Lage im Iran

ich kritisiere nur die einseitige Berichterstattung darüber, diese dient als Nährboden für Hass und Meinungsmache.
beklag dich beim iranischen Regime, die blocken die Presse und das Internet

dort leben wohl möglich noch Menschen die wirkliche ideale mit ihrem Glauben vertreten und durch Disziplin "Vernünftig" leben und nicht dem westlichen kommerz Wahnsinn verfallen sind...
es gibt keine "anderen" oder "besseren" Menschen, sind alle ziemlich gleich.

Aber Menschen verhalten sich sehr unterschiedlich und Gesellschaften sind sehr unterschiedlich. Vor ein paar Monaten gabs ne Studie über Ehrlichkeit, das Ergebnis war folgendes: In Japan kannste dein Handy in der U-Bahn auf den Sitz legen und dir 2 Wochen später im Fundbüro wieder abholen, klappt in fast 100% der Fälle!

Also, wie kommt, es das Menschen sich so unterschiedlich verhalten, warum klappt das an einem Ort ganz gut, woanders herrschen Mord und Totschlag? Ich glaube nicht, das der CIA dran Schuld ist, sondern das es ganz andere Gründe hat. Wertvorstellungen, Leitkultur nenn es wie du magst.

Jedenfalls, eine Diktatur, egal ob es eine kommunistische, faschistische oder theokratische oder was auch immer, wird niemals ein Ort sein, an dem sowas wie ne Zivilgesellschaft entstehen kann. Daher wäre es gut, wenn sich die Lage im Iran ändert und ein Anfang wäre, das die demokratischen Spielregeln eingehalten werden.

--

nochmal was zu den Fehlern der USA: die machen viele Fehler und die werden auch regelmäßig öffentlich aufgearbeitet. Die Amis sind halt diejenigen, die vorne weg gehen, und wer alles zum ersten Mal macht, macht natürlich viele Fehler. Außerdem haben sie viele finanzstarke Lobbygruppen, die alle versuchen, ihre partikular Interessen durchzusetzen (bekanntes Beispiel: die Waffenlobby). Natürlich gehts da drunter und drüber. Nun, z. Zt. versuchen sies mit nem frischen Präsidenten, und erstmal mal schaun, was daraus wird. Demokratie wird nie langweilig, das ist der Vorteil zu jeder Diktatur, und die Abneigung vieler Europäer gegenüber den Amis beruht durchaus auf Gegenseitigkeit. Tatsache ist, das die meisten Amis völlig OK sind, wenn man mal mit einem zu tun hat ;)
 
walter09 schrieb:
beklag dich beim iranischen Regime, die blocken die Presse und das Internet


es gibt keine "anderen" oder "besseren" Menschen, sind alle ziemlich gleich.

Aber Menschen verhalten sich sehr unterschiedlich und Gesellschaften sind sehr unterschiedlich. Vor ein paar Monaten gabs ne Studie über Ehrlichkeit, das Ergebnis war folgendes: In Japan kannste dein Handy in der U-Bahn auf den Sitz legen und dir 2 Wochen später im Fundbüro wieder abholen, klappt in fast 100% der Fälle!

Das hat mit ehrlichkeit wenig zu tun, es ist einfach ein bedarfsdefizit. Das klappt eben in einem Land in dem jeder 2 Handys besitzt und elektronische Güter heilig sind. Ein satter Löwe jagt dem Hyänen eben nicht seinen Knochen ab ;)

Also, wie kommt, es das Menschen sich so unterschiedlich verhalten, warum klappt das an einem Ort ganz gut, woanders herrschen Mord und Totschlag? Ich glaube nicht, das der CIA dran Schuld ist, sondern das es ganz andere Gründe hat. Wertvorstellungen, Leitkultur nenn es wie du magst.

