Finanzkrise, wo ist das "vernichtete" Geld ?

@Schnie
Entscheidend ist, dass es so oder so gewesen sein kann. Auf dieser Grundlage gilt dann aber die Unschuldsvermutung. Konsequenzen, wie oben gefordert, kann es nur auf der Basis von Beweisen geben. Und die liegen nicht in der Art und Weise vor, dass man daraufhin "alle Bankmanager" enteignen könnte, zumal es dafür ohnehin keine gesetzlche Grundlage gibt.

Wer Vermutungen anstellt, mit denen er andere Leute belastet, sollte Vorsicht walten lassen. Ich dagegen habe nur vermutet, dass solche windigen Anschudligungen nicht unbedingt zutreffend sein müssen. Das ist eine ganz andere Qualität.
 
Mustis schrieb:
Die Kunden tragen in vielen Fällen genauso die Schuld an dem ganzen wie Gesellschaften und ihre Vertriebler auch. Denn kämen sie ihrer sorgfaltspflciht genauso nach, würden deutlich weniger auf solche Spielchen überhaupt reinfallen, aber man will ja Rendite sehen, was interessieren einen da solche Lapalien, die auf Papier stehen....

Hör doch auf. Mir erzählst Du nichts neues. Die meisten Kunden vertrauen ihrem pers. Bankberater nun mal. Eben weil ihnen Honig ums Maul geschmiert wurde und das wissen über viele Anlagen einfach fehlt. Da hilft auch kein "zuhause in Ruhe durchlesen", wenn das Verständnis und der Überblick dafür völlig fehlen. Die Sätze selber nicht mal verstanden werden. Aber dazu gehen sie ja auch zum Bankberater ihres Vertrauens. Wenn jeder Arzt so wäre wie ein Banker...nunja^^

Und JA, letztendlich sind auch die Kunden rein rechtlich gesehen daran mit schuld, für ihre Unterschrift verantwortlich.
Vertrag ist Vertrag. Klappe zu, Affe tot.
Wie zuverlässig Fehlberatung im Nachhinein zu beweisen ist, wirst Du sicher selber am besten wissen.

Wenn der Banker wie in Deinen Schilderungen trotzdem derartig und offensichtlich ungeeignete und nicht verstandene Verträge skrupellos durchwinkt, trägt er mindestens eine moralische Mitschuld. Es ist schlicht verantwortungsloses Handeln. Da hilft keine Ausrede. Dann hat er es den Kunden nicht deutlich genug herüber gebracht und sich außer der schnellen Unterschrift keine Gewissheit über das tatsächliche Verständnis des Kunden verschafft. Und das ist eher die Regel, als die Ausnahme.
 
Sorry, dass du dem Banker die Schuld zuschiebst, selbst wenn er drauf hinweisst, dass Risiko vorhanden ist und der Kunde trotzdem noch machen will ist affig. Was soll er machen? Wegen moralischer Bedenken den Vertrag nicht unterzeichnen von seiner Seite aus? Genauso mit den Verträgen die nicht ordentlich unterzeichnet sind. Meinst du man fährt da nochmal vorbei wegen moralischer Bedenken. Hallo? Das kostet Zeit und Geld und davon hängt das Überleben des Verkäufers ab. Warum sollte der Banker den Kopf für den Kunden hinhalten? Wenn er von seiner Seite alles korrekt gemacht hat, dann hat er fertig. Denn es kann ganz sicher nicht sein, dass er den Kopf für die planlosigkeit des Kunden hinhält. Und von Honig ums Maul geschmiert werden kann nicht die Rede sein. Zumindest nicht im Gespräch. Was in der Werbung gesagt wird ist eine andere Sache, dafür kann der Banker wohl kaum haftbar gemacht werden, denn Einfluss hat er darauf nicht.

Und sorry, wenn der Kunde etwas nicht versteht muss ER den Banker fragen, nicht andersherum. Man kann nicht jdem Kunden alles haarklein erklären. Das ist Utopie! Der Kunde muss fragen wenn er etwas nicht weiss! Das ist seine Pflicht. Und das wissen die Gerichte auch. Davon abgesehen sind diese Informationen wirklich einfach geschrieben. Was ist an Rücktrittsrechten und derartigem nicht zu verstehen? Das ist bewusst einfach geschrieben, denn wäre es schwer verständlich und verschleiernd, drücken die Gerichte das den Gesellschaften rein und machen sie haftbar.

