sozialstaat USA?

S

Stickstoff

Gast
Vor kurzem war eine demo beim weissen haus gegen den plan von obama eine Sozialkrankenversicherung einzuführen.

Warum streuben sich die US-Bürger so sehr gegen eine Sozialkrankenversicherung?

Sowas würde doch so vielen menschen da drüben helfen....

Da waren Plakete mit Kommunistischen andeutungen und Obama auf einen typischen Kommunistischen Propaganda Blatt....

Wir in Österreich haben die Solzialversicherung und da gehen die Leute lieber zum Arzt als in der Schweiz wo es keine Staatliche Sozialversicherung gibt... ich bin seit 2 Jahren in Zürich und hier kann ein Arztbesuch sehr teuer werden ( kommt auf den ausgemachten Selbstbehalt der Krankenversicherung an ) und ein Zahnarzt is hier ein sehr teurer Spass...

Also warum nicht jeder arbeitende einen Beitrag vom Lohn abgeben um dann später 4 FREE zum arzt gehen zu können ?

Was meint Ihr zu dem Thema Sozialkrankenversicherung USA und Generell?
 
Nun, wenn du dein Leben lang keine nennenswerten Erkrankungen hast, dann bedeutet eine Einführung einer gesetzlichen Krankenversicherung nur Zusatzkosten für dich. Besonderse in dieser wirtschaftlichen schwierigen Lage schwer zu akzeptieren.

Ich denke einfach mal das die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung diese Meinung hat.
 
Als Otto von Bismarck die Sozialversicherungen einführte stieß das auch nicht überall auf Gegenliebe.
Die Staaten welche eine besitzen, für diese ist es Gewohnheit, jedoch müssen sich Staaten welche eine Sozialversicherung für alle einführen erst ein mal daran gewöhnen das weniger auf dem Gehaltsschein steht und in einem Land wie die USA gegen welches Deutschland ein Witz ist in Sachen Kluft zwischen "Arm und Reich" ist jeder Cent entscheident, zu mal diese Sozialversicherungssteuer nicht zu hoch und nicht zu gering angesetzt werden darf, man läuft da also auf Messers Schneide.
 
In 50 jahren wird Obama wahrscheinlich als Gründer der gesetzlichen Sozialversicherung in den Geschichtsbüchern stehen.

Aber bis es soweit kommt, erstmal das alte Spiel. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Radikale Veränderungen findet die Masse nicht hinnehmbar. Vor allem wenns um den eigenen Geldbeutel geht. Und es ist dabei völlig unwichtig ob man dadurch am Ende eigentlich sogar noch etwas sparen kann. Wird wohl doch so sein das jedes Land der welt die gesetzliche Krankenversicherung bezuschussen muß (vermute ich).
 
Da habe ich heute etwas zu in den Nachrichten gehört.
Hier noch ein Link dazu: Klick
Wenn dort also wirklich pro Jahr 45000 Menschen sterben, weil sie keine Krankenversicherung hat, dann sollte die Regierung wirklich langsam in die Pötte kommen.
 
die amis kennen das einfach nicht. die amis die europa besuchen sind oft ganz erstaunt, was hier alles bezahlt wird
 
Ich hatte die Möglichkeit mit mehreren US-Amerikanern (war ne Woche in den USA auf einer Konferenz) darüber zu sprechen. In den USA gibt es soetwas wie eine "die Regierung geht gut mit unserem Geld um"-Meinung nicht. Die Regierung wird als extrem ineffizient und Geldverschwenderisch angesehen. Das ist zum Einen das Problem.
Auf der anderen Seite denkt man bei der Sozialversicherung gleich soweit, dass es um die Beschränkung der Freiheiten geht. Die ist aber ja per Verfassung ein Recht! Was folgt nach der Sozialversicherung (die es ja eigentlich schon dort gibt, allerdings extrem rudimentär)? Enteignung?

