Einen Glasfaser-Anschluss auf drei Wohneinheiten verteilen

Itsmeee934

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Moin,

ich habe folgendes Problem:

Es liegt ein Glasfaseranschluss im Keller. Den würde ich gerne in 3 Wohneinheiten nutzen. In den Wohnungen ist jeweils eine TAE Dose. Der Verteiler ist ebenfalls im Keller. Könnte man die schon verlegte Infrastruktur auch für die Glasfaser-Verteilung nutzen? Falls ja, wie wäre das möglich?
Ich habe absolut gar keine Erfahrung auf dem Gebiet.

Vielen Dank schon mal im Voraus
 
Ja, könntest du nutzen, aber dann sind max. 100mbits möglich in den Wohnungen, weil bzw wenn nur 4 Adern vorhanden sind in den TAE Dosen
 
Nein. TAE taugt dazu nicht. OK, vielleicht, wenn in die Einheiten eine TAE Leitung mit mindestens 4 Leitern geht. Dann vielleicht. Mit maximal 100 MBit. Aber vom Verteiler geht meist nur eine TAE Leitung mit 2 Adern nach oben.
 
Goldsmith schrieb:
Da wäre zuerst abzuklären, ob du das überhaupt teilen darfst.

Logisch darf er, er darf sich an dem Spaß nur nicht bereichern.

Kritischer sehe ich da eher das rumfummeln an TAE Dosen in anderen Wohneinheiten, da sollte das komplette Haus mindestens dir gehören und du vom Nutzer der Räumlichkeiten ein schriftliches Einverständnis haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
UNDERESTIMATED schrieb:
Logisch darf er, er darf sich an dem Spaß nur nicht bereichern.
Ich habe mir die AGBs angesehen und bezweifle das, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
 
Die Verteilung über Telefonkabel hat mit Glasfaser nichts mehr zu tun. Im Prinzip kann man einen Router an die Faser anschließen und dann in die 3 Wohneinheiten verteilen. Nachteil: Das ist dann (zunächst einmal) alles ein Netzwerk.

Mit G.hn geht auf einer Kupferdoppelader deutlich mehr als 100 MBit/s.
 
Was wäre denn das sinnvollste wenn man den Anschluss verteilen möchte? Ist das überhaupt praktikabel das über die TAE Dose zu nutzen? Also falls das technisch möglich ist.
 
Goldsmith schrieb:
Ich habe mir die AGBs angesehen und bezweifle das

Aber warum denn?

kommerziell/gewerblich hat die Begründung, dass du als Reseller von DGF eben auch einen Resellertarif zu haben hast und damit dann eben mehr bezahlst.

Die ständige Alleinnutzung bedeutet: Schließe ich einen Vertrag für dich nur deswegen ab weil du evtl. wegen Schufa keinen bekommst hat DGF was dagegen.

Gewerblich wäre dann: Spanne ich ein Wifi auf und verteile in meiner Kneipe das Passwort für 3€ den Abend...... du kannst dir sicherlich denken welchen Anschluss ich dann nehmen soll.

Sich aber von Oma ausm EG monatlich einen Zehner zum Internet dazugeben zu lassen ist absolut unkritisch.
Ebenfalls: Wo kein Kläger, da kein Richter. Wer bitte hier schaut denn ob er in seinem Prepaid Tarif Tethering aktivieren darf? :-)
 
Steht doch jetzt alles hier. Wenn vier Adern zu den Einheiten gehen, geht es via LAN und 100 MBit. Bei nur 2 Adern geht es mit zusätzlicher Technik wie G.hn oder VDSL Slave / Master. Ist aber recht teuer beides.
 
@UNDERESTIMATED

So wird der Schuh draus:

und Dritten nicht zur ständigen Alleinnutzung
 
Ja, und wo steht jetzt dass sie den Anschluss ganz allein nutzen? o0

Dem kann ja kaum so sein, er nutzt ihn ja jetzt. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt, es gibt Anbieter, die eine Nutzung durch mehrere Parteien nicht erlauben.

Ob dies in diesem Fall auch so ist, müsste in den AGBs des Anbieters zu lesen sein.
 
Wenn man einen Anschluss auf drei eigenständige Wohneinheiten verteilt, dann ist das gegen die Nutzungs AGB. Das kannst Du drehen und wenden wie Du willst. Ob man sich dran hält, ist jedermanns eigene Sache. Aber bei Ärger dann nicht wundern.
 
