Polizeiübergriff auf der "Freiheit statt Angst"-Demo | Fahndungsaufruf

dominion1 schrieb:
Hier wird jedoch die Polizei als solche immer wieder angegriffen und verurteilt, obwohl solche Fälle wie dieser ganz klar Einzelfälle sind. Der besagte Polizist wird nicht nur ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt bekommen, er wird dem Opfer auch ein Schmerzensgeld zahlen müssen und sehr wahrscheinlich aus dem Polizeidienst dauerhaft entfernt werden. Die Polizei ist sehr darauf bedacht, sich nicht durch solche Vorfälle bei der Bevölkerung unbeliebt zu machen, und es wird entsprechend auf solche Vorfälle reagiert.

Sicher ist es falsch die Polizei insgesamt deswegen zu verurteilen. Aber das die Polizei darauf bedacht ist solche Vorfälle aufzuklären ist ein sehr haltloses Gerücht. Das mag noch für die Chefetage gelten aber innerhalb solcher Einheiten wird gemauert was das Zeug hält. Das sieht man immer wieder wenn man sich mit solchen Fällen auseinandersetzt. Dann hat keiner was gesehen, kann sich nicht erinnern usw. Da herrscht Gruppendynamik die nicht nur solche Ausbrüche ermöglicht sondern auch hinterher deckt. Selbst wenn dabei Polizisten durch ihre Kollegen zu Schaden kommen sieht keiner was (ich erinnere mich da an einen Vorfall beim G8 Gipfel). Wenn ich dazu die erste Erklärung der Polizei zu dem Vorfall sehe das der Mann bei einem Befreiungsversuch unter leichter Gewaltanwendung verhaftet wurde, sagt das doch alles.
Wenn es in diesem Fall zu Strafmaßnahmen kommt dann doch nur und ganz allein weil ein Video existiert auf dem man die Täter sehen kann, ein paar Fotos in guter Qualität dazu und weil es so langsam Wellen in den Medien schlägt.

Vor diesem Hintergrund sehe ich die Forderung nach Identifikationsnummern auch mehr als berechtigt denn es kommt ja immer wieder vor das Leute die sich nach Dienstnummern erkunden gleich mit verhaftet werden. Zumal die Gruppe und die Kampfanzüge (unter denen man die Personen oft schwer oder gar nicht erkennen kann) geben den Leuten eine Anonymität die solche Exzesse begünstigt. Ein Staat der seinen Bürgern immer mehr Überwachungsaktivitäten zumutet hat meiner Meinung nach auch keine Argumente gegen eine solche Nummer!
 
Wow ich bin gespannt was da noch für Video Mosaike auftauchen..
Das Ganze kommt voll Jack Bauer mäßig rüber, nur halt das es 100% REAL ist und somit besser.
Eigentlich voll die Ironie das auf einer Demo gegen Überwachung Videokameras ein Verbrechen dokumentieren.
Oder ist letztenlich alles von Schauspielern inszeniert um uns zu zeigen das Videoüberwachung doch hilfreich sein kann? Wir werden sehen...
 
Fu Manchu schrieb:
Du solltest mal lesen was du schreibst. Er wird geschlagen, weil er sich an sein Fahrrad klammert?! Schau noch mal hin, der Mann war um einiges kleiner als die Polzisiten, er allein, die Polizisten mehrere. Was glaubst du, wie jemand da reagiert? Angst, man hält sich irgendwo instinktiv fest. Und genau da haben die Beamten überreagiert, so einen schlägt man nicht, die körperliche und zahlenmäßige Überpräsenz der Beamten verbietet solches Verhalten einfach. Wie sind eine demokratische Nation mit einer Schutzmacht (Polizei) und sollten uns auch so verhalten.

