68Marcus69
Commander
- Registriert
- Nov. 2007
- Beiträge
- 2.398
AW: Vereinigte Migrantenpartei gegründet
Ich glaube persönlich nicht, dass es einen Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit oder dem Status in einer Gesellschaft gibt, sondern ein normaler Akt der "Angst vor dem Fremden" ist. Einerseits sieht man dies sehr gut, wenn man mal in die 60er 70er und 80er Jahre zurückgeht und schaut, wie es damals war, als wir noch Vollbeschäftigung bzw. eine sehr niedrige Arbeitslosigkeit hatten. Ich fand es damals deutlich schlimmer. Da wurden Ausländer ebenfalls schikaniert, obwohl sie einen Job hatten. Wer kennt nicht die Sprüche über den Ford Transit etc.... Die Türkenwitze gibt es nicht erst seit 10 oder 20 Jahren.
Ein weiteres Beispiel stellt sich mir selbst, hier in der Schweiz. Ich bin aufgrund der Abwerbung Schweizer Firmen vor zwei Jahren als deutscher in den Kanton Aargau gezogen. Trotzdem man nötig gebraucht und gesucht wurde, wurde man dennoch nicht mit offenen Armen empfangen und niemand hilft einem bei der Integration. Obwohl die kulturelle und Sprachliche Ebene die gleiche ist, wenn man mal vom Dialekt und andere feinheiten absieht, ist man hier auch nur der "Ausländer". Man sieht dies klar an den Löhnen und auch an der Behandlung im Betrieb, sowohl auch an der Kasse im Supermarkt oder ähnlichem.
Ich sehe es als natürlichen Effekt an und bin daher auch nicht sauer auf die Schweizer, zumal natürlich nicht alle so abweisend sind. Ich habe hier auch schon Freunde gefunden. Allerdings tut es schon sehr weh, wenn man eine gute Leistung im Betrieb bringt, Produktionstechniken einführt, die mehr als 25% der Produktionzeit einspart und dennoch keinerlei Anerkennung findet, weder in Worten noch in der Entlohnung. Mit Kritik wird dagegen nicht gespart, selbst wenn man im Recht ist. Entschuldigungen nach falschen Anschuldigungen, die nicht selten sind (durch Neid und Missgunst), bleiben aus.
Hier in der Schweiz gibt es ca. 4% Arbeitslosigkeit trotz Wirtschaftskrise. Allerdings sollte man auch berücksichtigen, dass es einen Ausländeranteil von fast 25% in der Bevölkerung gibt, was eben zu dieser Haltung gegenüber Ausländern sicherlich sehr stark beiträgt. Da hier bevorzugt Schweizer eingestellt werden (gesetzlich verankert), auch wenn er die deutlich schlechtere Qualifikation hat, lässt die negative Stimmung gegen Ausländer in der Schweiz nicht abmildern.
Sprüche holt man sich hier täglich ab. selbst meinem Vorgesetzen, einem Türken, ergeht es ebenso, obwohl er in seinem Fach eigentlich schon ein Genie ist und bereits 5 Jahre dort tätig ist. Wenn wir beide kündigen würden, würde der Betrieb sicherlich in die "Steinzeit" zurück fallen, da das gesamte "Know How" der Produktion (Lasertechnik mit Toleranzen von max. 4/100 mm) auf uns beiden verteilt liegt. Dennoch gibt es gerade eine Akzeptanz der Anwesenheit zu ernten. Muss man halt mit leben, man ist halt nur "geduldeter Ausländer". Da es mir finanziell aber sehr gut geht, die Landschaft hier deutlich schöner ist als in NRW kann ich dennoch sehr gut damit umgehen und es trifft mich nicht sehr hart. Ich weiss was ich kann und wer ich bin!
Ich denke es ist wohl überall so in der Welt, selbst wenn der Status stimmt, kaum Arbeitslosigkeit herrscht und man Charakerlich o.k. ist, wird man niemals wie ein Einheimischer behandelt werden, da die im Unterbewusstsein verankerte "Angst vor dem Fremden" einem einen Streich spielt. Ich sehe es als Menschlich an und nutze es persönlich für mich, noch besser zu werden auf allen Ebenen. Ob nun beruflich oder persönlich. Ich kann mich darauf aufbauen und immer weniger Angriffsfläche bieten. Ich denke, dass ich nach 10 Jahren hier schon akzeptiert werde und die gleiche Akzeptanz finde, wie ein Einheimischer, es dauert wohl halt nur seine Zeit.
Da allerdings nicht alle diese Stärke und Ausdauer haben, nicht eine gute Ausbildung besitzen, fallen immer wieder Menschen, die den Status des "Ausländers" abwerfen müssen durch diese starke Vernetzung. Sie werden kriminell, stauen Hass auf, werden gewalttätig, verlieren ihren eigentlich guten Charakter etc.
Es ist wie in der kapitalistischen Wirtschaft, die Starken werden stärker, die Schwachen fallen durchs Netz. Hier überträgt sich die Ellenbogengesellschaft auf das private Leben!
Die Schuldfrage erübrigt sich, beide Seiten haben ihre Defiziete! Ich glaube beide Seiten sollten mit den Vorwürfen wie "Rassist, Nazi" oder "Parasit, Wirtschaftsflüchtling" vorsichtiger werden. Dass es auch immer Kriminelle unter den "Ausländern" gibt ist normal, der Wunsch sie abzuschieben ist sicherlich legitim. Aber man sollte schon vorsichtig sein mit der "Betitelung" jeden Straffällig gewordenen Migranten. Mehr Coolness und Hilfbereitschaft auf beiden seiten wäre hilfreich.
