Finanzkrise, wo ist das "vernichtete" Geld ?

chriwi schrieb:
Die Krise ist aber eine logische Folge aus der angewandten Marktwirtschaft. Warum wurden die Sicherheitsstandards nicht angewendet? Weil mehr Geld verdient werden wollte, als es mit sicheren Anlagemöglichkeiten möglich gewesen wäre.

Richtig, das meinte ich damit. Die Krise ist nicht systembedingt, was eine Systemänderung dann ja überflüssig macht.
Das fehlen von Regularien und Vorschriften zur Risikokontrolle sind ursächlich.
Während in Deutschland bei der direkten Kreditvergabe starke Prüfungen vorgeschrieben sind (BaselII) und damit Adressausfallrisiken gering bleiben, wurden diese Maßstabe beim Erwerb ausländischer Zertifikate, die Kredite mit einem ungleich höheren Risiko verbrieft haben, nicht angelegt. Die Konsequenz kennen wir.

Die Einführung von Zulassungskriterien für bestimmte Finanzprodukte oder Risikoklassen, verbunden mit Regelungen zu Maximalbeteiligungen etc. sollten selbstverständlich werden.

MFG
 
in amerika jagt das fbi die bankster und bringt sie hinter gitter, das fehlt mir hier ein wenig.

man kann es nicht oft genug sagen, einige begreifen das anscheind nicht: niemand hat die deutschen banker gezwungen, wertlose amerikanische papiere zu kaufen. jetzt jammern sie, das die ja "tripple-a" waren und sowieso hätte die politik das nie erlauben dürfen. es ist einfach abstossend, das keiner von den deutschen bankern belangt wird
 
Oh das arme Geld! lol, nein da wird doch kein Geld vernichtet! Das hat dann nur jemand Anderes.

Und wenn jetzt mit Aktien spekuliert wird, und die Firmen weniger wert werden, dann Fallen auch die Aktienpreise. Kauft man aber Aktien für einen Gegenwert, und die Fallen im Preis, dann besitzt man selbst trotzdem noch denselben Firmenanteil (der dann aber weniger wert ist).
Der Andere (Aktienverkäufer) hat aber immer noch das Geld für das er die Aktien verkauft hat. Das Geld bleibt aber - nur hat es jetzt der Andere.

Das Problem ist jetzt aber, dass viele Leute garnicht mit dem Geld gespielt haben (Aktien gekauft haben) sonders es sicher bei einer Bank anlegen wollten - und nun hat die Bank mit dem Geld gespielt! Ja das ist nicht fein denn nun kann sie ihren Kunden das Geld nicht mehr zurückzahlen.
Allerdings kann man sich ja aussuchen bei welcher Bank man sein Geld anlegt und ob man es nicht lieber als Boldbarren unterm Bett versteckt - es ist nur eine Frechheit, dass der Bankkunde nicht informiert wurde was die Bank mit dessen Geldern macht.

Denn eigentlich verdienen Banken ihr Geld auf ziemlich sichere Art und Weise: Sie verleihen Geld und verlangen dafür eine Gebühr (Zinsen) einen Teil davon bekommt dann der Geldanleger als Dank, dass er der Bank sein Geld leiht. Nur diese Banken wollte eben noch schneller noch mehr Geld und haben damit spekuliert oder Kunden Geld geliehen, die keine Sicherheiten hatten.
Ist ja bei den Häusern in den USA das Selbe: Da wurde Hausbauern und Besitzern Geld geliehen, viel Geld, und die Bank hatte zur Sicherheit das Haus. Nur waren das so viele Häuser, dass die einfach im Preis gefallen sind. Ein Haus bringt der Bank ja auch nur dann etwas, wenn sie es auch wieder zu einem vernünftigen Preis verkaufen kann - und das war eben nicht mehr möglich.

