Erfolge der Linken, "Linksrutsch" in Deutschland ?

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Salut,

extasy schrieb:
Bei Ypsilanti sehe ich eigentlich ganz klar das sie persönlich schon mit uns könnte ...
Letztendlich hat es Frau Ypilanti unseren Erfolgen zu verdanken das sie überhaupt als Kandidatin in Hessen aufgestellt wurde ...

sach mal, ich les immer uns und unsere ... bist du etwa Lothar Bisky oder Oskar Lafontaine und schreibst hier unter dem Pseudonym 'extasy'?

Oder wenn du Frau Ypsilanti (auch sie hat Anrecht auf korrekte Schreibweise ihres Namens) als Kandidatin in Hessen aufgestellt hast, bist du gar dieser Unrasierte aus der SPD, dieser Kurt Beck? Ach ne, du bezichtigst ihn ja arroganter Entgleisungen ...
verwirrend ...
 
@keskhau
betreffend der Standortgarantie und der Rolle Deutschlands dazu völlige Übereinstimmung mit mir. Deutschland war und ist in der EU Vorreiter vieler solcher marktliberalen Entgleisungen und daher ist das Geschrei der Politiker in Sachen Nokia auch so verlogen. Das ist es doch was ich sagen möchte das sich gerade Deutschland zum Vorreiter des Marktliberalismus hier in der EU macht.

Übrigens ist es auch immer wieder interessant zu sehen was die Maßstäbe für Neumitglieder in der EU sind. Hier wird nur auf die Vorraussetzungen für eine freien Handel geschaut, ob die Arbeits und Sozialbedingungen einen Mindeststandart haben ist hingegen garnicht wichtig. So ist es natürlich leicht für die betreffenden Ländern mit Niedrigsteuern einen Wettbewerbsvorteil vor den Altmitgliedsstaaten zu erreichen.
 
Wenn die EU erweitert wird, z. B. in Richtung Rumänien, dann zahlt die EU so einem neuen Mitgliedsland Fördergelder, damit ihnen der wirtschaftliche Anschluss an die alten Mitgliedsländer erleichtert wird. Dazu zählen auch Gelder, mit denen Technologieparks gebaut werden. Diese Technologieparks sollen Unternehmen anlocken. Aber wo bitte schön sollen diese Unternehmen herkommen? Die schneiden sich die neuen EU-Länder nicht aus den Rippen. Vielmehr wird eine allmähliche Angleichung zwischen den Staaten angestrebt. Und die wird ganz konkret dadurch realisiert, dass Unternehmen z. B. aus Deutschland abwandern und sich dort niederlassen.

Ich verstehe ohnehin nicht, warum man für ein Unternehmen wie Nokia in Bochum Subventionen gezahlt hat. Die bauen dort vorwiegend Handys aus Einzelteilen zusammen, die sie von verschiedenen Zulieferern beziehen. Das ist eine typische Nomaden-Industrie, die sich immer den wettbewerbsfähigsten Standort suchen wird.

Es ist also scheinheilig, wenn man diese Standortwechsel erst direkt oder indirekt fördert und sich anschließend beklagt. Es ist aber in meinen Augen ebenso scheinheilig, wenn sich linke Gruppierungen hinstellen und populistisch eine entschädigungslose Enteignung fordern.

Das ist nicht das, was man in der "politischen Mitte" (SPD, CDU, FDP) unter einem Linksrutsch versteht, weil es weit darüber hinausgeht. Das ist im Grunde sozialistische Ostblock-Politik der "ewig Gestrigen", bei denen ich eben keine große Schnittmenge z. B. zur SPD sehe.

In anderen Fragen ist das weniger dramatisch. Doch gerade am Beispiel Nokia erkennt man, welchen Sprengstoff man sich womöglich ins Boot holt, wenn man als SPD eine Koalition mit der Linken eingeht.
 
Hoffentlich gibt es diesen "Linksrutsch" nicht!
Die Wähler begreifen gar nicht was es später für Folgen mit sich zieht!

Auszug aus dem Parteiprogramm der Linken(kriegs nich haargenau auf die Reihe):
Schuld an der der dramatischen Globalisierung.......
....(jetzt kommt ein Teil von wegen Manchester Kapitalismus usw.).....
....ist das die Achsenmacht Moskau und die Suwjetunion zusammengebrochen ist.