Sein eigenes Geld wird ja eingesammelt und an Andere verteilt. Damit hat man sofort Angst, dass das Untriebe nach sich zieht. Die soziale Kluft ist aber enorm! Viel Geld von reichen würde also ganz nach Unten fließen! Und es wäre sehr viel Geld, die USA sind sicher kein Paradies, auch wenn jedem die Möglichkeit eröffnet wird, durch viel Arbeit sich nach oben zu arbeiten! Es ist aber keine Garantie, dass man im Geld schwimmt... Viele haben einfach Angst, dass man anfängt, diese "Schöne Welt" einzufordern anstatt es sich zu erarbeiten.

Sobald man das Wort "Sozialversicherung/Grundversorgung" in den Mund nimmt wird man sofort mit dem ruinösen System der UdSSR konfrontiert. Das man aber auch selbst davon profitiert, sehen (will vielleicht auch niemand) die Leute nicht.

Was ganz lustig war, sind die öffentlichen Anhörungen dazu: Eine Mitte gibt es dazu gar nicht: Entweder man ist Dagegen oder Dafür! Also entweder stehen die Leute mit Plakaten da, die Dafür sind, oder Andere (die Leute mit "Guns save Lives") debattieren über die Beschneidung der Grundrechte! Schwarz oder Weiß - was sich auch an der Verteilung der Anhänger geäußert hat. War sehr seltsam...

Was genauso (für uns) unverständlich ist, dass Jemand mit 20k€/Monat Eltern hat, die sich keine Krankenversorgung leisten können.
 

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und genau da zeigt sich der irrtum, das privat billiger und besser bedeutet. das amerikanische gesundheitssystem ist unglaublich teuer und ineffektiv

http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitssystem_der_Vereinigten_Staaten#Kosten_des_Gesundheitssystems
Kosten des Gesundheitssystems

Nach einer Studie der WHO aus dem Jahr 2000 ist das US-Gesundheitssystem das mit großem Abstand teuerste Gesundheitssystem der 191 Mitgliedstaaten.[25] Nach einer Studie der OECD gibt kein anderer Staat einen höheren Prozentsatz seines Bruttoinlandsprodukts für das Gesundheitssystem aus.[2]
und genau vor dieser wahl stehen wir übrigens auch! die lehre vom freien markt klingt ja ach so toll, die realität sieht oftmals ganz anders aus. ich wünsch den amis, das sie da anschluß an europa finden
 
Der Protest in den USA geht vor allem von den Republikanern und deren Wählern aus.
Es gab sogar schon Morddrohungen und ein Plakat, das Obama mit Hitlerbärtchen zeigte, darunter der Schriftzug: "I have Changed."
Ich finde das Komplett übertrieben, unbegründet und schwachsinnig, weil gerade die ärmeren US_Bürger unbedingt eine staatl. Versicherung brauchen. Die Reicheren (Republikaner) sehen sich dadurch benachteiligt -> "Das ist Sozialismus!"
Ich finde es erschreckend, dass für diese Leute "Sozialismus" schon einen ähnlichen Klang hat wie "Genozid".
 
Eine Staatliche Sozial krankenversicherung würde der USA mehr als gut tun, da man bei so einer versicherung ohne direkt zu bezahlen zum arzt gehen kann.....

hier in der schweiz ist das genau das selbe.... eine krankenversicherung deckt immer so viel der arztrechnungen wieviel man selber monatlich einbezahlt und es sind immer noch ca 10% der kosten auf denen man selbst sitzen bleibt.....

