Also ich muss dazu sagen, Armut lässt sich nur schwer wirklich erfassen. Was ist Armut, wo fängt sie an, wann fängt sie an, wie äußert sie sich? Natürlich ist dies alles eine Frage auch der eigenen Vorstellung.
So, aber ob der Staat Armut bekämpfen soll, wann die Armut beginnt, ist hier die entscheidende Frage. Für den einen beginnt Armut schon dann, wenn eine Person sich keine „Bier“ abends mit seinen Freunden mehr leisten kann, andere sagen, sie beginnt da, wo man den Kindern keine Geschenke mehr kaufen kann, wieder andere sagen, sie beginnt da, wenn ein Mensch nicht mehr selbstständig von seinem verdienten Geld das nötigste fürs Leben kaufen kann. Wo ist nun die Armut, welche Armut muss bekämpft werden, welche Armut zu bekämpfen ist sozial gerecht? Nun, da werde die Meinungen je nach Gesinnung, aber auch Erziehung auseinander gehen. So ist es für den einen nicht gerecht, mehr Steuern zuzahlen, nur damit eine Familie ihren Kindern Geschenke kaufen kann, weil sie es sonst nicht könnten, für diesen Menschen fängt vielleicht die Armut erst da an, wenn die Leute ohne Hilfe nicht mehr über die Runden kommen.
Wo bleibt auch die Gerechtigkeit? Ich muss ehrlich sagen, ich würde es nicht in Ordnung finden, das mein Vater wieder von 43% auf 46% oder höher eingestuft wird, nur damit eine Familie ihren Kindern wieder „tolle“ Geschenke zu weihnachten kaufen kann. Wohin gegen ich aber klar dafür bin, dass ein Mensch, der am Existenzminimum lebt, oder darunter, klar unterstützt werden soll und muss. Auch sollten hier Familien unterstützt werden die eben nicht „wohlhabend“ sind oder ihre Kinder selbst nicht versorgen können. Aber eben so, dass sie die Kinder vernünftig versorgen können und für die Kinder genug Geld für die Schulausbildung da ist. Kurz um: Die Kinder müssen die Möglichkeit haben Gesund ernährt zu werden, eventuell Sport treiben zu können und die Chance auf eine vernünftige Schulausbildung zu haben, aber nicht auf „tolle“ Geschenke! Alles weiter wie das ermöglichen in Urlaub zu fahren oder ihren Kinder „tolle“ Geschenke zu machen oder in einer „großen“ Wohnung zu leben, finde ich wieder sozial nicht ok, da einer der eben was Verdient auch was davon haben soll. Nur, jetzt kommen wir zu einer Sachen die wirklich paradox ist. Viele meckern über die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland, nur, vielen hier ist wohl nicht klar, dass ein Arbeitsloser in Deutschland immer noch besser versorgt ist, als in vielen anderen Teilen der Welt, genau so wie mit der Krankenversicherung. Natürlich gibt es Länder, wo es vielleicht sogar eine noch bessere Versorgung gibt, (Schweden) aber diese Länder haben auch weniger „Arbeitslose“ und vor allem auch weniger Menschen.
In Deutschland gibt es aber viele Zulagen, Kindergeld usw. Ich würde sagen: Wenn man das Kindergeld etwas verändert, wäre schon viel getan. So das man sagt, je mehr Geld jemand verdient des so weniger bekommt er, bis er gar kein Geld mehr bekommt, und die Sozialschwächsten Familien bekommen das höchste Kindergeld. Oder das man eben sagt: Diese Kindern bekommen ab der Schulzeit weniger Kindergeld, dafür wird ihnen aber Schulsachen von der Schule gestellt.
Ach wie weit könnte man das Thema führen, eines ist auf jedenfall klar, vielen Familien wäre schon damit geholfen, wenn Wasser und Energieversorgung mit 7% statt 19% versteuert werden.