WER SO EINE PARTEI WÄHLT HAT ENTWEDER EINEN KNICK IN DER PUPILLE ODER
WILL WIEDER ZURÜCK IN DIE DDR!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Ein !? pro Satzende langt, Regeln beachten! Und durchgehende Großschrift = Schreien, lass es zukünftig)
Nichts wird so heiß umgesetzt wie es geschrieben ist. Fakt ist das fast alle Nahziele der SPD (Mindestlohn, Einheitsschule, Bürgerversicherrung) mit uns ohne Probleme durchzusetzten währen. Wenn die SPD diese Chance nicht nutzt so muss man ihr vorwerfen diese selber nicht ernst zu nehmen, darum wählt man uns als sozialistisches Original letztendlich ja auch. Auf den Wahlplakaten etwas fordern was in den Parlamenten dann abgelehnt wird (siehe Minestlohngesetztentwurf der Linken der auf der Grundlage des SPD Pogramms geschrieben wurde), so kennt man doch die SPD.

@sk8eboard
Übrigens hat die Feststellung das sich der Kapitalismus nun nach wegfall des Ost Westgegensatzes so enthemmt geben kann, nichts mit einer Verherrlichung des Staatssozialismus zu tun. Es ist einfach nur eine Feststellung ohne Wertung und diese ist korrekt. Nur durch den Wegfall des Ostblocks war es dem Kapitalismus möglich so zu handeln wie er es heute tut. Auch wieder ein Beispiel wie Dinge die wir sagen verzerrt wiedergegeben werden.

Ach ja, und ich will auch nicht "zurück in die DDR" oder habe "einen Knick in der Pupille". Wehre mich aber gegen unrefelktierte Verteufelungen und Klischees wie in deinem "Beitrag" die immer schön das nachplappert was vorgegeben wird: Die böse DDR und die über alles erhabene BRD, so sieht doch die heutige Geschichtsschreibung aus. Bezeichnend auch das DDR Spione hier verurteilt wurden während die Spione der BRD natürlich die Guten waren die gegen den bösen Kommunismus gearbeitet hatten.
 
Zuletzt bearbeitet:
@extasy

Subjektiv gesehen arbeiten die Linke und die Grünen nur mit solchen "unrefelktierten Verteufelungen". Da sie, meiner Meinung nach, wenig Fakten-Argumente bringen können (z.B zu diversen Finanzierungen von ihren Vorstellungen) müssen sie zwangsläufig "Verteufeln" oder die Arbeit der Bundesregierung schlecht reden!
 
extasy schrieb:
Übrigens hat die Feststellung das sich der Kapitalismus nun nach wegfall des Ost Westgegensatzes so enthemmt geben kann, nichts mit einer Verherrlichung des Staatssozialismus zu tun. Es ist einfach nur eine Feststellung ohne Wertung und diese ist korrekt. Nur durch den Wegfall des Ostblocks war es dem Kapitalismus möglich so zu handeln wie er es heute tut.

Das hat schon vor dem Wegfall des Ostblocks angefangen.
Ich denke hier gerade an Ikea-Regale aus der DDR...
Der Ostblock hätte sich durchaus so entwickeln können wie das nach wie vor kommunistische China.
Und wenn nicht, gibts immer noch Indien, Südamerika und Afrika.


Aber das nur am Rande und OT.


Fakt ist das fast alle Nahziele der SPD (Mindestlohn, Einheitsschule, Bürgerversicherrung) mit uns ohne Probleme durchzusetzten währen.

Nur ist das bis auf die Einheitsschule nicht nicht Ländersache.
 
extasy schrieb:
[...]Wehre mich aber gegen unrefelktierte Verteufelungen und Klischees wie in deinem "Beitrag" die immer schön das nachplappert was vorgegeben wird

extasy's Signatur schrieb:
Der Kapitalismus birgt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.

Was soll man da noch sagen?

Wie schon richtig geschrieben wurde sind Subventionen, gerade wenn sie an keine bzw. leicht zu erfüllende Bedingungen geknüpft sind, ganz und gar nicht im Sinne des Marktliberalismus. Derartige unreflektierte Kritik am System des Markt(Neo)liberalismus ist ebenso wenig sachdienlich wie unreflektierte Kritik am Kommunismus.
 
