Fleisch und du

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ali7566 schrieb:
@Bookstar: Hast du überhaupt verstanden was ich schreibe? Ich habe dir sicher keine Vorschrift gemacht..bitte nochmal Lesen ;) Und auch für dich nochmal: Warum sollten wir diese Gabe die sich Gehirn nennt (die des Menschen natürlich) um es anders zu machen? Wir können die Tiere doch am Leben lassen und andere sachen Essen, dafür ist doch schon genug erforscht, gezüchtet etc. das wir kein Fleisch zum Überleben bräuchten.

Tiere sterben genauso wie wir, manche leben ein paar Jahre manche Jahrzehnte. Aber sterben müssen alle, teilweise auch sehr grausam. Was sollte also dagegen sprechen Tiere zu artgerecht zu züchten, diese möglichst schmerzlos sterben zu lassen und danach zu essen? In der Natur wird ihnen die Kehle durchbissen und sie bluten aus etc. Das ist qualvoll. Ein schneller Stromstoß ist nicht qualvoll ;).

Tiere haben nun mal genauso wie Pflanzen einen bestimmten Nutzen, und einer davon ist als Ressource zu dienen für uns zum Hunger stillen. Wir Menschen haben wohl auch einen Nutzen, nur wir definieren den selbst, jeder von uns. Das ganze Leben ist eine Rangordnung!

Sich gegen etwas zu wehren, auf dessen Grundlage das Leben beruht ist dumm.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zornbringer schrieb:
ich weigere mich indirekt auf das thema einzugehen, bzw. hier als vergleich zu sehen, weil tiere nunmal andere lebewesen als pflanzen sind. geht das hier in die köpfe nicht rein? ich möche hier keine äpfel mit birnen vergleichen.
Du weigerst dich also, in irgend einer Form eine DISKUSSION zu führen. Du willst nur in deiner kleinen verbohrten Meinung bestärkt werden. Wir sollen deine moralische Überlegenheit anerkennen, oh holder Pflanzenfresser....
Da hast du dich aber geschnitten. Deine Moral prallt von uns ab, wir haben unsere eigene. Deine Logik ist fehlgeleitet, meine Logik ist überlegen.

natürlich entstehen auch probleme durch die industrialisierte obst- und gemüseproduktion aber doch in keiner relation zur industrialisierten massentierhaltung. das obst und gemüse, was hier überwiegend verzehrt wird kommt aus europa. im gegensatz zum tierfutter, was großflächig weltweit angebaut wird. kartoffeln, zwiebeln, karotten, lauch, diverse kohlsorten kommen z.b. direkt aus deutschland. parika, tomaten, gurken kommen aus europa.
Was für ein schlechter Witz...
Dein Reis kommt sicher nicht aus Europa, genauso wenig wie Tofu oder sonstige Soja-Produkte. Bambus (sehr lecker), Mungobohnen,... alles aus Fernost.

Und Getreide? Getreide und Mais kann doch von hier kommen, oder? Ääääk, falsch. Weite Teile unseres Verbrauchs decken wir über Import, vor allem aus dem Wheat Belt der USA.

Und das Tierfutter? Weißt du, was Tierfutter ist? Guck dir mal so n Getreide-Halm an. Was kannst du davon essen? Genau, die Körner. Was mampft die Kuh? DEN REST! Mais ist dasselbe, nur einen Bruchteil der Pflanze können wir nutzen, der Rest ist Tierfutter. Wenn wir keine Tiere damit füttern (um dann uns mit diesen Tieren zu füttern) wüssten wir gar nicht, wohin mit all dem Abfall.

kriege übrigens das kotzen, dass tiere hier gewissenhaft als ware bezeichnet werden, weil es so im gesetz steht. auf der grundlage habe ich gar kein interesse mehr die diskussion weiter zu führen, weil alle hoffnung schon verloren ist.
Du hattest noch nie Interesse an einer Diskussion. Wer eine Diskussion führen will muss damit rechnen, dass seine Streitpartner nicht nur den eigenen Standpunkt nicht annehmen, sondern dass sie sogar überlegene Argumente haben und man seinen eigenen Standpunkt aufgeben muss, um nicht wie ein sturer Idiot dazustehen.

