ABER:
Du hast gesagt, dass Du grundsätzlich gegen Videoüberwachung bist. Lies Dir die von mir genannten Argumente nochmals durch und werte sie nicht als vorverurteilend. Vor diesem Hintergrund bist Du mir die Antwort schuldig geblieben, was trotz dieser Argumente gegen eine Videoüberwachung spricht.
Ganz ehrlich, ich bin für jedes Argument offen.
Weil Videoaufnahmen als Beweismittel oder als Täteridentifikationen, wenn sie als solche herangezogen wurden, die Aufklärungsquote von Straftaten bisher weder positiv noch negativ beeinflusst haben.
Videoaufnahmen hatten bisher null Effektivität diesbezüglich, wenn man statistisch von der Überführung der Täter, bis hin zu deren Verurteilung oder deren Freisprechung vor Gericht ausgeht.
Und das ist doch der entscheidende Punkt: Warum sollte man Hilfsmittel bei der Strafverfolgung einsetzen, die obendrein in Sachen Einschnitt in die Grundrechte der Bürger höchst bedenklich und umstritten sind, wenn sie den Beweis der Effektivität bei der Aufklärung von Straftaten absolut schuldig geblieben sind?
Dabei ist es doch vom Grundsatz her völlig egal, ob es sich dabei um die Überwachung von öffentlichen oder nicht-öffentlichen Plätzen handelt. Wenn die Maßnahme nicht greift und obendrein, aus den genannten Gründen, äußerst bedenklich ist, warum also sollte man darauf zurückgreifen?
Für die Politik wäre das nur ein entscheidender Grund, den bisherigen Stellenabbau bei öffentlichen Ordnungsorganen zu rechtfertigen und noch weiter zu betreiben.
An öffentlichen Plätzen kann nur die Maßnahme, gut geschultes und nominell ausreichend präsentes Ordungspersonal vor Ort zu haben, die richtige sein, um vorbeugend gegen Straftaten vorgehen und unmittelbar und nachhaltig gegen Straftäter agieren zu können.
Mn muss dabei auch noch den Begriff "öffentliche Plätze"richtig definieren.
Öffentliche Plätze sind alle, für jedermann frei zugängliche Plätze. Also alle Straßen und Flächen, die nicht eingezäunt oder durch bestimmte Kennzeichnungen anders bestimmt sind. Wo will man da anfangen und wo aufhören, wenn es um die Überwachung durch Videokameras geht?