@ Knight Eben, ist völlig irrelevant. und genau das is das Problem. Ich kann eine Armut nicht daran festmachen, dass ich sie ins Verhältnis zu einem statistischen Mittelwert setze. Denn nach der Definition bin ich auch arm, wenn ich 5000 im Monat habe, sofern der Rest soviel verdient, dass der statistische Mittelwert entpsrechend hoch ist. Und das halte ich für falsch, weil es völlig außen vorlässt, wie man davon leben kann. Denn ich kann auch tatsächlich wirklich arm sein mit den 5000,- wenn die Kosten für das Leben entsprechend hoch sind. Es wird im großen Stil von Armut gesprochen und dabei jede Relation außen vorgelassen. Auch wird nicht erwähnt wieso da viele sind. Wer es nämlich leugnet, dass auch ein nicht signifikant kleiner Anteil davon dabei ist, die gar nicht mehr wollen, als das was sie für das nichts tun bekommen, der lebt an der Realität vorbei. Dieses Übel konnte man auch in vielen sozialistischen Staaten beobachten. Nicht nur die Führung oder die Planwirtschaft hat dort zum untergang beigetragen sondern auch die fehlende Leistungsbereitschaft vieler menschen, die aufgrund der guten Grundversorgung zustande kam. Die würden natürlich alle gern mehr haben, aber nichts dafür tun wollen und so reicht vielen, dass zu haben was sie ohne was zu tun bekommen. Das muss man aber wissen um diese Statistiken richtig lesen zu können. Denn noch mehr Umverteilung wie oft gefordert bekämpft nicht das grundsätzliche Übel, sondern nur dessen Symptome. Und das auch noch mit der Wirkung, das die LEistungsbereitschaft in diesen Schichten immer weiter schrumpft und die Besserverdienenden abwandern.
Man muss sich mal vor Augen halten, dass laut dieser Erhebung eine Familie mit 2 Kindern die ein Brutto!einkommen von jährliche 50.000 Euro haben bereits als reich gelten! Wie man mit dem Einkommen allerdings mit 2 Kindern luxeriös leben soll ist mir schleiherhaft. Sicherlich kann man ohne Probleme gut leben, aber reich hat für mich einen ganz anderen Geruch. Desweiteren wird bereits die Hälfte der Einkommenssteueraufkommens genau von dieser Mittelschicht getragen, um diesen Bereich losgeht. Wo will man da noch Umverteilen? Außerdem ist es fraglich, ob ein Staat der bereits 700 Milliarden in seine Sozialsysteme steckt, wirklich nochmer investieren sollte, wenn damit bei immer mehr Menschen die Null-Bock-Mentalität gefördert wird. Die Linken halten den Staat ja trotz der 700 Milliarden für kalt und neoliberal... Den Fakt ist bei uns schon lang, dass es keine Rolle mehr spielt, warum ich wenig Einkommen habe. Es ist zumeist irrelevant ob ein junger Mensch keine Lust auf Schulabschluß oder BErufausbildung hat oder ob er sie wirklich nicht machen kann und das unverschuldet. Präventiv bekommen beide Gruppen erstmal gleich viel Geld. Kann man dann wirklich erwarten, dass es den Null-Bock Menschen zum zukünftigen Arbeiten animiert? Für mich ist sowas keine Solidarität mehr. Ich helfe immer gern Menschen die es nötig haben, aber irgendwann muss man auch schlicht sagen, so kann es nicht mehr weitergehen, wenn man sie anschaut wer wie kassiert und wer was dazu beiträgt.
Davon abgesehen, wird es immer menschen geben, die unter einem statistsichen Mittel leben. Ist ja gar nicht anders möglich. Ich glaube unfreiwillig lebt in deutschland niemand in einem Zustand den man allgemein als unzumutbar oder unwürdig bezeichnen würde. Das viele aus der entsprechenden Schicht Geldprobleme haben, liegt nicht daran das es zu wenig ist, ich denke bei vielen spielt vorallem rein, dass sie mit Geld schlicht nicht umgehen können und das muss ich nun wirklich nicht solidarisch ausgleichen. Bei vielen geht das Geld für einen Luxus drauf, der einfach jenseits jeglicher Vernunft ist. Da werden Flachbildtvs gekauft, umengen Zigaretten geraucht und Alkhol getrunken (man weiss ja nix mit seiner Zeit anzufangen). Das ist sicherlich nicht auf jeden aus der Schicht anwendbar aber meiner Meinung nach auf einen signifikanten Teil. Es ist ja nicht so, dass die Leute gar keinen Luxus haben. Selbst zerstörerischer Luxus wie rauchen und Alkhol sind in einem normalen ausmaß locker drin. Und solang sowas möglich ist, lebt meiner ansicht nach keiner in Armut. Den Armut heisst für mich primär, dass man trotz jeglichen verzichts auf luxus auch bei lebensnotwendigen Dingen probleme mit der finanzierbarkeit bekommt.