Er wurde geschlagen weil er sich gegen die Durchsetzung der Schutzmacht widersetzt hat und anscheinend auch kein Kind von Traurigkeit war.
Also viele Menschen, Menschen mit einem gesunden Menschenverstand lassen sich eher festnehmen, weil sie Angst vor weiteren Konsequenzen haben.
In meinen Augen wird hier wie oft versucht ein Exempel ( weil das Wort ja hier so schön gefallen ist im Thread) an der Polizei durch zu führen.
Dabei war diese Tat eine logische Konsequenz des Fehlverhaltens zweier Männer.
Verfahren werden trotzdem gegen die Polizisten durchgeführt und wahrscheinlich mit weitreichenden Konsequenzen als für diese Männer die etwas abbekommen haben.
Wer erzählt aber jetzt den Frauen und den Kindern der Kameraden das ihre Väter aussortiert wurden?
Diese Demonstranten denken nicht weit genug wenn sie mit der Polizei zu tun haben und machen immer wieder dieselben Fehler, daran sollte ein Exempel statuiert werden, nicht gewalttätig aber durch unmündige Bürger.
 
AeS schrieb:
Er wurde geschlagen weil er sich gegen die Durchsetzung der Schutzmacht widersetzt hat und anscheinend auch kein Kind von Traurigkeit war. [...]
Dabei war diese Tat eine logische Konsequenz des Fehlverhaltens zweier Männer. [...]

Wie du hier mit beispielloser Verdrehung der Tatsachen und Falschbehauptungen versuchst den Gewaltexzess der Bullen zu rechtfertigen ist einfach nur widerlich.
Wirst du dafür bezahlt oder versuchst du nur dein Weltbild von den unfehlbaren Engeln in Grün zu retten?
Mach deinen Computer aus und geh mal auf die Straße dann wirst du bald anders denken.
 
AeS, deine Ansicht ist einfach abartig! Spätestens nach dem 2. angeführten Video kann man doch sehen, dass der Angriff seitens der Polizei völlig überzogen war und du windest dich immer weiter um Meinungsmäßig die Eskalation der Polizisten zu rechtfertigen.

Wärst du in genau dieser Lage, was würdest du vermutlich hier rumheulen? Aber du scheinst mit niemand zu sein, der für seine Rechte auch mal auf die Straße geht.
 
@ Fu Manchu:

Zunächst einmal möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass keiner von uns weiß, was der Radfahrer getan hat, als die Kamera für mehr als eine Sekunde verdeckt war (ich glaube auch nicht, dass er gewalttätig wurde, doch es kommt nicht darauf an, was ich glaube, sondern auf das, was wir zweifelsfrei beweisen können).

In Gewahrsam nehmen kann die Polizei darüber hinaus zunächst ohne Angabe von Gründen für eine gewisse Zeit. Sie muss die Maßnahme nur später begründen können.

Zur Gewaltbereitschaft: Der Polizist weiß nicht, wem er gegenübersteht. Die oben von mir angesprochenen Ängste richten sich daher zunächst gegen jedermann. Das soll nicht bedeuten, dass ich derartige Aktionen billige. Bitte meinen obigen Beitrag nochmal GENAU lesen. Ich beziehe keine Position. Schon gar nicht billige ich das Geschehene.
Ich bitte lediglich darum, sich auch einmal in die Lage eines Polizisten zu versetzen (nicht: DIESES prügelnden Polizisten, sondern der Polizisten allgemein):

Sie werden abgestellt, um eine Demo oder ein Fußballspiel o.ä. zu schützen. Sie werden von Steinewerfern attakiert, ohne diesen Leuten etwas getan zu haben. Sie nehmen diese Leute fest (was ohnehin selten gelingt) und werden von genau denselben Leuten bei der nächsten Demo / Fußballspiel wieder attakiert. Das sensibilisiert sie gegen jedermann, genau das sind die Ursachen, weshalb Unschuldige (wie wahrscheinlich unser Fahrradfahrer) darunter zu leiden haben.

