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Cadet 4th Year
- Registriert
- Mai 2007
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Bei der aktuellen Debatte um Migration und Integration stört mich etwas. Es wird nämlich immer so getan, als ob man die Integration von Migranten weitflächlich staatlich verordnen und lenken müsse und damit den Zusammenhalt der Gesellschaft so fördern könne, dass sich die Probleme irgendwann erledigen.
Dabei wird gerne vergessen:
1. In Deutschland wandern jedes Jahr hunderttausende ein und aus. D.h. es kommen jedes Jahr viele Menschen nach Deutschland, bei denen die Integration bei 0 startet. Und auch Menschen, die gut integriert sind, wandern aus (auch nicht wenige türkische Akademiker).
2. Sehr viel von dem, auf dem Deutschland basiert, hat die Wurzeln in Tugenden, Werten, Kultur, Sitten und Gebräuche. Das "typisch deutsche" wie Disziplin, Fleiß, Lernfreude usw. liegt letztlich in Erziehungswerten der Deutschen, vielleicht auch an der komplexeren Sprache und an unausgesprochenem Konsens über Umgangsformen. So etwas lässt sich kaum staatlich verordnen.
3. Es gibt wohl keinen größeren Einflussfaktor für das Wohlergehen eines Kindes hinsichtlich Bildung, Erfolgsstreben, sozialer Umgang als die eigenen Eltern. Niemals kann der Staat - außer in Unrechtsstaaten - den familiären Einfluss signifikant aushebeln. Abmildern, ja. Aber es hat Grenzen.
Das heißt meiner Meinung nach: Der sich aktuell abzeichnende, wiedererstarkte Wille der Politik, die Integration von Migranten zu perfektionieren und mit viel Geld voranzutreiben, wird auf zahlreiche Misserfolge stoßen und daher oft nicht effektiv sein.
Statt den "deutschen Islam" zu erzwingen, jeden Migranten per Dekret in Deutschkurse zu stecken und alle Kinder unterschiedslos in die Kita zu zwingen, sollte die Politik ergebnisorientiert handeln: Es muss endlich innerhalb der Zuwanderer differenziert werden, nicht so sehr zwischen Deutschen und Zuwanderern. Das heißt: Jeder, der hierherkommt, soll alle seine Chancen bekommen, an dessen Ende die Staatsbürgerschaft stehen sollte. Wer seine Chancen nicht nutzt, sollte automatisch und ohne viel soziales Tam-Tam sein Aufenthaltsrecht verlieren. Kriterien dafür können dauerhafter Hartz4-Bezug, Straftaten oder Vernachlässigung der Schulpflicht der Kinder sein. Selbst wenn 1 Mio. Zuwanderer gehen müssen, weil sie letztlich in das falsche Land migriert sind, erspart sich Deutschland viel Geld für Integrationsmaßnahmen und die hier lebenden, gut integrierten Migranten sind genau diejenigen los, die ihnen den Ruf versauen.
Wäre das nicht viel naheliegender, als immer mehr Zwangsmittel aufzufahren, um jeden "Ali und Mohammed" zu einem "guten Deutschen" umzupolen?
Dabei wird gerne vergessen:
1. In Deutschland wandern jedes Jahr hunderttausende ein und aus. D.h. es kommen jedes Jahr viele Menschen nach Deutschland, bei denen die Integration bei 0 startet. Und auch Menschen, die gut integriert sind, wandern aus (auch nicht wenige türkische Akademiker).
2. Sehr viel von dem, auf dem Deutschland basiert, hat die Wurzeln in Tugenden, Werten, Kultur, Sitten und Gebräuche. Das "typisch deutsche" wie Disziplin, Fleiß, Lernfreude usw. liegt letztlich in Erziehungswerten der Deutschen, vielleicht auch an der komplexeren Sprache und an unausgesprochenem Konsens über Umgangsformen. So etwas lässt sich kaum staatlich verordnen.
3. Es gibt wohl keinen größeren Einflussfaktor für das Wohlergehen eines Kindes hinsichtlich Bildung, Erfolgsstreben, sozialer Umgang als die eigenen Eltern. Niemals kann der Staat - außer in Unrechtsstaaten - den familiären Einfluss signifikant aushebeln. Abmildern, ja. Aber es hat Grenzen.
Das heißt meiner Meinung nach: Der sich aktuell abzeichnende, wiedererstarkte Wille der Politik, die Integration von Migranten zu perfektionieren und mit viel Geld voranzutreiben, wird auf zahlreiche Misserfolge stoßen und daher oft nicht effektiv sein.
Statt den "deutschen Islam" zu erzwingen, jeden Migranten per Dekret in Deutschkurse zu stecken und alle Kinder unterschiedslos in die Kita zu zwingen, sollte die Politik ergebnisorientiert handeln: Es muss endlich innerhalb der Zuwanderer differenziert werden, nicht so sehr zwischen Deutschen und Zuwanderern. Das heißt: Jeder, der hierherkommt, soll alle seine Chancen bekommen, an dessen Ende die Staatsbürgerschaft stehen sollte. Wer seine Chancen nicht nutzt, sollte automatisch und ohne viel soziales Tam-Tam sein Aufenthaltsrecht verlieren. Kriterien dafür können dauerhafter Hartz4-Bezug, Straftaten oder Vernachlässigung der Schulpflicht der Kinder sein. Selbst wenn 1 Mio. Zuwanderer gehen müssen, weil sie letztlich in das falsche Land migriert sind, erspart sich Deutschland viel Geld für Integrationsmaßnahmen und die hier lebenden, gut integrierten Migranten sind genau diejenigen los, die ihnen den Ruf versauen.
Wäre das nicht viel naheliegender, als immer mehr Zwangsmittel aufzufahren, um jeden "Ali und Mohammed" zu einem "guten Deutschen" umzupolen?
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