Aber ich denke, ich erwarte wohl zu viel!
Ich glaube persönlich nicht, dass es einen Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit oder dem Status in einer Gesellschaft gibt, sondern ein normaler Akt der "Angst vor dem Fremden" ist. Einerseits sieht man dies sehr gut, wenn man mal in die 60er 70er und 80er Jahre zurückgeht und schaut, wie es damals war, als wir noch Vollbeschäftigung bzw. eine sehr niedrige Arbeitslosigkeit hatten. Ich fand es damals deutlich schlimmer. Da wurden Ausländer ebenfalls schikaniert, obwohl sie einen Job hatten. Wer kennt nicht die Sprüche über den Ford Transit etc.... Die Türkenwitze gibt es nicht erst seit 10 oder 20 Jahren.
Ein weiteres Beispiel stellt sich mir selbst, hier in der Schweiz. Ich bin aufgrund der Abwerbung Schweizer Firmen vor zwei Jahren als deutscher in den Kanton Aargau gezogen. Trotzdem man nötig gebraucht und gesucht wurde, wurde man dennoch nicht mit offenen Armen empfangen und niemand hilft einem bei der Integration. Obwohl die kulturelle und Sprachliche Ebene die gleiche ist, wenn man mal vom Dialekt und andere feinheiten absieht, ist man hier auch nur der "Ausländer". Man sieht dies klar an den Löhnen und auch an der Behandlung im Betrieb, sowohl auch an der Kasse im Supermarkt oder ähnlichem.
Ich sehe es als natürlichen Effekt an und bin daher auch nicht sauer auf die Schweizer, zumal natürlich nicht alle so abweisend sind. Ich habe hier auch schon Freunde gefunden. Allerdings tut es schon sehr weh, wenn man eine gute Leistung im Betrieb bringt, Produktionstechniken einführt, die mehr als 25% der Produktionzeit einspart und dennoch keinerlei Anerkennung findet, weder in Worten noch in der Entlohnung. Mit Kritik wird dagegen nicht gespart, selbst wenn man im Recht ist. Entschuldigungen nach falschen Anschuldigungen, die nicht selten sind (durch Neid und Missgunst), bleiben aus.
Hier in der Schweiz gibt es ca. 4% Arbeitslosigkeit trotz Wirtschaftskrise. Allerdings sollte man auch berücksichtigen, dass es einen Ausländeranteil von fast 25% in der Bevölkerung gibt, was eben zu dieser Haltung gegenüber Ausländern sicherlich sehr stark beiträgt. Da hier bevorzugt Schweizer eingestellt werden (gesetzlich verankert), auch wenn er die deutlich schlechtere Qualifikation hat, lässt die negative Stimmung gegen Ausländer in der Schweiz nicht abmildern.
Sprüche holt man sich hier täglich ab. selbst meinem Vorgesetzen, einem Türken, ergeht es ebenso, obwohl er in seinem Fach eigentlich schon ein Genie ist und bereits 5 Jahre dort tätig ist. Wenn wir beide kündigen würden, würde der Betrieb sicherlich in die "Steinzeit" zurück fallen, da das gesamte "Know How" der Produktion (Lasertechnik mit Toleranzen von max. 4/100 mm) auf uns beiden verteilt liegt. Dennoch gibt es gerade eine Akzeptanz der Anwesenheit zu ernten. Muss man halt mit leben, man ist halt nur "geduldeter Ausländer". Da es mir finanziell aber sehr gut geht, die Landschaft hier deutlich schöner ist als in NRW kann ich dennoch sehr gut damit umgehen und es trifft mich nicht sehr hart. Ich weiss was ich kann und wer ich bin!
Ich denke es ist wohl überall so in der Welt, selbst wenn der Status stimmt, kaum Arbeitslosigkeit herrscht und man Charakerlich o.k. ist, wird man niemals wie ein Einheimischer behandelt werden, da die im Unterbewusstsein verankerte "Angst vor dem Fremden" einem einen Streich spielt. Ich sehe es als Menschlich an und nutze es persönlich für mich, noch besser zu werden auf allen Ebenen. Ob nun beruflich oder persönlich. Ich kann mich darauf aufbauen und immer weniger Angriffsfläche bieten. Ich denke, dass ich nach 10 Jahren hier schon akzeptiert werde und die gleiche Akzeptanz finde, wie ein Einheimischer, es dauert wohl halt nur seine Zeit.
Da allerdings nicht alle diese Stärke und Ausdauer haben, nicht eine gute Ausbildung besitzen, fallen immer wieder Menschen, die den Status des "Ausländers" abwerfen müssen durch diese starke Vernetzung. Sie werden kriminell, stauen Hass auf, werden gewalttätig, verlieren ihren eigentlich guten Charakter etc.
Es ist wie in der kapitalistischen Wirtschaft, die Starken werden stärker, die Schwachen fallen durchs Netz. Hier überträgt sich die Ellenbogengesellschaft auf das private Leben!
Die Schuldfrage erübrigt sich, beide Seiten haben ihre Defiziete! Ich glaube beide Seiten sollten mit den Vorwürfen wie "Rassist, Nazi" oder "Parasit, Wirtschaftsflüchtling" vorsichtiger werden. Dass es auch immer Kriminelle unter den "Ausländern" gibt ist normal, der Wunsch sie abzuschieben ist sicherlich legitim. Aber man sollte schon vorsichtig sein mit der "Betitelung" jeden Straffällig gewordenen Migranten. Mehr Coolness und Hilfbereitschaft auf beiden seiten wäre hilfreich.
Aber ich denke, ich erwarte wohl zu viel!