Das ist selbstverständlich KEINE Rechtfertigung für das Verhalten des Polizeibeamten, absolut nicht. Doch - aus meiner bescheidenen Sicht - ist unsere Politik an dieser Misäre Mitschuld:

Wie können Personen, die nachgewiesenermaßen Steine auf Polizisten werfen, weiterhin in Freiheit leben? Wer einen Stein gegen einen anderen Menschen wirft - sei er nun gepanzert oder nicht - nimmt in Kauf, dass diese Person schwere Verletzungen, wenn nicht sogar den Tod erleidet. Solche Personen haben amS ihr Recht auf Freiheit verwirkt (für einen gewissen Zeitraum). Sie müssen therapiert werden (solch ein Verhalten ist psychisch abnorm) und dürften erst nach erfolgreicher Therapie wieder in die Freiheit entlassen werden. Denn sonst stellen sie weiterhin ein derartiges Gefahrpotential dar. Genau dies wollen die Anhänger linksgerichteter Parteien (besonders die Linke, aber auch SPD und Grüne) nicht begreifen. Ganz besonders bei Jugendlichen; ihnen wird "jugendlicher Leichtsinn" zugute gehalten - welch ein unsäglicher Schwachsinn. Selbst ein Achtjähriger kann Recht von Unrecht unterscheiden.

Doch genug davon, mein Ziel ist es nicht, hier Wahlwerbung zu machen.

Zu Deinem letzten Punkt: Diese Personen werden gegenüber ihrer Familie und gegenüber anderen freundliche Mitbürger sein. Sie reagieren in Angstsituationen derart extrem, wie es dieses Beispiel zeigt, weil sie viele Angstsituationen durchleben mussten. Angst ist eine sehr starke Emotion.


@ Ark'Shell:
Ich kann Dir versichern, dass die Polizei sehr wohl an der Aufklärung derartiger Vorfälle interessiert ist. Natürlich gilt innerhalb einer Einheit eine Solidarität. Doch es kommt im Verfahren nicht auf die Aussagen der Personen aus dieser Einheit an, sondern auf die Aussagen Unbeteiligter und auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.
Ein "Zusammenhalten" wird den Beteiligten in der vorliegenden Situation nicht viel nützen.

Im Übrigen stimme ich Dir zu, Kennziffern zur Identifizierung eines Beamten wären sehr nützlich und sollten alsbald eingeführt werden.

MfG,
Dominion.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie können Personen, die nachgewiesenermaßen Steine auf Polizisten werfen, weiterhin in Freiheit leben? Wer einen Stein gegen einen anderen Menschen wirft - sei er nun gepanzert oder nicht - nimmt in Kauf, dass diese Person schwere Verletzungen, wenn nicht sogar den Tod erleidet. Solche Personen haben amS ihr Recht auf Freiheit verwirkt (für einen gewissen Zeitraum). Sie müssen therapiert werden (solch ein Verhalten ist psychisch abnorm) und dürften erst nach erfolgreicher Therapie wieder in die Freiheit entlassen werden. Denn sonst stellen sie weiterhin ein derartiges Gefahrpotential dar.
Stimme dir hier sogar zu. Jedoch führen solche Aktionen wie hier zu mehr Leuten die genau das tun was du hier schreibst! Ohne Grund machen sowas mit Sicherheit die allerwenigsten!

Gewalt erzeugt eben neue Gewalt.
 
Ark'Shell schrieb:
Das sieht man immer wieder wenn man sich mit solchen Fällen auseinandersetzt. Dann hat keiner was gesehen, kann sich nicht erinnern usw. Da herrscht Gruppendynamik die nicht nur solche Ausbrüche ermöglicht sondern auch hinterher deckt. Selbst wenn dabei Polizisten durch ihre Kollegen zu Schaden kommen sieht keiner was (ich erinnere mich da an einen Vorfall beim G8 Gipfel). Wenn ich dazu die erste Erklärung der Polizei zu dem Vorfall sehe das der Mann bei einem Befreiungsversuch unter leichter Gewaltanwendung verhaftet wurde, sagt das doch alles.

Ja, bei solchen Statements fällt wirklich auf, dass der Schutz der Kollegen hohe Priorität hat. Allerdings ist der Polizei aber auch wichtig, dass sie ein gutes Image behält und dann werden - öffentlicher Druck vorausgesetzt - solche emotionalen Typen wie der Faustkämpfer per Schnellverfahren entlassen.