-gb-
 
walter09 schrieb:
niemand hat die deutschen banker gezwungen, wertlose amerikanische papiere zu kaufen. jetzt jammern sie, das die ja "tripple-a" waren und sowieso hätte die politik das nie erlauben dürfen. es ist einfach abstossend, das keiner von den deutschen bankern belangt wird

Was gibt es da nicht zu verstehen? Die "Banker" haben gegen keine Regel oder gegen Gesetze verstossen. Ich habe von keinem Verbot für den Kauf entsprechender Zertifikate gehört. Wofür willst Du sie also belangen? Viele Kommunen waren übrigens auch ganz dick dabei und haben sich verzettelt.

MFG
 
"Die "Banker" haben gegen keine Regel oder gegen Gesetze verstossen. Ich habe von keinem Verbot für den Kauf entsprechender Zertifikate gehört. Wofür willst Du sie also belangen?"

Wenn Kriminelle Gesetze machen...;)

Es geht doch schon jahrelang so, niemand wird zur Verantwortung gezogen wenn er eine Fa. vernichtet oder eben Staatseigentum, also Geld. Prämien gibt es trotzdem. Da hat die "Regierung" gepennt, oder geduldet weil mitverdient.


"...und ob man es nicht lieber als Boldbarren unterm Bett versteckt"

In Deutschland bekommt man ohne Konto keine Arbeit. Ein Teufelskreis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nochn bisschen mehr Paranoia gegen Banken, Staat und das System? Damit das hier auch dicht wird?

Welche Kriminelle machen den Gesetze? Die Banker (von denen ja eben gesprochen wurde und mal vorrausgesetzt sie hätten was kriminelles gemacht) machen keine GEsetze. Also ist sowohl die Basis deiner Bemerkung falsch als auch dein Rückschluss.

Und das niemand zur Verantwortung gezogen wurde stimmt ebenfalls absolut nicht. Jedoch wurde keiner gevierteilt, vll kommt von daher der Unmut...

Und doch man bekommt Arbeit ohne ein Konto zu haben. Wird halt nur nicht gut bezahlt. Ich versteh jetzt ehrlich gesagt auch nicht, was an einem einfachen Girokonto irgendwie gefährlich oder riskant sein soll. Hat hier irgendjemand sein Geld auf dem Girokonto verloren bei ner deutschen Bank? Isses eingefroren oder besteht die Gefahr, dass es wegkommt? Irgendwas, dass dich zu der Meinung kommen lässt, ein Konto zu haben wäre Teil eines Teufelskreises?
 
e-ding schrieb:
Die "Banker" haben gegen keine Regel oder gegen Gesetze verstossen.

Da wäre ich mir nicht so sicher.;)
Laut der Aussage eines Prof. Lutters wäre eine Klage sehr wohl erfolgversprechend.

Die Rechtslage ist aber klar. Es handelt sich bei den Banken, von denen wir sprechen, ja um Aktiengesellschaften. Das deutsche Aktiengesetz bestimmt, dass alle Vorstände ihre Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt zu erledigen haben. Wenn sie das nicht tun, und der Gesellschaft daraus ein Schaden erwächst, dann sind sie höchstpersönlich schadensersatzpflichtig.

Quelle: manager-magazin

Ich nehme das, was dort gesagt wird mal zur Kenntnis. Um es zu bewerten fehlt mir leider das Hintergrundwissen.
MfG
 
Naja das kommt daher weil das Geld regiert. Stimmt, die Banker machen keine Gesetze. Aber wer sitzt teilweise in Aufsichtsräten von solchen Firmen? Ahja.

Wenn ich bei ebay ein Notebook für 1500 EUR reinstelle mit super Foto und beim Kunden kommt ein zerkratzes Teil an, ohne Festplatte und total zerstört. Was ist das? Genau, Betrug.

Wenn ich als Banker, Finanzberater meinen Kunden Fonds und sonstige Anleihen schönrede, sie mit 10%+ Rendite locke, obwohl die Papiere nicht abgesichert sind und zum Himmel stinken. Was ist das? Genau, ein gutes Geschäft.

Ausserdem habe ich keine Paranoia, ich hab eh nix und kann somit auch nix verlieren.