Das ist echt Offtopic, aber wie hier argumentiert wird, ist dermaßen blauäugig. Wären die Verkäufer dermaßen oberflächlich was die Formalitäten anbelangt wie mancher Kunde, sie wurden länsgt nicht mehr arbeiten. Und würden sie, wie von Relict gewordet, bei jeder kleinigkeit, die der Kunde falsch macht oder ignoriert, moralisch korrekt, würde er ebenfalls nicht mehr arbeiten oder wäre seiner Lebensgrundlage entzogen, wäre er selbstständig.

Das Recht in DE ist dermaßen kundenfreundlich. Irgendwo ist auchmal Schluss. Es kann nicht sein, dass für die Ignoranz und Dummheit vieler Kunden immer die Gesellschaft oder der Verkäufer zur Rechenschaft gezogen werden sollen, obwohl die alles richtig gemacht haben. Sollten sie Fehler gemacht haben ist das eine andere Sache, aber dem Kunden sämtliche Pflichten abzunehmen mit dem Argument, er konnte es ja nicht besser wissen, das kanns nicht sein.
 
Man kann nicht jdem Kunden alles haarklein erklären. Das ist Utopie!
Dann verkauft mans nicht!

Der Banker weist eben oft nicht deutlich genug darauf hin. Das ist ja gerade das Problem. Trotz ausdrücklichen Wunsches nach sicheren Anlagen steht dann im Vertrag nicht selten was anderes.
Da wurde ja seitens des Kunden gefragt und von der anderen Seite verharmlost, egal ob fahrlässig oder vorsätzlich.
Ein Banker verkauft in der Natur der Sache nur Produkte seiner Bank, ein Vermögensberater nur Produkte aus einem begrenzten Pool von Banken.

Die Sache mit den Rücktrittsrechten und Fristen ist gerade in politischer Diskussion. Warum wohl? Wegen des ausreichenden Verbraucherschutzes etwa?
Wenn man der Überzeugung ist, dass man auch das bekommen hat, was ausdrücklich verlangt wurde, schauen viele eben nicht nochmals genau nach. Dieser Umstand wird nicht selten ausgenutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@relict

"Dann verkauft mans nicht" ist natürlich Quatsch. Wenn ich mir n Auto kaufe, will ich auch nicht im Detail wissen, wie der Airbag funktioniert, ich will nur, dass er aufgeht.

Das Banker natürlich auf Risiken aufmerksam machen müssen ist dagegen wichtig ("Pass auf, die Karre hat keinen Airbag"), da hast Du Recht.

Daher sollten, gerade bei Geldanlagen, stehts Beratungsprotokolle am Ende des Gesprächs geführt werden. Dami hat der Kunde im Nachhinein bessere Möglichkeiten, gegen eventuelle Fehlberatungen vorzugehen.

Aber das ist ja leider in der Branche nicht sonderlich verbreitet.
Aber auch Beratungsprotokolle erstzen natülich nicht das LESEN der Verträge, die man da so unterschreibt.

MFG
 
@e-ding
Ja das es Quatsch ist weiß ich auch. Dummfrech zahlt sich aus. ^^ Und ich weiß auch, dass viele Menschen eben in solchen Sachen recht vertrauensseelig, wenn nicht naiv sind.
Wollte damit nur verdeutlichen, dass die Banker nicht als Unschuldslämmer hingestellt bleiben.

Das mit den Beratungsprotokollen ist leider den wenigsten bekannt. Von ihrem Berater werden die wenigsten einen Hinweis dazu erhalten.
Es werden ja auch vorab schon Fragebögen ausgefüllt, um die Risikobereitschaft des Kunden einzuschätzen. Nur deren Auswertung liegt eben nicht immer im ursprünglichen Ansinnen des Kunden. ;)
 
Relict schrieb:
Dann verkauft mans nicht!

Du hast nie als VErkäufer gearbeitet, dann würdest du nicht solchen Blödsinn erzählen. Kein Verkäufer könnte dann davon leben. Aber wie das eben so is keine Ahung haben aber bescheid wissen wollen. Und wenn was schief geht, ists immer der andere gewesen, nie mal selber. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser ist ein Sprichwort, was du mal bedenken solltest. Es ist grob fahrlässig, wenn man sich immer nur darauf verlässt, dass man bekommt was man verlangt. Mit dieser Argumentation würdest du vor Gericht übrigens keinerlei Chancen haben.

