Mustis schrieb:
Da es soagr noch unterschiedliche Steuersätze (in Proznet) je nach einkommen gibt, zahlt der reiche im Endeffekt sogar deutlich mehr in Relation zu einem Einkommen.
Der Reiche zahlt maximal 42%, dannach hört nicht nur die Progression auf, sondern es ist generell das Ende der Fahnenstange. Durchschnittlich effektiv zahlt man "dank" Abschreibungen, Umschreibungen und "arm" rechnen 15%. Kirchhoff hats erkannt.
Dieser Teil der Gesellschaft sollte garnicht erst soviel Geld anhäufen können bzw. sofort in die Wirtschaft zurückführen. Es soll ihnen nicht weggenommen werden, sondern es müssen Anreize, besser gesagt Zwänge (alles andere hatten/haben wir schon) geschaffen werden, das Geld besser im Land zu investieren, um größere Verluste durch entsprechende Abgaben zu vermeiden.
Gerecht wäre, wenn alle proportional zu ihrem Einkommen ihren Teil beitragen würden. Das ist aber nicht so. Ein Milliardär hat kein eigen erwerbstätiges Einkommen erbracht. Und er zahlt zwar prozentual nicht wenig, aber mit Relation zu einem Normalverdiener hat das nichts mehr zu tun. 42% von seinem Einkommen! (nicht Vermögen) und Pumpe. Hingegen bleibt beim Durchnittsverdiener proportional zu seinem Lebenstandard weniger vom Lohn nach Abzügen hängen. Oder anders gesagt, ihm wird wesentlich mehr Kaufkraft entzogen, gerade für den Binnenmarkt.
Was hat das mit Neid zu tun? Ich will garkeine Milliarde haben, das bedeutet Stress. Was ich will ist eigentlich nur meine Freiheit und Ruhe.
Es hat was mit Geldentzug und Verteilung zu tun und mit dem Druck immer mehr Geld in dieses System nachzupumpen, die Gier des Finanzmarktes zu bedienen. Im Gegenteil, dass Geld was sie erst außer Landes geschafft haben, zahlen wir durch Steuergeschenke und Subventionen ein zweites mal drauf, damit es wieder kommt.
Mustis schrieb:
Du tust so als würden die Menschen immer unsozialer und daher funktioniert das system nicht. Das stimmt aber nicht.
Wollte darauf zwar gar nicht hinaus, aber wenn Du es gerade erwähnst - in gewisser Weise tatsächlich, ja. Unsozial sind nicht nur die Arbeitslosen, sondern neben unserem Steuergesetz auch ganz andere Teile der Gesellschaft.
Außerdem, wollte ich mit meinem Post lediglich die Grunddefizite und Folgen unseres Kapitalismus aufzeigen. Und keine pers. Wertung an bestimmte Schichten abgeben, es ist ein Erklärungsversuch für die Zustände arm und reich.
Du sagst es ja bereits:
Gesellschaft und System passen nicht mehr zueinander und deswegen haben wir Probleme, dass ganze zu finanzieren.