Gut, ist wohl so dass man auch ohne Konto eine Arbeit bekommt. Trotzdem: Ja die Gefahr dass es wegkommt ist da. Die Frage ist doch wo enden die Abschreibungen? Wieviel von dem Mist der da passiert ist noch garnicht ans Tageslicht gekommen. Wieviel kann der Staat noch abfedern? Kommt eine Hyperinflation? usw.

In gods own country gehen die Leute zur Bank, steht auf dem Schild "closed" und die Geldautomaten haben auch keinen Strom mehr. Warum soll das hier nicht auch möglich sein?

Ich bin wie immer optimistisch :D aber theoretisch ist doch alles möglich.
 
Dann übernehm ich das Mal. Der Gesellschaft ist bisher kein direkter Schaden entstanden. Die Entscheidung, die Banken zu retten, haben die Politiker getroffen, weil es Ihnen sinnvoll erscheint. Das ist eine freiwillige Entscheidung, ein Schaden ist somit nicht wirklich entstanden, zumal dem Angebot ja bindende Einschränkungen zu Grunde liegen. Davon abgesehen muss erstmal bewiesen werden, dass die Vorstände und auch der Aufsichtsrat! das eigentliche Kontrollgremium das den Vorstand, das ausführende Organ, kontrollieren sollte, nicht ihrer gebotenen Sorgfalt nachgekommen sind. Ich find es übrigens immer wieder erstaunlich, das niemand auf die Aufsichtsräte zu sprechen kommt, wenn es darum geht, wer seine Sorgfaltspflicht vernachlässigt hat. Der ist nämlich dafür da, das operative GEschäft, welches durch den Vorstand geleitet wird, zu kontrollieren. Ich hege ja den Verdacht, dass liegt daran, dass dann ziemlich viele Politiker mit drin stecken würden und das ist sicherlich nicht in ihrem Interesse...

Davon abgesehen, spricht er erst von einer AKtiengesellschaft und dann auf einmal Gesellschaft. Das passt so nicht ganz. Vorallem können nach dem Aktiengesetz die Aktieninhaber! die Vorstände haftbar machen, wenn sie denn eine grobe Fahrlässigkeit der Sorgfaltspflicht erkannt haben möchten.

@ sOS vll bist du nicht paranoid, aber wenig informiert. Deutsche Banken gehören alle einem Sicherungsfonds an. Damit sind Gelder auf Konten von Kunden bis zu einer bestimmten Größe (die Ottonormalverbraucher nie erreicht) geschützt. In die Insolvenzmasse fallen solche Gelder zudem auch nicht. Damit das Geld von einem solchen Konto wirklich weg kommt muss schon verdammt viel passieren. Quasi die gesamte bestehende Bankenlandschaft zugrunde gehen und der deutsche Staat gleich mit. Gut, das kann immer passieren, die Gefahr ist aber marginal und wenn es soweit ist, wäre mir persönlich mein Konto eh ziemlich egal...

All das könnte man wissen, wenn man sich informiert anstatt einfach drauf los zu schreiben und die üblichen Vorurteile nachzuplappern. Vermutlich hast du mal was von isländischen Banken und eingefrorenen Konten gehört und das gleichmal auf die Bankenlandschaft allgemein bezogen. anders kann ich mir so ein halbwissen nicht erklären...

Übrigens, das was du da schilderst ist genauso Betrug und kann gerichtlich angefechtet werden. Auch das könnte man sich als Information beschaffen... Auch bei den Banken sind guten kein Freiwild. Die rechtliche Absicherung ist zwar gewiss verbesserungswürdig, was ja auch inzwischen angegangen wird, aber so einfach käme dein Banker aus dem Beispiel auch nicht davon.

PS: Deine Fragen lassen sich im Prinzip alle beantworten. Man müsste sich nur mal die Mühe machen sich dafür zu interessieren und es entsprechend nachlesen....
 
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Ich denke nicht dass sie sich beantworten lassen. Niemand kann die Zukunft vorhersagen, nur spekulieren. Wie abgesichert die deutschen Banken sind, oder auch nicht, werden wir noch sehen.

