Kollektivschuld und deutscher Patriotismus

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Bist du stolz auf Deutschland?


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@Ned Flanders,

Was im Buch steht, ist die eine Sache und was Hitler dem Volk bei seinen Politischen Reden versprochen hat, eine andere. Ich habe das Buch nicht gelesen aber ich glaube nicht das drinnen steht, dass er die Handlungen im Buch in die Tat umsetzen wird, dass wenn er an die Macht kommt.

Zum Thema Hitlerjugend. Sicher war das Pflicht. Wenn dein Vater nicht dort war, dann gab es dafür einen Grund. Zum Beispiel Untauglichkeit, Unwürdigkeit oder andere.

Zweite Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Hitler-Jugend (Jugend-Dienstverordnung) vom 25. März 1939

Aufgrund des § 1 des Gesetzes über die Hitler-Jugend vom 1. Dezember 1936 (Reichsgesetzbl. 1, S. 993) bestimme ich:


§ 1

Dauer der Dienstpflicht

(1) Der Dienst in der Hitler-Jugend ist Ehrendienst am Deutschen Volke.

(2) Alle Jugendlichen vom 10. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind verpflichtet, in der Hitler-Jugend Dienst zu tun, und zwar:

1. die Jungen im Alter von 10 - 14 Jahren im "Deutschen Jungvolk" (DJ),

2. die Jungen im Alter von 14-18 Jahren in der "Hitler-Jugend" (HJ),

3. die Mädchen im Alter von 10-14 Jahren im "Jungmädelbund" (JM),

4. die Mädchen im Alter von 14-18 Jahren im "Bund Deutscher Mädel" (BDM).

Verordnung: Jugenddienstpflicht, 1939
Erste Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Hitler-Jugend (Allgemeine Bestimmungen)

vom 25. März 1939

http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/hjdienst/index.html
 
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©ћ٥٥ŧεя© schrieb:
Hast du eine Nationalitätsumwandlung gemacht ? Du bist kein Ausländer, du bist Deutscher. Ich kenne sehr viele Ausländer und ich habe noch nie einen Ausländer sagen gehört: "Ich bin Ausländer". Ein Ausländer sagt immer, aus welchen Land er kommt. In der einfachen Sprache fragt man: Was bist du ? Da antwortet keiner: "Ich bin Ausländer" oder "Aus welchen Land kommst du?" - "Aus dem Ausland"^^ Das Wort "Ausländer" nehmen nur Deutsche Bürger in den Mund :) Das weiß ich aus einer 19 Jährigen Erfahrung.

Bei mir ist es etwas komplizierter. Ich bin in Deutschland geboren, aber in mir fließt spanisches Blut, deshalb sehe ich mich - auch wenn es völkerrechtlich falsch sein mag - als Ausländer und Deutscher zugleich. Grundsätzlich ist jeder Mensch ein Individuum für sich selbst und hat nicht immer die selbe Einstellung wie Andere.

Ausländer aufgrund meines Immigrationshintergrunds. Meine Eltern bzw. Mutter ist Spaniern und mein Vater halb Italiener/halb Deutscher.

Deutscher weil ich in Deutschland lebe. Ich habe mich an dieses Land angepasst und wurde auch nach deutschen Werten erzogen. Seit 18 Jahren lebe ich nun hier und ich fühle mich diesem Land verbunden.

Zu Spanien kann ich keine Verbindung aufbauen da ich dort nicht lebe und auch mit dem "Lifestyle" dort nich allzu vertraut bin wie hier in good old Germany.
Es ist für mich selbstverständlich, wenn sich einer zu einem Land verbunden fühlt in dem er aufgewachsen ist und nach dessen Werten erzogen wurde.

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Ich freue mich sehr das ein großes Interesse hier besteht :)

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Man darf seinen Nationalstolz nicht nur auf die Politik beschränken. Kein Land und keine Politik ist vollkommen.
Ich selber bin Parteimitglied der JU (Junge Union Deutschlands ⇐ CDU). Das heißt jedoch nicht zwangsläufig, dass ich Befürworter jeglicher politischen Akte der CDU/FDP-Regierung bin. Oft ist die JU in vielen Punken gegen die Pläne der Mutterpartei CDU.