Das liegt an den Lebensumständen. Erst kommt das Fressen und dann die Moral. Sind die Grundbedürfnisse gedeckt ist ein Großteil der Bevölkerung zufrieden. Bedenke dass die Gesellschaft im Iran immerhin zugang zum Internet hat und sieht wie andere Kulturen und Gesellschaften leben wenn auch nur aus der Ferne. Kann man in etwa mit der ehemaligen DDR vergleichen, die leute konnten zwar teilweise west TV empfangen aber mussten in einem anderen Sytem leben. Die die das System aus dem TV kannten oder Verwandte im Westen hatten wollten natürlich auch so leben und dieser Wunsch nach vermeintlicher Freiheit hat sich dann zu einem Grundbedürfnis entwickelt. Viele haben hinterher festgestellt das sie damals in der DDR doch einen höheren Wohlstand genossen haben, Arbeit und genug Essen auf dem Tisch hatten und in der Ellenbogengesellschaft kaum klarkamen.

nochmal was zu den Fehlern der USA: die machen viele Fehler und die werden auch regelmäßig öffentlich aufgearbeitet. Die Amis sind halt diejenigen, die vorne weg gehen, und wer alles zum ersten Mal macht, macht natürlich viele Fehler. Außerdem haben sie viele finanzstarke Lobbygruppen, die alle versuchen, ihre partikular Interessen durchzusetzen (bekanntes Beispiel: die Waffenlobby). Natürlich gehts da drunter und drüber. Nun, z. Zt. versuchen sies mit nem frischen Präsidenten, und erstmal mal schaun, was daraus wird. Demokratie wird nie langweilig, das ist der Vorteil zu jeder Diktatur, und die Abneigung vieler Europäer gegenüber den Amis beruht durchaus auf Gegenseitigkeit. Tatsache ist, das die meisten Amis völlig OK sind, wenn man mal mit einem zu tun hat ;)

Es geht ja nicht um die amerikanische Zivilbevölkerung sondern um das System. Die Amis leben in einem System in dem es völlig egal ist welche Partei oder welcher Präsident an der Macht ist, der eine ist zusätzlich noch mit der Waffenindustrie verheiratet und der andere dafür noch mehr mit dem privaten Bankenkartell. Guck dir dochmal an welchen Background Obama und seine Helferschaft haben ;)

Ob nun die Repuplikaner oder die "Demokraten" dort an der Macht sind, es gehen eh immer die gleichen Leute im weissen Haus aus und ein ;)

Obama macht dort weiter wo Bush aufhören musste nur verpackt er es eben anders bzw. verkauft "seine" Politik besser der Öffentlichkeit.
 
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das hat mit ehrlichkeit wenig zu tun, es ist einfach ein bedarfsdefizit. Das klappt eben in einem Land in dem jeder 2 Handys besitzt und elektronische Güter heilig sind. Ein satter Löwe jagt dem Hyänen eben nicht seinen Knochen ab
nee, es hat was mit einem grundlegenden Gefühl von Anstand und einem gewissen Mass an Emphatiefähigkeit zu tun (einfacher gesagt: gesundem Menschenverstand), ob sich jemnd diese Mühe macht

Das liegt an den Lebensumständen. Erst kommt das Fressen und dann die Moral. Sind die Grundbedürfnisse gedeckt ist ein Großteil der Bevölkerung zufrieden. Bedenke dass die Gesellschaft im Iran immerhin zugang zum Internet hat und sieht wie andere Kulturen und Gesellschaften leben wenn auch nur aus der Ferne. Kann man in etwa mit der ehemaligen DDR vergleichen, die leute konnten zwar teilweise west TV empfangen aber mussten in einem anderen Sytem leben. Die die das System aus dem TV kannten oder Verwandte im Westen hatten wollten natürlich auch so leben und dieser Wunsch nach vermeintlicher Freiheit hat sich dann zu einem Grundbedürfnis entwickelt.
ja, wobei die Demos glaube in dem Teil der DDR losgingen, die im Funkloch lagen

Viele haben hinterher festgestellt das sie damals in der DDR doch einen höheren Wohlstand genossen haben, Arbeit und genug Essen auf dem Tisch hatten und in der Ellenbogengesellschaft kaum klarkamen.
naja, der Wohlstand ist heute um ein Vielfaches höher (allerdings im direkten Vergleich mit noch sehr viel mehr Reichtum). So kuschelig war die DDR nicht, ich weiß aus eigener Anschauung, dass es bei Anwesenheit von kleinen Kindern nötig war, nicht mehr deutlich zu sprechen. Grund war, weil die kleinen in der Schule regelmässig ausgefragt wurden, ob die Eltern Westfernsehen schauen oder sich Regime kritisch geäußert haben. Außerdem gab es in jedem Plattenbau mindestens einen Nachbarn, der rumgeschnüffelt hat. Mal ganz zu schweigen von der famosen Umweltverschmutzung, im Winter war die Luft in der DDR gelb-braun, kann man sich heute garnicht mehr vorstellen.
An den negativen Aspekte der DDR war NICHT der CIA schuld, um das mal deutlich zu sagen ;)