Es würde den amis bedeutend besser gehen mit so einer versicherung..... weil heute ist man gesund und morgen hat man einen unfall und ist ab da finanziell am ende , krankenhaus behandlung medikamente ärzte, sowas bezahlt sich nciht von selbst....

mich stört an den amis dieser stark ausgeprägte kapitalismus.... es waren ja auch damals demos gegen den vorschlag obamas die banken zu verstaatlichen, da sind die leute auch auf die strasse gegangen zum demonstrieren....

ich glaube eher das eigentlich diese kapitalistische politik ( staat besitzt kein grund hat keine sozialversicherung usw ) den amis ihre kriege finanzieren konnte, weil das weisse haus bekommt seine steuern muss aber keine gegenleistung ( sozialversicherung ) an die bevälkerung zurückzahlen... so sehe ich das
 
Aber eins muss man ihnen lassen, sie gehen auf die Straße. In Deutschland wird sich ja immer aufgeregt das die Politik machen kann was sie will und nur wenige gehen dafür auf die Straße. Dort siehts ja anscheinend anders aus.
 
Kottenpipel schrieb:
Ich finde es erschreckend, dass für diese Leute "Sozialismus" schon einen ähnlichen Klang hat wie "Genozid".

Dieser Begriff ist in den USA tatsächlich sehr negativ behaftet. Derweil dürfte die eigentliche Bedeutung nur sehr wenigen Amerikanern bekannt sein.

Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in den USA kontinuierlich gewachsen und wenn die USA dieses Problem nicht in den Griff bekommen, werden sie früher oder später ausgewachsene Probleme bekommen.

Mit der kreditfinanzierten Nachfrage ist nämlich in den USA seit der Finanzkrise Schluß. Mit Milliarden hat Europa die USA finanziert, dieses Geld mussten die europäischen Banken nun abschreiben.

Der größte Gläubiger sitzt allerdings anderswo, in China. Die Volksrepublik hält nämlich amerikanische Staatsanleihen in Billionenhöhe. Und der amerikanische Schuldenberg ist auf Rekordhöhe gewachsen.

Die USA haben ihre Sonderstellung vom letzten Jahrhundert verloren. Das werden die US-Amerikaner in einigen Jahrzehnten feststellen.
 
was für eine ironie..... der grund warum die amis groß waren ist der grund warum sie untergehen werden.....

die us regierung hat sich als unantastbar gefühlt bis jetzt und für einen staat mit so einer kapitalistischen mentalität so weit zu fallen wird für die bevölkerung ein schock werden....
 
Wenn es um den Zusammenhang Kapitalismus<>Untergang gehen sollte, dann ist China als erstes fällig ;) Extremerer Kapitalismus, mehr soziale Spannungen und vorallem mehr Rassenkonflikte... Außerdem hat sich China an den USA mit hochgezogen und sitzt nun mit sinkendem Dollarkurs so ziemlich in der Patsche.

@Stefan_Sch
Auch hier dürfte der Begriff Sozialismus nur den aller wenigsten wirklich voll bewußt sein. Heutzutage ist das Bild nämlich sehr sehr verklärt.

@topic
Jetzt schweifen wir aber langsam aber sicher immer weiter vom Thema ab. Also zurück zur Diskussion: Interessanterweise soll ie einzuführende Grundversorgung ja noch nicht mal so ausgebaut werden, wie es aich in Deutschland oder Frankreich befindet. Man orientiert sich viel mehr an Großbritannien.
Um es nochmal zu verdeutlichen: In den USA geht die Diskussion, ob und wie weit der Einfluß der Reformen einen Einfluß auf die Freiheit hat. Man redet ja nicht mal von den freiheitlichen Grundrechten.
 
Götterwind schrieb:
Außerdem hat sich China an den USA mit hochgezogen und sitzt nun mit sinkendem Dollarkurs so ziemlich in der Patsche.

China sitzt sicherlich nicht in der "Patsche". Das chinesiche Bruttosozialprodukt weist seit Jahren enorme Wachstumsraten auf. China schafft reale Werte und auch wenn ihre amerikanischen Anleihen an Wert verlieren, so konnten sie doch, durch die Nachfrage im Westen, ihre Volkswirtschaft in einem atemberaubenden Tempo ausbauen.

Die Nachfrage im Inland steigt in gleichem Umfang, wie die Mittelschicht wächst. Damit sinkt ihre Abhängigkeit vom Westen. China entwickelt sich, genau wie einst Japan, zu einer souveränen Industrienation. Selbstverständlich ist jede Industrienation von der Weltwirtschaft abhängig, das hat auch Deutschland erkennen müssen.