Ja Island, USA, "Deutschland" : http://www.n24.de/news/newsitem_661061.html Vielleicht nicht wegen direkten Folgen der Finanzkrise aber pleite ist pleite:

"In Deutschland sind die Einlagen der Kunden über das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz bis zu einer Obergrenze von 20.000 Euro pro Kunde geschützt. Zudem ist die Weserbank Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken. Dieser Fonds übernimmt Schäden bis zur Sicherungsgrenze von 30 Prozent."

30%, das sind von 10 EUR...3 EUR die "sicher" sind. Oder verstehe ich was falsch?

Aber wenn es wirklich so weit kommt dass es drunter und drüber geht, der Staat pleite ist, dann ist das Konto wirklich egal.
 
Also echt. Wenn du schon was postest, liest du es dann auch? Es gibt berechtigte ZWeifel daran, dass der Bankrott der Weserbank nur irgendwie mit der Finanzkrise zu tun hat. Inwzischen ist soweit ich weiss auch klar, dass diese Bank den Bach runter gegangen wäre egal ob Krise oder nicht. Also schonmal schlechtes Beispiel oder?

Desweiteren schreibst du doch selbst, bis 20.000 Euro ist es abgesichert. Hast du soviel auf dem Konto?

1 Minute googeln spuckt das zum Thema Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken aus, direkt von der Seite des Verbandes:

"Die Sicherungsgrenze entspricht 30 Prozent des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Sofern die gesamten Einlagen eines Kunden nicht über dieser Grenze liegen, sind sie vollständig gesichert.

Im konkreten Beispiel bedeutet dies, dass bei einer Sicherungsgrenze von zehn Millionen Euro alle Kunden, deren Einlagen zehn Millionen Euro nicht übersteigen, vollständig geschützt sind. Mit anderen Worten: Auch wenn mehrere Kunden Einlagen in Höhe von jeweils neun Millionen Euro haben, sind sie vollständig abgesichert. Die Sicherungsgrenze bildet die Höchstgrenze der Absicherung für die Einlagen jedes einzelnen Kunden."

Bedeutet letztenendes du als Privatkunde wirst nie soviel Geld in deinen Einlagen haben, dass es nicht abgesichert ist...

Da beschleicht mich doch ganz klar wieder das Gefühl, dass du überhaupt nicht bereit bist, mal was nachzugucken, sondern weiterhin schön dein eigenes Süppchen kochen willst... Da kommen dann so super vergleiche wie Island, USA, Deutschland (Weserbank) obwohl es überhaupt nicht vergleichbar ist, schon weil jedes dieser Länder völlig unterschiedliche Rechtsgrundlagen haben.
 
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Ich habe doch geschrieben dass die Bank nicht in "direkter" Folge der Krise pleite gegangen ist. So oder so die Gefahr ist da, ob der "worst case" eintritt (was ich nicht "glaube") ist eine andere Sache, aber die Chancen standen wohl in den letzten 50 Jahren nie so gut wie jetzt.

Und dann schrieb ich bzgl. Einlagensicherung: "Oder verstehe ich was falsch?" - Danke für die Aufklärung!

Weil ich keine 20 Riesen habe heisst es nicht dass nicht genügend andere Leute gibt, die sie haben. Aber wenn es so ist wie Du sagst, dass bis zu 10 Mio. gesichert sind, dann kann 99% der Deutschen nix passieren.

Es ist jetzt aber zimelich OT und ich sag zum Thema "Möglichkeit von Pleiten deutscher Banken" auch nix mehr (weil auch alles nur Spekulation wäre).
 
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s.O.S

du hast das mit den Einlagen keinen Meter verstanden....

die 10 Millionen sind fiktiv, ein Beispiel. Es setzt voraus, dass die Bank ein Eigenkapital von Runden 33 Millionen hat. Den 30% von 33 sind rund 10 Mio. Es werden immer 30% des maßgeblich haftenden Eigenkapitals der Bank abgedeckt. hat die Bank nur 10 Mio dann sind auch nur bis zu 3 mio abgesichert...

