[Systemintegration] Programmierung: welches Niveau in der Ausbildung?

B

Brathorun

Gast
Servus,

in 3 Wochen hab ich ein Vorstellungsgespräch für den genannten Fachbereich. Leider bin ich davon Überzeugt, das ich kein Mensch bin, der einen guten Ersteindruck hinterlässt. Manchmal kann ich mich verbal gut ausdrücken - darauf verlassen, kann ich mich jedoch nicht. Toll, für Vorstellungsgespräche (hab schon meine Erfahrungen machen müssen - bitte keine Tipps dahingehend)...

Nun ist mir eine Idee gekommen. Ich könnte doch etwas kleines programmieren?! Nichts großes. Etwas, das in 3 Wochen gut erlernbar und durchführbar ist.

Vielleicht ein Quiz, ein kleines Tool (hantiere oft mit diversen Auflösungen respektive dpi Werten) oder ich könnt mich in die nutzung der Skriptsprache einlesen (HTML oder Shell)?!
Der Grund, weswegen ich mich bislang nicht mit diesen Dingen beschäftigt habe ist - mir fehlt immer der praktische Nutzen und der Bezug dazu... auch als Systemintegrator hoffe ich, das es bei - Code lesen und editieren bleibt. Programmieren muss ich nicht unbedingt haben...

Dennoch wird man in der Ausbildung damit konfrontiert, klar.
Aber über welches Niveau sprechen wir dann eigentlich?
Was ist Ausbildungsgegenstand im Bezug auf Programmierung?
 
Angehender FiSi hier.

Ich habe in der Ausbildung C, C++, SQL und dazu PHP und CSS. Hauptsächlich Grundlagen, aber das komprimiert bis zum geht nicht mehr.

HTML ist eine Pseudosprache, habe ich vor 13 Jahren mal gelernt.


Ich kann ja mal, wenn ich heute Abend am heimischen Rechner bin, meinen Lehrplan als PN schicken.
 
power shell ist praxisnah, das in der bbs ist lächerlich und eher zum absoluten grundverständnis von datenbanken gedacht. alles weitere machen fiAE und nicht fiSI.
https://blog.varonis.de/die-10-besten-powershell-tutorials-im-internet/


fürn fisi lern basic netzwerkkram, virtualisierung usw.
in der absoluten ms welt kannst du dir mal hyper v anschauen, kannst sogar für win10 installieren und bisschen hantieren :)


ich glaub auch kaum das der personaler bock hat sich nen quizspiel anzugucken, dein schwerpunkt ist eben auch ein anderer...
 
Hab mich jetzt für ein "Projekt" entschieden und zwar möcht ich ein DNS- und ein NAS- Server einrichten (eventuell verknüpf ich das noch mit der Möglichkeit, über das Tor-Netzwerk zu surfen).

Aktuell geh ich über das Smartphone ins Internet. Der Plan:
Engerät(PC/Tablet) --> Raspberry Pi(als Server) --> Smartphone/Internet

Das sollte doch durchführbar und gut demonstrierbar sein?!

Hab jetzt mehrere Beiträge und Videos zum Thema (auch in der Vergangenheit) gesehn. Was ich nie so richtig verstanden hab, was macht Computerhardware eigentlich zum Server?
Sicher, der Server stellt Dienste bereit. Wird der Server durch die Hierarchie eines Netzwerks bestimmt?

Und warum muss man bei einem DNS Server zusätzliche Software installieren? Was macht diese Software? Kann ich einem Windows/Linux nicht ...

[...]

Stop. Mir fällt garade ein, als ich mal mit Hyper-V herumgespielt hab, musste ich auch Serverdienste aufspielen.

Wie heißen diese Dienste eigentlich bei Linux. Gibt es da unterschiedliche (also unterschiedliche DNS-) Dienste? Und welche sind die Standard-Dienste?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Brathorun schrieb:
Was ich nie so richtig verstanden hab, was macht Computerhardware eigentlich zum Server?

Gar nichts. Ein Server stellt einfach eine Funktion für andere Geräte bereit. Die Hardware spielt an dem Punkt keine Rolle.

Mach dich nicht verrückt. Als angehender Azubi hast du nichts zu Wissen, das Wissen soll dir in der Ausbildung vermittelt werden. Engagement und Interesse ist das, was beim Vorstellungsgespräch rüber kommen soll. Im Vorstellungsgespräch kannst du gerne von deinen privaten Projekten und deinen Interessen erzählen - aber ein Muss ist das nicht. Was gut ankommt, ist ein probe Praktikum anzubieten.

Programmieren ist kein Schwerpunkt in der Ausbildung. Dein tatsächliches Arbeitsgebiet hängt vor allem vom Ausbildungsbetrieb und vom Arbeitgeber nach deiner Ausbildung ab. In der Schule lernst du lediglich fundamentale Grundlagen aus diversen Bereichen (Schwerpunkt Systemintegration, OSI-Layer 1-4).

Dein Aufgabengebiet im Ausbildungsbetrieb kann sich krass zu deinen anderen Mitschülern unterschieden und somit der Werdegang nach der Ausbildung...
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus eigener Erfahrung: "Was gut ankommt, ist ein probe Praktikum anzubieten."

Damit habe ich vor 6 Jahren mit einem FOR einen Ausbildungsplatz bekommen :)

Welchen schulabschluss hast du? Das ist meistens das KO-Kriterium bei Fachinformatikern, da in aller Regel eine Fachhochschulreife gefordert wird (was mMn quatsch ist...).
 
