Kanzlerkandidat Martin Schulz

Würdest du Martin Schulz wählen?

  • Ja, Martin Schulz soll Kanzler werden

    Stimmen: 24 25,5%
  • Nein, Martin Schulz ist nicht mein Kandidat

    Stimmen: 62 66,0%
  • Ich bin noch unentschlossen und warte den Wahlkampf ab.

    Stimmen: 8 8,5%

  • Umfrageteilnehmer
    94
  • Umfrage geschlossen .
Es gibt keine "falschen" Meinungen. Meinungen zu verbieten, weil sie falsch sind, ist daher unlogisch und nichts anderes als Zensur.

Falsche Tatsachen ist etwas ganz anderes. So z.B. die CDU zum Thema Währungsunion im Jahre 2000.
Einen Gott gibt es nebenbei auch nicht, dennoch kein Grund anderen ihre Religion zu verbieten, wenn sie diese denn rein privat betreiben WÜRDEN.

Du wiedersprichst dir im Übrigen selbst.
Demokratie lebt nun mal von Meinungen und Diskussionen. Und wieso sollte man Meinungen akzeptieren?
 
Nein, ich widerspreche mir nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Akzeptanz

Akzeptanz drückt ein zustimmendes Werturteil aus und bildet demnach den Gegensatz zur Ablehnung (Aversion).

Würde ich also jede Meinung akzeptieren und somit zustimmen gäbe es quasi keine Diskussionen.

Und natürlich gibt es falsche Meinungen. Und zwar genau dann wenn sie auf falschen Fakten basieren. Die Erde ist nun mal keine Scheibe und 1+1 ist nicht 3. Wenn jemand diese Meinung vertritt, weil er noch nie einen Globus gesehen hat oder in der ersten Klasse den Mathe Unterricht geschwänzt hat dann akzeptierte ich dessen Meinung nicht.

So entsteht Pro und Contra und draus entwickelt sich eine Diskussion. Und jemand seine Meinung über dessen Meinung zu sagen, hat nichts mit Verbot oder Zensur zu tun.

Wenn nach einer Diskussion der andere immer noch deiner Meinung ist, dass die Erde eine Scheibe ist dann ist mir das schlicht egal. Damit akzeptiere ich aber seine Meinung nicht.

Ich dulde deine Meinung zu diversen Themen Unyu, dass darfst du allerdings nicht damit verwechseln das ich sie akzeptiere.

https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wählte jahrelang "das kleinste Übel" - die CDU.


Die Parteien, die bislang maßgeblich an der Regierung beteiligt waren, empfinde ich als zu alteingesessen um meine Wünsche eines friedlichen und zugleich starken Deutschlands/Europas zu erfüllen. Über Jahre wurde Politik am Volk vorbei betrieben. Pünktlich zur Bundestagswahl hört man sich wieder die Sorgen und Nöte der Bürger an, um diese in den drei folgenden Jahren wieder ad acta zu legen und sich einen Dreck zu scheren. Ich denke, daran wird auch ein Herr Schulz nichts ändern.

(Über die Grünen und die FDP möchte ich an dieser Stelle kein Wort verlieren, da unwählbar aus bereits genannten Gründen).

Und genau hier grätschte die AfD hinein. Ihr einziges Thema ist jedoch die Flüchtlingskrise, der sie radikal und mittels derart populistischem Geschwätz gegenübertreten, dass sie sich meine Stimme nicht verdienen werden - die vieler anderer Bürger jedoch schon (siehe Wahltrends). Ein ebenso großer Kritikpunkt ist ihre mir nicht bekannten Haltung gegenüber der Interventionspolitik der USA fernab des amerikanischen Kontinentes.

Zu Letzterem äußert sich Sarah Wagenknecht schon recht lange und immer vehementer. Gefällt mir. Leider ist sie eine Einzelperson mit einer verweichtlichen Partei im Rücken.


Wie hier vermehrt schon gesagt wurde: Im Vergleich zur DDR haben die Bürger der BRD die Wahl. Das haben leider sehr viele Menschen noch nicht begriffen. Es hat sich der Gedanke verfestigt, man müsse einer der "Großen" wählen. Das stimmt nicht. Würde man sich von der Angst lösen, dass seine Stimme bei der Wahl einer Randpartei (bezogen auf die Stimmen - nicht auf die politische Ausrichtung!) verpufft, sähe die politische Landschaft im Lande ein wenig anders aus.