Ich sachs nochmal, es ist die PFLicht des KUNDEN zu prüfen und nachzufragen wenn er etwas nicht versteht. sowas existiert nämlich. der Kunde hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten und wenn er diese verletzt oder ihnen nicht kommt, muss er auch die Konsequenzen tragen.

Ich hab die Banker nie als unschuldslamm dargestellt. ich habe an mehrerern Stellen davon gesprochen, dass BEIDE SEITEN!! ihre Schuld haben, denn der Kunde wird ja immer nur als Opfer und Unschuldslamm dargestellt.

"Es werden ja auch vorab schon Fragebögen ausgefüllt, um die Risikobereitschaft des Kunden einzuschätzen. Nur deren Auswertung liegt eben nicht immer im ursprünglichen Ansinnen des Kunden. " und das ist einfach unwahr! Wenn dem so ist, kann der Kunde problemlos vor Gericht auf Schadensersatz klagen!
 
Nach dem Desaster von 2000 gab es eine Menge Klagen seitens der Kunden gegen die Banken. Zum Teil waren sie berechtigt, zum Teil nicht. Für einige Banken war es vor dieser Zeit auch gar nicht üblich, dass sich ihre Kunden an der Börse bewegten. Ich weiß noch, dass '98 der Chef einer Sparksse mal einen Anruf von einem guten Kunden gekriegt hat und für 15000 DM Aktien von Daimler kaufen sollte. Er ging dann in Ruhe zu einem Faxgerät und hat das ausgeführt.
Kleinere Filialen und Neukunden sammelten damals erste Erfahrungen an der Börse und wenn sich ein Wert innerhalb einer Woche verdoppelt und ein anderer Wert sich da verdreifacht, dann sind 20% Performance in einem Monat einfach zu wenig. Die Leute haben sich recht schnell an die Umstände angepasst.
Als das Ende kam und sogar recht schnell, wurde es bitter - die Story von EM.TV kennen einige vielleicht noch.

Ich will damit sagen, dass die Banken gelernt haben. Das was Mustis schreibt, habe ich auch so erlebt (im Praktikum). Der Kunde möchte souverän wirken und kritzelt einfach sein Siegel darunter. Die Beratung seitens der Verkäufer fand ich ok, da immer gesagt wurde, dass da ein Risiko besteht. Aber es interessiert halt nicht. Wer jetzt fünf Jahre einen Aufschwung im Dax erlebt hat, der glaubt, dass diese Risikobeschreibung nur pro-forma ist. Ich habe auch davon gelesen, dass die Verkäufer von Finanzprodukten wirklich unter Druck stehen, irgendwo war ein Interview, wo die Verhältnisse besser beschrieben wurden.
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass der Kunde keine "Risikoerklärung" gesehen hat. Die Banken wissen ja, dass sie dadurch rechtlich angreifbar werden, wenn sie keine Unterschrift vom Kunden bekommen, dass der über die Risiken voll aufgeklärt wurde. Man hat aus 2000 gelernt, ergo hat für mich dieses Jahr der Kunde 100%ig schuld. Der Finanzmarkt ist kein Sandkasten.
 
Mustis schrieb:
Du hast nie als VErkäufer gearbeitet, dann würdest du nicht solchen Blödsinn erzählen. Kein Verkäufer könnte dann davon leben. Aber wie das eben so is keine Ahung haben aber bescheid wissen wollen.
Mit Deiner provokanten und herabschätzenden Polemik wird Deine Aussage auch nicht überzeugender und wahrer. Eben weil ich genug und lange beruflich und persönlich im Vertrieb und mit Vertrieblern zu tun hatte, weiß ich wie es läuft.
In wirklich keinem dieser Branchen und Unternehmen wo ich schon involviert war wäre ein Verkäufer ohne diese gewisse Skupellosigkeit auf einen grünen Zweig gekommen.
Ich kanns auch nachvollziehen, nur gutheißen und verteidigen muss ich es deshalb noch lange nicht. Etliche Verkäufer wissen ja nicht mal selber so genau, was sie wirklich verkaufen.

Doch wie auch immer, am Ende ist der Kunde der Ge..te, der Berater hat seine Provision in den meisten Fällen längst sicher, spätestens nach der Widerrufs/- Verjährungsfrist.
Mit Kunden, die das Risiko trotz besseren Wissens und Gewissens eingegangen sind und auch sonst gut betucht und in diesem Segment nicht völlig unerfahren, habe ich auch kein Mitleid, aber mit den Kunden, die überumpelt wurden. Wenn bspw. Rentnern Zertifikate verkloppt werden, trotz mehrfacher Betonung und anders lautendem Risikoprofil, sehe ich das anders.