Es kommt halt immer darauf an, ob und was an Bildern durch die Medien geht. Texte und Augenzeugenberichte kümmern wirklich niemanden. Ich bin sicher, so eine Form der unangemessenen Polizeibrutalität kommt in jeder Demo vor, wo sich gewaltbereite Demonstranten unter die Friedlichen mischen und schwache Polizeicharaktere irgendwann Stärke zeigen (oder zeigen müssen). Vielleicht gehört derjenige, der dem Mann in blauen T-Shirt eins auf die Nase gegeben hat, auch zu denjenigen, die auf einer Demo gerne zuhauen. Das gibt es ja auch, Menschen sind keine Maschinen.
 
@ BPhoenix:

Und diesbezüglich stimme ich Dir wiederum zu.

Wie Du siehst, befinden wir uns in einem Teufelskreis. Gewalt erzeugt Gegengewalt, völlig richtig.

Daher ist es gerade so wichtig, dass sich bezüglich der Gewaltstraftaten und deren Behandlung grundlegend etwas ändert. Eine ähnliche These habe ich bereits im Thread "Bundestagswahl 2009" in diesem Post und in der Erwiderung auf darauf erfolgende Kommentare erwähnt. (Wer wirklich Interesse daran hat, bitte lesen). Ich habe mich bemüht, die dortigen Thesen möglichst wissenschaftlich zu erörtern.

Ich finde es schade, dass gerade linksgerichtete Parteien (von denen manche Thesen nicht zu verachten sind) gerade in diesem Punkt immer wieder eine Täterschutzpolitik verfolgen. Dies halte ich für völlig unangebracht und für politisch falsch. Interessierte bitte ich daher, sich die Für- und Wider - Argumentationen im besagten Thread genau durchzulesen (bitte alle, auch wenn es Mühe macht) - und dazu dort Stellung zu beziehen.

MfG,
Dominion.
 
Das beste Beispiel, wieso wir mehr Überwachung brauchen. Ohne Filmaufnahmen wäre das niemals zu beweisen gewesen.

Dann würde man auch endlich die Asseln erwischen, die mir regelmäßig gegen das Auto fahren und abhauen...

Gegenfrage: Wieso veröffentlichen die üblich verdächtigen Parteien (eigentlich nur eine...) nicht Videos von Hamburg, wo Autonome mit Bettonplatten und Eisenstangen jagd auf Polizisten machen? Will da etwas jemand die öfftl. Ordnung destabilisieren?
smacked2 schrieb:
Wirst du dafür bezahlt oder versuchst du nur dein Weltbild von den unfehlbaren Engeln in Grün zu retten?
Mach deinen Computer aus und geh mal auf die Straße dann wirst du bald anders denken.
Versuchs mal ohne Sturmhaube, da passiert einem weniger ;)
 
Einhörnchen schrieb:
Das beste Beispiel, wieso wir mehr Überwachung brauchen. Ohne Filmaufnahmen wäre das niemals zu beweisen gewesen....

Du verwechselt Überwachung mit Dokumentation. Die Überwachungsgegner wollen keine ständige Präsenz von Kameras überall und an jedem Ort. Aber hier wurde vor Ort mit eine Handkamera dokumentiert, dieser feine Unterschied sollte beachtet werden.

Einhörnchen schrieb:
...Dann würde man auch endlich die Asseln erwischen, die mir regelmäßig gegen das Auto fahren und abhauen...

Soll an jeder Laterne und jeder Häuserecke eine Kamera angebracht werden? Sonst könnte man einem Wunsch wie deinem nicht im geringsten erfüllen. Oder parkst du immer an der selben Stelle auf einem öffentlichen Parkplatz ;).

Einhörnchen schrieb:
...Gegenfrage: Wieso veröffentlichen die üblich verdächtigen Parteien (eigentlich nur eine...) nicht Videos von Hamburg, wo Autonome mit Bettonplatten und Eisenstangen jagd auf Polizisten machen? Will da etwas jemand die öfftl. Ordnung destabilisieren?...

Bitte etwas genauer. Wer sind die üblichen Verdächtigen? Die Demoteilnehmer, die mit Kamera alles dokumentieren? Oder die Polizisten, die mit Kameras dokumentieren? Was soll an einer Nichtveröffentlichung destabilisieren wirken? Und diese Bilder werden doch auch regelmäßig veröffentlicht, sogar im TV gezeigt. Und im Internet. Oder was meintest du mit deiner Frage?
 