Xopex schrieb:
Ich behaupte da einfach mal, dass man als Fleischfresser genausoviel moralischen Boden gutmachen kann, wenn man statt auf Fleisch zu verzichten all sein Gemüse selbst anpflanzt... und egal was man macht: solange man nicht im Wald und dort von der Natur lebt, kommt man nicht mit einer weißen Weste aus dem Dilemma raus...
Selbst wenn du raus in den Wald ziehst... Allein würdest du da nicht überleben, du müsstest entweder "Außenwelt-Tech" mitnehmen oder als komplette Sippe in den Busch ziehen. Und selbst dann profitierst du noch davon, dass es in Mitteleuropa kaum noch Raubtiere gibt. So ein Mensch ohne Waffen, bestenfalls mit nem Holzspeer und nem Feuerstein, hat nicht viel Chance gegen einen Braunbären oder ein Wolfsrudel.
Kannst ja mal unbewaffnet im tiefsten Winter ne Woche auf dem Truppenübungsplatz Nochten zubringen. Mal sehen welches Rudel dich erlegt: die Wölfe oder die Gebirgsjäger.

Aber: Wir bauen unsere eigenen Kartoffeln an, unsere eigenen Erdbeeren, unsere eigenen Kräuter (Minze, Zitronenmelisse, Oregano, Basilikum, Salbei,...), unsere eigenen Bohnen, unsere eigenen Tomaten und wir pflücken zur passenden Saison entsprechend viele Beeren und Pilze im Wald, um nix weiter von dem geschmacksbefreiten Industriekram essen zu müssen.
Gerade bei Tomaten ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht.

florian. schrieb:
also ich handhabe das ganze ganz pragmatisch:
Ich Esse Möglichst große Tiere, so müssen möglichst wenig Tiere Leiden...
Ja, aber indem man Insekten mampft führt man gleich einen großen Schlag gegen dieses fiese Krabbelzeugs....

alibaba2 schrieb:
Heute Abend erstmal eine tolle Weihnachtagans verspeisen :)
Zu früh... Heiligabend gibts Bockwurst und Kartoffelsalat. Weihnachtsbraten gibts traditionell doch erst am 1. Feiertag.
 
Als ich in der Pubertät in der Sturm und Drang-Phase war, war ich auch Vegetarier. Inzwischen muss ich darüber leise lächeln. Irgendwann muss jeder mal Erwachsen werden dazu gehört auch dieses Ethik-Geschwalle hinter sich zu lassen. Das Leben ist kein Ponyhof und zu einer ausgewogenen Ernährung gehört Fleisch. Nicht jeden Tag aber 1-2 mal die Woche sollte es schon sein.
 
Niyu schrieb:
Das Leben ist kein Ponyhof und zu einer ausgewogenen Ernährung gehört Fleisch. Nicht jeden Tag aber 1-2 mal die Woche sollte es schon sein.

Nein. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört, dass man alle notwendigen Dinge in wenigstens ungefähr dem richtigen Verhältnis zueinander und in angemessener Menge zusich nimmt.
Dazu ist kein Fleisch erforderlich. (Und keine tierischen Produkte im Allgemeinen, außer vielleicht den Stoffwechselprodukten einiger Mikroorganismen.)
Die ethische Diskussion finde ich nicht interessant. Aber die Erkenntnisse über die Menschliche Ernährung wurden seit den 1930ern erweitert, das kann man ruhig mal erwähnen. ;-)

Niyu schrieb:
Inzwischen muss ich darüber leise lächeln. Irgendwann muss jeder mal Erwachsen werden dazu gehört auch dieses Ethik-Geschwalle hinter sich zu lassen.