Ps: Und würden die AfD-Wähler endlich verstehen, dass ihre tragende Thematik der Flüchtlingskrise plump gesagt auf ein abtrünniges Geldsystem und die Zerbombung der arabischen Welt zurückzuführen ist, könnten sie auch ein anständiges Wahlsystem auf die Beine stellen und würde somit keinen Zündstoff für irreführende und triviale Diskussionen zwischen - Obacht - "Gutmenschen" und "Nazis"mehr liefern.
 
Es ist ja schon interessant wie die Arbeitgeberverbände, die ja gebetsmühlenartig den "Fachkräftemangel" bejammern, auf die neuesten Vorschläge von Schulz reagieren das ALG 1 bis zu vier Jahre zu zahlen wenn der Arbeitslose an Qualifizierungsmaßnahmen teilnimmt. Warum, so frage ich mich, wenn das mit dem "Fachkräftemangel" stimmen würde, warum schreien die Arbeitgeber denn da so auf ? Die müssten doch darüber glücklich sein das Ihnen der Staat die Ausbildung der angeblich fehlenden Fachkräfte abnimmt.

Nein, es beweist wieder das dieses Argument des "Fachkräftemangels" wirklich nur eine Legende ist und Arbeitgeber keinerlei Intetesse daran haben weil es ihnen eben nicht um die Fachkräfte geht die ja angeblich fehlen, sondern darum den Druck auf Arbeitnehmer schön weiter aufrecht zu erhalten damit diese jeden unterbezahlten Job machen müssen. Die gönnen Arbeitnehmern nicht das schwarze unter den Fingernägeln. Über 40 Jahre, am besten 50 Jahre malochen für die Wirtschaft, aber auskömmliche Renten bezahlen, Fehlanzeige. Aber noch länger arbeiten wegen angeblichen "Fachkräftemangel", während gleichzeitig über 50 Jährige kaum noch eine Chance haben wieder in Arbeit zu kommen.

Die Argumente der Wirtschaft sind schon 100 Jahre alt, und ebenso lange unrichtig. Habe mal eine Zeitung aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gelesen. Dort jammerten die Arbeitgeber auch schon über zu hohe Sozialabgaben. Malochen können die Arbeitnehmer für die Wirtschaft, eine gerechte Versorgung der Selben jedoch war Arbeitgebern schon immer zu wieder. Ich frage mich immer wieder was diese Klasse dazu treibt denen die ihren Betrieb , ja die gesamte Gesellschaft am Laufen halten, nichts zu gönnen. Keine guten Renten, keine Krankenversorgung, keine Versorgung im Falle der Arbeitslosigkeit. Die würden am liebsten die Zustände Anfang des 20 Jahrhunderts wieder haben.
 
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Guter Beitrag. Deine Auffassung teile ich. Hier herrscht nun mal das Dogma des Kapitals.
 
Ich frage mich immer wieder was diese Klasse dazu treibt denen die ihren Betrieb , ja die gesamte Gesellschaft am Laufen halten, nichts zu gönnen. Keine guten Renten, keine Krankenversorgung, keine Versorgung im Falle der Arbeitslosigkeit. Die würden am liebsten die Zustände Anfang des 20 Jahrhunderts wieder haben.

Ist doch ganz einfach zu beantworten. Stell dir die Frage warum Personen Politik machen. In der Regel aus persönlichen Überzeugungen die sich im laufe Ihres Lebens entwickelt haben.

Auf diese Überzeugungen haben vor allem der berufliche Werdegang und das soziale Umfeld einen Einfluss. Von einem Politiker der aus einem sozial schwachen Umfeld kommt und mal klein angefangen hat wird man also eher Linke Politik erwarten. Im Laufe einer Selbständigkeit kann sich sowas auch schon mal drehen. Denn dort geht es vor allem auch ums eigene Geld und seinen sozialen Status.

Wie oft hört man, dass Mitarbeiter spät bis gar nicht bezahlt werden oder Insolvenzen verschleppt werden. Ganz großes Kino war es bei der Schlecker Pleite. Da ist sich jeder selbst der nächste.

Dieser Aufschrei kurz vor der Einführung des Mindestlohns war ja auch unglaublich. Am Ende konnte ich die heraufbeschworene Massenarbeitslosigkeit nicht feststellen. Die Selbständigen haben in den vergangenen Merkel-Jahren maximal von der Politikverdrossenheit der Arbeiterklasse, etc. profitiert.