Das was SPD und Linke immoment ausmacht ist, dass sie extremen Populismus betreiben!
Also was die Linke alles verspricht etc. ist niemals umsetzbar und mit dem durchrechnen, das ist nur eine Masche, damit man Dumme dazu bringt, dass sie den Linken glauben!
 
nun ja, das mit dem "durchrechnen" ist so eine sache.

wer sich hinstellt und innerhalb von einer halben minute irgendwas "durchrechnet" dann ist es im grunde völlig egal obs einer von der cdu, von der spd oder von den linken ist.
was auch immer sie da vorrechnen, es ist immer so, dass parteipolitische interessen ebenfalls als variable vorkommen und das auch durchaus weil die eigentliche vorrechnung des gegenstandes weitaus komplexer ist.
so gesehen kannst du, vorposter, eigentlich sagen, dass JEDES durchrechnen eine masche ist, denn die wirkliche rechnung würde, auf gut deutsch, kein arsch verstehen.
 
Wobei ich bei der Rechnerei schon unterscheiden möchte. Da gibt es solche Positionen wie die Erbschaftsteuer, die ja nun einmal anfällt und die sich deswegen auch recht gut für die nächsten Jahre schätzen lässt. Wenn jemand beabsichtigt, diese Steuersätze zu verändern, dann lassen sich daraus relativ gut die voraussichtlichen Mehr- bzw. Mindereinnahmen ableiten.

Diese Ableitung kann niemand vor laufender Kamera durchführen. Aber man könnte eine Zahl nennen und die Berechnungsgrundlage ins Internet stellen, damit die Experten der anderen Parteien sowie (fachlich versierte) Bürger die Möglichkeit haben, das nachzurechnen.

Wenn ich mir dagegen das Parteiprogramm der Linken anschaue, dann sehe ich fast überall nur Mehrausgaben: sofortige Anhebung des ALG II auf 420 Euro, verbesserte Anrechnungsregelungen für Partnereinkommen, höhere Freibeträge für Ersparnisse zur Alterssicherung, eine tief greifende Modernisierungsoffensive und eine umfassende Qualifizierungsoffensive für den öffentlichen Dienst, Anhebung der öffentlichen Ausgaben für das Bildungswesen auf 6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, Das Ganze hier mal im Überblick:

http://www.linksfraktion.de/thema_der_fraktion.php?artikel=1702968553

Die Finanzierung wird im letzten Abschnitt angesprochen. Die größten Posten sind:

# 25 Milliarden Euro durch Erhöhung des Spitzensteuersatzes, die Besteuerung von Veräußerungsgewinnen und die Wiedereinführung der Börsenumsatzsteuer

# 3,2 Milliarden Euro durch Einführung einer Sondersteuer zur Abschöpfung der leistungslos erzielten Gewinne der Stromversorger aus dem Emissionshandel

# 2,6 Milliarden Euro durch die Beendigung von Auslandseinsätzen, den Verzicht auf Offensivmittel wie Eurofighter, Tornado und Airbus 400 Transporter sowie weiterer Einsparungen im Verteidigungsetat

# 2,5 Milliarden Euro durch den Abschluss des Schiedsgerichtsverfahrens wegen der Verzögerung bei der Einführung und der anfänglichen Mängel beim Aufbau des Lkw-Mautsystems

Diese 25 Mrd. Euro lesen sich ja ganz gut. Aber dann überlege ich mir, dass es in Deutschland lediglich 12.400 Einkommensmillionäre gibt (2005). Ganz grob gerechnet - denn es kommen ja noch ein paar Leute mit einem geringeren Einkommen hinzu -, aber damit man mal eine Vorstellung von den Dimensionen bekommt: Jeder dieser Einkommensmillionäre müsste im Schnitt jährlich mit zwei Millionen Euro Steuern zusätzlich belastet werden, um auf die angepeilten 25 Mrd. Euro zu kommen.

Jetzt frage ich mich, wie jemand gestrickt ist, der so viel verdient. Darunter werden eine Reihe Unternehmer sein, abrer auch einige Börsenmakler, Selbstständige und Führungskräfte. Als Designer, Fußballspieler oder Vorstandsmitglied würde ich mir sofort ganz ernsthaft überlegen, Deutschland den Rücken zu kehren, falls eine solche Steuererhöhung droht. Und dann bleiben von den 25 Mrd. Euro Mehreinnahmen vielleicht nur noch 20 Mrd. Euro übrig. Ich denke aber nicht, dass derartige Fluchteffekte bereits in das Programm eingerechnet sind.

Von daher wäre es schon interessant zu erfahren, wie denn die Steuersätze der Linken konkret aussehen, die sie ihren Berechnungen zugrunde gelegt haben.