Nicht nur die großen Dinge wie z.B. die Wiedervereinigung Deutschlands sind ein Aspekt auf den man Stolz sein kann. Nein, auch die kleinen Dinge, die ihr bereits genannt habt.

(Wobei ich sagen muss das die Wiedervereinigung in moralischer Hinsicht ein grandioses Ereignis war, welches ich auch befürworte. Doch in wirtschaftlicher Hinsicht war und ist es immernoch eine Katastrophe, deren Auswirkungen noch heute Spüren. ⇐ OT)

Trotzdem, zum Beispiel Afghanistan:
Wenn ich zu Guttenberg richtig interpretiere sind wir nicht nur da um Krieg zu führen. Wir sind da um das Land wiederaufzubauen und Frieden herzustellen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hi,

Meine Meinung. Ich bin Stolz ein deutscher zu sein, aber nicht auf die Politik. Die Vergangenheit Deutschlands war grausam, und sollte nicht in Vergessenheit gerade werden. Allerdings ist dies schon mehr als 60jahre her, und auch unsere Politiker sollten mittlerweile "Arsch"genug in der Hose haben, um dies auch anderen Ländern zu verdeutlichen.

Noch heute gehen Millionen €uro an Steuergelder Jährlich für Jüdische Einrichtungen drauf. Eine Entschädigung auf Geldbasis sollte nun langsam vorbei sein. Auch unsere Ausländischen Mitmenschen in Deutschland sollten langsam begreifen, das das ewige Geplapper von "Hey, krass bischt du Nazi?", sobald ihnen etwas nicht passt, aufzuhören haben.

Nationalstolz sieht man heute nur noch hauptsächlich zur EM/WM. Und selbst da gibt es Politiker die einen Affen machen, sobald man an seinem Auto eine Deutschland Fahne montiert hat :rolleyes:. Leider nutzen dies auch andere Länder aus, und versuchen uns immer und immer wieder ins gewissen zu reden wie schlimm wir früher waren, und spielen dadurch Ihre Vorteile der Geldbörse aus. Ganz nach dem Motto "Warum wollen uns die Deutschen nicht helfen? Ob das noch immer Nazis sind?".

Vielleicht sehe ich es auch ein wenig zu eng...
 
Hi,

ich wollte mich nochmal genauer zu meiner Sicht der Schuld der Deutschen äußern.

Ich habe mir darüber nochmal genauer Gedanken gemacht.

Wenn ich das lese, dann deute ich das so, als hätte JEDER Deutsche Schuld daran. Das ist in etwa das gleiche, wie mit den Vorurteilen gegenüber den Ausländern in der heutigen Zeit. Ein Deutscher Bürger guckt Nachrichten, in den Berichtet wird, dass ein Türke Körperverletzung begangen hat. Und obwohl der Deutsche Bürger nicht einen einzigen Türken Persönlich kennt, behauptet er, dass ALLE Türken so sind. Das kann doch überhaupt nicht stimmen. Damals hatte Hitler viele Anhänger. Es kann auch gut angehen, dass viele oder gar die meisten in Deutschland wussten, welches Ziel Hitler verfolgte. Aber es gab mehr Leute, die gegen Hitler waren. Nur wie schon erwähnt, ist Hitler an die Alleinherrschaft nicht mit der Mehrheit der Stimmen vom Deutschen Volk gekommen, sondern durch die mit Gewalt Zerschlagung der Gewerkschaften und dem Verbot der linken Parteien. Danach, wie schon erwähnt, konnte Hitler niemand mehr was. Er war praktisch König und dem König kann niemand etwas verbieten. Die Menschen, die bis dahin gegen Hitler waren, hatten von jetzt an praktische keine andere Wahl mehr, als sich hinter Hitler zu stellen und das zu machen, was er sagt. Nur die wenigsten hatten den Mut sich gegen Hitler zu stellen aber die mussten dann ihr normales Leben aufgeben weil sie als Verräter oder Staatsfeind angesehen wurden. Die Mehrheit aber, waren ganz einfache Menschen die mehr oder weniger Angst hatten und friedlich leben wollten und sich dementsprechend unterwarfen. Die einfachen Menschen unterwerfen sich nämlich lieber und leben so mehr oder weniger in Frieden als dass sie sich gegen, in diesem Fall Hitler stellen und dafür als Verräter dargestellt, eingesperrt oder gar erschossen werden. Damals hatte der Deutsche Bürger nicht die Freie Wahl Ja oder Nein zu sagen, ohne mit ernsten Konsequenzen rechnen zu müssen. Deshalb trägt die Mehrheit meiner Ansicht nach keine Schuld daran, was damals passiert ist.