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In alten Häusern werden alte Kamine gerne für die installation von Leitungen zweckentfremdet. So haben die bei mir Internet via Koaxialleitung bereitgestellt. Wäre das vielleicht eine option?
 
Zunächst: Es ist immer eine ganz schlechte Idee als Vermieter einen einzigen Internetanschluss zur Verfügung zu stellen. Vom Rechtlichen mal abgesehen, bist du der Arsch der angenervt wird wenn die Mieter kein Internet haben. Oder einer der Mieter alle Bandbreite beansprucht & die anderen Mieter sich beschweren.
Abmahnungen u. Ä. werden auch erst mal an deine Adresse geschickt.

Du willst als Vermieter nicht auch gleichzeitig Internetanbieter sein. Speziell nicht, wenn du nur ein paar Wohnungen vermietest.

Stell als Vermieter sicher dass die Mieter die Gelegenheit haben sich einen eigenen Internetanschluss zu buchen und in ihre Wohnung zu bekommen.

Im Falle der "Glasfaser" solltest du mit dem Anbieter sprechen wie das für unterschiedliche Teilnehmer aufgeteilt werden kann.
Im Idealfall wird im Hausanschlussraum eine Art Glasfaser-Splitter installiert & über vorhandene Leerrohre in die Wohnungen geleitet. In den Wohnungen wird der Mieter/Anschlussinhaber dann ein Modem/ONT vom Anbieter bekommen und gut.

Falls aufgrund baulicher Möglichkeiten es nicht möglich ist ein neues Kabel in die Wohnungen zu ziehen, dann kann die vorhandene TAE-Dose zweckentfremdet werden. Im Prinzip wird das Glasermodem im Hausanschlussraum installiert, mit einer Art Adapter verbunden der dann mit der Telefonleitung der Wohnung verbunden wird. An der TAE-Dose der Wohnung wird dann wiederum ein Adapter angeschlossen, und hier kann der Mieter dann einen Router o.Ä. anschließen.

Wie auch immer. Sprich mit dem Anbieter der Glasfaser und lass dich beraten über die verschiedenen Möglichkeiten.
 
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BlubbsDE schrieb:
Wenn man einen Anschluss auf drei eigenständige Wohneinheiten verteilt, dann ist das gegen die Nutzungs AGB

Unfug. Die Nutzenden stehen mit dir in keinerlei Mietverhältnis und du nimmst kein Geld für den Anschluss. So jedenfalls verstehe ich seine Aussage, da er seinen Anschluss dort ja auch selbst nutzen will.

Klar darf man das. Das rumfummeln an einer Dose oder dem Hausanschlusskasten, die der Telekom gehören ist ein anderes Blatt Papier. Das wäre wenigstens logisch.

Ist aber imgrunde eh egal, er wird schon wissen was er da tut wenn er alle Teilnehmer in ein und dasselbe Netzwerk lässt und ob er die drei Wohneinheiten nicht auch so, wie er ja schreibt, selbst nutzt ist nur Interpretiert oder spekuliert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das Gefühl die Diskussion geht irgendwie in die falsche Richtung.

@Itsmeee934
  1. Welcher Anbieter hat den Glasfaseranschluss gelegt?
  2. Ggf. liegt schon mehr als eine Faser an? Z.B. Deutsche Glasfaser verlegt direkt ein Faserpaar ins Haus. Falls die Glasfasern bis zum Gebäude in einem Leerrohr liegen können ggf. einfach weitere Anschlüsse gelegt werden.
  3. War das Gebäude schon beim legen des Glasfaseranschlusses in 3 Wohnungen aufgeteilt? Bei einem Mehrfamilienhaus muss man das vorher bedenken, damit genügend Fasern gelegt werden.
  4. Innerhalb des Hauses wirst du die alten Drähte nicht in einem sinnvollen Maß verwenden können.
    D.h. es müssen vom Raum des Hausanschlusses entweder Ethernetkabel aus Kupfer oder direkt Glasfasern in die einzelnen Wohnungen gelegt werden.
    Was das genau bedeutet kommt auf das Haus an, ist aber im Normalfall mit einem Handwerker(oder selber) möglich.
  5. Was du tatsächlich nicht machen willst ist selber einen Internetanschluss buchen und dann den Mietern(?) in den 3 Wohungen zur Verfügung stellen. Das würde eine Reihe weiterer Probleme erzeugen.
 
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Itsmeee934 schrieb:
Es liegt ein Glasfaseranschluss im Keller.
Nur der Hausübergabepunkt (HÜP) oder die Glasfaser-Teilnehmerabschluss (Glasfasersteckdose - Gf-TA) oder gar der optische Netzabschluss (ONT, ein Kasten mit Stromanschluss)?