Soll an jeder Laterne und jeder Häuserecke eine Kamera angebracht werden? Sonst könnte man einem Wunsch wie deinem nicht im geringsten erfüllen.
In Freiburg im Breisgau? JA!
Bitte etwas genauer. Wer sind die üblichen Verdächtigen? Die Demoteilnehmer, die mit Kamera alles dokumentieren? Oder die Polizisten, die mit Kameras dokumentieren? Was soll an einer Nichtveröffentlichung destabilisieren wirken?
Meinte damit insb. Medien im linken Spektrum sowie die gleichnamige Partei, die solche Untaten stets aufgreifen und thematisieren. Würde mir wünschen, dass sie das nicht nur zum Schutz von Demonstranten sondern auch zur Verfolgung militanter Autonomer machen.
 
Fu Manchu schrieb:
Du verwechselt Überwachung mit Dokumentation.
Je nachdem ist Überwachung auch Dokumentation.
Das linke Spektrum? Die Linken? Welche Partei meinst du, sprich doch mal Klartext.
Zwei Beispiel: TAZ, Die Linkspartei. Beide thematisieren eher Polizeigewalt als Gewalt durch militante Autonome. Und nein, ich werde jetzt nicht das Netz nach Hyperlinks durchstöbern, das sollte mit wenig Mühe nachzollziehbar sein ;).
 
Einhörnchen schrieb:
...Und nein, ich werde jetzt nicht das Netz nach Hyperlinks durchstöbern, das sollte mit wenig Mühe nachzollziehbar sein ;).

Wer will denn Links? Oder Rechts? :D.
Ich wollte einfach nur, das du Klartext sprichts was du meinst und keine Andeutungen machst über Gruppen, deren Namen du nicht nennst. ;).
 
Ich hab hier schon mal anfangs geschrieben, dass ich es verkehrt halte sich in die nähe von gepanzerten und mit Schlagstöcken bewaffneten Polizisten zu begeben.
dominion1 hat es bereits sehr schön dargestellt. Diese Beamten sind meist von der Bereitsschaftspolizei, machen den ganzen Tag nichts anderes und haben wahrscheinlich schon alle ihre Erfahrungen gemacht. Auch sind diese Polizisten darauf trainiert unter extremen Bedingungen den zugriff durchzuführen. Das sieht man sehr schön daran das sich kurz nach starten des Handgemenges sich gleich mehrere Beamte (mit den rücken zu dem Tatgeschehen) abschirmend aufstellen um mögliche weitere übergriffe zu vermeiden.

Zu der Gewaltbereitschaft des Beamten (Faustschläge ins Gesicht): Es mag für den normalen Betrachter erschreckend und übertrieben aussehen.
Hierzu mal ein kleines Beispiel. ich bin in einer Personenkontrolle und ziehe plötzlich eine gelbe Plastikpistole oder Plastikmesser. es ist durchaus sofort als Spielzeug erkennbar. Wenn ich mich jedoch auf dem Beamten zu bewege (das Spielzeug drohend in der Hand) und auch nicht auf Warnungen reagiere, dann werd ich sehr wahrscheinlich durch einen Schuss aufgehalten werden. Auch wenn es nach einem Spielzeug aussah, kein Beamter auf dieser Welt wird in irgendeine Weise ein Risiko eingehen. Das ist völlig legitim.
ähnlich sind für mich die Faustschläge ins Gesicht zu werten. Die Beteiligten standen sich auf Armeslänge gegenüber. Jederzeit hätte da eine lebensbedrohliche Situation für den Beamten entstehen können. ein Einfacher zugriff war nicht möglich, da der Herr im blauen Hemd das Fahrrad in der Hand hatte. Den verdächtigen als mit gezielten Schlagen unmittelbar außer gefecht zu setzten kann man also durchaus als Selbstschutz werten. Auf ein Gerangel wird sich kein Polizist einlassen, die sind darauf trainiert so was zu vermeiden.