gruß
 
Damals hatte der Deutsche Bürger nicht die Freie Wahl Ja oder Nein zu sagen, ohne mit ernsten Konsequenzen rechnen zu müssen. Deshalb trägt die Mehrheit meiner Ansicht nach keine Schuld daran, was damals passiert ist.
ich find, etwas zu erklären und etwas zu rechtfertigen ist was anderes. ist letztendlich nur ne meinung und ich respektiere auch deine aber wenn wir das ganz platt betrachten hat die mehrheit jeder einzeln eine "straftat" begangen. das ist wie wenn jemand aus hungersnot jemanden beklaut oder sogar niedersticht. da hat man auch in dem sinne mitgefühl trotzdem bleibt es eine straftat die ihre konsequenzen mit sich zieht. von mir aus muss hier das wort "schuld" gar nicht fallen, andere faktoren haben die person(en) x dazu veranleitet aber trotzdem darf dann diese person x nicht frei gelassen werden sondern muss für seine tat auch die angemessene strafe ertragen. meiner meinung nach wäre auf diese art und weise ein schuldbegriff relativ wertefrei und reißerisch ohne jedoch an genauigkeit und konsequenz zu verlieren.

nebenbei: es gab genug menschen die für ihre ideale auch folter und tod in kauf genommen haben, leider erreichen diese menschen nur schwer die mehrheit und wenn dann müssen sie dafür sterben und auch dann noch jahre warten. im endeffekt ist das volk die größte macht und wenn es sich tatsächlich aufbäumt hat da jeder könig oder kaiser oder k.a. zu ende regiert.
 
Meine Güte ist das alles interessant hier.
Ich werfe mal in den Raum: Patriotismus sollte wieder legal werden. Und man sollte keine Angst mehr haben müssen nach Patriotischen Äußerungen als "Nazi" abgestempelt zu werden :( Das geht in den Köpfen er Leute nicht zusammen, dass man gleichzeitig unsere Demokratie und Freiheit lieben kann, während man patriotisch denkt. Schaut euch das mal in den USA an! Das würde hier schon als faschistisch gelten. Ich z.B. hänge jeden 03.10. eine Flagge zum Fenster raus.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an
INDIVIDUELLEN Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen
Millionen teilt. Wer bedeutende Vorzüge besitzt, wird viel mehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor
Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er Stolz sein könnte,
ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein"

(Arthur Schoppenhauer)

Es gibt vieles auf der Welt worauf mensch stolz sein kann. Seine Familie, seine Freunde, persönliche Erfolge etc.
Staaten und Nationen gehören aber meiner Meinung nach definitiv nicht dazu.
 
[F]L4SH schrieb:
[...]Ich z.B. hänge jeden 03.10. eine Flagge zum Fenster raus.

Dem schließe ich mich an. Siehe die Amis, die feiern ihren Nationaltag auf ganz eigene extravagante und exzessive Weise. Wir staunen darüber und finden das i.d.R. auch gerne schön uns solch einen Patriotismus anzusehehn.

Wieso sollte man nicht zu seinem Nationalfeiertag stehen. Die eigene Flagge aufzuhängen wäre ein guter Anfang den Patriotismus unserer Nation wiederaufzubauen.
Leider führt das oft zu Kontroversen; aber daran ist nichts schlimm!
 
