. Hab den Händler natürlich angeschrieben - Facebook, Kontaktform, eMail => Null Reaktion.

Zukünftig darf man also erwarten das man für falsch gelieferte Ware, was bei Klamotten sehr viel potential hat (wenn man auch mal neues bestellt und nicht nur die sachen die man eh schon hat/kennt) noch Rücksendekosten tragen darf - find ich sehr unschön und wird bedeuten das ich solche Händler meiden werde. Leider gibt es z. B. von dem Jeanshersteller nur ein Händler vor Ort der die im Angebot hat ... aber nur bis Größe 32 - haha :( somit bin ich dann wiederum auf Onlineversand angewiesen.

Lösung könnte ja so einfach sein:
Bei Schuhen: Da die Schuhgröße ja wohl in keinster weise standardisiert ist. Könnte der Hersteller ja eine Entsprechende Schablone für JEDES Schuhmodell/Produktionsjahr veröffentlich. Der Händler bietet das auf seiner Webseite mit an - ausdrucken - Fuß drauf - ablesen. Bei einem Hersteller hab ich sowas mal auf dem Karton gesehen.

Wie das bei Hosen, Hemden (mir passt M bis XL [XL dann aber auch in der Variante: könnte auch XXL sein!]) etc. machbar wäre, keine Ahnung. Aber das sind halt wie Schuhe, Waren die man individuell Anprobieren muß. Die Hersteller könnte mehr Zahlenwerte liefern - ok dann muss man immer Ausmesen ob man da reinpasst - ist mir aber lieber als immer 2-3-4 Größen zu bestellen und fast alles wieder zurückzuschicken!

Bei Hardware etc. würde ich das sogar erhärten. Wer sich PC-Hardware einzeln kauft, sollte wissen was er da bestellt - Ahnung haben, sich eingelesen haben. Mit welchem Grund schickt man einen i7-4770k etc. zurück? (außer defekt!)

Foto-Zeugs ist auch wieder eher etwas individuell. Ob die Kamera jetzt 500g oder 450g wiegt, ist erstmal kaum relevant- aber ggf. liegt die 450er besser in der Hand - man hat jetzt aber die 500er bestellt mit der man nicht zurecht kommt - wie soll man sich sowas einlesen.

Die hätten die Gesetzesänderung Produkt-Individuell machen sollen. Klamotten MUSS der Händler kostenlos zurücknehmen. PC-Hardware dürfen sie kostenpflichtig. etc.



Turrican101 schrieb:
Es gibt noch eine Änderung: Es muss jetzt ein Termin angegeben werden, wann die Ware geliefert werden soll. Aber wie soll das überhaupt funktionieren? Ich hab da doch keinen Einfluss drauf, wann das wirklich ankommt. Und was passiert, wenn es später ankommt? [...]
ganz einfach: "Lieferung in 1-90 Tage"
Ähnliches hab ich die Tage schon gesehen - im Preisvergleich. War da sehr verunsichert - ich wollte die Ware wie üblich in 2-3 Tagen haben und nicht das Risiko das die Ware erst in 20 Tagen da ist.

Gruß
Wulfman
 
Shurkien schrieb:
Das heißt ich kann nun auch Digital Erworbene Spiele bsp bei Steam zurückgeben?

Natürlich nicht. Große Betriebe mit eigenen Jura Spezialisten umgehen sämtliche Vorschriften.
Bei Steam kannst du nur eine Lizenz mieten da sämtliche Spiele an Steam gebunden sind.

Theoretisch müsste Steam nur kurz die AGBs umschreiben und es bleibt alles beim alten.
 
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