Itsmeee934 schrieb:
Den würde ich gerne in 3 Wohneinheiten nutzen.
Willst du einen Internetanschlusses auf drei Stellen verteilen oder in jeder Wohneinheit einen Glasfaseranschluss nutzen können?

Itsmeee934 schrieb:
In den Wohnungen ist jeweils eine TAE Dose.
Du kannst z.B. mit Geräten von Gigacopper Gigabit über Telefonkabel realisieren, dass sind die G.hn die @dvor schon angemerkt hat. Gehen tut das, musst du ausrechnen, ob das in deinem Fall wirtschaftlich ist. Wenn die Telefonkabel im Leerrohr liegen, würde ich die jedoch rausziehen und in den Wohnungen Gf-TA setzen lassen. Wenns die beiden anderen Wohnungen nur von Oma/Opa und Pubertieren bewohnt werden, wäre Netzwerkkabel günstiger und ein ONT im Keller ausreichend. Aber was ist eigentlich die genaue Ausgangslage?
 
In welchem Verhältnis stehen denn die Bewohner der 3 Wohneinheiten zueinander? Sind die Wohnungen selbstgenutzt, wohnt dort Familie, Bekannte/Freunde oder sind das gar Fremde?

Unabhängig von der vertraglichen Situation in Bezug auf den Provider und auch unabhängig von der Umsetzung in Bezug auf die Kabel muss man sich nämlich auch Gedanken über die logische Trennung machen. Insbesondere dann, wenn die anderen Wohnungen fremdbewohnt werden, kann man gar nicht vehement genug von einem gemeinsamen Netzwerk abraten. Selbst innerhalb der Familie möchte ich vor so einer Konstellation warnen, egal wie eng die Familie ist. Es geht dabei um die Sicherheit aller Beteiligten und es ist wenig hilfreich, wenn man sagt "Da wohnt meine Schwester und ich vertraue ihr vollumfänglich", die Schwester dann aber jedem Besucher Zugang zum WLAN gewährt und dieser dann auch potentiellen Zugriff auf die Geräte der anderen Wohnungen hat....

Ich rate daher entweder zu 3 separaten Internetanschlüssen, die dann jeweils ihr eigenes Netzwerk haben, oder aber zu einem Setup mit VLANs oder ggfs Routerkaskade(n). In jedem Fall sollte jede Wohneinheit ihr eigenes Netzwerk bekommen, das gegen die anderen Wohnungsnetzwerke abgesichert ist. "Vertrauen" ist dabei kein Argument, da es auch ganz praktische Gründe für so eine Absicherung gibt. Im Zeitalter von SmartHome wäre es beispielsweise so, dass man plötzlich das smarte Licht des Nachbarn steuern oder auf dessen Sonos-Anlage Musik abspielen kann. Das muss gar nicht mal böswillig passieren, sondern einfach durch einen versehentlichen Klick in der App auf das falsche Gerät und schwupps ist es beim Nachbarn im Schlafzimmer taghell - um 3 Uhr nachts.

Ein VLAN-Setup würde bedeuten, dass man einen fortgeschrittenen Router benötigt, der alle Wohnungsnetze verwaltet. Das setzt ein gewisses KnowHow voraus. Für den Laien ist es daher einfacher, eine Routerkaskade einzurichten, nach folgendem Schema:

www
|
(WAN)
InternetRouter
|
+--- gemeinsam genutzte Geräte
|
+-- (WAN) WohnungsRouter1 (WLAN+LAN) --- Netzwerk1
+-- (WAN) WohnungsRouter2 (WLAN+LAN) --- Netzwerk2
+-- (WAN) WohnungsRouter3 (WLAN+LAN) --- Netzwerk3

Der InternetRouter dient dabei ausschließlich zur Bereitstellung der Internetverbindung und wird maximal für gemeinsam genutzte Geräte genutzt - was weiß ich, die smarte Gemeinschaftswaschmaschine im Keller zum Beispiel. Jede Wohnung - auch die Wohnung des Anschlussinhabers - bekommt einen eigenen Router, der seine Internetverbindung über den InternetRouter bezieht. Die Wohnungsrouter können vom jeweiligen Bewohner frei konfiguriert werden, wie man möchte. Die Absicherung der Wohnungsnetze wird durch die WAN-Ports der Router bewerkstelligt, ohne dass eine Konfiguration notwendig wäre, einfach zusammenstecken.
 
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