smacked2 schrieb:
Zu den Kameras und der steigenden Überwachung:
http://www.youtube.com/watch?v=Diq6TAtSECg
Videoüberwachung ist nur eine Illusion von Sicherheit und dient eher der Kontrolle als der Sicherheit.
Das ist nicht gegen Dich persönlich gerichtet, smacked2, doch ich habe selten einen solchen linkspropagandistischen Schwachsinn gehört wie in diesem verlinkten Video.
Ich habe mir erlaubt, einige Textstellen herauszuschreiben:
Denn jemand, der sich beobachtet fühlt, verhält sich anders als jemand, der nicht beobachtet wird.
Ja, klar. Es geht um eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze, also um Orte, an denen ich ohnehin "beobachtet" werde, nämlich von allen Menschen, die sich in der Nähe aufhalten. Welche Freiheitsrechte, die mit dem Gesetz in Einklang stehen, werden denn da bitte eingeschränkt? Zumal das Bildmaterial der Öffentlichkeit ohnehin nicht zugänglich ist.
Klar, wenn ich gerne Leute bedrohe, zusammenschlage, abziehe, anpöbele oder mich sonstwie daneben benehme, und dies als meine Freiheitsrechte bezeichne, DANN werde ich in meinem völlig vermurksten Verständnis von Freiheitsrechten eingeschränkt.
Auf einer Demo werde ich von tausenden von Menschen beobachtet. Wenn ich unter Freiheitsrechten aber verstehe, meiner Haltung Ausdruck zu verleihen, indem ich Fensterscheiben einwerfe, Autos demoliere, Steine auf Polizisten werfe, Gegendemonstranten angreife usw., DANN werde ich in meinem "Freiheitsrecht" eingeschränkt.
Von seinen Freiheitsrechten nimmt man nicht mehr in dem Umfang Gebrauch, wie man es anonym machen würde - was zB die Meinungsfreiheit einschränkt.
Siehe oben. Wer öffentlich seine Meinung sagt, wird nicht belangt, hat also nichts zu befürchten. Wer die freiheitlich-demokratische Grundordnung angreift, macht nicht von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch. Das dürften gerade linksgerichtete Personen nachvollziehen können, denn sonst dürften Rechtsradikale in der Öffentlichkeit herumschreien, dass der Nationalsozialismus die viel bessere Staatsform sei - wollt Ihr das? (an die linksorientierten gerichtet)
Und um nicht negativ aufzufallen, passen sich nach und nach immer mehr Menschen der Norm an.
Das wäre vor dem Hintergrund des zuvor Gesagten begrüßenswert. Denn gegen eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze kann nur jemand sein, der auf die Gesetze pfeift und glaubt, dass er tun und lassen könne, was er will. So jemand müsste mit Einschränkungen und strafrechtlicher Verfolgung rechnen.
Innerhalb der Gesellschaft würden so langsam die andersdenkenden und Originale aussterben.
Welch populistischer Schwachsinn. Wer soll denn bitte infolge einer Videoüberwachung öffentlicher Plätze als andersdenkender verfolgt werden? Wer?
Vielleicht Schwule oder Lesben? Es ist nicht verboten, schwul oder lesbisch zu sein. Niemand wird deshalb verfolgt.
Vielleicht ein Atomkraftgegner oder -befürworter? Es ist nicht verboten, öffentlich seine Meinung zu äussern.
Vielleicht jemand, der die Regierung kritisiert? Es ist nicht verboten, sich öffentlich gegen unsere Regierung auszusprechen.
Verfolgt werden kann nur jemand, der gegen die Gesetze verstößt (und dieser jemand nimmt nicht seine Freiheitsrechte wahr).
Selbst, wenn jemand den Sinn eines Gesetzes öffentlich anzweifelt, ist das nicht strafbar. Ich darf zB sehr wohl öffentlich äuusern: "Ich bin für die Legalisierung von Marihuana". Niemand kann mich dafür belangen.
Diese Gesellschaft wäre nicht mehr in der Lage, sich geistig und sozial weiterzuentwickeln. Intoleranz würde zunehmen und die Fähigkeit zur Innovation verkümmern.
Dieser Unsinn lässt mir das Blut in meinen Adern kochen. Wer dumm genug ist, auf solche Propaganda hereinzufallen, der tut mir Leid.
Eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze hindert niemanden daran, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch kundzutun. Das ist nicht verboten und wird nicht verfolgt. Selbstverständlich könnte sich eine Gesellschaft trotz der Videoüberwachung öffentlicher Plätze weiterentwickeln. Selbstvertändlich würde die Fähigkeit zur Innovation NICHT verkümmern.
Und darüber hinaus: Glaubt Ihr (an diejenigen, die dem Inhalt dieses Videos Recht geben wollen), glaubt Ihr ernsthaft daran, dass im Falle der Realisierung der Videoüberwachung etwa folgende "Steckbriefe" der Polizei auftauchen werden, so etwa in "Aktenzeichen XY ungelöst": "Wer kennt diesen Mann? Er hat in der Öffentlichkeit einen Joint geraucht"?
Leute, wir leben weder im dritten Reich noch in der ehemaligen DDR. Wenn Begriffe wie "Überwachungsstaat" genannt werden, läuft es mir eiskalt den Rücken herunter.
Es geht nicht darum, Andersdenkende zu verfolgen oder zu misskreditieren. Eine solche Überwachung (Euer Chef würde NIEMALS an solche Daten herankommen, um dies mal klarzustellen) dient nur der Überführung von Straftätern.
Ich bin gespannt auf Gegenargumente.
MfG,
Dominion.