Also um mal etwas Sachliches beizutragen:
Das fehlende Nationalbewusstsein in Deutschland führt meiner Meinung nach zu gefährlichen Tendenzen.
Wie sollen denn Immigranten und Neu-Deutsche sich integrieren, wenn keiner patriotisch ist von den
"echten" oder schon immer hier lebenden Deutschen?
Wie sollen sie sich zu Deutschland bekennen, wenn die originalen Deutschen es nicht tun und ihr Land oder
ihre Regierung oder ihre Kultur in den Dreck ziehen und sich über sich selbst und ihre Tradition lustig machen?!?
Als erstes muss man sich selbst achten und dann erst andere, denke ich jedenfalls.

In England z.B. sind die Menschen wesentlich patriotischer und die Ausländer dort werden schneller integriert
und sind auch eher für ihre neue Heimat.
Noch krasser ist der Kontrast zwischen Immigranten in Deutschland und anderen Ländern, wenn man an die USA denkt. Hier sind die Leute alle nach gewisser Zeit stolz darauf, Amerikaner zu sein / zu werden.

Wenn die masochistischen und vaterlandsfeindlichen deutschen Medien / gewisse politiische Gruppierungen
immer wieder unsere Schuld am 60 Jahre vergangenen 2.Weltkrieg betonen, dann ist das sehr schlimm für die gesamte Gesellschaft. Kaum wurden ein paar Fahnen zur WM 2006 geschwenkt, wurde auch schon "kritisch" (eher destruktiv) über neue "nationalistische Tendenzen" berichtet, die aber bestimmt nur hineininterpretiert wurden.

Traurig, die Nachkriegsgeschichte Deutschlands.

Ich meine, es darf und kann doch nicht sein, dass dreizehn Jahre Terror-Regime alles Gute Deutsche vernichten können und wir nur noch die Duckmäuser sein dürfen.
Ob es im Ausland ist als Deutsche oder ob es Kritik an der Politik z.B. Israels oder der USA ist.

Was denkt Ihr darüber?
 
aiman abdallah,

Es ist sehr einfach mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen und ihnen die Schuld für gewisse Dinge zu geben. In der heutigen Zeit und im relativ Sicheren Deutschland wo so gut wie alles mit Rechten Dingen zugeht, behauptet der Bürger, dass er damals alles ganz anders gemacht hätte. Der Deutsch Bürger aus dem 20 Jahrhundert hätte sich damals gegen Hitler gestellt. Die Menschen heutzutage sind ja so tapfer. Man hört immer, „ich hätte“ „würde“ das und jenes anders machen. Meiner Meinung nach haben solche Leute nur eine große Klappe und nichts dahinter. Das bedeutet, wenn es wirklich darauf ankommt, dann verkriechen sie sich in den dunkelsten Ecken wo sie niemand sehen kann. Ich bin der Meinung, dass man so eine Situation wie damals im 3. Reich erst einmal erleben sollte, bevor man dicke Sprüche klopft. Heutzutage ruft man die Polizei wenn man bedroht wird und innerhalb 3 Minuten sind sie da. Damals hat hat man dem Menschen eine Waffe an den Kopf gehalten wenn man was zuviel gesagt hat. Da kam niemand zur Hilfe, weil die Polizei u.s.w. auf Hitlers befehl handelten.

Heutzutage kann man sich praktisch alles erlauben. Man darf sagen was man will und zu wem man will. Im Schlimmsten Fall bekommt man eine Anzeige wegen Beleidigung oder sonst was. Damals hingegen wurde so etwas im schlimmsten Fall mit dem Tod bestraft. Damals stand z.B. ein Familienvater vor der Wahl. Entweder erhebt er sich gegen Hitler und verliert im schlimmsten Fall seine ganze Familie oder, er steht zu Hitler, unterstützt dadurch zwar eine Straftat wie du es geäußert hast, aber dafür wird es seiner Familie gut gehen. Zumindest eine gewisse Zeit. Wenn es wirklich darauf ankommt, dann denkt jeder nur an sich und seine Familie. Ich bin mir zu 100% Sicher, dass wenn du vor der Wahl stehen würdest, Du und Deine engste Familie oder ein ganzes Dorf in irgendeinem Ausland, dass du dich für das Dorf entscheiden würdest ohne mit der Wimper zu zucken.
 