Das klingt aber viel weniger nach Erwachsenwerden als nach dem Einstellen des eigenständigen Denkens und einer gesellschaftlichen Konformitätserklärung. ^^
(Natürlich kann man seinen Standpunkt ändern, aber so ausgedrückt klingt das schon wenig vorteilhaft . . .)
 
mdave schrieb:
Nein. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört, dass man alle notwendigen Dinge in wenigstens ungefähr dem richtigen Verhältnis zueinander und in angemessener Menge zusich nimmt.
Dazu ist kein Fleisch erforderlich. (Und keine tierischen Produkte im Allgemeinen, außer vielleicht den Stoffwechselprodukten einiger Mikroorganismen.)
Auch nur, weil man sich mit industriellen Ersatz-Produkten zustopft. Tierisches Protein und Fett ist und bleibt nun einmal am besten bekömmlich, die optimale Energiequelle. Vegetarische oder gar vegane Lebensweise funktioniert heute, klar... aber nur aufgrund der Ausbeutung an anderer Stelle.

Die ethische Diskussion finde ich nicht interessant.
Die ist doch gerade der interessante Aspekt... Ich find es immer wieder belustigend, wie diese militanten Pflanzenfresser ihre Moralkeule schwingen. Erklärt man ihnen dann, wie die Welt funktioniert und woher ihr Tofu kommt, dann hat das ja alles gar nichts damit zu tun.

In diesem Sinne: Ein einheimisches Rind ist 1000x besser als asiatischer Tofu.
 
Ich esse mit genuss weil ich weiß das Tiere ihre endigkeit nicht bewusst sind und sie so gut wie schmerzlos getötet werden. Gut... das mit der Massenhaltung ist wiederum so eine Sache.. Aber was soll ich machen ? Es schmeckt so gut ):
 
Eben. Wenn die Tiere qualvoll und voller Schrecken getötet würden, dann würde das negativ auf die Qualität des Fleisches wirken. Angst macht das Fleisch bitter.
 
Und Getreide? Getreide und Mais kann doch von hier kommen, oder? Ääääk, falsch. Weite Teile unseres Verbrauchs decken wir über Import, vor allem aus dem Wheat Belt der USA.
Quelle? Ich finde nichts von weite Teile. Mir Importieren schon, aber dafür Exportieren wir auch. Doch ganz normal?
Die gute Biogasanlage ist auch noch ein wenig Schuld.

Wenn wir keine Tiere damit füttern (um dann uns mit diesen Tieren zu füttern) wüssten wir gar nicht, wohin mit all dem Abfall.
Biogasanlage und oder wieder aufs Feld. Wohin mit den Abfall von den Tieren? Der Boden sollte inzwischen überdüngt sein. Unser Nitratgehalt im Leitungswasser ist schon gefährlich nahe an der Grenze.
Die Krankheiten, Antibiotika kommen so noch aufs Feld, Grundwasser.

In diesem Sinne: Ein einheimisches Rind ist 1000x besser als asiatischer Tofu.
Du tust so als würden die "Pflanzenfresser" nur Tofu essen.

Sich gegen etwas zu wehren, auf dessen Grundlage das Leben beruht ist dumm.
Also Lebe ich mein Leben und esse Fleisch weil es unsere Vorfahren auch gemacht haben?

Ich bin bestimmt seit 5 Jahren Vegetarier, fahre Fahrrad, Jogge und bin bei der Feuerwehr.
 
...und lebst von der Überproduktion, gegen die die gesammelte Demagogenschaft hier so schön wettert.
 
>Revolution< schrieb:
Also Lebe ich mein Leben und esse Fleisch weil es unsere Vorfahren auch gemacht haben?