Damit sind vermutlich 100% der Deutschen Kunden abgedeckt, sofern die Bank dem entsprechenden Fond beigetreten ist, denn ich kann mir keinen Privatkunden vorstellen, der bei einer einzigen Bank dermaßen hohe Einlagen hat...
 
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Cerberus schrieb:
Da wäre ich mir nicht so sicher.;)
Laut der Aussage eines Prof. Lutters wäre eine Klage sehr wohl erfolgversprechend.


Quelle: manager-magazin

Wer definiert gebotene Sorgfalt? So eindeutig ist die Sachlage nicht. Wenn schon dieser allgemeine Ansatz gewählt werden muss, scheint man nicht wirklich viel in der Hand zu haben. Warum bezieht sich denn der gute Prof. nicht auf "handfestere" Anhaltspunkte?
M.E. viel Schaum um nichts.

MFG
 
Warum legt ihr Geld an?

Damit ihr Zinsen dafür bekommt

Woher kriegt die Bank das Geld für die Zinsen, na natürlich in dem sie die Einlagen der Bank investiert. (Investitionen sind in der Regel risikobehaftet)

Im Idealfall haben beide Seiten dadurch einen Nutzenvorteil.

Es steht jedem Bankkunden frei direkt zu investieren statt 'sicher' bei der Bank.
Nur ist das wieder mit mehr Risiko verbunden ;)

Das dies auch mal schief geht sollte jedem klar sein.
 
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ein paar raffen es einfach nicht: es geht um die sorgfaltspflicht, wenn du zu ner autowerkstatt gehst, vertraust du darauf, das die das richtig machen. das selbe gilt auch für eine bank. die deutschen banker haben milliarden in die usa überwiesen, ohne sich die mühe zu machen, sich mal ein paar von den häusern anzuschauen. jetz ist das geld futsch, und man vermisst einfach angemessene konsequenzen, was man allerdings mit erstaunen zur kenntnis nimmt, sind millionen-boni an investmentbanker einer bank, die grade staats-milliarden bekommen hat.

da hätte man eine änderungskündigung machen können, normale gehälter,keine boni, und alle wären zufrieden
 
@walter

Nein lieber Walter, Du hast leider nicht verstanden. Eine Sorgfaltspflicht wurde nicht verletzt. Dein Vergleich passt hier auch nicht.
Wenn ich in eine Werkstatt gehe, vertraue ich nicht darauf, dass mein Auto heil wieder rauskommt, ich verlange es und kann dies rechtlich bei Nichterfüllung durchsetzen.

Bei den getätigten Investitionen, die ohne Frage Fehlinvestitionen waren, wurde zwar falsch entschieden aber mit Sicherheit nicht durch mangelnde Sorgfalt oder Vorsatz die Krise hervorgerufen.

Die Basisgehälter sind nicht einfach anpassbar. Die Boni werden schon extrem zusammengestrichen. Offensichtlich hast Du Dich mit Bonussystemen in Banken noch nicht auseinandergesetzt. Boni werden nicht pauschal verteilt, sondern in der Regel beim Erreichen bestimmter Benchmarks, persönlicher Ziele, Unternehmensziele, etc. ausgeschüttet. Oft besteht ein Bonus aus verschiedenen Teilen, die sich aus eben diesen Punkten zusammensetzen können.
Wenn ein Banker im CRM, HR oder Sales seine Jahresziele erreicht, hat er einen rechtlichen Anspruch auf die vereinbarten Boni. Weshalb sollte er jetzt darauf verzichten? Die Arbeit dafür hat er bereits geleistet.
Du kannst davon ausgehen, dass Boni, die sich z.B. am Unternehmensgewinn orientieren jetzt nicht ausgeschüttet werden und viele Investmentbanken ihr Personal ausdünnen.

Zudem erfolgt die Auszahlung auf Basis des vergangenen Geschäftsjahres und nicht der aktuellen Situation.
Es existiert keine rechtliche Grundlage Boni komplett zu streichen.

MFG
 
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