Bei meiner Umschulung, die 2 Jahre geht, ist auch Praktikum dabei, insgesamt 9 Monate.
 
BridaX schrieb:
Aus eigener Erfahrung: "Was gut ankommt, ist ein probe Praktikum anzubieten."

Das bekommt man so einfach nicht durchgesetzt 😂 hab schon gefragt - die Idee wurde jedesmal abgelehnt.

BridaX schrieb:
Fachhochschulreife gefordert wird (was mMn quatsch ist...).

Realschule... naja fangen wir davon nicht an...

Lord_Dragon schrieb:
Bei meiner Umschulung, die 2 Jahre geht, ist auch Praktikum dabei, insgesamt 9 Monate.

Hab eine Umschulung praktisch schon in der Tasche. Dennoch: ich will eine Ausbildung in einem Betrieb machen.
 
Ich habe damals bestimmt auch 30-40 Bewerbungen geschrieben. Leicht wird es mit einem Realschulabschluss leider nicht und ich verstehe auch warum du versuchst anders positiv aufzufallen...

Meist sind es dann eher die kleineren Systemhäuser und Betriebe, die sich auf so etwas einlassen. Die meisten gehen strikt nach Plan und sortieren alle ohne Abi aus. Dran bleiben und Engagement zeigen!
 
Übernehmen die nach der Ausbildung generell? Wenn ja, hast du mit Realabschluss bessere Chancen. Leute mit zu guten Abi hauen eher danach ab (wollen mehr). Firmen investieren ungerne in Personen das nicht lange da sind..
Man will einfach nur sicherstellen dass der Auszubildende kein Vollidiot ist, der öfter Krank wird, der mal nicht zur Berufsschule geht, der sich an die Spielregeln hält. Dementsprechend eine gesunde Einstellung. Dass man die Ausbildung schafft ist fast normal, wenn man ein gesunden Menschenverstand hat.
Sei einfach sozial, fröhlich und nicht überheblich. Habe in meinem Leben sehr wenig Bewerbung geschrieben und sobald Bewerbungsgespräch war immer überzeugt ( 2 Ausbildungen gemacht ).
 
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tongbal schrieb:
Man will einfach nur sicherstellen dass der Auszubildende kein Vollidiot ist, der öfter Krank wird, der mal nicht zur Berufsschule geht, der sich an die Spielregeln hält. Dementsprechend eine gesunde Einstellung. Dass man die Ausbildung schafft ist fast normal, wenn man ein gesunden Menschenverstand hat.

Dein Wort...
Ich bin gespannt.

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Ich vermute ja, das die Betriebe zwischen 10, 20, 50 + Bewerber auswählen können. Und ich muss zugeben, schlecht war ich in der Schule nicht aber ein 1er Schnitt hab ich auch nicht.

Natürlich wird es dann auch Menschen geben, die verbal absolut überzeugen können und durch ihr Auftreten den ganzen Raum einnehmen - Eigenschaften, die ich definitiv! nicht besitze!

Naja, genug gejammert. Ich bin gespannt, wie gesagt.

Indes werkel ich mal an meinem kleinen Serverprojekt. Vielleicht kommts an. Ein Pi-Hole (DNS), ein kleines NAS und ein Proxy kann man immer gut gebrauchen.

BridaX schrieb:
Die meisten gehen strikt nach Plan und sortieren alle ohne Abi aus.

Eines weiß ich mit Gewissheit: sollte ich mit meinem Vorhaben Fachinformatiker scheitern, werde ich mein Abi nachmachen. Das Abi werde ich aber sicher nicht machen, um später wieder in die Ausbildungsbetriebe aufzuschlagen. Wenn es schon das Abi sein muss, dann um zu studieren.
 
Versteh nicht, warum du in 3 Wochen was programmieren möchtest.
1. Du bewirbst dich als FiSi, das heißt programmieren ist nebensächlich.
2. Du fängst eine Ausbildung an, man geht davon aus, dass du keine Ahnung hast. Wenn ein Betrieb von dir verlangt, dass du schon was drauf hast, dann wollen die dich für wenig Geld ausnutzen.
3. Nur bei großen Betrieben sind es so 10-50 Bewerber. Wenn du dich bei kleinen Betrieben bewirbst und dich freundlich im Gespräch verhältst, dann stehen die Chancen hoch, dass du genommen wirst. Kleine Ausbildungsbetriebe suchen verzweifelt nach billigen Arbeitskräften. Es gibt immer weniger Azubis und mehr Studenten.
 
Brathorun schrieb:
Hab jetzt mehrere Beiträge und Videos zum Thema (auch in der Vergangenheit) gesehn. Was ich nie so richtig verstanden hab, was macht Computerhardware eigentlich zum Server?
Serverhardware hat häufig redundante Komponneten (PSU, CPU) Batteriegepufferte Raidcontroller, mehrere spezielle Anschlüsse für Konnektivität (mini SAS, ...), viel mehr RAM Bänke für viel größere Ausbauten, stabile Komponenten mit viel Reserve und der Hauptunterschied: Remote Management Boards, mit denen man über das Netzwerk den eigentlich zugrunde liegenden Server verwalten kann (Reboots, UEFI Einstellungen, Remote KVM, usw.)

Dennoch kann man auch einen Raspberry Pi Server nennen, solange zentrale Dienste darauf laufen. Ist denn dann Serverhardware? Nein. Ist es dennoch für bestimmte Zwecke als Server geeignet? Ja. Und man würde das dann auch Server nennen, einfach um es von Clients abzugrenzen.
 
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