Nicht weil die Vorfahren es so gemacht haben, sonder weil es bereits bei unserer Schöpfung so festgelegt wurde, dass wir etwas essen müssen um zu überleben. Und ob Fleisch oder Pflanzen spielt da erstmal keine Rolle, da beides sich gut eignet. Ich sehe nicht warum es überhaupt einen Unterschied geben sollte, außer dem Geschmack und der Zusammensetzung.
 
so... werfen wir mal den ganzen moral schnickschnack über bord. tiere sind da, um uns zu dienen, in vielerlei hinsicht. sie sind unsere sklaven und wir ihre herren. das wissen wir ja.

um ein bisschen zu einer sachlichen diskussion zurückzufinden, hab ich mich dazu entschlossen mal das versuchstier (welch ironie) für euch zu spielen. ich ess jetzt schon seit, hm, müssten jetzt schon zwei jahre sein, kein totes tier mehr. heute habe ich mir blut abzapfen lassen, um mal ein paar zahlen und fakten in diese diskussion zu bringen.

am montag bekomme ich die ergebnisse und dann schauen wir mal, wie notwendig fleisch tatsächlich für die menschliche ernährung ist.

abgesehen davon habe ich noch etwas mehr dazu gelernt...

viecher bekommen ja (bekanntlich) getreide zu fressen. (nein, daaron, nicht nur die reste, sondern tatsächlich auch das korn.) eigentlich fressen die aber grünkram. getreide steht nicht auf dem natürlichen speiseplan.

je nach getreideart unterscheiden sich die größten anbauländer. china und indien sind z.b. die größten weizenproduzenten der welt. beide teilen sich die spitze als bevölkerungsreichste länder der welt. gleichzeitig ist indien eins der ärmsten länder der welt. jetzt gerade stirbt ein kind an hunger in indien. brasilien ist einer der größten fleischproduzenten der welt und trotzdem gibt es dort viele menschen die an hunger leiden. was stimmt in dieser gleichung nicht?

für die rindtierhaltung in brasilien werden übrigens große flächen regenwald abgeholzt. auch für soja wird ne menge platz gemacht. mittlerweile ist eine fläche so groß wie frankreich + portugal zusammen abgeholzt worden.

und brasilien befindet sich gerade gut im wachstum, so dass die entwicklung noch zunehmen wird. wären ja schön blöd sonst, die geldhaie. genug sklaven, eh, arbeitssuchende gibts auch. die ungebildeten, armen menschen bilden die mehrheit in brasilien. also, mehr soja, mehr rindlfleisch, mehr öl und weniger regenwald.

dass der regenwald die lunge der erde ist, ist ja (soviel ich weiß) ein irrtum (oder nicht)? der wesentlich größere teil der sauerstoffproduktion findet doch in den ozeanen statt? aber die ozeane sind schon mit plastik verpestet. das plankton/plastik verhältnis soll 1:60 betragen. das zeug kriegt man übrigens nie wieder aus den ozeanen, und somit aus unserem ökosystem raus.

wie solls weiter gehen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer meint ohne Fleisch nicht kräftig genug zu sein, kann sich ja mit seinem Artverwandten Vegetarier namens Gorilla messen.
Ich lebe nun seit 19 Jahren ohne Fleisch oder Fisch zu verzehren noch Ersatzmittelchen einzunehmen und mir geht es prächtig. Ich habe diverse Sportarten (Fußball, Thaiboxen, Laufen und Kraftsport) in dieser Zeit betrieben und hatte keinerlei Leistungseinbußen. Ebenso habe ich 0 Krankheitstage (keine Übertreibung) in meiner Schule sowie an meiner Arbeitsstelle gehabt.

Ihr seht, man kann auch ohne Probleme lange Zeit (auch in der Wachstumsphase) auf Fleisch verzichten ohne Probleme/ Einschränkungen zu haben.
 
Zornbringer schrieb:
am montag bekomme ich die ergebnisse und dann schauen wir mal, wie notwendig fleisch tatsächlich für die menschliche ernährung ist.
Das kannste dir sparen.
Wenn du nicht gesoffen hast wie n Loch, an keiner Erbkrankheit leidest, dich fleißig und viel bewegt hast und du deinen vegetarischen Speiseplan auch noch aus gesunden Sachen zusammengesetzt hast (Edelbitter ist teilweise sogar vegan, Pommes oder Chips ebenfalls), damm werden deine Blutwerte wohl gut aussehen.
Wenn sich jemand, der AUCH Fleisch isst (niemand isst NUR Fleisch) ebenfalls anderweitig gesundheitsfördernd verhält, hat er aber am Ende ebenfalls gute Blutwerte. Analog kann selbst der strengste Vegetarier ne Leber aus Beton haben und von Diabetes hinweggerafft werden.

