Der Nachbar schrieb:
Mittlerweile sind wir soweit, dass man ständig von Rechtsstaatlichkeit redet, aber das Grundgesetz so gut wie keine Bedeutung hat.
Worauf basiert dann das Recht?
Das Grundgesetz hat schon eine Bedeutung, schließlich wurden schon einige Gesetze der merkel'schen Regierungen vom BVerfG gestoppt, Änderungen gefordert, bzw. sogar Nichttaten gerügt.
Die Gewaltenteilung ist wichtig, damit das Volk hinter der Demokratie steht, die ja letztlich auch nur deshalb die beste Herrschaftsform ist, weil sie am effektivsten verhindert, dass hier die Menschen regelmäßig zu Mistgabeln greifen.
Bei der "Nähe zum Bürger/Volk" gebe ich dir Recht. Das ist alles nur noch Inszenierung, die Politik lebt schon lange in ihrer eigenen Blase und bekommt nicht mehr wirklich mit, was im Land geschieht. Je höher das politische Amt, desto entfernter ist man vom Bürger.
Bezüglich Schulz wollen mir zwei Dinge nicht aus dem Kopf:
-Schulz will die Managergehälter börsennotierter Unternehmen begrenzen
Sie sollen nur noch bis 500 000€ p.A. steuerlich absetzbar sein. Da stellen sich mir die Fragen: Warum müssen sie überhaupt absetzbar sein? Weil man die "Besten" damit anwerben will, die Posten damit indirekt subventioniert?
Warum sind überhaupt Manager wieder das Hauptthema (wer sich noch erinnert, in diesem winzigen Bereichen forcierte die SPD die Frauenquote)? Das sind die m.E. die bestbezahltesten Arbeitnehmer im Land, sieht man vom Profisport einmal ab. Die wirklich Reichen, die am meisten in den vergangenen 20 Jahren profitierten, sind sie trotzdem nicht. Das Spitzenmanagement sind wenige Posten in die Bürger durch eigene Leistung durchaus noch gelangen können.
Folglich: Die SPD zielt damit einmal wieder auf die Arbeitnehmer, die Arbeitgeber/Investoren, sind gar nicht im Fokus.
-Das Gespenst geht um: Rot Rot Grün
Könnten wir seit 2005 im Bund haben, war von der SPD aber nicht erwünscht. Den Genossen war selbst eine Schwarz-Gelbe Regierung und vier Jahre Opposition lieber, als das zu wagen und ihr selbst angerichtetes Desaster der Schröderjahre wett zu machen.
Man könnte natürlich heute sagen: Das war damals nicht möglich mit Steinbrück, Steinmeier und Müntefering. Aber an der heutigen SPD Spitze sind noch immer die Schröderianer, Schulz inklusive.