Es ist grob fahrlässig, wenn man sich immer nur darauf verlässt, dass man bekommt was man verlangt. Mit dieser Argumentation würdest du vor Gericht übrigens keinerlei Chancen haben.
So spricht ein wahrer Verkäufer, wenn etwas negatives nachkommt. Vertrag ist Vertrag, ich sags ja. ^^

Nur deren Auswertung liegt eben nicht immer im ursprünglichen Ansinnen des Kunden. " und das ist einfach unwahr! Wenn dem so ist, kann der Kunde problemlos vor Gericht auf Schadensersatz klagen!

Nein das ist nach wie vor sehr schwierig. Erst recht ohne Zeugen. Weil letztendlich der Vertrag zählt und nicht die bankinternen Fragebögen vorab. Ganz einfach, weil man mit seiner Unterschrift und meist zus. einem kleinen Kreuzchen in der Ecke die korrekte Beratung und Risikobereitschaft bestätigt. Dann hat man sich eben umentschieden. Da steht vor Gericht Aussage gegen Aussage. Schuld muss man nachweisen. Bislang von Kundenseite.
Ich sachs nochmal, es ist die PFLicht des KUNDEN zu prüfen und nachzufragen wenn er etwas nicht versteht.
Und ich sags nochmal, dass mit den gesetzlichen Vorgaben, anleger- und anlagegerecht zu beraten, Anleger erwarten können, dass die Bankberater dieses auch ausführen. Es besteht gesetztl. Aufklärungspflicht, nur wird diese mit allen möglichen (legalen) Tricksereien vereitelt. Und das liegt leider in der Natur der Sache und ist eher die Regel.
Ich hab die Banker nie als unschuldslamm dargestellt. ich habe an mehrerern Stellen davon gesprochen, dass BEIDE SEITEN!! ihre Schuld haben
Wenn man von nur einigen schwarzen Schafen redet und ständig auf der Unwissenheit und Fahrlässigkeit der Kunden herum reitet, spielt man das Problem schon ziemlich runter.

Und @Odium
Du als Praktikant hast sicher auch den vollen Einblick und Überblick erhalten.
Professionell klingen alle Verkausgespräche von Verkäuferseite, ja.
 
Zuletzt bearbeitet:
Relict schrieb:
Mit Deiner provokanten und herabschätzenden Polemik wird Deine Aussage auch nicht überzeugender und wahrer. Eben weil ich genug und lange beruflich und persönlich im Vertrieb und mit Vertrieblern zu tun hatte, weiß ich wie es läuft.
In wirklich keinem dieser Branchen und Unternehmen wo ich schon involviert war wäre ein Verkäufer ohne diese gewisse Skupellosigkeit auf einen grünen Zweig gekommen.
Ich kanns auch nachvollziehen, nur gutheißen und verteidigen muss ich es deshalb noch lange nicht. Etliche Verkäufer wissen ja nicht mal selber so genau, was sie wirklich verkaufen.

Nein das ist nach wie vor sehr schwierig. Erst recht ohne Zeugen. Weil letztendlich der Vertrag zählt und nicht die bankinternen Fragebögen vorab. Ganz einfach, weil man mit seiner Unterschrift und meist zus. einem kleinen Kreuzchen in der Ecke die korrekte Beratung und Risikobereitschaft bestätigt. Dann hat man sich eben umentschieden. Da steht vor Gericht Aussage gegen Aussage. Schuld muss man nachweisen. Bislang von Kundenseite.