viecher bekommen ja (bekanntlich) getreide zu fressen. (nein, daaron, nicht nur die reste, sondern tatsächlich auch das korn.) eigentlich fressen die aber grünkram. getreide steht nicht auf dem natürlichen speiseplan.
Natürlich kriegen dei AUCH das Korn. Hab ich das je angezweifelt? Zu dem Korn, dass extra für Viehzucht verwendet wird, kommen aber noch die Ernteabfälle der Menschen-Produktion.

jetzt gerade stirbt ein kind an hunger in indien. brasilien ist einer der größten fleischproduzenten der welt und trotzdem gibt es dort viele menschen die an hunger leiden. was stimmt in dieser gleichung nicht?
Aha... In Indien sind Kühe heilig, also liegt es schon einmal nicht an der Rinderzucht...
Hast du mal darüber nachgedacht, dass es einfach daran liegt, dass diese Länder rückständig sind hinsichtlich ihrer sozialen Sicherungssysteme und ihrer Wirtschaft? Wenn in MeckPomm oder Brandenburg Menschen verhungern würden, dann hättest du ein Argument...

für die rindtierhaltung in brasilien werden übrigens große flächen regenwald abgeholzt. auch für soja wird ne menge platz gemacht.
Und wer mampft Soja, um verträgliche Proteine zu ergänzen, die durch vegane Ernährung fehlen?

dass der regenwald die lunge der erde ist, ist ja (soviel ich weiß) ein irrtum (oder nicht)? der wesentlich größere teil der sauerstoffproduktion findet doch in den ozeanen statt? aber die ozeane sind schon mit plastik verpestet. das plankton/plastik verhältnis soll 1:60 betragen. das zeug kriegt man übrigens nie wieder aus den ozeanen, und somit aus unserem ökosystem raus.
Ok. Schön hast du jetzt eine Überleitung von "ich bin vehementer Fleisch-Verächter" über "ich vermies euch das Fleisch mit hungernden (K)Indern" zu "Fleischfresser werfen Plastiktüten ins Meer !!1elfnachtelf" gebaut...

Ach ja, falls jemand den Pferdefleischskandal anbringen will: ich sag nur Sodexo-Erdbeeren...

1.) Was hat die Plastikproblematik mit der Ernährungsweise zu tun? Das Plastikproblem ist ein Problem der ungezügelten Konsumgesellschaft, wobei GERADE Deutschland mit dem umfangreichen Recycling-System nicht so übel ist. Übler sind die Amis sowie die Wachstumsländer wie China, Indien, Brasilien,... Oh, und es ist nicht gesagt, dass wir das Problem nicht den Griff kriegen. Etwas Forschung, und aus der Müllinsel lässt sich eine Rohstoffinsel machen.
2.) Ein Fleischkonsument kann sein Fleisch nicht nur in Brasilien oder Indien kaufen. Also ich kaufe gerade frisches Fleisch (Hack, Steaks,...) am liebsten beim heimischen Fleischer, welcher wiederum bei regionalen Bauern schlachten. In meinen Burgern ist die einzige Zutat, die wirklich ordentlich Meilen geschrubbt hat, der Manchego.
3.) Ein Vegetarier oder Veganer kann sich hübsch mit Massenproduktion aus Spanien, Portugal, Marokko,... vergiften. Hey, eure tollen riesigen Tomaten wurden quasi mit Sklavenarbeit erschaffen: arme, ungebildete Tagelöhner, die für n Äppel und n Ei in den Gewächshäusern schuften. Sehr umweltfreundlich, wenn euer Obst und Gemüse erst einmal durch halb Europa gekarrt werden. Aber immer nur auf die Fleischfresser schimpfen...
 