Während den Leuten denen es finanziell super geht die CDU/CSU wählen gehen Arbeitslose, Geringverdiener und Arbeiter gar nicht wählen. Ergebnis ist, dass die CDU ihre Wählerschaft belohnt mit Beständigkeit und Entlastung. Oder tolle Forderungen der SPD wie z.b. die Mietpreisbremse so aufweicht, dass es quasi wirkungslos ist.

Das selbe Problem hatte Obama auch in den USA. ObamaCare wurde durch die Republikaner so aufgeweicht, dass es quasi seinen Sinn verfehlt und gar kein Erfolg werden konnte. Insofern wünsche ich mir für die kommenden 4 Jahre eine R²G Regierung damit diesen faulen Kompromissen endlich ein Ende gesetzt wird.
 
Hallo

Lipovitan schrieb:
Während den Leuten denen es finanziell super geht die CDU/CSU wählen
Richtig, warum sollten die Menschen denen es gut geht etwas ändern wollen ?

Lipovitan schrieb:
gehen Arbeitslose, Geringverdiener und Arbeiter gar nicht wählen.
Wieso eigentlich nicht ? Denen müsste doch eigentlich was daran liegen etwas zu ändern.

Grüße Tomi
 
1.Aus persönlicher Überzeugung. Ein anderer Grund fällt mir nicht ein warum Menschen die viel haben freiwillig noch mehr abgeben sollten.

2. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nichtwaehler-studie-darum-ist-die-wahlbeteiligung-so-gering-a-1094499.html

Diese Studie bestätigt leider viele Vorurteile. Hätte ich den Artikel nicht gelesen hätte ich dir mit Sicherheit die selben Gründe genannt warum dieser Teil der Gesellschaft nur selten bis gar nicht wählen geht. Und die Masse unserer Gesellschaft besteht nun mal aus genau diesen Leuten.
 
Hallo

Lipovitan schrieb:
Zitat:
"Die Ergebnisse sind ein hartes Urteil für die deutsche Parteiendemokratie. Denn die Befragten haben überwiegend ein sehr negatives Bild von Politikern. Sie werden als unehrlich und nicht authentisch beschrieben. "Wie Versicherungsvertreter" seien die Abgeordneten - hauptsächlich daran interessiert, sich selbst zu verkaufen und ihren eigenen Nutzen zu mehren."

Wenn ich das lese verstehe ich nicht wieso so viele auf den Schulz abfahren und vor allem wieso der Schulz auch der AfD so viele Wähler wegnimmt, die AfD Wähler wollten doch eigentlich weg von den verlogenen Altparteien.

Grüße Tomi
 
Bei AfD-Wählern handelt es sich wohl nicht um Nichtwähler.

Aber der Grund warum AfD-Wähler zur SPD Abwandern könnte das gemeinsame Interesse sein eine weitere Amtszeit von Angela Merkel zu verhindern. Der Extreme Teil der AfD und den damit einhergehenden Konflikten (Stichwort: Höcke).
 
Hallo

Lipovitan schrieb:
Bei AfD-Wählern handelt es sich wohl nicht um Nichtwähler.
Stimmt da hast du Recht.

Lipovitan schrieb:
Aber der Grund warum AfD-Wähler zur SPD Abwandern könnte das gemeinsame Interesse sein eine weitere Amtszeit von Angela Merkel zu verhindern.
Geht es den Überläufern (von der AfD zur SPD) darum Merkel abzuwählen oder die Standardpolitik abzuwählen ? Wenn die glauben das die mit Schulz die Standardpoltik abwählen dann könnte das ein Eigentor werden.
Ich bin der Meinung das sich mit einem Schwenk zur SPD politisch nichts bis nicht viel ändern wird, ich glaube da dem Schulz auch nicht wirklich.
Vor allem wird sich in der Flüchtlingspolitik, die den AfD Wählern so am Herzen liegt, nichts bis nicht viel ändern.

Grüße Tomi
 
Lipovitan schrieb:
Ist doch ganz einfach zu beantworten. Stell dir die Frage warum Personen Politik machen. In der Regel aus persönlichen Überzeugungen die sich im laufe Ihres Lebens entwickelt haben.

Ist mir schon klar, dennoch bin ich immer wieder entsetzt über die so offene zynische Gleichgültigkeit, ich würde sogar sagen Verachtung gegenüber denen die nichts haben außer ihrer Arbeitskraft.