Ich stelle mir z. B. einen Unternehmer vor, der in Düsseldorf ein florierendes, ortsunabhängiges Dienstleistungsunternehmen aufgebaut hat. Bevor er 200.000 Euro mehr an Einkommensteuer im Jahr zahlt, verlagert er seinen Betrieb in die Niederlande und zahlt jedem seiner 20 Angestellten, die mit ihm kommen, 500 Euro mehr im Monat. Dann spart er jährlich immer noch mindestens 50.000 Euro. Nur sind dann leider auch die Jobs aus Deutschland weg, inkl. der Lohnsteuer der Angestellten. - Und als Standort-Bonbon für Nokia sehe ich diese Form der Steuerpolitik ebenfalls nicht an.
 
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Ich sage: Was die SPD verspricht (keine Merkelsteuer, na noch in Erinnerung), dass hält sie auch schon lang nicht mehr. Was die CDU verspricht, 2% Mehrwertsteuererhöhung, da machen wir doch mit der verlogenen SPD doch gleich mal 3%, Hauptsache ich bin die Bundeskanzlerin.
Herr Koch hat ja im Schwarzgeldsumpf brutalstmögliche Aufklärung versprochen, wir sehen ja, was daraus geworden ist. Die Grünen haben einen Dosenpfand ins Leben gerufen, der an Absurdität nicht zu überbieten ist. Und die FDP, wer waren die noch mal???

Was habt ihr da gegen die Linke? Ich bin froh das sie durch ihren Einzug im Hessischen Landtag die anderen Parteien gehörig ins Trudeln gebracht haben. Zuwenigstens mal einen Hauch Demokratie schnuppern, so aus meiner Sicht.:)
 
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Was habt ihr da gegen die Linke?
Nehmen wir z. B. Joachim Bischoff. Auf der Liste der Kandiaten für die Landtagswahlen in Hamburg schreibt er ganz brav:

Wir wollen auch in Hamburg Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit, Hartz IV und die wachsende Armut auf die Tagesordnung setzen. Wir sind nicht einverstanden mit der Rotstiftpolitik in den Bereichen von Kinderbetreuung, Ausbildung, Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Aber in der Zeitschrift Sozialismus vom 30.11.2007 schreibt er zusammen mit dem Ex-SED-Funktionär Hans Modrow einen Artikel mit folgender Aussage:

Die gegenwärtigen Korrekturforderungen – Mindestlohn, armutsfeste Altersrenten, Abschaffung des jetzigen Systems der Sozialunterstützung (Hartz IV) und Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr müssen in eine umfassende politische Strategie zu einer grundlegenden Gesellschaftsveränderung eingebunden werden.

Quelle: http://rote-predigt.over-blog.com/article-15624668.html

Immerhin stimmt ihm in dieser Frage der DKP-Vorsitzende Heinz Stehr zu. Aber mir kommt mir vor wie ein Wolf im Schafspelz. Von wegen: "Wir können doch ganz problemlos mit der SPD koalieren, weil wir doch im Grunde alle dasselbe wollen." - Eben nicht.
 
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für mich liegt bei der linken genau in der forderung nach einer gesellschaftsveränderung bereits der hund begraben und das ist auch der grund weshalb ich ihnen nicht traue.
ich bin überhaupt nicht das ansicht, dass eine veränderung der gesellschaft hin zu einer befriedung des kampfes des menschen um sein dasein über die mittel und zwecke der hergebrachten politik und der hergebrachten verfassung möglich sind.
die linke aber möchte genau über diese hergebrachten weisen eine gesemtgesellschaftliche veränderung bewirken und das ist schon mal formallogisch unsinn.
 
Was ist an der Systemfrage generell denn auszusetzten ? Wer glaubt das kapitalistische System reformieren zu können und ihm ein sozusagen "menschliches" Anglitz zu geben hat noch nicht begriffen welches Wesen der Kapitalismus hat. Der Kapitalismus genügt einzig und allein nur sich selbst. Er hat keinerlei "soziale" Ambizionen weil dieses seinen Profit schmälert und Profit ist das einzige was in diesem System zählt. Menschlichkeit oder gar Solidarität mit den Schwachen sind ihm vollkommen fremd und wird sogar geradezu verachtet da der Profit der im Kapitalismus erwirtschaftet wird nur in aller erster Linie dem Besitzer des Kapitals zugute kommen soll und nicht demjedigen der ihn erarbeitet hat. Es ist die perverse Logik des Kapitalismus per höchstmögliche Ausbeutung von Mensch und Natur den höchsten Profit zu erziehlen.