die einzige lösung, die von dauer ist ist eine, die niemand hören will: 5 milliarden menschen weg, dann ist alles gut. fleischesser können neben vegetariern leben und frische, unverpestete luft atmen, ohne hungersnöte befürchten zu müssen.

wir sind einfach zuviele menschen, um im gleichgewicht leben zu können. fleischfans werden angegriffen, weil die tierhaltung so böse/unökologisch/whatever ist, gleichzeitig werden wälder genauso für getreideanbauflächen vernichtet und die meere überfischt.

da tut sich niemand was. die nachfrage ist einfach zu groß, um ökologisch auf dauer produzieren zu können. dazu kommt noch das problem der verteilung, aber das dürfte hier jetzt etwas zu weit führen.

das zum ökologischen und ökonomischen aspekt der frage "fleisch: ja oder nein"

zum biologischen aspekt: sicher kann man auch als vegetarier seinen nährstoffhaushalt im gleichgewicht halten. man muss sich nur bewusst sein, was man macht. das gilt aber für alle, egal ob sie nur blätter kauen oder rohe rinderleber futtern. wer sich einseitig ernährt, bekommt probleme. vegetarier leben nicht gesünder, fleischesser ebensowenig. solange es eben nicht einseitig ist.

im laufe der jahrtausende wurde die landwirtschaft und nutztierhaltung immer weiter perfektioniert und erst die moderne landwirtschaft hat ein bevölkerungswachstum wie das aktuelle überhaupt erst möglich gemacht. die hungersterblichkeit in den industrienationen liegt bei so ziemlich 0, gleichzeitig werden wir immer fetter, weil wir von kohlehydratbomben in fertigproduktverpackung überschwemmt werden. trotzdem werden wir immer älter - auch in den entwicklungsländern.

die haben übrigens ein ökonomisches problem, denn die "weltgrößten" produzenten von rindern und getreide sind auch die weltgrößten exporteure eben dafür. es ist schlichtweg profitabler, getreide und viecher ins ausland zu verkaufen als die eigene bevölkerung damit zu versorgen. somit werden die käufer weiterhin überversorgt und die entwicklungsländer haben ein hungerproblem, das sie eigentlich nicht haben müssten. auf der anderen seite spenden wir ja auch genug kohle an eben diese länder. wir kaufen also deren nahrung und spenden im gegenzug selbige wieder zurück. eine win-win-situation für die entwicklungsländer. wenn das geld und die nahrungsmittel, medikamente und rohstoffe mal der bevölkerung zugute kommen würde, sähe es anders aus. aber dafür fehlt der monetäre anreiz.

das kommt erst später, wenn die wachstumsraten der wirtschaft nicht mehr allein durch masse gegneriert werden können. spätestens da werden die jetzigen aufstrebenden nationen gewltig auf die schnauze fallen, sofern sie nicht rechtzeitig die kurve kriegen.

aber warum sollten sie? solange es einem jetzt gut geht, muss man doch nicht an die nachfolgenden generationen denken, oder?

fazit: vegetarier sollen machen was sie wollen. reine fleischfresser ebenso. und leute, die nur handgezupfte nebelhoden aus der luft lutschen haben auch ihre daseinsberechtigung.

wenn man aber anfängt, seine lebensweise als die beste und ökologischste und wasweissichnoch hinzustellen und sich dann nicht mit den globalen zusammenhängen im bereich ökologie, ökonomie, geschichte und philosophie zu beschäftigen, kann auch gleich in die nächste kneipe gehen, sich ein kölsch/alt/weizen bestellen und "ICH WÄHL DIE CDU/SPD/GRÜNEN/EGALWAS, WEIL WIR DAS IMMER SO GEMACHT HABEN". Das ist einfacher und hat zudem noch mehr Inhalt. Und anschließend kauft man die BILD, regt sich kurz über die Welt auf und kotzt sein Bier in den bedruckten Zellstoff aus recyceltem Toilettenpapier, während 2 Kontinente weiter Bäume brennen, damit Hafer wachsen und Kühe fressen können.

Ein ruhiges Gewissen und das Gefühl als "Vegetarier" oder "Carnivore" was besseres zu sein ist schon schön, wenn man im Rinnstein schläft...
 