Ein anderes Video hier zeigt wie der Herr im blau (scheinbar nach dem Platzverweiß) lautstark die Dienstnummer des beamten verlangt. Das mag durchaus sein Recht sein. Aber hier möchte ich einhaken. Ich finde es in so einer Situation durchaus intelligenter auf sein Recht zu verzichten und das weite zu suchen.

Und bevor jetzt die Stimmen kommen ich kann ja so was schön daherreden, wenn ich selbst in so eine Situation kommen dann würde ich das anders sehen. Nein, dem ist nicht so.
Wenn ich in so eine Situation komme, dann halte ich mich von den Beamten fern, geh nicht auf Tuchfühlung mit ihnen und fang gar nicht eine Diskussion mit ihnen an.

Man stelle sich nur mal die Szene aus dem Video mit ganz normalen Personen ohne Uniform vor. Meinetwegen nur Runde Skinheads mit Baseballschlägern (der Vergleich liegt ja einigen hier auf der Zunge und wurde schon zwischen den Zeilen beschrieben). Würde da jemand hingehen und das diskutieren mit ihnen anfangen, evtll den Personalausweis zeigen lassen damit man denen hinterher mit nem Anwalt kommen kann? Nein, sicher nicht.

Mit Blick auf dem nächsten 1. Mai bin ich jedenfalls froh das wir eine Polizei haben die auch mal zulangen kann.

Ich jedenfalls halte das Verhalten des Hernn in blau für absolut kurzsichtig. Hätte er seinen Schnabel gehalten und wäre weitergegangen, dann wäre im auch nichts passiert. Stattdessen ging er bewußt auf Konfrontationskurs. Das Ergebniss sieht man ja.


PS: Trotz alledem bin ich kein Freund von der Polizei. Wenn ich irgendwas grünes sehe, geh ich dem aus dem Weg nach Möglichkeit.
 
Die Beteiligten standen sich auf Armeslänge gegenüber. Jederzeit hätte da eine lebensbedrohliche Situation für den Beamten entstehen können. ein Einfacher zugriff war nicht möglich, da der Herr im blauen Hemd das Fahrrad in der Hand hatte.


du hast Recht , die Massenvernichtungswaffe Fahrrad wirkt sehr sehr Bedrohlich, mir ist auch missverständlich warum er ihn nicht sofort mit einem Gezielten kopfschuss neutralisiert hat.

es ist unbegreiflich womit die Leute auf Demos gehen , Fahräder, Rucksäcke, Handys, wirklich bedrohlich wenn sich diese Personen dann lnoch angsam entfernen.
Dann kann alles mögliche Passieren zB gehen sie sich dann Beschweren/ Anzeige Erstatten, der Papierkram und Stress mit dem Chef denn man dann hat man oh man



Ein anderes Video hier zeigt wie der Herr im blau (scheinbar nach dem Platzverweiß) lautstark die Dienstnummer des beamten verlangt. Das mag durchaus sein Recht sein. Aber hier möchte ich einhaken. Ich finde es in so einer Situation durchaus intelligenter auf sein Recht zu verzichten und das weite zu suchen.

genau schön kuschen und wegsehen.
 
Tinpoint schrieb:
du hast Recht , die Massenvernichtungswaffe Fahrrad wir

Polemik hilft auch nicht weiter.


Tinpoint schrieb:
genau schön kuschen und wegsehen.

Nein, das sollte man nur nach einem Platzverweiß tun. In diesem Fall allso ja, unbedingt!
 