@chancaine
Ich muss dir da vollkommen Recht geben.
Seit dem Weltkrieg ducken wir uns immer und immer mehr.

Sobald wird gegen irgendetwas sind. Sei es in politscher oder völkerrechtlicher Hinsicht, werden wir gleich mit unserer Vorgeschichte auf eine Welle gebracht.

Solange die Deutschen sich tolerant, freundlich und friedlich verhalten, sind wir willkommen.
Tanzen wir auch nur etwas aus der Reihe, gibt es wieder vollgeballte Kritik.

Der Deutsche muss heutzutage der absolute Pazifist sein, ansonsten ist er ein Mensch mit nationalsozialistischen Gedankengut.
Eva Herrmann schrieb:
Ich muss einfach lernen, dass man über den Verlauf unserer Geschichte nicht sprechen kann ohne in Gefahr zu geraten
Mit ihr Stimme ich voll überein. Selbst wenn wir über unsere Geschichte reden, müssen wir aufpassen, sonst werden wir gleich wieder als Nazis abgestempelt.

Bzgl. Kollektivschuld:

Es ist offensichtlich, dass wir uns keine Schuld zuschreiben können.
Gerade die neue Generation. Wie soll sie die Schuld tragen oder sich dafür schämen?!
Unsere Geschichte soll sie aufklären und ihr kein Scham- oder Schuldgefühl vermitteln.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ah ja wir armen armen Deutschen. Fühlen wir uns nicht herrlich wohl in unserer Opferrolle?
Anstatt Verantwortung zu übernehmen das so etwas wie damals nie wieder geschehen kann (wohlgemerkt, ich rede von Verantwortung, nicht Schuld!) wird gejammert und sich in triefendem Selbstmitleid ergangen.

Ist der stolz auf die Nation denn wirklich so wichtig? Kann mensch nicht auch ohne ihn leben?
Meiner Meinung nach dient Nationalstolz primär der Abgrenzung gegenüber anderen Menschen, verstärkt so das Bild das Menschen aus welchem Grund auch immer nicht gleich seien und ist daher so nötig wie nen Pimmel am Papst. Ansonsten hat Herr Schopenhauer genug dazu gesagt. (siehe oben)
 
Das mit der Kollektivschuld ist auch wirklich Schwachsinn. Aber ich denke dass die Illusion aufrechterhalten werden muss, wir sind ja eigentlich immer noch "besetzt".

Naja und worauf kann man stolz sein? Auf die aktuelle Politik sicher nicht. Hätte jemand mal dafür gesorgt dass "der Markt sich von selbst bereinigt" wie immer gepredigt wird statt ohne mit der Wimper zu zucken die Gelddruckmaschine anzuschmeissen, dann hätt ich vielleicht gesagt "jaaa das sind unsre Jungs" :D
 
Nationalstolz soll den Zusammenhalt zwischen den Menschen in einem Land stärken. ;)

Allein wenn ich schon diesen Satz von Nikolaus Westerhoff:

Menschen mit patriotischen Einstellungen lehnen Nationalismus nicht ab. Vielmehr geht beides oft Hand in Hand.

Wer sowas behauptet, kennt nicht die wahre Bedeutung des Patriotismus!

Nationalismus trägt chauvinistische Merkmale in sich und ist ein Bekenntnis der Überlegenheit - dass man sich als das Beste und Vollkommenste.
Patriotismus dagen trägt sowas nicht, sondern besteht aus ethischen, kulturellen, politschen als auch historischen Aspekten, welche das Nationalgefühl bilden und somit den Stolz und Zusammenhalt einer Nation.
 