Gerade NOKIA zeigt doch recht eindrucksvoll wie er funktioniert der Kapitalismus. Ein hochprofitabeles Werk mit einer Lohnquote von nur 4-5% auf den Herstellungspreis zu schließen nur weil man woanders vieleicht nur 2% Lohnquote hat, ohne Rücksicht auf die dort arbeitenden Menschen und gleichzeitigem Rekordgewinn im Konzern zeigt aller Welt was der Kapitalismus von den Menschen hält, nämlich garnichts. Die Menschen sind reine Verschiebemasse die man mal braucht und dann wegwerfen kann.

Ich finde anhand dieser Fakten ist es höchste Zeit die Systemfrage neu zu stellen.
 
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@extasy

du hast mich überhaupt nicht verstanden.
ich habe nicht gesagt, dass die systemfrage nicht zu stellen sei, aber ich habe gesagt, dass einerseits die systemfrage stellen und dann aber andererseits das eigene handeln mit den mitteln und zwecken der althergebrachten politik und der gegenwärtigen staatsverfassung (genauer: mit den mitteln des gegenwärtigen systems) legitimieren zu wollen eigentlich ein schuß ins eigene bein ist.
konsequent wäre es nicht im politikbetrieb mitzumachen sofern man eben diesen von grund auf neu gestalten möchte.
aber mit dieser meinung stehe ich ja alleine da (zumindest hier im forum), das ist mir durchaus bewußt.
 
Meine Kritik lautet, dass sich zwar Die Linke offiziell zum Grundgesetz bekannt hat und auf parlamentarischer Ebene arbeiten will, was ich als Fortschritt ansehe, aber dass sie gleichzeitig in einem nicht zu vernachlässigendem Maße von einer Splittergruppe namens DKP durchsetzt ist, die ihrer Überzeugung nach mit unserer Verfassung so gut wie nichts am Hut hat und sie abschaffen würde, wenn sie die Gelegenheit dazu hätte.
 
@th3o
sorry, mein letzter Beitrag war nicht auf dich gemüntzt sondern eher an keskhau gerichtet der ja dagegen ist dieses kapitalistische System in Frage zu stellen.
 
An mir soll es nicht liegen.

Jeder darf hinterfragen, was immer er will. Schließlich finde auch ich jederzeit viele Kritikpunkte an den bestehenden Verhältnissen. Aber im Gegensatz zu den "Systemkritikern" (Hobby-Revoluzzern) überwiegen für mich (persönlich) die Vorteile gegenüber allen Alternativen, von denen ich bisher gehört habe.

Deshalb zähle ich diejenigen, die das Grundgesetz abschaffen, das Privateigentum an Produktionsmitteln beseitigen oder der Demokratie den Hahn abdrehen wollen, zu meinen politischen Gegnern. Und die DKP gehört ganz eindeutig dazu, auch wenn sich einige von ihnen trotz (nahezu) unverändertet Gesinnung mittlerweile lieber als Kandidaten der Linken präsentieren.

Das sind für mich Heuchler (beinahe zu schlimm wie die Scientologen, die den Kindern Hausaufgabenhilfe anbieten, ihnen aber in Wahrheit nur eine Gehirnwäsche verpassen und später das Geld aus der Tasche ziehen wollen). Eine "außerparlamentarische Opposition" im Sinne von th30 ist mir da ehrlich gesagt lieber. Der sagt wenigstens klipp und klar, wo er steht. Da gibt es keine bösen Überraschungen mehr wie vielleicht bei der Linken.

Das Ziel des Sozialismus besteht doch darin, dass es den Leuten gut geht. Wenn man mich fragt, kann ich nur sagen: "Danke, es geht mir gut. Meinetwegen könnt ihr euch jetzt in die Sonne legen. Ziel erreicht." Ich habe den Systemwechsel nämlich schon längst hnter mir: den von Windows XP zu Vista 64 :D
 
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@keskhau
auch ich finde die starke Präsenz von DKP Kandidaten auf gewissen Listen nicht so prickelnd. Das ist aber Sache der jeweiligen Genossen in den Verbänden. Ich glaube kaum das dieses bei uns in NRW ähnlich währe. Bin mal gespannt wenn es bei uns um die Kandidaten der Landtagswahlen geht. Für unseren Kreisverband Düsseldorf kann ich jedoch ausschließen das die DKP einen ungebürlich hohen Stellenwert zugesprochen bekommt. Dennoch möchte ich hier wiederholen das wir keine Antikommunisten sind und der Pluralismus in unserer Partei einen hohen Stellenwert hat.

Ich habe den Systemwechsel auf Vista 64bit schon vor über ein Jahr vollzogen. Bin doch Anhänger vom lieben Billy nach seiner Milliardenspende für Afrika :evillol:
 
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