Die Amis leben in einem System in dem es völlig egal ist welche Partei oder welcher Präsident an der Macht ist, der eine ist zusätzlich noch mit der Waffenindustrie verheiratet und der andere dafür noch mehr mit dem privaten Bankenkartell. Guck dir dochmal an welchen Background Obama und seine Helferschaft haben
man wird sehn. Es geht in diesm thread nicht um die Amis, nur soviel, das ist immerhin das gemischteste Land der Erde (vielleicht vergleichbar mit Indien). Was dort gemacht wird, hat es noch niemals vorher gegeben. Es gibt keine Blaupause, nach der man das jetzt planen könnte, alles wird zum ersten Mal gemacht und ausprbiert. Ich sehe wenig Grund für europäische Arroganz, denn was hier in den nächsten Jahren noch abgehn wird wissen wir so genau auch nicht.
 
http://www.hintergrund.de/20090626415/politik/welt/iran-das-scheitern-des-“grünen”-putsches.html
„Viele Experten behaupten, die Höhe des Sieges des amtierenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad sei das Resultat von Betrug oder Manipulation, aber unsere landesweite Meinungsumfrage unter den Iranern drei Wochen vor der Wahl zeigte, dass Ahmadinedschad in einem Verhältnis von mehr als zwei zu eins in Führung lag – klarer noch als die tatsächliche Höhe seines Sieges in den Wahlen.
 
Mr.Wifi schrieb:
Viele haben hinterher festgestellt das sie damals in der DDR doch einen höheren Wohlstand genossen haben, Arbeit und genug Essen auf dem Tisch hatten und in der Ellenbogengesellschaft kaum klarkamen.

Ich denke mal das hat andere Gründe, der Westteil denkt ja ähnlich, bevor wir die DDR zurück bekamen ging es uns auch besser.

Ich denke das das eher was mit dem alten Blocksystem zusammen hing da gabe es eine Gewisse Ordnung im Wirtschaftssystem

Dies wurde dann doch die Globalisierung abgelöst na ja und was dabei raus kam kann man Heute sehen

Arbeitsplätze aus unserem Binnenmarkt wurden in kostengünstigere Region der Erde verlegt ohne Rücksicht auf die Unterschiedlichen Bedürfnisse

Mir kommt die Globalisierung von Heute eher wie eine Anarchistische Wirtschaftsordnung vor



Aber das hat jetzt weniger mit dem Thema zu tun

DVD

Habe diesen Hintergrundbericht gelesen, irgendwie seltsam ist der auch, einiges mag war sein aber irgendwie ist der nicht neutral, sehr Linkslastig.

Kommt mir vor wie, "Der Iran ist zwar nicht so OK aber Hauptsache sie sind gegen die USA" und dann ist alles recht.


Das sind so seltsame Formulierungen
also Politisch Korrekt hört sich das nicht an


US-hörige Marionettenregierung


wodurch Pläne der CIA für eine Propaganda- und Desinformationskampagne abgesegnet werden


Einzigartig, mit welcher Dreistigkeit, vor allem Bereitschaft zur Lüge, sich „die von der US-Regierung kontrollierten, korporierten US-Medien, ein Propagandaministerium“ sowie die regimenahen Medien Großbritanniens und Deutschlands,


„die Regierungschefs der Marionettenstaaten Großbritannien und Deutschland haben sich der amerikanischen Operation der psychologischen Kriegsführung angeschlossen“


rekrutieren sich daher meist aus gesellschaftlichem und historisch überlebtem Unrat: monarchistische Kohorten



Ok vielleicht stimmt das eine oder andere über die USA aber wo ist zB der Hinweis das Mahmud Ahmadinedschad der Bassidsch-Milizen angehörte

Um es jetzt mal ähnlich Spitz zu Formulieren wie es Hintergrund.de macht, die sind doch nicht anderes als eine iranische SS.