Ich seh da keinen Unterschied, für mich sind Patrioten als Schafe getarnte Nationalisten. Ist doch das gleiche, oder sind die "wir sind das beste Volk auf Erden US and A"-Patrioten dann doch Nationalisten oder wie ist das zu verstehen? Schliesslich tragen sie ihre "Werte" in die ganze Welt hinaus und demokratisieren Länder mit Bomben.

Wer sowas behauptet, kennt nicht die wahre Bedeutung des Patriotismus!

Das ist so wie die wahre Bedeutung vom Islam, Christentum, Kommunismus und vom Halligalli.
 
Und wozu genau braucht mensch sowas?

Wie oben schon beschrieben kann ich Stolz auch aus meinen individuellen Leistungen, Erfolgen usw. ziehen.
Und Zusammenhalt ist auch etwas was ich lieber mit ALLEN Menschen teile und nicht nur mit einem Teil der Menschen innerhalb von künstlich erschaffenen Grenzen/Nationen
 
©ћ٥٥ŧεя© schrieb:
... aber ich glaube nicht das drinnen steht, dass er die Handlungen im Buch in die Tat umsetzen wird, dass wenn er an die Macht kommt.

Ich habe es gelesen. Genau das steht drinn.

Er kündigt im Grunde genommen alles an. "Lebensraumerweiterung im Osten", "Lösen des Judenproblems"........

Es ist ziemlich billiger polemischer Mist, aber es steht tatsächlich fast alles drinn.

Wenn jemand ein patriotischen Bedürfnis hat kann ich empfehlen sich als Europäer zu definieren. Das ist aus meiner Sicht wesentlich zeitgemäßer und sichert auf lange sicht unseren Frieden wesentlich mehr als eine diffuse Art von nationalstolz zu entwickeln.

Wir Europäer sind einzigartig in der Geschichte dieses Planeten, denn wir haben es geschafft sämtliche Jahrhunderte alte Feden beizulegen und Freunde zu werden die auch in der Lage sind sich konstruktiv zu kritisieren ohne das gleich die Hölle ausbricht.

Darauf bin ich stolz, denn daran bin ich auch beteiligt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kollektivschuld? Tätergeneration?

Davon halte ich nicht wirklich viel, weder im geschichtlichen Kontext, noch nachgelagert auf Folgegenerationen. Dass Menschen charismatischen Führern von Ideologien oder Religionen folgen, ist kein deutsches Alleinstellungsmerkmal. Beispiele wurden hier schon genannt.

Ich konnte es mir nicht aussuchen, noch entscheiden, als Deutscher geboren zu werden.
Daher sehe ich mich weder in einer moralischen, finanziellen oder politischen Verantwortung bzw. Schuld.
Auch suche ich mir meine "Freunde" selbst aus und entscheide dies weder aufgrund von Nationalitäten, noch politischen Entscheidungen oder Bündnissen.

Im Gegenzug kann ich aber auch keinen Stolz auf etwas empfinden, worauf ich weder einen Einfluß hatte, noch daran beteiligt war.
Patriotismus oder Nationalismus ist in meinen Augen, auch ohne das Bild von ein paar Glatzen im Hinterkopf, sinnbefreit.

Ich kenne den amerikanischen, den französischen, den israelischen, den chinesischen, den polnischen und den russischen Patriotismus/Nationalismus ein wenig besser.

Gemein sind allen eine Abgrenzung gegenüber Anderen aufgrund von Nationalität, die jedoch von allen nicht beeinflussbar ist. "Ich bin stolz eine Franzose zu sein (Ich kann zwar nix dafür aber trotzdem)." Ist schon eine dämlicher Gedankengang, oder?

Es hat hier jemand geschrieben, dass er stolz darauf sei, dass es in Deutschland viele Patentanmeldungen gebe. Wieviele Patente davon waren seine? Da kann ich auch stolz sein, dass auf dem Mars ein Felsbrocken umkippt.

Nationalismus wie auch Religionen oder Ideologien eignen sich gut, um Menschen zu steuern. Ohne einen augeprägten Nationalismus wäre der Erste Weltkrieg wohl garnicht erst zustande gekommen. Da sind viele Nationen mit Begeisterung und Hurra-Rufen losgezogen.