Die USA werden auch nicht untergehen, auch wenn sie hohe Auslandsschulden haben. Nur geht eben die Zeit der kreditfinanzierten Nachfrage in den USA ihrem Ende entgegen. Die Amerikaner haben sich in den vergangenen 40 Jahren vom Rest der Welt finanzieren lassen. Allein die europäischen Banken haben knapp 2 Billionen Dollar in den US-Immobilienmarkt gepumpt, Geld das verloren ist.
 
Stefan_Sch schrieb:
Dieser Begriff ist in den USA tatsächlich sehr negativ behaftet. Derweil dürfte die eigentliche Bedeutung nur sehr wenigen Amerikanern bekannt sein.
Das ist das selbe wie in Deutschland mit dem Begriff Neoliberalismus. Da weiss eigentlich auch keiner was das wirklich ist, aber ist trotzdem immer für alles Übel verantwortlich.
 
Ich denke, es ist einfach ein Mentalitätsunterschied zwischen Europa und den Staaten. Während wir gewohnt sind, dass uns knapp 15% des Einkommens nie zur Verfügung stehen, ist der Amerikaner der Meinung, dass er sich selbst um sowas besser kümmern kann.

Wenn wir das mal mit der Rente vergleichen, wird es klarer: Junge Leute wissen heute schon, dass sie 1,00 € einzahlen, aber vielleicht nur 0,80 € ausgezahlt bekommen. Sie sagen an dieser Stelle, dass sie lieber auf das Umlageverfahren verzichten wollen, ihr Erspartes eigenständig zu 5% anlegen und auf den Staat verzichten können. Das ist nachvollziehbar.

Ferner hat ein System, in dem man selbstständig Ärzte und Medikamente bezahlen muss, handfeste Vorteile: Es entsteht ein Markt, in dem sich in der Regel der günstigere (effizientere Arzt) gegen den teuren und schlechten Arzt durchsetzen kann. Wirkungsidentische Generika verdrängen teure Originalpräparate und so entsteht Effizienz, die wir in Deutschland gar nicht kennen.
Hier stehen Ärzte, Patienten, Krankenkassen und Staat in einem Verhältnis, dass es automatisch zu enormen Verschwendung und Misswirtschaft kommt.
Beispiele: Ein enormer Verwaltungswasserkopf, nämlich über 200 Krankenkassen. Bestechung von Ärzten durch Pharmakonzernen und Kliniken sowie zu hohe Preise für Medikamente (jeder der mal im Ausland war, wird das bestätigen). Patienten besuchen aufgrund der kostenlosen Versorgung zu häufig Ärzte und werden durch das Abrechnungssystem manchmal auf absurde Weise diagnostiziert.

Man tüftelt noch an einer Lösung und meiner Meinung nach wäre eine Annäherung an US-amerikanische
Verhältnisse eine Verbesserung.
 
Odium schrieb:
Ferner hat ein System, in dem man selbstständig Ärzte und Medikamente bezahlen muss, handfeste Vorteile: Es entsteht ein Markt, in dem sich in der Regel der günstigere (effizientere Arzt) gegen den teuren und schlechten Arzt durchsetzen kann. Wirkungsidentische Generika verdrängen teure Originalpräparate und so entsteht Effizienz, die wir in Deutschland gar nicht kennen.

ROFL! Fast hätte ich dir den Käse abgekauft, aber nur fast. :D

Teuer, ineffizient, lückenhaft: Das US-Gesundheitssystem

Die USA leisten sich ein Gesundheitssystem, das so ziemlich jedes andere Land in den Ruin treiben würde. Die Potenz der US-Wirtschaft ermöglicht Verschwendung.

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/wirtschaftspolitik/386233/index.do
 
un daran erkennt man eine ideologie: die verfechter derselben interessieren sich nicht für die realität.
 
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