ähnlich sind für mich die Faustschläge ins Gesicht zu werten. Die Beteiligten standen sich auf Armeslänge gegenüber. Jederzeit hätte da eine lebensbedrohliche Situation für den Beamten entstehen können. ein Einfacher zugriff war nicht möglich, da der Herr im blauen Hemd das Fahrrad in der Hand hatte. Den verdächtigen als mit gezielten Schlagen unmittelbar außer gefecht zu setzten kann man also durchaus als Selbstschutz werten. Auf ein Gerangel wird sich kein Polizist einlassen, die sind darauf trainiert so was zu vermeiden.
1. Gab es eine solche lebensbedrohende Situation nicht!
2. Haben die Polizisten wenn dann selbst diese hervorgerufen!
Ein anderes Video hier zeigt wie der Herr im blau (scheinbar nach dem Platzverweiß) lautstark die Dienstnummer des beamten verlangt. Das mag durchaus sein Recht sein. Aber hier möchte ich einhaken. Ich finde es in so einer Situation durchaus intelligenter auf sein Recht zu verzichten und das weite zu suchen.
Es ist vollkommen egal was der Typ gemacht hat, solange er keine Waffe gezogen oder aber irgendjemanden sonst körperlich angegriffen hat, was er nicht getan hat, hatten die Polizisten absolut kein Recht so zu handeln! Es ist vollkommen Scheiß egal wie intelligent der Fahrradfahrer davor gehandelt hat, es spielt in diesem Fall absolut keine Rolle!
Man stelle sich nur mal die Szene aus dem Video mit ganz normalen Personen ohne Uniform vor. Meinetwegen nur Runde Skinheads mit Baseballschlägern (der Vergleich liegt ja einigen hier auf der Zunge und wurde schon zwischen den Zeilen beschrieben). Würde da jemand hingehen und das diskutieren mit ihnen anfangen, evtll den Personalausweis zeigen lassen damit man denen hinterher mit nem Anwalt kommen kann? Nein, sicher nicht.
Schön, dass du Äpfel mit Birnen vergleichst um Gewalttaten und Verbrechen von Polizisten schön zu reden. Polizisten sind keine Schlägertrupps wie in deinem Fall! Polizisten werden extra ausgebildet und auch dafür bezahlt Ordnung und Frieden zu wahren und nicht selbst Gewalttaten und Verbrechen auszuüben! Und wenn du tatsählich Polizisten mit solchen Leuten vergleichst, wozu dann noch Polizei? Denn nach dir hätten wir ja bereits genügend andere Leute die als Schlägertrupps agieren, tschuldigung Polizeiarbeit leisten und das sogar vollkommen gratis. Hoffe du verstehst die ganze Ironie und wie blödsinnig dieser Vergleich ist!
Ich jedenfalls halte das Verhalten des Hernn in blau für absolut kurzsichtig. Hätte er seinen Schnabel gehalten und wäre weitergegangen, dann wäre im auch nichts passiert. Stattdessen ging er bewußt auf Konfrontationskurs. Das Ergebniss sieht man ja.
Sachverhaltsverdrehung und Wahrheitsbeugung sind schöne Dinge so kann man aus einem Opfer einen Schuldigen machen...
PS: Trotz alledem bin ich kein Freund von der Polizei.
Vollkommen egal wie du zur Polizei stehst, du könntest sie auch anhimmeln, selbst dann wäre diese Aktion nicht gerechtfertig gewesen!
Wenn ich irgendwas grünes sehe, geh ich dem aus dem Weg nach Möglichkeit.
Klingt wohl nach dem typischen: da passiert was, es betrifft nicht mich, also sehe ich und höre ich nichts.

Tja kein Wunder dass man einen Menschen auf der Strasse hinrichten könnte und es kein Schwein interessieren würde... Egal ob nun Grün, Rot, Schwarz, Blau, Gelb, Weis, ...

Tja Zivilcourage wird eben sehr sehr klein bei einigen geschrieben.



Hier gibt es noch ein Schreiben von dem Anwalt der den Fahrradfahrer vertritt:
http://berlin.ccc.de/~andy/tmp/PE-EISENBERG_14-09-09.pdf
Laut dem hat er die Mißhandlung einer Frau seitens der Polizei beobachtet, die Dienstnummer eines Polizisten aufgeschrieben und ist dann dem Platzverweis nachgekommen.

Außerdem werden sogar noch mehr Gewalttaten gegen ihn aufgeführt die nicht auf dem Video zu sehen sind.



Auf diesem Bild sollen zu dem Quarzhandschuhe sichtbar sein: http://erdgeist.org/dsc_0345.jpg
Welche für Polizisten zum Beispiel sogar verboten sein sollen!
Hier noch mehr dazu: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/ein-handfester-skandal/
 

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