Im Kabinett von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sind 13 der 21 Ministerposten mit ehemaligen Kommandanten der Revolutionsgarde besetzt, dazu gehört auch das Geheimdienstministerium. Ahmadinedschad selbst erreichte ebenfalls den Rang eines Kommandanten.

Diese Bassidsch-Milizen (iranische SS) ca 400000 Mann stark rekrutiert am liebsten auf dem Land. Und unterstützen ähnlich wie die Hamas die arme Zivil Bevölkerung
Was auch das Ergebniss der Volksbefragung erklären könnte

Dann weiss man auch nicht wie diese Studie durch geführt wurde, oder ob die Leute befangen waren weil sie vielleicht Angst hatten zuzugeben das sie anders wählen würden. Was man auch nicht ausschließen kann.


- Wieso wurden keine neutralen Beobachter zugelassen
- Wieso werden die Stimmen nicht von einer Neutralen Organisation geprüft
- Wieso sind Stimmen von Toten aufgetaucht
- Wieso gab es in manchen Orten mehr Stimmen als Wahlberechtigte

Und so lange diese Fragen nicht beantwortet werden, hat das Wahlergebnis einen Faden Beigeschmack
 
jo, der achmadineschad muß weg. viel zu lang hat er gegen unsere interessen regiert. und wahlfälschung hat er auch noch begangen.

ich frag mich nur wie man solch einen massiven vorsprung herbeifälschen kann. mit jeden von den anderen kandidaten hätte sich nichts durchgreifendes im iran geändert. wir sollten uns die augen mal auswischen.

warum sollte ein souveräner staat seine wahlergebnisse von möglicherweise "unabhängigen" organisationen nachzählen lassen? haben wir etwa die bushigen wahlergebnisse der usa nachzählen lassen? oder wer weiß welchem land?

und das wahlrecht des iran läßt es zu, das jeder dort wählt, wo er sich gerade befindet. so kommen mehr stimmen als wahlberechtigte her udn auch, das die wahllokale länger geöffnet werden mußten.
 
@MrPsst

Ich behaupte nicht das Ahmadinedschad ein guter Mensch ist, aber wenn unsere Medien von Wahlfälschung reden ohne Beweise zuliefern, und wenn ein Kriegsverbrecher wie Henry Kissinger offen davon redet, das man einen Regimewechsel im Iran braucht, dann stinkt mir das.
Der Iran wurde schon mindestens einmal, wenn nicht gar zweimal mit Hilfe der USA zum Regimewechsel gebracht.
Erst 1953, Operation Ajax.
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Ajax
Und auch die "islamische Revolution" 1979, wurde mit von den USA finaziert.
Hier mag die USA nicht die alleinige treibende Kraft gewesen sein, aber unbeteiligt waren sie nicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Revolution
Damals, war es zum einem weil der Schah zu eigensinnig wurde und man glaubte man könnte die UDSSR mit hilfe von islamische Extremisten eindämmen.
Das sich dieser Versuch dann umgekehrt, sieht man ja nicht nur im Fall vom Iran, sondern hat man ja auch bei Afghanistan gesehen.
Dort hat man in den 80er erst die Mushahedin unterstürtz und aktiv die Radikalisierung vorangetrieben, was dann in al-Qaida mündete, und in den 90er Jahren wurden die Taliban finanziert, um entlich stabile Verhältnisse im Land zuhaben, damit man selber Verträge über den Bau eines lange gepanten Piplineprojektes, zum abschluss bringen könnte.

Wenn wir wissentlich blind alles glauben, was unsere Massenmedien uns vorsetzen, dann sind wir nicht besser, als die "ach so ungebildeten, oder eingeschüchterten Iraner" die Ahmadinedschad gewählt haben sollen.

Um es mit mit Reinhard Mey zusagen, sei wachsam ...
http://www.youtube.com/watch?v=BU9w9ZtiO8I

... der Iran mag kein Bilderbuch Staat sein, das gibt uns aber noch lange nicht das Recht hier einzugreifen. Aber genau diese Unterstützung durch uns als Bevölkerung, zum Eingreifen, will die Meingungsmache unserer Medien erreichen.
 