Und deine Polemik ist besser? Ein Verkäufer soll also lieber gar nicht verkaufen, weil der Kunde könnte ja was falsch verstanden haben, wissen kann der Verkäufer es aber eigentlich nciht, denn der Kunde sagt ja nix. Kapierst du es nicht, dass ich den Verkäufer nicht als unschuldig sehe, aber im selben Atemzug den Kunden genauso als Mitschuldigen sehe? Du siehst offenbar den Fehler nur auf einer Seite und das ist einfach nicht wahr. Viele Kunden sind ja so arrogant und hören nicht auf das was man ihnen sagt. Selbst explizites Hinweisen hilft nicht und da sagst du, der Verkäufer soll aus moralischen Gründen nicht unterzeichnen und so den Kunden schützen. soll ich lachen? Dann geht der Kunde zum nächsten und macht es dort, er weiss es doch eh besser. Vorallem im Versicherungsbereich zählt der Schutz nichts, hauptsache es ist billig. Im Schadensfall ist dann das Gejammere groß, der Kunde will von nichts gewusst haben, dabei steht ALLES ind seiner Police. Im Kfzbereich wird wegen 5 Euro im Jahr gewechselt, dabei eine Werktstattbindung trotz Hinweis in Kauf genommen, ein halbes Jahr später hat der Kunden einen Schaden, er ist nur klein, deswegen lässt er es in einer Werkstatt seiner Wahl machen und dann steht er da mit den Kosten. Die Versicherung zahlt nicht und er will nichts gewusst haben. Kommt täglich zigfach in Deutschland vor. Und ja dann ist Vertrag Vertrag, was daran so falsch sein soll weiss ich nicht. Die Gesellschaften halten sich doch auch an ihn. Wie soll das gehen wenn VErtrag nicht mehr Vertrag ist, nur weil der Kunde ml wieder nicht dran gedacht hat?

Und vll solltest du dich mal auf den neusten Stand bringen. Die Beweislast liegt nicht mehr nur beim Kunden. Zumindest was Versicherungen und einige Finanzprodukte angeht. Nur wenn eine lückenlose Dokumentation vorliegt, mit Beratungsdokumentation, Nachweis, dass ale relevanten Daten überrreicht wurden, damit der Kunde sie LESEN kann und allem pipapo, erst dann ist die Gesellschaft und der Verkäufer einigermaßen abgesichert. Aber selbst das heisst nicht, dass man vor Gericht immer 100% Recht zugunsten der Gesellschaft bekommt. Du scheinst dir aber einen jederzeit angreifbaren Vertrag zu wünschen. Vll solltest du dich mal mit Vertragsrecht beschäftigen, dann sollte man merken, dass sowas nicht möglich ist. Worauf will man sich dann noch verlassen, wenn Verträge nicht mehr als was festes und bindendes gelten?

So, da dass ganze zu offtopic wird, wir vermutlich eh auf keinen grünen Zweig kommen, von meiner Seite aus, da ich denke, dass es dir am fachlichen Wissen mangelt, egal was du mir erzählst von wegen erfahrung und von deinerseite weil du in mir sowieso nur den perfekten, skrupellosen Verkaäufer siehst. Daher klinke ich mir hier aus.
 
keshkau schrieb:
@Schnie
Entscheidend ist, dass es so oder so gewesen sein kann. Auf dieser Grundlage gilt dann aber die Unschuldsvermutung. Konsequenzen, wie oben gefordert, kann es nur auf der Basis von Beweisen geben. Und die liegen nicht in der Art und Weise vor, dass man daraufhin "alle Bankmanager" enteignen könnte, zumal es dafür ohnehin keine gesetzlche Grundlage gibt.

Wer Vermutungen anstellt, mit denen er andere Leute belastet, sollte Vorsicht walten lassen. Ich dagegen habe nur vermutet, dass solche windigen Anschudligungen nicht unbedingt zutreffend sein müssen. Das ist eine ganz andere Qualität.

Das unsere lieben Banker mehr wussten als sie zugeben wollen sieht man hier

http://www.handelsblatt.com/archiv/bad-bank-sorgt-fuer-aufregung;606003

Ruhig mal auf das Datum schauen. Dort wurden die Grundlagen für das gelegt, was heute als unvorhersehbare Gegebenheit abgetan wird.
 
In diesen Gesprächen wurden wesentliche Möglichkeiten für die Hypo Real gelegt.

Zitat:
"Auch die Dresdner Bank hat mit dem Abbau von Kreditrisiken begonnen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, wurden laut Bankkreisen 17 Mrd. Euro ausfallgefährdete oder strategisch unwichtige Kredite auf die dafür gebildete "Institutionelle Umstrukturierungseinheit" (IRU) überführt."

Danach wurden diese Risiken sicherlich verkauft. Es zeigt nur, dass unsere Politiker und Banker nicht so unwissend waren wie sie vorgeben.
 
Ich wollte hier nur mal eine Beobachtung einwerfen, die mir so aufgefallen ist:

Was gerade in Island passiert: Die Isländischen Banken, waren nahe am Bankrott. Jetzt wurden sie davor gerettet: Sie zahlen mit neuen Krediten, die sie aufgenommen haben, auslaufende Kredite ab.

Die Banken bzw der Staat (die Banken wurden verstaatlicht) machen im Grunde genommen nichts anderes, als die Bürger in den USA, die ihre Schulden auf Kreditkarte A mit Schulden auf Kreditkarte B begleichen.