@Daaron, warum die länder so arm sind hat mit sicherheit mehrere gründe. das ist aber nicht der ausgangspunkt. mein punkt war, dass die größten getreide- und fleischproduzenten gleichzeitig die ärmsten länder der welt sind und menschen dort an hunger sterben.

bist du wirklich so verblendet zu glauben, dass der großteil der sojaproduktion von vegetariern konsumiert wird? der größte teil von soja wird für die futtermittelproduktion verwendet. brasilien exportiert soja in die ganze welt. gleichzeitig aber wieder die armutsituation. zum thema proteeine kannste dir ja mal selbst den wiki eintrag durchlesen und dich selbst korrigieren.

den rest lass ich mal für sich selbst sprechen.

@Heretic, jap, da hast du leider recht mit vielen dingen. es gibt zu viele von uns. es ist günstiger zu exportieren als sich selbst zu versorgen. also, müssen quasi die konsumenten aufhören diese produkte zu kaufen, so dass sich die industrie verändert. oder muss sich die industrie verändern?

leider ist es aber so, dass für mich keine kuh (schwein, huhn, was immer) mehr "produziert" werden muss. auch kein soja mehr für die fütterung der selben. für mich muss "nur" noch das "gemüse" (allgemein pflanzliche produkte) produziert werden. so ist das.

ist das optimal? mit sicherheit nicht, weil wir immer alles und sofort haben wollen. ich will im winter bio tomaten essen, auch wenn die aus israel kommen. aber es ist schon mal ein schritt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zornbringer schrieb:

um ein bisschen zu einer sachlichen diskussion zurückzufinden,

wären ja schön blöd sonst, die geldhaie. genug sklaven, eh, arbeitssuchende gibts auch. die ungebildeten, armen menschen bilden die mehrheit in brasilien. also, mehr soja, mehr rindlfleisch, mehr öl und weniger regenwald.

dass der regenwald die lunge der erde ist, ist ja (soviel ich weiß) ein irrtum (oder nicht)? der wesentlich größere teil der sauerstoffproduktion findet doch in den ozeanen statt? aber die ozeane sind schon mit plastik verpestet. das plankton/plastik verhältnis soll 1:60 betragen. das zeug kriegt man übrigens nie wieder aus den ozeanen, und somit aus unserem ökosystem raus.

wie solls weiter gehen?
Du schaffst es schon wieder mit diesem Beitrag mein Wunsch den Thread zu schließen ins unendliche zu steigern.
wie soll es weiter gehen?

edit: ----------
Und wenn wir schon bei Sachlichkeit sind, unter den 10 größten Getreideproduzenten befinden sich nicht nur die ärmsten Länder der Welt. Oder zählst du China, USA, Brasilien, Frankreich und Rußland dazu.
Ich frage ob du nicht verblendet bist und einen Feldzug gegen deine Fleischessende Mitmenschen führen möchtest.
 
Zuletzt bearbeitet:
ok, weniger polemik, mehr fakten.
 
Als ob man mit Fakten nicht auch Polemik betreiben kann. Fakten sind eine Sache, die Interpretation hingegen eine ganz andere. In der DDR wurde in das Ende von Faust 2 gern mal im Sinne des Marxismus-Leninismus interpretiert...

Es gibt hier nur sehr wenige unumstößliche Fakten, die man auch mit einer Neuinterpretation nicht instrumentalisieren kann:
- Gesunde Lebensweise ist carnivor und vegetarisch möglich. In den Industrienationen, mit all ihren Ersatzstoffen, ist sogar eine vegane Lebensweise möglich. Einem Naturvolk würde so etwas hingegen nie einfallen... warum wohl?
- Die industrielle Produktion von Nahrungsmitteln (insbesondere der Transport über endlos lange Strecken) egal ob Schnitzel oder Beilage, zerstört die Umwelt.
- Niemand will missioniert werden. Mampft eure Gemüsebratlinge, aber lasst mir mein Chicken Tandoori!