Auf der anderen Seite dürfte eine starke Identität hilfreich bei der Migration von Einwanderern sein.

MFG

edit:
Natülich lebe ich gern in Deutschland und fühle mich hier ausgesprochen wohl. Ich mag die Freiheiten, die Möglichkeiten und die Kultur.
Stolz empfinde ich allerdings nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibt es überhaupt diesen Patriotismus?
Ich kenne diesen Zusammenhalt nur in Form von irgendwelchen Veranstaltungen, danach jedoch hat sich die Solidarität zur eigenen Nation jedoch in den meisten Fällen erledigt.
Dabei zeigt es doch, worum es wirklich geht, es geht nicht darum nur 3 Farben in die Luft zu strecken und ein Land vor seine eigene Persönlichkeit zu schieben, es geht um die Verbundenheit.
So wie Fußballer einer Mannschaft sich verbunden zeigen, wie sich politische Gruppen verbunden zeigen, so können sich auch Menschen mit einem Land verbunden zeigen.
Schließlich teilen wir eine Sprache, wir teilen viele ähnliche Merkmale, wir teilen Vorlieben, wir teilen Erlebnisse, kulturelle und geschichtliche Hintergründe.
Wir würden diese Verbundenheit nicht verspüren können, wenn sich die Staaten nicht gebildet hätten in denen wir leben und wenn sie sich nicht so einzigartig voneinander unterscheiden, das hätte ja den Lauf der Dinge total über Bord geworfen.

Ich fühle definitiv Verbundenheit mit der Nation aus dem Land in dem ich lebe, hier kann ich politisch aktiv werden und mitbestimmen wie sich mein Leben verändern soll, hier sprechen die Menschen meine Sprache, hier bin ich zuhause.
Diese Nation hat mich geprägt, wäre ich unter denselben Voraussetzungen irgendwo anders geboren, so wäre ich ein anderer Mensch.
So stehen also diese 3 Farben nicht unbedingt für das Land aber sehr wohl für die Nation der Deutschen und für das Leben welches man hier führt und welches einen prägt, mit den Menschen und ihren Besonderheiten und Geschichten.

Ob Deutschland eine Kollektivschuld hat, ich denke die Generationen um die Kriegszeiten hatten eine Kollektivschuld, jedoch haben dann genau so die Nationen eine Kollektivschuld zu tragen, welche die Kriege nicht verhindert haben.
Alle Menschen tragen eine Schuld, es sind ständig Kriege auf der Welt die geführt werden, es wurden große Kriege geführt, keiner dieser Kriege ist miteinander vergleichbar, denn Menschenleben kann man nicht auf eine Waage legen, so hat das deutsche Volk nicht mehr Schuld als jedes andere Volk auf der Welt.
Wer sich von Fehlern freisprechen kann, der werfe doch den ersten Stein.
Fakt ist wohl, das keine folgende Generation in Deutschland diese Taten vergessen wird, weil sie immer wieder an diesen Taten gemessen wird, jedoch gilt es damit richtig umzugehen, ich denke viele Nationen der Welt suchen weiterhin einen Sündenbock auf denen sie eigene Fehler abwälzen können, dem deutschen Volk kann vergeben werden, jedoch sollte man natürlich nie vergessen.
 
@AeS:
Ich teile die meisten Deiner Äußerungen.
Allerdings würde ich gerne eine Kleinigkeit anmerken:
Die Nürnberger Prozesse haben eines ganz klar festgestellt:

Es gibt KEINE Kollektivschuld des deutschen Volkes!!!

Wenn das schon die Siegermächte sagen, sollten wir es doch auch glauben können.

Allerdings finde ich shcon, dass jeder eine gewisse persönlcihe Verantwortung für
Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit in seinem persönlichen Umfeld hat.

Und als Europäer fühlt sich übrigens nur jemand, der aus einem kleinen unbedeutenden Land wie NL,B, LUX
kommt ;-)
Ergänzung ()

Ich meine damit, dass die Engländer und Franzosen schon sehr national sind.
 
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