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Hab ich entdeckt ist nee nette Grafik

iran_power_system-520x369_2.gif
 
Jedenfalls, eine Diktatur, egal ob es eine kommunistische, faschistische oder theokratische oder was auch immer, wird niemals ein Ort sein, an dem sowas wie ne Zivilgesellschaft entstehen kann.

Das ist kompletter Blödsinn und zeugt lediglich davon, dass du nicht im Ostblock zumindest zu Besuch warst. Auch basiert die Zivilgesellschaft in Japan, von der du ja in den höchsten Tönen gesprochen hast, auf traditionen aus sehr diktatorischen Zeiten dieses Landes, und wurde nicht erst mit der Kriegsniederlage eingeführt.

Auch gibt es Berichte aus Nordkorea, die von einer extrem ausgeprägten Zivilgesellschaft zeugen. Leute die freiwillig ihre Stadt suaberhalten, ohne dafür Entlohnung zu fordern, zeugt für mich durchaus von einer starken Zivilgesellschaft.

Es gibt also genügend Belege, welche deine Theorie widerlegen.
 
Helios co. schrieb:
.....Auch basiert die Zivilgesellschaft in Japan, von der du ja in den höchsten Tönen gesprochen hast, auf traditionen aus sehr diktatorischen Zeiten dieses Landes, und wurde nicht erst mit der Kriegsniederlage eingeführt.

Auch gibt es Berichte aus Nordkorea, die von einer extrem ausgeprägten Zivilgesellschaft zeugen. Leute die freiwillig ihre Stadt suaberhalten, ohne dafür Entlohnung zu fordern,.....


Gib mal ein Beispiel weis jetzt nicht was du meinst welche Traditionen aus diktatorischen Zeiten Japans meinst du ??? (Gab es in Japan überhaupt eine Diktatur, hab davon noch nichts Gehört)

Naja und das mit dem Sauberhalten in Nordkorea ist eher ein Asiatisches Phänomen das gehört zu den Anstandsformen in Asien
 
Der Tennō zeigt doch die ehem. diktatorische Vergangenheit auf. :rolleyes:


Die (pseudo)-Demokratie des Iran ist in meinen Augen nur eine Farce.
Nur vom Gelehrtenrat ausgewählte und zugelassene "Kandidaten".
Da ist die Wahl zwischen den polit. Ausrichtungen "sehr groß"...

Wie man die Lage nun beurteilen kann, ist schwer zu sagen.
Eine Chance zu einer echten Änderung war vllt. da oder wir wollten sie nur sehen.
Es wird so enden, wie es begonnen hat.
Ahmadinedschad wird Präsident bleiben.


Und so wichtig scheint das Thema Iran in den Medien nicht mehr zu sein.
Denn der Iran erscheint nur noch selten innerhalb der Hauptschlagzeilen.
 
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Wie man die Lage nun beurteilen kann, ist schwer zu sagen.

Richtig! Der Punkt ist doch, dass wir im Prinzip garnichts wissen. Wurde wirklich bei den Wahlen betrogen oder nicht? Und wenn, wie stark war der Wahlbetrug?
Wäre es sonst zu einem Regierungswechsel gekommen? Falls nicht, so waren die Demostartionen tatsächlich sehr problematisch. Denn sie hätten somit den Wunsch der Mehrheit untergraben.

Naja und das mit dem Sauberhalten in Nordkorea ist eher ein Asiatisches Phänomen das gehört zu den Anstandsformen in Asien

Und was ist dann deiner Meinung nach eine Zivilgesellschaft? Irgendwie verstehe ich deine Argumentation nicht. Einerseits zu behaupten, dass eine Diktatur nicht in der Lage dazu ist eine Zivilgesellschaft hervorzubringen und andererseits zu erklären, dass Sitte und bestimmtes Verhalten sowieso Teil einer Region ist, so dass es egal ist, ob diese Region jetzt diktatorisch regiert wird oder nicht, wirkt auf mich sehr konfus.

