milliardo schrieb:
Also dass Technik, Forschung und Wissenschaft solange pausieren müssen, bis auch der letzte Mensch einen vollen Bauch hat. Raumflug? NEIN! Afrika hungert! Fusionstechnik? NEIN! Da hungert noch jemand!
Vielleicht wären wir glücklicher, wenn wir alle satt wären, aber (bildlich gesprochen) auf den Bäumen leben würden? Vielleicht. Wer weiß. Aber soweit ich die Entwicklung grob zurückblickend einschätzen kann, war der technisch-wissenschaftliche Fortschritt in seiner Gesamtheit doch wohlstands- und lebensqualitätfördernd.
Es wäre schön, wenn wir uns zuerst um die wirklichen Probleme kümmern würden und dann um die zweitrangigen, bzw. das kann auch gleichzeitig geschehen. Hier:
https://www.augsburger-allgemeine.d...ebels-und-kann-besiegt-werden-id60779706.html
wird der sehr gute Vorschlag gemacht, dass man das locker bezahlen könnte, wenn man Rüstungsausgaben kürzen würde. Oder wir könnten die Wallstreet höher besteuern, oderoderoder... Du tust ja so, als ob wir uns in die Steinzeit zurücksparen würden, wenn wir das Thema Hunger in der Welt angehen würden. Es ist eine Mammutaufgabe, weil viele Faktoren mit reinspielen, aber finanziell gesehen wären das Peanuts. Selbst aus egoistischer Sicht ist es gut, wenn der Reichtum der Erde einigermaßen gleich verteilt ist, denn wenn es den Menschen dort wo sie leben dreckig geht, dann gehen sie logischerweise dorthin, wo es ihnen besser geht. Das Welthungerproblem anzugehen ist kein Verlust für uns alle, sondern ein Gewinn.
Ebenso finde ich es merkwürdig, alles nur am Wohlstand und Entwicklung festzumachen, so kommt es mir bei dir zumindest vor. In meinen Augen haben wir hier im Westen alle mehr als genug, sie es Nahrung oder sonstige materielle Dinge, weshalb brauchen wir dafür immer mehr, mehr, mehr? Wir schmeissen jedes Jahr 1,3 Milliarden! Tonnen Essen weg:
https://www.quarks.de/gesundheit/er...n-wenn-wir-weniger-lebensmittel-verschwenden/
Ein absoluter Irrsinn! Obwohl wir hier alles haben, ist die Lebensqualität nicht unbedingt gestiegen, wenn wir uns mal die Zunahme an psychischen Erkrankungen ansehen:
https://de.statista.com/themen/1318/psychische-erkrankungen/#dossierKeyfigures
Innerhalb der DAK hat sich das
Arbeitsunfähigkeitsvolumen aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht und
Depressive Episoden (F32) sind zur drittwichtigsten Einzeldiagnose bei Arbeitsunfähigkeit aufgestiegen (2016).
Man sollte also ein gutes Leben nicht ausschließlich von materiellen Dingen abhängig machen.
Das Problem ist, dass sich mit der Hungerbekämpfung kein Geld verdienen lässt, wie z.B. mit Waffen, Impfstoffen oder der Wallstreet. Milliardenpakete für große Firmen waren während der Coronakrise kein Problem, aber durch Lockdowns sind wichtige Lieferketten zusammengebrochen, den Preis haben andere dafür gezahlt. Aber hey, sind ja nur die armen Menschen, die dadurch gestorben sind, also who cares?
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Wenn sich mit der Hungerbekämpfung annährend so viel Geld verdienen lassen würde wie mit Waffen, Impfstoffen, etc., dann wäre der Hunger in der Welt schon lange ausgerottet, da bin ich ziemlich sicher.
Erkekjetter schrieb:
Auch für dich gilt: mach deine arbei beim aufstellen von thesen, dann mache ich meine. Du bist in der bringpflicht, nicht ich wenn ich auf behauptungen reagiere. Dazu gehört auch zu behaupten, etwas erklärt zu haben. Etwas komplex wie hier ist ganz sicher nicht erklärt, wenn man dazu einen Halbsatz fallen lässt.
Also wenn ich mir meine letzten Posts mal angucke, dann habe ich Fakten geliefert und Links gepostet, die meine Thesen unterstützen. Z.B. beim Thema Staatsschulden, ich habe einen Blick zurück in die Geschichte geworfen und aufgezeigt, dass es viele dieser Probleme in der Vergangenheit bereits gegeben hat und ich habe dir einen Link gepostet, der sich mit dem Thema beschäftigt, wo unser Geld herkommt. Wenn du das ignorierst und weiter behauptest ich hätte hier nichts geliefert, was meine Thesen unterstützt, dann kann ich dir auch nicht helfen.