Hyper V Backups ?

Microsoft selber sagt das. Mehrfach sogar in diversen Artikeln. Einer, der da am genausten drauf eingeht ist der: https://blogs.technet.microsoft.com/rmilne/2013/07/29/exchange-and-hyper-v-replica-support/
Ansonsten steht es in einem Absatz dort: https://docs.microsoft.com/de-de/exchange/plan-and-deploy/virtualization?view=exchserver-2019

Der SQL-Server ist eingeschränkt fähig über Hyper-V Replikation verteilt zu werden. Man muss ihn speziell dafür konfigurieren (EnableWriteOrderPreservationAcrossDisks) und dann bleiben immer noch einige Features des SQL-Servers auf der Strecke.

Das AD selber kann man Replizieren, ist aber eigentlich nicht notwendig, da es ja auch von sich aus replikationsfähig ist, und beim Replizieren über Checkpoints muss man aufpassen, dass man das 15-Minuten Zeitfenster nicht überschreitet. Es wird demnach, weil es sich leicht selbst replizieren kann, nicht empfohlen und ist demnach keine best practise und demnach out of Support bei MS, falls man den mal braucht.

Ansonsten bleibt es dabei: Exchange als on prem Lösung unterstützt in virtuellen Umgebungen keine Snapshots, auch keine Production Checkpoints. Mittlerweile funktioniert das Failover Clustering aber die Repliaktion fällt, mangels Snapshots, immer noch aus. Dafür bietet Exchange an sich ja einne eigene Repliaktionslösung, die Data Availibility Group.

Backup Tools wie Veeam Backup & Replikation bieten auch für den 2016er Hyper-V Server mit seinen Production Checkpoints noch einen eigenen Application Aware Service speziell für Exchange und den MS SQL-Server, der die Transaktionen sauber über in die VM selbst injizierte Befehle an die Applikationen abschließt, damit man überhaupt ein zuverlässig funktionsfähiges Backup bekommt.
 
andy_m4 schrieb:
Ich bin jetzt kein Hyper-V-Profi, aber sollte man nicht einfach das "Image" kopieren können?
Ja, aber dann hast Du nur quasi die Platte, nicht die Umgebung. Du mußt wissen, ob es Typ1 oder Typ2 ist, dann kannst Du auch jederzeit eine neue Umgebung aufbauen. Funktioniert mit Linux wie mit Windows.
 
Klingt alles sehr kompliziert. Gut, dass ich mich mit dem Hyper-V-Krempel nicht herumschlagen muss.
 
Moin,
einfach ein Image kopieren sichert zwar irgendwas, ob die Daten darin aber konsistent sind ist teilweise stark zu bezweifeln. Das hat aber nicht mit dem "Hyper-V-Krempel" zu tun, sondern ist bei Virtualisierungslösungen allgemein ein Problem.
Damit diese Methode wirklich sauber läuft müsste man den virtuellen Server sauber herunterfahren...

Grüße
 
nosti schrieb:
Das hat aber nicht mit dem "Hyper-V-Krempel" zu tun, sondern ist bei Virtualisierungslösungen allgemein ein Problem.
Damit diese Methode wirklich sauber läuft müsste man den virtuellen Server sauber herunterfahren...
Das ist schon klar. Nur das sind doch alles lösbare "Probleme".
Also ich meine mit Bordmitteln und ohne das man da wieder spezielle Tools für braucht usw.
 
Ansich ist die Sicherung in einer virtuellen Umgebung einfach, man aktiviert den Snapshot-Modus, und dann kann man jede VM direkt sichern. Das macht im Prinzip jeder Virtualisierer ähnlich, egal ob Xen mit einem xe-Kommando, oder eben über Hyper-V mit Powershell Befehlen. Powershell ist IHMO jetzt kein spezielles Tool.
 
Powershell ist halt die "Windows-Bash". Keine Ahnung, wo jetzt das Problem liegen soll. Das Sichern der Virtuellen Welt ist viel einfacher als das lauffähige Sichern eines startfähigen Betriebssystems, welches direkt auf dem Blech installiert wurde.
 
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