Auch war bis zum zweiten Weltkrieg fast ganz Asien über sehr laneg Zeit diktatorisch regiert worden. Fakt ist sogar, dass jede größere Zivilisazion in einer Diktatur entstanden ist. Schau doch in die Antike. Selbst dei angeblich so demokratische griech. Republik war defacto eine Diktatur. Maya, Inca, Azteken, Persien, Deutschland, Frankreich, Russland.
All diese Kulturen sind in Diktaturen entstanden.

Daher noch einmal: Entweder verstehe ich nicht was du meinst, oder aber deine Theorie ist denkbar falsch!
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtig! Der Punkt ist doch, dass wir im Prinzip garnichts wissen.

ganz genau, und deshalb ist es momentan interessanter zu schauen, wie sich der Rest der Welt so verhält, Medien und Politik.

Dieses Jahr wurden im Iran schon über 150 Leute hingerichtet. Im Straflager Evin sitzt eine unbekannte Anzahl Demonstranten ein, usw

Meine Frage ist, soll sich der Westen darüber aufregen? Oder sieht die Arbeitsteilung so aus: wir Westler kritisieren die Amis für die Todesstrafe und Guantanamo, und die arabischen Staaten kritiseren Iran? Tja, offensichtlich funktioniert das net.

das dürfte deine Frage Frage bzgl "Zivilgesellschaft" beantworten :rolleyes:
 
Abgesehen vom Tenno, der seine Macht erst zu Meiji Restauration wieder erlangt hat, herrschte über zweihundert Jahre lang das Shogunat. Und das kann man sehr wohl diktatorisch nennen. War ja auch eine Militärregierung. Auch nach der Restauration war es kaum besser, denn Tenno ist bis heute eine "Gottheit" und sollte nicht öffentlich kritisiert werden. Die demokratisierung Japans kam erst nach dem zweiten Weltkrieg. So viel zu Diktatur in Japan ;)

@Topic
Ich kann trotzdem für Iran nur hoffen, das die Wahrheit ans Licht kommt. Für mich ist die Wahl ungültig und wurde manipuliert. Über andere Verschwörungtheorien, wie angestachelte "farbige" Revolutionen a là Ukraine (orangene) und Georgien (rosane) lässt sich nur streiten. Vielleicht ist es alles nur show, vielleicht auch nicht. Wer weiss das schon ;)
 
Helios co. schrieb:
Und was ist dann deiner Meinung nach eine Zivilgesellschaft? Irgendwie verstehe ich deine Argumentation nicht. Einerseits zu behaupten, dass eine Diktatur nicht in der Lage dazu ist eine Zivilgesellschaft hervorzubringen und andererseits zu erklären, dass Sitte und bestimmtes Verhalten sowieso Teil einer Region ist, so dass es egal ist, ob diese Region jetzt diktatorisch regiert wird oder nicht, wirkt auf mich sehr konfus.


Da bringst du jetzt glaube ich 2 Threads durch einander



Helios co. schrieb:
Auch war bis zum zweiten Weltkrieg fast ganz Asien über sehr laneg Zeit diktatorisch regiert worden. Fakt ist sogar, dass jede größere Zivilisazion in einer Diktatur entstanden ist. Schau doch in die Antike. Selbst dei angeblich so demokratische griech. Republik war defacto eine Diktatur. Maya, Inca, Azteken, Persien, Deutschland, Frankreich, Russland.
All diese Kulturen sind in Diktaturen entstanden.

Daher noch einmal: Entweder verstehe ich nicht was du meinst, oder aber deine Theorie ist denkbar falsch!


Und hier nochmal eine Definition zur Diktatur

In historischer Perspektive gilt nicht jede Staatsform ohne freie Wahlen als Diktatur. In der Monarchie kann der Zugang zur Herrschaft durch Erbschaft oder Wahl (beispielsweise bei der Wahl des deutschen Königs durch die Kurfürsten) geregelt sein. Wenn dieser Herrschaftsanspruch allgemein als legitim anerkannt ist, wird nicht von einer Diktatur gesprochen. Dies trifft auch nicht in der absoluten Monarchie zu, wenn die Macht des Herrschers unbeschränkt ist.



Helios co.