In diesem Zusammenhang auch sehr aufschlussreich die Worte die man hier oft verwendet. Werden Sozialkürzungen gerne als Korrektur von "überkommenen Besitzstände" der Arbeitnehmer begründet, ist die Kritik an der überbordenden Versorgung und Bezahlung von Managern ganz schnell eine "Neiddebatte". Oder auch gerne von unseren Medien immer wieder gerne von Wirtschaftsverbänden weitergegeben die "sozialen Wohltaten" mit denen Wahlkampf geführt würde. Das soll schon im Keim jede Diskussion um bessere Sozialleistungen diskreditieren. Alles sehr durchschaubar für jemanden der sich etwas für Politik interessiert und an dem dünnen Lack dieser Plattitüden kratzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit einer Ablösung der großen Koalition könnte ich mir deutliche Veränderungen vorstellen. Vor allem Änderungen mit Substanz und keine faulen Deals die ihr Ziel verfehlen.

Die Zahl der einreisenden Flüchtlingen haben stark abgenommen und es hat somit an medialer Präsenz verloren. Könnte mir vorstellen hätten wir 2015 oder 2016 dann sähen die Umfragen anders aus.

Ist mir schon klar, dennoch bin ich immer wieder entsetzt über die so offene zynische Gleichgültigkeit, ich würde sogar sagen Verachtung gegenüber denen die nichts haben außer ihrer Arbeitskraft.

Diese Leute machen dann in der Regel aber auch keine Politik oder Interessieren sich dafür. Die schimpfen auf die Politiker "da oben" und das war es dann auch schon. Da fehlt einfach das Interesse politische Prozesse zu verstehen.

Und der andere Teil ist dann aber intelligent genug zu wissen, dass nur schimpfen auf die "da oben" nicht ausreicht und treten selbst für ihre Interessen politisch ein. Ob mit Geld oder durch eigenes Engagement.
 
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MasterXTC schrieb:
Ich frage mich immer wieder was diese Klasse dazu treibt denen die ihren Betrieb , ja die gesamte Gesellschaft am Laufen halten, nichts zu gönnen. Keine guten Renten, keine Krankenversorgung, keine Versorgung im Falle der Arbeitslosigkeit. Die würden am liebsten die Zustände Anfang des 20 Jahrhunderts wieder haben.

Größeren Profit gibt's nur durch Ausbeutung, der Natur/Ressourcen und des Menschen/der Arbeitnehmer. Profit zu mehren ist oberste Maxime. Wären deutsche Milliardäre sozial eingestellt, wären sie gar keine. Das wäre alles ein geringeres Problem, würden sie es dabei belassen, aber sie investieren ihr Vermögen gewinnbringend wieder, weil sie es selbst für Konsum überhaupt nicht brauchen. Da beginnt die Profitspirale erst richtig auf Kosten aller, deren Vermögen geringer ist. Die Ärmsten trifft's dabei am heftigsten, wenn sie nicht vom Staat davor geschützt werden.

Was Schulz betrifft- Noch immer kann ich ihn nicht ernst nehmen. Der plant eine Korrektur zugunsten der größten SPD Wählergruppe, die Agenda hebt er damit nicht aus den Angeln, das will er auch überhaupt nicht. Das ist quasi ein Wahlgeschenk für die Masse der festangestellten Arbeitnehmer mit gutem Einkommen, der typischen verbliebenen SPD Wähler, nicht für diejenigen, die von der Agenda 2010 übel getroffen wurden.
Dass die Arbeitgeber trotzdem poltern ist nur logisch, schließlich könnte ein Dominoeffekt einsetzen oder, noch schlimmer, die Linke an die Regierung kommen.
 
@Schrammler
Meine Frage "was diese Klasse dazu treibt" war auch eher Retorisch gemeint. Dennoch kann ich es einfach nicht verstehen wie Menschen so denken können. Das wiederspicht doch jedem Gerechtgkeitssinn. Aber was Gerecht ist liegt natürlich immer im Blick des Berachters.

Dennoch, mich entsetzt diese Kaltschnäuzigkeit immer wieder, auch wenn mir das Denken dahinter durchaus klar ist. Schlimm ist nur das Menschen dieses Denken übernehmen die eigentlich selber zu den Opfern dieser Politik zählen. Aber das ich ja auch der Trick den Menschen weiß zu machen das diese Politik in ihrem Sinne, also der viel beschworenen "Mitte", sei. Der "Mitte" (was immer man darunter versteht) wird eingeredet das es ja keinerlei Kassen mehr gäbe. Also Klassenkampf ja sozialistische Retorik aus der Mottenkiste sei. Woanders habe ich es ja schonmal erwähnt dass das nicht stimmt. Es findet ein beinharter Klassenkampf von oben statt, da die besitzende Klasse durchaus ein Klassenbewsstsein hat und dadurch sehr gut ihre Interessen durchsetzt. Unten jedoch besteht nur sehr wenig Bewusstsein die eigenen Interessen durchzusetzen. Und solange sich die Habenichtse untereinander um die paar Brotkrumen die vom reich gedeckten Tisch der Besitzenden runterfallen streiten, kann sich die Herrscherklasse schön zurück lehnen.
 