Oh, und um doch mal ein paar Fakten zu instrumentalisieren: Während sich Deutschland um die E10-Einführung geprügelt hat, haben südamerikanische Länder, allen voran Brasilien, großflächig bereits auf E85 gesetzt. Ganz recht: 85% Ethanol. Woher kommt wohl der ganze Alk? Genaaaau, aus der Landwirtschaft. In Brasilien wurde und wird Regenwald großflächig abgeholzt, um Anbauflächen für Energiepflanzen zu schaffen. So wird z.B. aus Soja nicht nur ziemlich eigenartige "Milch" und Tierfutter hergestellt, sondern auch "Bio"-Diesel. Sowohl Biodiesel als auch Tierfutter machen hier aber nix groß aus.
http://en.wikipedia.org/wiki/Soybean#Uses
Approximately 85% of the world's soybean crop is processed into soybean meal and vegetable oil.
 
Heretic Novalis erfasst das eigentliche Problem, Daaron hat es in Post 11 schon einmal. Wir sind zuviele. ABER: Wenn wir die Tiere in Ruhe lassen würden, was würde dann mit denen geschehen? Sie würden ihre Population steigern, und sich ausbreiten. Was nun? Zäunen wir alles ab? Dann sterben sie an Unterernährung. Erlassen wir Gesetze die das Leben der Tiere genauso hoch stellt wie das der Menschen? Dann verhungern WIR.

leider ist es aber so, dass für mich keine kuh (schwein, huhn, was immer) mehr "produziert" werden muss. auch kein soja mehr für die fütterung der selben. für mich muss "nur" noch das "gemüse" (allgemein pflanzliche produkte) produziert werden. so ist das.

Für dich? Meinst du, du kannst dir nun ne Plakette anhängen (aus welchem Material?) auf der steht: Ich bin nicht mehr von der Industrie abhängig?

ist das optimal? mit sicherheit nicht, weil wir immer alles und sofort haben wollen. ich will im winter bio tomaten essen, auch wenn die aus israel kommen. aber es ist schon mal ein schritt.

Ein Schritt? Mit Tankern die mit Öl befeuert werden oder Flugzeuge Tomaten aus anderen Ländern essen ist ein Schritt nach vorne? Ich würde behaupten das ist ein Schritt nach hinten. So bist du doch noch viel abhängiger von der Industrie und den großen Unternehmen, die dir die Tomaten schon fast zur Haustüre bringen. Wenn du so konsequent wärest, müsstest du eben alles vom Bauern nebenan einkaufen. Dein Gemüse saisonal essen. Nichts gedüngt, nichts transportiert. Dein Computer ist sicherlich auch hier in Deutschland aus reinsten Naturfasern, mit dem du hier schreibst. Deine Heizungsanlage wird sicherlich aus sauberer Solar/Wind/Wasserkraft gespeist, welche keine Teile besitzen die endliche Ressourcen verfeuern. Deine Möbel bestehen alle aus Holz, du hast keinen Teppich, denn das würde Menschen unterdrücken, du selbst bist aber Tier und Menschenfreund.

Man kann aber sagen, WAS etwas bringt. Wenn man seinen kompletten Konsum einschränkt. Wenn man eben keinen Mist kauft. Wenn man sich nicht Ostern, Weihnachten, Geburtstage, sinnfreie Feste etc. als Konsumschlacht vorstellt. Dann macht man was. Wenn man alle um sich herum damit konfrontiert, dass der sinnfreie Konsum nur Nachteile bringt. Dann bewegt man. Von Ethik und Moral kann sich keiner was kaufen. Aber wenn es um das Gesparte, wenn es um das morgen und die Zukunft der eigenen Kinder geht, wenn es um die Rente geht, oder nur morgen nicht arm zu sein, dann nagt der Zweifel und man möchte zuhören. So jedoch: Was solls? Die Enthaltsamkeit bringt nichts. Und so wie die Welt, die Politik und die Gesellschaft momentan funktionieren und durchgeführt werden ist dem tatsächlich so.
 
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