Fakt ist sogar, dass jede größere Zivilisazion in einer Diktatur entstanden ist.


Hmm die USA auch wer wo was war die Diktatur
 
Helios co. schrieb:
Auch gibt es Berichte aus Nordkorea, die von einer extrem ausgeprägten Zivilgesellschaft zeugen. Leute die freiwillig ihre Stadt suaberhalten, ohne dafür Entlohnung zu fordern, zeugt für mich durchaus von einer starken Zivilgesellschaft.

Es gibt also genügend Belege, welche deine Theorie widerlegen.

Nö! Eine entwickelte Zivilgesellschaft führt i.d.R. zu einer entwickelten Gesellschaftform. Ich sehe das weder in NK, vielen Teilen Osteuropas oder auch im Iran.

Ein guter Indikator ist das Rechtssystem und dessen Anwendung. Unabhängigkeit (Gewaltenteilung) spielt dabei die selbe Rolle wie Neutralität in Bezug auf Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung, Herkunft, etc.. Dabei gilt: je mehr Religion bzw. Ideologie in der Gesellschaft verankert ist, desto ungerechter wird sie per se.

MFG
 
e-ding schrieb:
Nö! Eine entwickelte Zivilgesellschaft führt i.d.R. zu einer entwickelten Gesellschaftform. Ich sehe das weder in NK, vielen Teilen Osteuropas oder auch im Iran.
Sind wir jetzt wieder an dem Punkt angelangt die Welt in Zivilisation und Barbaren zu unterteilen ? :freak:

Klärt die Begriffsdefinitionen an anderer Stelle. Es gibt einschlägige Literatur dazu.
Back to Topic.
 
es geht mE darum, das es überall nette und nicht so nette Menschen gibt. Und zwar unabhängig davon, welches Land man sich anschaut. Nächste Frage ist, wieviel Macht die bösen Jungens haben. Wir regen uns über schlechte Arbeitsbedingungen bei lidl auf, im Iran verschwinden Regimekritiker in Lagern.

Die Gesellschaftsform, die der z.Zt. Iran hat, ist wohl nicht dazu geeignet, dass dort die Bösen in Schach gehalten werden, und genau das muss ein Staat tun. Das fängt mit der Gewaltenteilung an.

edit: ein Blick in die Gerüchteküche, der Iran ist möglicherweise sogar in der arabischen Welt isoliert

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gil_yaron_hoch_die_regionale_solidaritaet/
 
Zuletzt bearbeitet:
walter09 schrieb:
Nächste Frage ist, wieviel Macht die bösen Jungens haben. Wir regen uns über schlechte Arbeitsbedingungen bei lidl auf, im Iran verschwinden Regimekritiker in Lagern.

Die Gesellschaftsform, die der z.Zt. Iran hat, ist wohl nicht dazu geeignet, dass dort die Bösen in Schach gehalten werden, und genau das muss ein Staat tun. Das fängt mit der Gewaltenteilung an.

Dann definiere mal Böse. In Amerika hast du eine Gewaltenteilung und was hat sie gebracht? Guantanamo, Einmarsch in den Irak,...
Ich gebe dir Recht, dass der Iran alles andere als der optimale Staat ist, aber wir sollten uns auch an die eigene Nase fassen. Auch wir führen einen Krieg der mehr als fragwürdig ist.

kari_20090703_Krieg.gif


Du würdest Deutschland deshalb nicht als böse betrachten oder?

Die ganze Farce zeigt sich in der Aussage der USA über die Ambitionen Israels. Einem souveränen Staat wird nichts vorgeschrieben. Kann man Israel auch durch Nord Korea, Iran, Russland,.. ersetzen?

"Wenn Israel glaube, dass wegen des iranischen Atomprogramms ein Militärschlag nötig sei, könnten die USA "einem anderen souveränen Staat nicht sagen, was er zu tun hat", sagte Biden dem Fernsehsender ABC. Israel könne für sich selbst entscheiden, was es in Bezug auf Iran oder einen anderen Staat tue. "Ob wir zustimmen oder nicht, sie sind berechtigt, das zu tun.""

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-634431,00.html

Darum finde ich es sehr gewagt vom hohen Roß herab zu sprechen.
 
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