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Dennoch kann ich es einfach nicht verstehen wie Menschen so denken können. Das wiederspicht doch jedem Gerechtgkeitssinn.
es ist doch etwas komplexer als du es darstellst. in meiner heimatstadt gabs eine große textilfabrik, ein großer arbeitgeber vor ort. als dann die textilindustrie nach china gewandert ist, hat diese textilfabrik am standort festgehalten. nur geben die leute nicht mehr geld für in deutschland gefertigte textilien aus. ende vom lied: die fabrik ist in konkurs gegangen und die arbeitsplätze waren vernichtet. warum? weil die leute lieber billig aus china kaufen statt qualität made in germany. welche wahl haben also die von dir kritisierten unternehmensführer? preiskampf oder konkurs. und wer ist schuld? der konsument! der lässt doch die sozialen betriebe vor die hunde gehen und wundert sich dann, dass seine klamotten von kik für 1,99 € in einem ausbeuterbetrieb hergestellt werden.
es ist natürlich leicht die schuld auf die anderen zu schieben, aber tatsächlich tragen wir alle eine mitschuld daran.
 
@Lübke,
aber das erklärt doch noch nicht warum Wirtschaftsberbände immer gegen Sozialleistungen sind. Anstatt froh über den sozialen Fortschritt zu sein der sozialen Frieden und auch Kaufkraft für die Wirtschaft bringt, wird immer gegen den Sozialstaat gewettert. Auch gerade das Beispiel von Schulz mit dem vier Jahrigen ALG 1 zeigt es doch wieder. Jammern über den angeblichen "Fachkräftemangel" und wenn man dann sagt wir bilden die Arbeitslosen aus, ist es auch nicht gut. Nur Wiedersprüche die die Vertreter der Wirtschaft produzieren.

Überhaupt ist ja mal grundsätzlich zu fragen warum im Kapitalismus der Mensch immer der Wirtschaft unterworfen wird und warum es nicht andersrum ist das die Wirtschaft dem Menschen dient ? Wirtschaftsinteressen und die Interessen derer die Arbeiten wird immer als Gegensatz gesehen. Daran sieht man doch das der Kapitalismus grundfalsch und ungerecht ist. Wer sind wir denn ? Menschen, ganz klar ! Also muss die Wirtschaft auch auf den Menschen abgestimmt sein und nicht gegen ihn arbeiten.
 
Überhaupt ist ja mal grundsätzlich zu fragen warum im Kapitalismus der Mensch immer der Wirtschaft unterworfen wird und warum es nicht andersrum ist das die Wirtschaft dem Menschen dient ?
Weil es für die Menschen unter dem Strich immer noch mehr bringt, als anders herum bzw. weil die Aussage, sie würde nicht dem Menschen dienen, einfach nur falsch ist!

Historisch immer wieder bewiesen.
Lebensstandard, Umweltschutz, Lebenserwartung, Gesundheitssystem usw. sind in Ländern mit Kapitalismus / sozialer Marktwirtschaft regelmäßig besser als in anderen Gesellschaftsformen. Ohne funktionierendes finanzielles Anreizsystem keine wirtschaftlich dynamische Entwicklung.

Die innenpolitischen Vorschläge des Kandidaten Schulz finde ich bisher allesamt gut.
 
der kapitalismus ist nur so gerecht, wie die menschen, die ihn anwenden. warum setzt sich der kapitalismus denn immer gegen die anderen systeme durch? weil es den menschen im kapitalismus meist besser geht. zwar bekommt man einen kleineren anteil vom kuchen, nur ist der kuchen ungleich größer als in systemen, wo der soziale gedanke über dem der gewinnmaximierung steht. das kann man gut oder schlecht finden, tatsache ist, der mensch ist ein egoist und darum wird er immer an einem system festhalten, dass ihm persönlich die größten erfolgsaussichten bietet, auch wenns den anderen gegenüber ungerechter zugeht.
nicht das system ist das problem, sondern wie man es anwendet. das gleiche gilt für den komunismus, die autokratie und eigentlich jedem system: das system für sich betrachtet ist gut, es scheitert immer nur an der anwendung und dem egoismus der menschen, die in ihm leben.
 
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