Diese Schulden machen das Isländische Volk abhängig von ausländischen Banken...

Die Isländer haben jetzt als Land, die Schulden ihrer Banken auf dem Rücken.

Wenn es uns derart ewischen würde, würden hier vielleicht auch anfangen das Finanzsystem in seiner derartigen Form zu überdenken...

http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung <- Da steht ne Menge wissenswertes.


Ein kleines Gedankenspiel:
Es wird zu Wirtschaftskrise, damit verbunden Inflation und Staatsbankrott kommen.

Die Banken werden in weiser Vorraussicht versuchen mit allen Mitteln noch vorhandene Rohstoffe (Energie/Nahrungsmittel/Bodenschätze/Wasser) und Sachwerte sowie Güter und Immobilien einzuverleiben, mit denen sie nach der Wirtschafts und Finanzkrise wieder riesige Vermögen auftürmen können.
Letztlich werden die, die momentan Vermögend sind nach der Krise wieder die Vermögenshalter sein, indem sie sich wärend der Wirtschaftskrise mit ihren unvorstellbar großen Papiergeldmengen die Sachwerte aufkaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du vergisst, dass die Banken so gut wie kein Vermögen besitzen. Sie haben als Aktiengesellschaften das Grundkapital der Aktonäre. Der Rest sind Verbindlichkeiten (= Einlagen der Kunden).
 
jetzt werden ganz schön viele Investmentbanker entlassen, sieht so aus, das die Verluste der letzten Monate grösser sind als die Gewinne der letzten Jahre. Naja, die meisten von denen werden ein paar Mio zur Seite geschafft haben.

@kesh
glaube die Banken in USA wurden gezwungen, sich mit 10% zu kapitalisieren, so dass sie Geld vom Staat nehmen mussten, weils der Markt nicht hergibt.
 
Wird jetzt nicht einfach Geld gedruckt, bis die Sache wieder passt, oder auch nicht?
Noch vor kurzem war das Anwerfen der Druckerpressen ein undenkbarer Vorgang!
Keine 100Millionen waren da, für Arbeitslose oder Pensionisten, nun sind 1000ende Milliarden da nur um das Vakuum zu füllen, das aberwitzige Spekulationen aus dem Nichts gedehnt haben.

Jetzt findet ein Wettdrucken zwischen Dollar und Euro statt und wer schneller druckt schiebt den Schwarzen Peter dem Anderen zu....bis ihn die unausweichliche Konsequenz des Wettdruckens selbst einholt.

Das ganz, ganz Dicke Ende ist ganz, ganz nah.
Inflation> Stagnation> Deflation> Rezession> Zusammenbruch: Einer der Größten dieses Systems muß es wissen: Warren Buffet
 
Zuletzt bearbeitet:
was mich wirklich ärgert: wir haben afaik 5 Wirtschaftsinstitute, die mit zig-Mio an Steuergeldern finanziert werden, die die da arbeiten verdienen ein schweine Geld und nennen sich selbst "Weise". Hat eines dieser Institute die Finanzkrise aufgrund ihrer Analysen vorhergesagt? Nöö. Konsequenzen? Keine. Das ärgert mich wirklich, denn würde ich so ne scheiße abliefern, wär ich raus. Harz4 für diese Vollpfosten, was sonst?
(ähnliches hatten wir auch mit dem deutschen Wetterdienst, der ein heftiges Unwetter nicht vorhergesagt hat, Kachelmann hats kommen sehn)
bringt ja nix sich aufzuregen
 
@walter08
Du wolltest den geneigten Lesern mit Deinem Beitrag doch vor allem vermitteln, dass es ein "Gesetz über die Bildung eines Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" aus dem Jahr 1963 gibt. Die "Mitglieder des Sachverständigenrates" nennen sich keineswegs selbst "Wirtschaftsweise", sondern werden umgangssprachlich so bezeichnet (von Dritten).

Bei den von Dir angesprochenen Instituten dürfte es sich (teilweise) um diese hier handeln:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtsc...BChrenden_Wirtschaftsinstitute_in_Deutschland

Nebenbei bemerkt:
Das ehemalige Sachverständigen-Mitglied Prof. Ernst Helmstädter (1983-1988) war zu seiner Zeit VWL-Professor in Münster (und Bonn) und zumindest so viel ich weiß nicht für eines der hier verlinkten Institute tätig.
 
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